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Der Bastard
by Rómulo Gallegos | Literature & Fiction
Registered by wingtoshokaninwing of Dresden, Sachsen Germany on 3/16/2008
Average 6 star rating by BookCrossing Members 

status (set by Ina): to be read


5 journalers for this copy...

Journal Entry 1 by wingtoshokaninwing from Dresden, Sachsen Germany on Sunday, March 16, 2008

This book has not been rated.

Klappentext:
Venezuela, 1858. Wilde Reiterheere und Banden streifen durch das Land. Sie messen ihre Kräfte in blutigen Gefechten und besetzen die Güter der Reichen. Pedro Miduel führt eine Schar verwegener Männer ins Feld. Er, der uneheliche Sohn einer Adligen und eines Negers, der "Bastard", streitet mit seinen Kameraden für das Recht der armen Bauern und der ehemaligen Sklaven. 


Journal Entry 2 by wingtoshokaninwing at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Sachsen Germany on Wednesday, October 22, 2008

This book has not been rated.

Released 9 yrs ago (10/22/2008 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Sachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch ist auf dem Weg zu Aldawen 


Journal Entry 3 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, October 23, 2008

This book has not been rated.

Gut angekommen, danke schön! 


Journal Entry 4 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, June 12, 2009

5 out of 10

Nachdem ich den Roman E-wig-kei-ten vor mir hergeschoben habe, weil immer anderes sich vorgedrängelt hat, habe ich ihn nun aber endlich gelesen.

Zunächst zum Inhalt: Angesiedelt im Venezuela um die Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt Gallegos die Geschichte der Familie Alcorta – Zuckerrohrpflanzer und Adlige spanischer Abstammung – und ihrem Umfeld. Die Tochter des Hauses, geistig sowieso ein wenig verwirrt, wird von einem entlaufenen Sklaven vergewaltigt und bringt noch den „Bastard“ Pedro Miguel zur Welt, bevor sie stirbt. Der Junge wächst bei einer anderen Familie ohne Kenntnis seiner Herkunft auf und begeistert sich, nachdem er endlich auf Drängen seines Cousins (der über die Familienbande informiert ist) von diesem lesen gelernt hat, für liberale Ideen. Dabei unterstützt ihn der Pfarrer mit Zeitschriften, die Pedro Miguel in geheimen nächtlichen Zusammenkünften den Sklaven vorliest. Jahre später hat er sich mit seinem Schicksal halbwegs arrangiert und führt für seinen Cousin, der auf Grund seiner Ausbildung zwar eine glänzende politische Karriere vor sich gehabt hätte, aber unheilbar an Lepra erkrankt ist, die Hacienda – obwohl ihm auch ein eigenes Gut zustünde. Neben der Entdeckung seiner Herkunft sowie seiner Liebe zu seiner Cousine Luisana, die ihn beide verwirren, stürzt das Land auch ins Chaos, weil politische Umwälzungen, Streitereien zwischen Konservativen und Liberalen, Zentralisten und Föderalisten, zunächst in einen Bürgerkrieg und dieser bald in eine pure Orgie der Gewalt, Zerstörung und Vernichtung münden. Pedro Miguel beteiligt sich auf seiten der Föderalisten gegen die Regierungstruppen, und dies vor allem deshalb, um an dem Offizier Antonio de Céspedes, dem früheren Verlobten Luisanas, der ihn einst mit einer Reitgerte ins Gesicht schlug, Rache zu nehmen.

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Zumindest ist das der Inhalt, soweit ich ihn verstanden habe. Ich habe nämlich zwischenzeitlich den Überblick über die Parteien verloren, und auch für die Ereignisse innerhalb der Familie und ihres erweiterten Kreises hatte ich mehr als einmal den Eindruck, daß ich entweder entscheidende Dinge überlesen haben muß oder Seiten fehlten (dann aber eher, weil Gallegos sie gar nicht geschrieben hat, denn die Seitennumerierung stimmte :zwinker: ). Und ganz sicher bin ich mir, daß Pedro Miguels Ziehmutter Jahre nach ihrem Tod noch mal als lebendig auftauchte. Überhaupt waren die zeitlichen Zuordnungen nicht immer ganz einfach. Die Erzählung als solches ist zwar chronologisch, aber Zeitsprünge waren nicht immer und ohne weiteres zu erkennen.

Insgesamt läßt mich der Roman daher zwiespältig mit einer Tendenz zum Negativen zurück. Ich habe auch parallel ein wenig über die venezolanische Geschichte jener Zeit nachgelesen, um überhaupt eine Einordnung vornehmen zu können, aber das hat nur begrenzt geholfen – ohne wäre ich allerdings hoffnungslos verloren gewesen. Und trotzdem wirkte die Erzählung auf mich in Teilen einfach noch etwas wirr. Auch hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn der sozialkritische Aspekt, der ja vor dem Hintergrund der Sklaverei bzw. Sklavenbefreiung durchaus eine Rolle spielt, tiefer ausgearbeitet worden wäre, die Konstellation innerhalb der Familie hätte dies ohne weiteres erlaubt. Nichtsdestotrotz gab es auch sehr ausdrucksstarke Szenen, die den Roman vor einer absolut negativen Bewertung retten, aber diese waren zu selten. Und da es auch die Charaktere, vor allem Pedro Miguel, nicht geschafft haben, mir die Motivation für ihr Handeln klar zu machen, bleiben leider nur eine knapp unterdurchschnittliche Bewertung. 


