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UT, Nr.12, Die Disteln brennen
by Yasar Kemal | Literature & Fiction
Registered by wingholle77wing of Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on 3/7/2009
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Journal Entry 1 by wingholle77wing from Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, March 07, 2009

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"Ali Safa Bey ist süchtig nach der schweren, schwarzen, fruchtbaren Erde der Ebene von Anavarza. Durch Betrug, Feuer und Mord, mit Hilfe der Polizei und der ganzen Staatsmacht hat er die fruchtbarsten Böden schon in seinen Besitz gebracht. Nur die Bauern des Dorfes Vayvay leisten noch Widerstand. Aber auch sie müssen sich schließlich beugen - der grausame Terror und Hass des übermächtigen Grundbesitzers droht über sie hereinzubrechen.
Da klopft eines Tages ein ausgehungerter Fremdling an die Türe des alten Osman. Es ist Memed, der legendäre Räuber und Rebell, der in seinem Dorf Unterschlupf sucht. Nun beginnt sich alles zu verändern in Vayvay. Die Bauern ahnen, dass ihnen eine mächtige, unfassbare Kraft zur Seite steht. Und als es zum offenen Aufstand kommt, hat sich auch Memed verändert. Er musste lernen, dass auch der größte Held nichts ausrichtet, wenn er einsam bleibt."

Vor vielen Jahren hatte ich bereits den ersten Band "Memed mein Falke" gelesen und er hatte mich total gefangengenommen.
Genause erging es mir nun mit "Die Disteln brennen".
Yasar Kemal versteht es, außerordentlich fesselnd zu erzählen.Menschen, Tiere, Landschaft, alles zog wie ein Film an meinem inneren Auge vorbei.
Seine Erzählungen reichen sicherlich weit in die Geschichte der Sagen und Heldenmythen jener Gegend hinab und verbinden diese Elemente mit der Not der Bauern, die nach der Revolution noch unter den Ewig-Gestrigen leiden, die die Vertreibung des Sultans bedauern und weiterhin ihre feudalen Gewohnheiten beibehalten wollen. Auch die Staatsmacht spielt da noch mit und Ankara ist weit und der neue Staat noch nicht gefestigt genug.
Eigentlich sehe ich in Memed eher einen Antihelden, einen einfachen jungen Mann, der all das, was aus ihm "gemacht" wurde, nie wollte und sich diesen Ansprüchen an ihn auch gar nicht gewachsen fühlt. Aber die Fama stattet ihn mit den wundersamsten Eigenschaften aus und allein sein Name verbreitet auf der einen Seite Angst und Schrecken, auf der anderen erweckt er Kraft und Zuversicht.
Aber leider reichen eine Heldenfama und Tapferkeit der Bauern nicht aus, um auf Dauer Veränderungen herbeizuführen.
Ich freue mich schon auf die beiden nächsten Bände. 


Journal Entry 2 by wingholle77wing from Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, March 07, 2009

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Zusätzlich zur Bergabbau-Challenge wurde dieses Buch auch noch für die 1 Jahr = 1 Land-Challenge gelesen. 


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