corner corner Die Blätter des Banyanbaums.

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Die Blätter des Banyanbaums.
by Albert Wendt | Literature & Fiction
Registered by nuriayasmin of Miraflores, Lima Peru on 11/27/2008
Average 7 star rating by BookCrossing Members 

status (set by Kasimar): travelling


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Journal Entry 1 by nuriayasmin from Miraflores, Lima Peru on Thursday, November 27, 2008

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Der Roman «Die Blätter des Banyanbaums» verfolgt über drei Generationen die Geschicke einer Familie in Samoa und die Umwälzungen, die das Leben während dieser Zeit erfährt. Im Mittelpunkt steht Tauilopepe, der sich auf dem theologischen Seminar statt für Glaubensfragen für das landwirtschaftliche Know-how der Missionare, ihre Autos, ihren Handel mit Feldfrüchten interessiert. Entschlossen, reich und erfolgreich zu werden, kehrt er in sein Dorf zurück. In einem gnadenlosen Machtkampf sichert er sich das ertragreichste Land, zwingt den Platzhirsch Malo in die Knie und predigt als Diakon eine kryptopuritanische Lehre aus «Gott, Geld und Erfolg». Doch Reichtum und Macht sind schwer zu vererben. Sein Sohn Pepe richtet sich als Rebell und Bohémien in der Stadt ein und landet schliesslich wegen eines symbolischen Vatermords im Gefängnis. Pepes Sohn kommt mit Tauilopepes Ideologie glänzend zurecht, doch der Besitz, den dieser mit harter Arbeit angehäuft hat, zerrinnt dem verwöhnten Enkel.

Die Europäer tauchen in Wendts samoanischen «Buddenbrooks» kaum auf. Längst ist das Ringen von traditioneller und westlicher Kultur zur inneren Angelegenheit der Samoaner geworden und spaltet Dörfer und Familien. Nicht durch Unterdrückung übt der Westen seinen Einfluss aus, sondern durch ein charmantes Spiel der Verheissungen. Wer, wie Tauilopepe, darauf eingeht, mag geldgierig sein und seine Herkunft verraten, doch er verdient, gibt Wendt zu bedenken, für seine Phantasie und seinen Lebenshunger auch Respekt. Wendt vermeidet es also, Tauilopepe zum Schuldigen zu erklären. Dennoch lässt sich – so wenig das der Spannung und der grossen Qualität seines Erzählens auch anhaben kann – sein Roman als marxistisches Lehrstück lesen. Wendt erzählt, wie eine quasi prähistorische Stammeskultur innerhalb von zwei Generationen auf kapitalistisches Wirtschaften umgestellt wird und in der dritten in Dekadenz und Chaos versinkt.
 


Journal Entry 2 by nuriayasmin from Miraflores, Lima Peru on Sunday, May 10, 2009

9 out of 10

Ein tolles Buch mit sehr gut beschriebenen und total unterschiedlichen Charakteren, aber nicht immer einfach zu lesen. Am Ende hat man zwangsläufig einige samoanische Begriffe gelernt :-).

Wandert in meine 1 Land - 1 Buch-Box und zählt für Samoa bei der 1 Jahr-1 Land-Challenge. 


Journal Entry 3 by wingInto-the-Bluewing from Stade, Niedersachsen Germany on Monday, August 10, 2009

8 out of 10

Ich habe das Buch soeben aus der 1 Land - 1 Buch - Box entnommen und nun wandert es auf den Mount TBR.

Nachtrag vom 24.09.2013:
Puh, jetzt wurde es aber Zeit, dass ich das gute Stück mal gelesen habe. In Kürze wird hier die Inselbox ankommen. Die schreit ja geradezu nach einem Buch aus Samoa. Ein interessantes Buch, das darstellt, wie ein Volk quasi in kürzester Zeit vom Mittelalter in die Moderne katapultiert wird. Ich hatte den Eindruck, dass das Leben vor den Weißen doch glücklicher gewesen ist auf seine Art. Allerdings wurde dann gegen Ende des Romans auch Schulbildung für mehr Samoaner möglich, was ja mit das Wichtigste überhaupt ist. Ich denke, da hat sich bis jetzt noch einiges getan. 


Journal Entry 4 by wingInto-the-Bluewing at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niedersachsen Germany on Thursday, April 24, 2014

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Released 3 yrs ago (4/24/2014 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niedersachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch macht sich in Kürze mit der Australien-Neuseeland-Ozeanien-Box von efell auf die Reise und hofft auf weitere Leser. 


Journal Entry 5 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Friday, November 21, 2014

4 out of 10

Ein schwer zu lesendes Buch, nicht aufgrund des Inhaltes, sondern der Schreibweise ohne jegliche Höhepunkte: Ich hatte teilweise viel Mühe, mich zu konzentrieren und habe für dieses Buch 11 Tage gebraucht, normalerweise wäre das an einem Tag zu schaffen.
Ich fand den Einblick in das Ringen Samoas zwischen Tradition und Moderne sehr interessant, manchmal störte mich der erhobene Zeigefinger, manchmal habe ich ihn vermisst. Letztlich bin ich mir gar nicht sicher, wer "gewonnen" hat.
Perönlich gefallen haben mir besonders die Schilderungen großfamiliären Lebens.
Das Buch bleibt in der Box. 


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