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Das Erbe des Bösen
by Ilkka Remes | Mystery & Thrillers
Registered by clawdiewauzi of Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on 5/20/2008
Average 7 star rating by BookCrossing Members 

status (set by SJJ-315643): travelling


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Journal Entry 1 by clawdiewauzi from Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, May 20, 2008

7 out of 10

Erik Narva ist Genforscher und als solcher höchst erfolgreich. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er von Kindesbeinen an in der Leidenschaft für die Wissenschaften gefördert wurde, denn immerhin sind auch seine Eltern Forscher und als solche ebenfalls erfolgreich. Während Erik besonders in die Fußstapfen seiner Mutter trat, einer Biologin, ist Eriks Vater Physiker.
Als Eriks Vater Rolf sich nach Berlin aufmacht mit der Begründung, er wolle einmal diese Weltstadt besuchen, bevor er irgendwann stirbt, wundert sich Erik. Doch als sein Vater nicht mehr telefonisch erreichbar ist, wird Erik misstrauisch. Als er Briefe in deutscher Sprache im Arbeitszimmer seines Vaters findet, obwohl dieser angeblich nie in Deutschland war und die Sprache nicht beherrscht, beschließt Erik, den Vater zu suchen. In Deutschland angekommen, hat man Rolf Narva auch im Hotel nicht mehr gesehen und Erik muss darüber hinaus feststellen, dass sein Vater nicht nur bereits einmal in Deutschland war, sondern offenbar über Jahre dort gelebt und studiert hat. Nicht nur das: Auch Eriks Mutter, die dies hartnäckig abstreitet, hat in Deutschland gelebt. Beide haben für die Nazis gearbeitet und geforscht.
Während Erik immer weiter in die Vergangenheit seiner Eltern vorstößt und sich zunehmend Identifikationsproblemen ausgesetzt sieht, kämpft Rolf Narva an anderer Stelle tatsächlich um sein Leben. Die Bombe, an der er einst beteiligt war, interessiert auch andere Parteien, und durch die Tagebuchaufzeichnungen eines ehemaligen Kollegen sind sie auf Rolfs Spur gekommen …

Ilkka Remes präsentiert mit diesem Buch einen Thriller, der auf verschiedenen Ebenen abläuft: Die Bedrohung des Vaters, die indirekte Bedrohung des Sohnes, die persönlichen Probleme von Erik Narva durch die Vergangenheit, die Rekonstruktion eben jener, die Bedrohung durch Terroristen – „Das Erbe des Bösen“ verläuft und funktioniert auf all diesen Ebenen.

„Das Erbe des Bösen“ ist nicht ganz so typisch und banal wie die üblichen US-Thriller. Zwar finden sich in diesem Thriller diverse typische Abläufe und auch Klischees erfüllt, manches scheint ein wenig arg hergeleitet und eingepresst zu sein, um einen roten Faden zu garantieren, aber insgesamt ist dieser Roman doch auch etwas Besonderes.
Er verbindet finnische Charaktere mit Deutschlands dunkler Vergangenheit, verzichtet dabei aber auf das allzu Reißerische, das solcherlei Lektüre meist begleitet. Remes ist es gelungen, die Umgebung der Figuren aus deren Augen zu betrachten und deren Handeln und Gedanken von dem „Jetzt“ (ob nun damals oder heute) beherrschen zu lassen, nicht von einer späteren Entwicklung, die zwar für den Leser, nicht aber für die Figuren absehbar ist. Dies macht nicht nur die Charaktere realistisch, sondern gleichfalls die Gesamthandlung zu einer glaubhafteren. Auch der persönliche Horror, den vor allem Erik, aber auch sein Vater Rolf, im Rahmen der Handlung durchlebt, funktioniert ganz gut, und dies eben deshalb, weil der Roman nicht auf eine Hollywood-Verfilmung ausgerichtet ist. 


Journal Entry 2 by SJJ-315643 on Saturday, July 05, 2008

This book has not been rated.

Gefangen, jetzt ganz in echt! ;)
Auch den Finnen habe ich mitgenommen - damit er zwischenzeitlich im Regal pausiert.

Das war ein schöner Überraschungsbesuch! 


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