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Die Zwerge von Amboss
by Thomas Plischke | Science Fiction & Fantasy
Registered by EXW-205952 on 11/8/2008
Average 6 star rating by BookCrossing Members 

status (set by Sulfur): travelling


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Journal Entry 1 by EXW-205952 on Saturday, November 08, 2008

6 out of 10

Ich habe endlich wieder bei „Vorablesen“ Glück gehabt. Nach langem Postweg (abgeschickt am 24.10., eingetroffen am 3.11.) ist das Buch bei mir angekommen.
Eine Leseprobe, spontane Leseeindrücke und Rezensionen von äußert unterschiedlicher Qualität gibt es hier , auf der Homepage von Thomas Plischke.findet man auch die Lesungstermine, einen Trailer und Links zu Interviews oder Rezensionen.

Die Leseprobe hat einen sozialkritischen Krimi mit fantastischen Elementen (Zwergen) vermuten lassen. Dies wird nicht ganz eingelöst. Die Krimihandlung spielt nur am Anfang eine Rolle, danach entwickelt sich die Geschichte in Richtung „große Verschwörung“. Die fantastischen Elemente bleiben eher im Hintergrund, es gibt zwar Zwerge, aber deren Welt ist von unserer nicht so stark verschieden: ein paar Monster (zB Greife), die Menschen sind in dieser Welt den Zwergen kulturell weit unterlegen, weiters noch ein bisschen Gedankenlesen. Dass eine Person, die Qualle, mittels eines bodenlosen Brunnen verschwindet, wirkt in diesem Plot fast schon unpassend. Gesellschafts- und Religionskritik wird aber durchaus an verschiedenen Stellen geübt. Die gesamte Welt dieses Buches wirkt unglaublich sorgfältig konstruiert, phantasievoll und genau durchdacht, hier spielt Plischke durchaus in einer Liga mit Rowling, Gaiman, Pullman oder Funke. Was der Autor aber nicht so gut wie die genannten Autoren hinbekommt, ist der Spannungsaufbau und die Glaubwürdigkeit der Figuren. Es fehlt das „gewisse Etwas“, ich wurde nie wirklich in diese Welt hineingezogen. Wenn man als Beispiel die Eisenbahn nimmt: für die Zwerge ist sie noch neu und besonders, aber das kann der Autor schlecht verständlich machen.
Der Stil ist im Übrigen unauffällig und zurückhaltend, im Fantasy-Genre mit den vielen wirklich mies geschriebenen Büchern ist dies aber durchaus ein Kompliment.

Gestört hat mich der Aufbau: ungefähr bis zur Hälfte wird getrennt die Geschichte aus der Sicht von mehreren Personen erzählt: von Garep, dem Zwerg, der als Sucher arbeitet, aber schließlich flüchten muss; von Siris, dem Bestienjäger, der sich auf die Suche nach seiner Schwester ins Zwergenland aufmacht; von Himek, dem jungen Arzt, der hinter dunkle Machenschaften seines Mentors kommt; nebenbei lernt man aber auch Siris’ Schwester kennen, Gareps Assistenten Bugeg und die Zwergendame Kalu, ebenfalls Anwärterin bei den Suchern. Plischek hat im ersten Teil zwar die Fäden der Geschichte souverän in der Hand, aber er lässt den Leser zu lange im Ungewissen, wie die Personen zueinander stehen. Gut 200 Seiten lang ist nicht klar, ob es einfach getrennte Geschichten sind oder ob die Personen doch zueinander finden.

Garep ist zwar eine wichtige Person, aber bei ihm gibt es eine Ungereimtheit: einerseits ist er drogensüchtig, andererseits denkt er messerscharf. Bei Siris ist zu bemängeln, dass er viel zu lange vorgestellt wird, und dass dies (seine Jagd auf ein Greifenpärchen) für die Geschichte völlig unwichtig ist. Es ist überhaupt eine große Schwäche des Buches, dass sich der Autor zu oft in Nebensächlichkeiten verliert und die Handlung nicht vorantreibt. Natürlich ist diese Fantasywelt äußerst gelungen, aber man muss nicht ständig darauf hingewiesen werden.

