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Sturm über der Steppe
by Michail Scholochow | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 7/7/2009
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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, July 07, 2009

2 out of 10

Enthalten sind 12 von Scholochows frühen Erzählungen, die samt und sonders im Russischen Bürgerkrieg und dort speziell im Konfliktfeld zwischen Kommunisten und zarentreuen, traditionsbewußten Kosaken im Don-Gebiet angesiedelt sind. Diesem Umfeld gemäß sind die meisten der Geschichten ziemlich brutal und blutig. Und angesichts der politsch-ideologischen Rahmenbedingungen, denen diese Erzählungen genügen mußten, ist auch nicht verwunderlich, daß die Darstellung ausgesprochen einseitig ist: Die Kosaken sind ausgesprochene Dumpfbacken, brutal über Gebühr und gnadenlose Ausbeuter, demgegenüber sind die Kommunisten (und die paar „lernfähigen“ Kosaken) nur auf das Wohl des einfachen Volkes bedacht, das sie gegen die Übergriffe schützen und Gewalt natürlich nur zu Verteidigungs- und Vergeltungszwecken einsetzen *rolleyes*

Im Vorwort zu dem Buch heißt es: „Meist geht es um einen Kampf auf Leben und Tod zwischen Blutsverwandten, Bruder steht gegen Bruder. Der Vater tötet seinen Sohn, das Kind tötet seinen Vater, weil es nur so seine Menschlichkeit bewahren kann.“ Also, wenn eines hier ganz sicher nicht bewahrt wird, und das von beiden Seiten, dann ist es Menschlichkeit, und das Ausmaß an Grausamkeit und Quälerei, das hier ausgebreitet wird, läßt auch gar nichts anderes zu. Ich will damit nicht abstreiten, daß es Szenen wie die dargestellten gegeben hat (und in vergleichbarer Form immer wieder in Kriegsgebieten und -zeiten gab und gibt), aber das mit „Menschlichkeit“ zu verbrämen, verursacht mir ziemliche Übelkeit.

Und über die hölzerne und blutleere Sprache, mit der die literarische Qualität der Ideologie untergeordnet wird, breiten wir dann mal erst recht den Mantel des Schweigens. Selbst die Beschreibungen sind ausgesprochen stereotyp, egal ob es Personen oder Landschaft betrifft. Wenn das alles einigermaßen typisch auch für Scholochows Hauptwerk Der stille Don sein sollte – so es denn überhaupt von ihm ist, was ja wohl inzwischen begründet bezweifelt wird –, dann bin ich nach dieser Leseerfahrung sicher, mir das nicht über mehr als 1000 Seiten antun zu wollen.
 


Journal Entry 2 by SJJ-315643 on Thursday, August 06, 2009

This book has not been rated.

Vielen Dank! Das Buch ist letzten Monat bei mir eingezogen. 


Journal Entry 3 by SJJ-315643 at Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, January 15, 2012

1 out of 10

Aus dieser Sammlung habe ich drei Erzählungen gelesen und bin mehr als bedient. Sprachlich eine Tortur, ohne jegliche Stimmung, dafür mit um so mehr fragwürdiger Handlung. Nein danke. 


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