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Das Haus der bösen Mädchen
by Polina Daschkowa | Literature & Fiction
Registered by clawdiewauzi of Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on 7/30/2008
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Journal Entry 1 by clawdiewauzi from Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, July 30, 2008

9 out of 10

Nachts stoßen Polizisten mit einem Mädchen, Ljussja, zusammen, die den Polizisten sogleich bereitwillig erzählt, dass sie ihre Tante erstochen habe. Die Polizisten folgen dem Mädchen und finden in der Wohnung tatsächlich die Leiche einer niedergestochenen Frau. Ljussja wird bis auf weiteres ins Krankenhaus gebracht, zumal sie neben der beschriebenen Tatsache, ihre Tante ermordet zu haben, geistig zurückgeblieben erscheint. Im Grunde freut sich die Miliz: Der Fall ist eindeutig, das Geständnis liegt vor.
Borodin ist mit Leib und Seele bei der Miliz, einfach Kriminalist aus Leidenschaft. Er glaubt nicht daran, dass die debile Ljussja ihre Tante ermordet hat, genauso zweifelt er an weiteren, scheinbar offensichtlichen Tätern und Motiven, bei denen Borodin einen Zusammenhang mit Ljussjas Fall vermutet. Borodin ermittelt, zum Ärger seiner Kollegen, und seine Spürnase scheint ihm Recht zu geben. Es geschieht noch mehr Seltsames, das mit den beiden Fällen zu tun zu haben scheint und Borodin brennt darauf, die einzelnen Puzzlestücke zusammen zu setzen.

Für den Leser des Tüftlertyps ist dieses Buch nicht der richtige Titel. Der Klappentext verrät bereits mehr als die Inhaltsangabe oben, allerdings ist auch der Einstieg ins Buch nicht allzu verworren. Bereits nach etwa zwanzig Seiten vermutet man unweigerlich, wer Ljussjas Tante ermordet hat und hat sogar eine Ahnung, warum das so sein könnte. Man liest im Grunde nur weiter, um diese Annahme bestätigt zu finden oder aber bewiesen zu bekommen, dass man auf dem Holzweg gewesen ist.

Die besondere Stärke der Autorin liegt in der Charakterisierung von Personen und in der Vermischung alltäglicher und ungewöhnlicher Elemente, in der Verstrickung verschiedener Lebensbereiche und Personenkreise, in der glaubhaften Beschreibung von Gefühlen, Verhaltensweisen und Ängsten. Daschkowas Charaktere sind durch und durch echt, "typisch russisch" und dennoch keine Stereotypen.

Leicht und flüssig zu lesen, ein bisschen Krimi, ein bisschen Voyeurismus (wenn es um die privaten und teils pikanten Details der Figuren geht), ein bisschen Alltag. Man will nicht nur erfahren, wer der Mörder war, sondern möchte auch herausfinden, wie Xenia Oleg kennen lernte, ob Borodin seine Diät durchhält und warum Warja aufgehört hat zu rauchen. Polina Daschkowa unterhält damit für meinen Geschmack ausgezeichnet und zugleich leichtfüßig, und doch sind in mancher Szene die Nerven gespannt wie Drahtseile gewesen. 


Journal Entry 2 by clawdiewauzi from Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, July 30, 2008

This book has not been rated.

Reist mit der zweiten Thrillerbox. 


Journal Entry 3 by winglesealleswing from Wuppertal, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, February 27, 2009

This book has not been rated.

Hab ich aus der Thrillerbox genommen. 


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