Im zweiten Teil finden sich die handelnden Personen zu Pärchen, die gemeinsam die Abenteuer bestehen: Himek und Siris kümmern sich um die Befreiung von Ulaha (die Story wird jetzt auch aus ihrer Sicht erzählt) aus den Händen des bösartigen Arztes, Garep und Sira versuchen, ins Menschenland zu flüchten, Bugeg und Kalu jagen Garep.

Das Ende kommt allerdings viel zu schnell, viel zu hastig, und es bleiben viele Handlungsstränge offen, die Fäden sind nicht sauber verknüpft. Nun, dies ist wohl angesichts dessen, das es sich um einen ersten Teil handelt, Absicht, aber es ändert nichts an der Verärgerung des Lesers. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, ist noch offen. Es wird von den Kritiken abhängen. Ich traue Plischke durchaus zu, dass er die Schwächen dieses ersten Bandes ausmerzt und doch noch eine faszinierende Zwergensaga hinbekommt.

http://leselustfrust.blogg.de/ 


Journal Entry 2 by Rianonne from Wien Bezirk 22 - Donaustadt, Wien Austria on Monday, April 20, 2009

This book has not been rated.

Bei der Ladies Night blitzschnell zugegriffen :-) 


Journal Entry 3 by Rianonne at Wien Bezirk 22 - Donaustadt, Wien Austria on Friday, October 22, 2010

8 out of 10

Die Fantasy-Landschaft ist in letzter Zeit zwar sehr umfangreich, aber sie stimmt mich immer wieder traurig. Klischeebeladende Elfen, Zwerge oder Orks stapfen schwerfällig durch die immergleichen Plots, Konflikte beschränken sich meistens auf das alte Gut-Böse-Schema und echte Dialoge sind so selten wie eine originelle Sprache.
Wie gut, dass es Thomas Plischkes "Zwerge von Amboss" gibt! Plischke hat eine Welt erschaffen, die ungewöhnlich und plausibel ist (warum sollten ausgerechnet Zwerge mit ihrer Vorliebe für Schwerindustrie im Mittelalter steckenbleiben?) und diese mit Charakteren bevölkert, die zunächst vielleicht ein wenig befremdlich wirken, da sie keinen gängigen Klischees entsprechen. Genau deshalb macht es aber um so mehr Spaß, sie nach und nach besser kennenzulernen und mit ihnen die Abgründe der menschlichen, zwergischen und Halblings-Gesellschaft zu erkunden.
Einen wichtigen Beitrag zu meinem Lesevergnügen lieferte außerdem die ungewöhnliche Sprache des Buchs. Plischke hatte offenbar sehr viel Spaß daran, seinen Zwergen passende Slangausdrücke, Flüche und Sprichwörter in den Mund zu legen. Dies brachte mich immer wieder zum Schmunzeln, wenn eine Formulierung einmal wieder genau den Kern der Sache erfasste, aber gleichzeitig nagelneu und auf ihre Art "typisch zwergisch" war.
Nach dem offenen Ende werde ich meine Augen offen halten um nicht den 2.Band zu versäumen :-) 


Journal Entry 4 by Rianonne at Café Einstein (Ehemalige OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria on Thursday, November 04, 2010

This book has not been rated.

Released 7 yrs ago (11/5/2010 UTC) at Café Einstein (Ehemalige OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria

WILD RELEASE NOTES:

Lieber Finder!
Gratulation, dass Sie das Buch gefunden haben! Ich hoffe, Sie werden es mögen!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Meinung über das Buch nach dem Lesen hier einzugeben!
Das ist anonym und kostenlos für Sie!
Danke und viel Spaß beim Lesen :-) 


Journal Entry 5 by CafeEinstein at Café Einstein (Ehemalige OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria on Thursday, November 04, 2010

This book has not been rated.

