corner corner Der Tod des Wucherers

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Der Tod des Wucherers
by Sadriddin Aini | History
Registered by wingRunningmousewing of Nürnberg, Bayern Germany on 8/26/2008
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Journal Entry 1 by wingRunningmousewing from Nürnberg, Bayern Germany on Tuesday, August 26, 2008

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Endlich habe ich einen tadschikischen Autor gefunden! Zwar in Bukhara geboren, hat er auf tadschikisch geschrieben und er hat

TADSCHIKISTAN

auch politisch vertreten! 


Journal Entry 2 by wingRunningmousewing from Nürnberg, Bayern Germany on Saturday, August 30, 2008

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Eine im orientalischen Stil verfasste, aber sozialistisch geprägte Geschichte über einen echten K....brocken, einen "Wucherer". Mit den für orientalische Märchen typischen Übertreibungen, aber doch recht nett zu lesen.
Es spielt in der eigentlich tadschikischen Stadt Buchara, die in der heutigen Republik Usbekistan liegt. Da ich letzte Woche selbst dort gewesen bin, hatte die Geschichte ihren besonderen Reiz, denn ich konnte mir die beschriebenen Orte vorstellen als würde ich selbst nochmal dort herumlaufen. Ziemlich gewöhnungsbedürftig ist allerdings die seltsame Umschrift in die lateinische Schrift, die mir aber bei alten DDR- Büchern schon öfters aufgefallen ist. Die Medrese Diwan Begi wird zu Dewonbegi und Kukaldasch wird zu Kukaltosch.
Der Hauptstrang der Geschichte beschäftigt sich mit einem Geldverleiher, der mit Lügnereien, Betrug und Erpressung die "kleinen Leute" ausnimmt und sich dabei auf das Feudalsystem verlassen kann. Am Ende siegt die Revolution. - Soweit "echter Sowjetrealismus". Daneben gibt es kleinere Geschichtchen, die, denke ich, das tägliche Leben unter der zaristischen Besatzung (oder wie man das auch nennen will) und dem Emir recht realistisch beschreiben. Wenn man es schafft, den erhobenen Zeigefinger zu ignorieren, ein durchaus lesenswertes Büchlein.

Ich lese den Autor für Tadschikistan. Er wurde 1878 in der Nähe von Buchara geboren, damals noch ein eigenes Emirat, die Einwohner betrachteten sich als Tadschiken. Wie entlang der ganzen Seidenstraße gab es dort jedoch seit Jahrhunderten ein buntes Völkergemisch, und die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe war nicht besonders wichtig. 1924 wurde Buchara der SSR Usbekistan zugeschlagen, was jedoch völlig willkürlich war und wohl auch mit "Tauschgeschäften" zusammenhing, denn der SSR Tadschikistan wurden usbekisch dominierte Gebiete, z. B. im Ferghana- Tal zugeschlagen. Über die Hintergründe gibt es die unterschiedlichsten Meinungen.
Eine Zuordnung von Autoren dürfte hier immer schwierig sein, deshalb nehme ich die Muttersprache des Autors, tadschikisch, als Kriterium.
Er wird auch als "tadschikischer Nationalautor" verehrt.
 


Journal Entry 3 by Nachtleser on Saturday, February 13, 2010

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Ist jetzt bei mir! 


Journal Entry 4 by wingSagunawing at Nürnberg, Bayern Germany on Thursday, June 28, 2018

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Ein Buch aus dem BC-Nachlass von Runningmouse, den ich zusammen mit Lesenmachtfroh versuche, möglichst gut zu verwalten. 


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