Journal Entry 5 by Urla from Galway, Co. Galway Ireland on Thursday, June 18, 2009

This book has not been rated.

Danke für das Buch. Ich bin gespannt! 


Journal Entry 6 by Urla from Galway, Co. Galway Ireland on Sunday, January 10, 2010

7 out of 10

Klappentext:
Venezuela, 1858. Wilde Reiterheere und Banden streifen durch das Land. Sie messen ihre Kräfte in blutigen Gefechten und besetzen die Güter der Reichen. Pedro Miguel führt eine Schar verwegener Männer ins Feld. Er, der uneheliche Sohn einer Adligen und eines Negers, der "Bastard", streitet mit seinen Kameraden für das Recht der armen Bauern und der ehemaligen Sklaven. Aber größer als sein Gerechtigkeitssinn ist seine heimliche Liebe zu Luisana, der Tochter eines wohlhabenden Gutsherrn. Luisana ist dem Kommandanten Antonio de Céspedes, einem dünkelhaften Stutzer, versprochen, der Pedro Miguel einst vor den Augen des jungen Mädchens demütigte. Als die günstige Stunde naht, beschließt Pedro Miguel, an Céspedes und an der Sippschaft seiner Mutter Rache zu üben. Doch der Preis ist zu hoch: Pedro Miguel gewinnt zwar Luisana, verschuldet aber den Untergang seiner Reitertruppe.

"Der Bastard" ist ein historisch angelegter Roman, in dem anhand eines erregenden Einzelschicksals eine bewegte Etappe in der Geschichte Venezuelas erhellt wird. Die junge Republik stand nach dem Sturz des Diktators Monagas vor einem Abgrund. Trotz der Aufhebung der Sklaverei bleiben viele Probleme ungelöst. Die Bauern und die ehemaligen Sklaven forderten Land, und das Bürgertum verlangte die Möglichkeit zur freien Entfaltung. Aber die aristokratische Schicht beharrte auf ihren Privilegien, und eine Zeit roher Gewalttaten und heilloser Wirren brach über Venezuela herein.

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"Brasilien, Brasilien" von Joao Ubaldo Ribeiro ist es nicht, aber Rómulo Gallegos befindet sich durchaus in dieser Tradition. Ein Panorama von Gestalten, Beziehungen und Ereignissen, die erst nach und nach zu einem ganzen Bild zusammenfinden. Hat mir gut gefallen, wirklich!

Eine ausführlichere Rezension gibt es in meinem Blog.

Das Buch ist Teil meiner "1 Lebensjahr = 1 Land = 5 Bücher"-Challenge (1. Buch für Venezuela).

Das Buch ist Teil meiner "Vom Mount Everest zum Brocken"-Challenge (1. Buch für Januar 2010 - ein deutlich alt aussehendes Buch und Cover). 


Journal Entry 7 by Urla at Diez, Rheinland-Pfalz Germany on Sunday, January 10, 2010

This book has not been rated.

Released 8 yrs ago (1/10/2010 UTC) at Diez, Rheinland-Pfalz Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Macht sich mit meiner BookBox Spotlight: Lateinamerika & Karibik I auf die Reise. 


Journal Entry 8 by wingefellwing at Klosterneuburg, Niederösterreich Austria on Sunday, May 15, 2011

This book has not been rated.

Aus der Lateinamerika-Box gefischt, danke!

Ein lateinamerikanisches Buch - sehr wortreich. Teils fand ich die einzelnen Szenen sehr gut zu lesen, anschaulich, auch berührend, teils aber war der Roman auch mühsam zu lesen. Aber im Gesamten war dieses Buch doch sehr interressant. Was habe ich vorher von der Geschcihte Venezuelas gewusst - eigentlich nichs.
Die Auflösung der Sklaverei, der brutlae Bürgerkrieg, das Leben eines "Bastarden", der nirgendwo dazugehört und immer ein Verräter jeder Seite ist. 


Journal Entry 9 by wingefellwing at Reihergraben Klosterneuburg (oder doch eher ein Buchpaket?) in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niederösterreich Austria on Wednesday, March 09, 2016

This book has not been rated.

Released 2 yrs ago (3/9/2016 UTC) at Reihergraben Klosterneuburg (oder doch eher ein Buchpaket?) in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niederösterreich Austria

WILD RELEASE NOTES:

Dieses spannende Buch reist als Südamerikabeitrag - Venezuela in meiner "int. Länderbox" weiter, wohin?

Gerne gebe ich das wieder Buch in den BC-Kreislauf. Ich freue mich sehr, wenn du etwas zu dieser Geschichte schreiben kannst. Auf die nächsten Einträge bin ich gespannt, danke!

Viele erholsame Stunden und Spaß beim Lesen!

bookcrossing - Bücher finden, lesen, weitergeben ist ein wunderbares Hobby - mach auch mit!  


Journal Entry 10 by wingInawing at München, Bayern Germany on Friday, June 03, 2016

This book has not been rated.

Bei mir aus der Box entstiegen 


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