Released 7 yrs ago (11/5/2010 UTC) at Café Einstein (Ehemalige OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria

WILD RELEASE NOTES:

OBCZ Café Einstein - am shelf

Lieber Finder!
Gratulation, dass Sie das Buch gefunden haben! Ich hoffe, Sie werden es mögen!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Meinung über das Buch nach dem Lesen hier einzugeben!
Das ist anonym und kostenlos für Sie!
Danke und viel Spaß beim Lesen wünscht,
CafeEinstein

Zur Information: am ersten Freitag jedes Monats ist ab 18 Uhr im Café Einstein ein allgemeines Bookcrossing Meeting, zu dem jede/r Bookcrosser/in willkommen ist.
An jedem dritten Freitag des Monats gibt es ebenhier und zur gleichen Zeit ein Meet-up der Bookcrosserinnen.
Bei Fragen dazu sende bitte eine e-mail an cafe.einstein@gmx.at. 


Journal Entry 6 by Sulfur at Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria on Wednesday, June 22, 2011

6 out of 10

"Die Zwerge von Amboss" ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Fantasy-Serie von Thomas Plischke. Sie spielt in einer Fantasywelt, die sich sehr von den klassischen Fantasywelten unterscheidet. Das Reich der Menschen ist zerfallen, Hunger und Überfälle sind an der Tagesordnung. Viele Menschen flüchten zu den wirtschaftlich besser gestellten Zwergen. Diese leben in einem abgeschotteten Reich, haben Dampfmaschinen und auch Gewehre und Sprengpulver sind ihnen nicht unbekannt. Wissenschaftlich sind sie sehr fortgeschritten. Während die meisten Menschen dem Glauben an die Herren anhängen, glauben die Zwerge einzig und alleine an die Logik. Über die vielen menschlichen Flüchtlinge sind die meisten Zwerge alles andere als erfreut. Die meisten Zwerge haben Vorurteile und fühlen sich den anderen Rassen gegenüber deutlich überlegen.

Das Buch erzählt parallel die Geschichten von mehreren Hauptpersonen: Der Sucher Garep Schmied ist in der Zwergenstadt Amboss damit beschäftigt, gemeinsam mit seinem Assistenten Bugeg Gerber, eine Reihe mysteriöser Mordfälle aufzuklären. Während Garep Schmied hinter die Dinge blickt, ist sein Assistent übereifrig und anderen Rassen gegenüber voller Vorurteile. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um den jungen Leiböffner Himek Steinbrecher. Er wird zum unwissenden Gehilfen bei abscheulichen Versuchen an Angehörigen anderer Rassen. Die dritte Hauptperson ist der menschliche Bestienjäger Irisanjo von Wolfenfurt, auch Siris genannt. Er erfährt, dass seine Schwester im Zwergenreich verschollen ist und macht sich auf um sie zu suchen.

Ohne hier zu viel vom Inhalt verraten zu wollen: die Geschichte kommt meiner Meinung nach erst in Schwung, als die drei Helden aufeinandertreffen (ungefähr in der Mitte des Buches). Davor war die Geschichte meiner Meinung nach zu langatmig und die Handlung zu wenig rasant. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Lösung des Autors die unterschiedliche Sprache von Menschen und Zwergen darzustellen. So spricht Siris, wenn er sich mit einem Zwerg unterhält in gekünstelten Sätzen und umschreibt vielfach Wörter die er nicht übersetzen kann. Dies macht es für den Leser viel plausibler sich zwei Helden vorzustellen, von denen einer eine für ihn fremde Sprache spricht. Besonders überrascht hat mich, dass die Zwerge gar nicht den üblichen Fantasy-Klischees von den axtschwingenden Bergbewohnern entsprechen. Bei Thomas Plischke sind Zwerge technisch weit fortgeschritten, manchmal überheblich und sehr bürokratisch.

Alles in allem ein netter Fantasyroman für zwischendurch. 


Journal Entry 7 by Sulfur at Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria on Thursday, June 23, 2011

This book has not been rated.

Für die Assoziations-Challenge: Kolibri - weil Kolibris die Zwerge unter den Vögeln sind. 


Journal Entry 8 by Sulfur at Cafe Sperlhof in Wien Bezirk 02 - Leopoldstadt, Wien Austria on Friday, April 11, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (4/11/2014 UTC) at Cafe Sperlhof in Wien Bezirk 02 - Leopoldstadt, Wien Austria

WILD RELEASE NOTES:

Wird beim BC-MeetUp freigelassen.

Viel Spass beim Lesen! 


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