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Die Hexen von Kiew
by Lada Lusina | Science Fiction & Fantasy
Registered by clawdiewauzi of Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on 5/9/2008
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Journal Entry 1 by clawdiewauzi from Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, May 09, 2008

7 out of 10

Katja, Mascha und Dascha sind drei Frauen, die in Kiew leben. Sie haben nichts miteinander zu tun, kennen sich nicht und sind auch derart unterschiedlich, dass anzunehmen ist, dass sie niemals etwas miteinander zu tun haben werden.
Das Zentrum für Altkiewer Hexenkunst ändert diesen Umstand jedoch, denn Katja, Mascha und Dascha treffen genau dort aufeinander. Aus völlig unterschiedlichen Gründen suchen sie das Zentrum auf, um sich der übernatürlichen Kräfte der dort Tätigen zu bedienen, denn Hexerei ist hier (bürokratisierte) Dienstleistung, wenn auch immer noch übernatürlich und unerklärlich.
Eben so, übernatürlich und unerklärlich, ist auch das, was die drei Frauen im Zentrum erleben. Völlig ahnungslos werden sie Zeuginnen, wie eine Hexe vor ihren Augen verstirbt. Erst einige Zeit später realisieren die drei, dass diese Hexe ihnen ihre Macht vererbt hat.
Von da an ändert sich das Leben von Katja, Mascha und Dascha gewaltig. Nicht nur, dass sie sich miteinander auseinandersetzen müssen, was sie unter normalen Umständen nie getan hätten, nein, Hexenkräfte sind auch nicht allein etwas Lustiges oder Positives, wie sie feststellen müssen. Vielmehr wird Kiew von einer großen Gefahr bedroht und ausgerechnet Katja, Mascha und Dascha sind es, die mittendrin stecken und zum Handeln gezwungen sind.

Hexenromane gibt es (noch) nicht allzu viele, und wenn, dann handelt es sich mehr um Kinder- und Jugendbücher, nur ganz selten mal um „Chicklit“. „Die Hexen von Kiew“ ist jedoch erfrischend anders und gehört weder zum einen, noch zum anderen.
Das Buch richtet sich zwar klar an eine erwachsene Leserschaft und sicherlich primär an Frauen, aber seichte Unterhaltung ist es nicht. Es ist zwar witzig geschrieben, aber doch auch ernsthaft. Die Kiewer Geschichte und deren Einbindung in die Geschichte heben das Niveau des Romans deutlich an, und insgesamt sind die beschriebenen Ereignisse durchaus spannend, düster, mysteriös und zuweilen auch sehr brutal.

Es ist allerdings auch ein etwas anstrengendes Buch. Abgesehen von dem Umfang – der Roman umfasst stolze 522 Seiten – ist auch der Stil gewöhnungsbedürftig. So lernt man die Protagonistinnen parallel kennen, was zunächst zu dauernden Sprüngen in der Handlung führt. Die Tatsache, dass es weitere Umblendungen gibt, dass die Namen der drei Damen sich ungünstig ähneln, und dass jede von ihnen wiederum einige Namen aus ihrem jeweiligen Umfeld mit ins Spiel bringt, macht das Ganze nicht leichter. Hier am Ball zu bleiben, erfordert gerade bei den ersten hundert Seiten ein wenig guten Willen. 


Journal Entry 2 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, July 05, 2008

This book has not been rated.

Nach der Kurzvorstellung auf dem Meetup bin ich ja doch gespannt. Und am besten notiere ich mir hier auch gleich noch, daß ich es nach dem Lesen an MinnieMay weitergeben soll ... 


Journal Entry 3 by Torgin at Oberhausen, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, April 29, 2013

6 out of 10

Nun hat es wirklich Ewigkeiten bei mir herumgestanden, aber irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt dafür. Insgesamt war es eine ganz interessante Mischung aus Phantastik, Kriminalroman und (kunst-)historischen Aspekten mit einem guten Schuß Humor und wenn auch keine Neuerfindung der beteiligten Genre, so doch in dieser Form recht unterhaltsam. Ich habe zwar am Ende ein bißchen den Überblick über die Dämonen/Teufel/Lindwürmer/... und ihre Absichten verloren, aber das machte nichts, allein schon der nach einem Boxhieb lispelnde Teufel war es wert. 


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