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Das Geheimnis der Medusen
by Tchicay U Tam'si | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 7/13/2009
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status (set by efell): to be read


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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, July 13, 2009

8 out of 10

In Pointe-Noire, im Kongo, liegen wegen des Krieges im Jahr 1944 französische Schlachtschiffe vor Anker. Diese beunruhigen die Bevölkerung zwar, aber nicht so sehr, wie andere mysteriöse Ereignisse. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen sterben die Freunde Elenga und Muendo, und am folgenden Tag fällt der dritte aus dem Freundeskreis, Luambo, ins Koma, um kurz darauf zu verschwinden. Monsieur Martin, Luambos Chef, beauftragt den Bürovorsteher André Sola, ihm Informationen über seinen abwesenden Schreiber zu besorgen. André befragt unter anderem Wahrsager und Zauberer, und erfährt schreckliche Dinge, die ihn vermuten lassen, Luambo sei ein böser Geist gewesen. Dies bestätigt sich, als unter den Frauen auf dem Markt eine Hysterie ausbricht, weil eine in einem Händler den komatösen, verschwundenen Luambo erkannt haben will.

Tchicaya U Tam'si bedient sich hier eine geschachtelten Struktur, um zum einen die Geschichte der drei Freunde zu erzählen, zum anderen die Reaktionen darauf. So erfährt der Leser die Lebensgeschichten von Elenga, Muendo und Luambo, wie sie sich kennenlernten, wie Elenga und Muendo starben und was geschah, als Luambo ins Koma fiel. Dahinter ist nichts Geheimnisvolles, was einem rationalen und logischen Denken widerspräche. Die Wirkung auf das Umfeld der Freunde ist hingegen eine völlig andere, denn hier werden Geisterglaube und Zauberei zu einem entscheidenden Aspekt. Allerdings spürt man als Leser auch ein leicht spöttisches Lächeln des Autors über diese Geistergläubigkeit seiner Landsleute.

Ein bißchen verwirrend wirkten die wenig abgesetzten Erzählperspektiven. So reden manches Mal mehrere Menschen miteinander, ohne daß im einzelnen klar ist, wer gerade spricht (was aber in der jeweiligen Situation auch nicht wichtig ist). Problematischer fand ich den häufigen Wechsel von äußerer in innere Welt. Tchicaya U Tam'si greift des öfteren zu einer Perspektive, bei der die Träume und seelischen Belastungen (von denen vor allem Luambu einige mit sich herumträgt) quasi aus der Wahrnehmung des Betreffenden erzählt werden. Wo diese jeweiligen Schilderungen einsetzten, ergab sich meist erst am Ende, wenn die Person wieder ins „Hier und Jetzt“ zurückkehrte. Und ob dann wirklich alles „Einbildung“ (oder etwas ähnliches) war oder nicht doch „Realität“, das bleibt mehr als einmal offen. Tchicaya U Tam'si mag den Geisterglauben belächeln, aber daß es eine Ebene gibt, die sich der Wahrnehmung durch den „rationalen Weißen“, hier konzentriert in der Person des Monsieur Martin, der sich über seine Angestellten offen amüsiert, entzieht, das bezweifelt er nicht – er bietet nur andere Erklärungen dafür. 


Journal Entry 2 by wingholle77wing at Selm, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, November 15, 2011

This book has not been rated.

Herzlichen Dank! 


Journal Entry 3 by wingholle77wing at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, February 01, 2014

This book has not been rated.

Also mir bereiten die Bücher vieler afrikanischer Autoren, so auch dieses hier, echte Probleme.
Ich finde sie oft schwierig zu lesen und verliere oft den Faden, dann bewegt mich eigentlich nur die Teilnahme an der Challenge, das Buch zu Ende zu lesen. So war es auch hier.

Reserviert für meine Afrikabox. 


Journal Entry 4 by wingholle77wing at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, March 16, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (3/17/2014 UTC) at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch reist mit meiner Afrikabox: http://www.bookcrossing.com/journal/12237238/ nach Bremen zu nistbr. 


Journal Entry 5 by wingefellwing at Klosterneuburg, Niederösterreich Austria on Sunday, June 29, 2014

This book has not been rated.

Interessiert mich!
Werde ich aus der tollen Afrikabox von holle77 nehmen, danke! 


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