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Kuchen backen in Kigali
by Gaile Parkin | Literature & Fiction
Registered by wingSabinaLorenzwing of Wien Bezirk 19 - Döbling, Wien Austria on Monday, July 20, 2009
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Journal Entry 1 by wingSabinaLorenzwing from Wien Bezirk 19 - Döbling, Wien Austria on Monday, July 20, 2009

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Das Leben ist wie ein Kuchen... die Zutaten sind wichtig, aber ohne Liebe braucht man den Ofen gar nicht erst anzustellen.

Angel betreibt ein kleines Backgeschäft in Kigali. Zu ihr geht jeder, der für ein Fest, eine Taufe, eine Hochzeit, eine Heimkehr oder sogar eine Scheidung einen besonderen Kuchen braucht. Bei einer Tasse Tee bespricht sie die Details von Farbe und Dekor: Man kommt ins Erzählen, und Angel hört die heiteren, überraschenden und auch traurigen Geschichten ihrer Nachbarn, die trotz allem ihre Lebensfreude bewahrt haben. Über die Gespräche und das Kuchenbacken werden alte Wunden geheilt. 


Journal Entry 2 by wingSabinaLorenzwing from Wien Bezirk 19 - Döbling, Wien Austria on Thursday, July 30, 2009

7 out of 10

Angel und Pius kümmern sich um ihre fünf verwaisten Enkelkinder, und haben deshalb ihre Heimat in Tansania verlassen. Pius hat in Ruanda einen besser bezahlten Ganztagsjob angenommen und Angel fettet das Haushaltgeld mit ihren Kuchekreationen auf.
Während der Kuchenbestellungen werden verschiedene Aspekte des Lebens in der Fremde, mit dem Virus (HIV), mit dem Krig und Genozid und mit Enkelkindern als Kinder angesprochen. Das Hauptproblem, das Angel quält, wird immer wieder angerissen und herumgewälzt, wie eine Zuckergussblume, bis Angel sich eingestehen kann, was ihrer Tochter geschehen ist.
Dieser Prozess wird sehr behutsam und mit afrikanischer Art geschildert, was den Reiz des Buches ausmacht. Das Buch ist zwar von einer Weißen, einer wazungu, geschrieben, die sich aber anscheinend gut in die afrikanische Art zu Denken und zu Handeln einfühlen kann. In seiner Art mit Problemen umzugehen, ist der Stil den afrikanischen Büchern von ALexander McCall Smith ähnlich, die ebenfalls von einem Weißen in Afrika geschrieben wurden.
Einige der Überlegungen Angels sind für Europäer schwierig nachzuvollziehen, so zum Beispiel die Abneigung einem Zahnarzt zu glauben, dass übermäßiger Zuckerkonsum, wie in Fanta, Karies verursachen kann, nur weil er der falschen Religionsgruppe anhängt.

Angel wird fast zu gut und ohne Fehler dargestellt, was ein wenig farblos wirken kann. Andererseits setzen die Hintergrundinformationen zu dem Genozid in Ruanda einen negativen Kontrapunkt, was einen ganz guten Ausgleich schafft.
Ein Anhang über Ruanda und dessen Kämpfe und Situation nach dem Bürgerkrieg wäre sicher hilfreich für das Verständnis des Buches. Hier wird eine Chance vertan, Interesse und Verständnis für das Land zu erhöhen. Auch ein Plan von den erwähnten Ländern in Afrika, inklusive der besuchten Orte (z.B. Kiwusee) wäre eine Bereicherung.

Wer Lektüre sucht, das das Gefühl für afrikanische Lebensart und Eignarten vermittelt, wird hier ein interessantes, gut und leicht zu lesendes Buch finden, das in seiner absichtlichen Einfachheit eindringlich ist.
 


Journal Entry 3 by wingSabinaLorenzwing at Maria Theresiensiedlung in Sollenau, Niederösterreich Austria on Tuesday, September 01, 2009

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Released 4 yrs ago (9/2/2009 UTC) at Maria Theresiensiedlung in Sollenau, Niederösterreich Austria

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