corner corner Wer die Nachtigall stört

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Wer die Nachtigall stört
by Harper Lee | Other
Registered by Goldoni of Regensburg, Bayern Germany on Wednesday, August 26, 2009
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Journal Entry 1 by Goldoni from Regensburg, Bayern Germany on Wednesday, August 26, 2009

10 out of 10

Der einzige Roman von Harper Lee, aus der Sicht eines siebenjährigen Mädchens erzählt, ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Zivilcourage sowie Toleranz und ein Klassiker der Südstaaten-Literatur.

Inhalt:
Schauplatz ist Macomb County in Alabama während der Depression in den frühen 1930er Jahren. Wohl behütet wächst Jean Louise »Scout« Finch mit ihrem Bruder Jem bei Rechtsanwalt Atticus Finch auf, der nach dem frühen Tod seiner Frau ganz für seine Kinder da ist. Trotzdem spüren alle drei den Rassenhass im tiefen Süden der USA, besonders als Atticus die Verteidigung des Farbigen Tom Robinson übernimmt. Tom soll die Tochter eines weißen Bauern vergewaltigt haben, beteuert jedoch seine Unschuld. Bereits im Vorfeld des Prozesses sehen sich Atticus und seine Kinder zahlreichen Anfeindungen der »ehrwürdigen« Bürger ausgesetzt, die nicht verstehen können, dass man einen »Nigger« überhaupt verteidigt. Aber Atticus ist von dessen Unschuld überzeugt, doch sein Klient wird ermordet.

Der Roman stellt zwei unterschiedliche Moralcodes gegenüber. Die archaischen Überlegenheits- und Abgrenzungsgefühle der weißen Kleinstädter brechen in offenen Rassenhass aus, als das größte aller Vorurteile erfüllt scheint: dass Schwarze weiße Frauen und Mädchen vergewaltigen. Diese »Moral«, das Thema vieler Südstaaten-Autoren, verkörpert am stärksten die verbohrte Tante Alexandra, ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Eine andere Moral vertritt Anwalt Atticus, ein toleranter und aufrechter Mensch, die ruhige Stimme der Vernunft in einer Umgebung aus Angst, Hass und Gewalt. Atticus, eine demokratische Figur, vertritt jeden unabhängig von Rasse oder sozialem Status und versucht sogar jene zu verstehen, die ihm fremd sind. Um die Demütigung von Schwarzen nachvollziehen zu können, erklärt er seiner Tochter Scout, müsse man eine Weile in ihre Haut schlüpfen. Scout wird bald die neue Südstaatenfrau im Sinne der Autorin verkörpern – stark, selbstbewusst und tolerant.
Ein geschickter literarischer Kunstgriff von Lee ist ihre bewusst eingesetzte Strategie des Scheins. Viele Figuren sind nicht so, wie sie beim ersten Hinsehen wirken. Indem der Leser hinter die Gerüchte und Vorurteile der Kleinstädter blickt, erkennt er nicht nur den wahren Charakter der Figuren, sondern auch seine eigenen Ressentiments.

Das Buch erhielt 1961 den Pulitzerpreis, die höchste literarische Auszeichnung der USA, und wurde in rund 25 Sprachen übersetzt. Bereits 1962, zwei Jahre nach Erscheinen, drehte Robert Mulligan die Verfilmung, die drei Oscars erhielt, darunter einen für Hauptdarsteller Gregory Peck als Rechtsanwalt Finch.
(amazon.de)

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Eins meiner Lieblingsbücher! Ich habe es das erstemal Anfang der 70er-Jahre gelesen und finde es heute noch genauso schön wie damals. Man ist schnell mit den Figuren vertraut, fast so als wäre man persönlich mit ihnen befreundet. Mich hat immer schon der tapfere und aufrechte Anwalt Atticus fasziniert, weil er in einer Welt, die von Selbstsucht, Intoleranz und Gewalt beherrscht wird, nie von seinen Prinzipien abweicht und sie auch an seine Kinder weitergibt. Wenn man bedenkt, dass das Buch bereits vor fünfzig Jahren geschrieben wurde, als in den Staaten die Rassendiskriminierung noch an der Tagesordnung war, kann man sich vorstellen, welche Wirkung dieses Buch damals auf die Öffentlichkeit gehabt haben muss. Das Buch wurde auch genial verfilmt, wobei ich mir für die Rolle des Atticus Fink keinen besseren Darsteller als Gregory Peck denken kann. Auch wenn ich das Buch wieder zur Hand nehme, habe ich immer sein Bild vor Augen.
Das ist ein Doppelexemplar des Buchs, mein eigenes bleibt unregistriert in meinem Bücherregal stehen. Sollte ich je vor der Entscheidung stehen, welche fünf Bücher ich auf eine einsame Insel mitnehmen werde, ist dieses auf jeden Fall dabei!!
Das Buch geht auf der Suche nach neuen Lesern mit der Abo-Box No. 1 auf die Reise.
 


Journal Entry 2 by truller10 from Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, November 24, 2009

This book has not been rated.

Aus der Abo-Box No. 1 




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