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Die Unberührten.
by Robert Schneider | Literature & Fiction
Registered by Amandil of Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on 10/16/2007
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Journal Entry 1 by Amandil from Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, October 16, 2007

7 out of 10

Aus der Amazon.de-Redaktion
Kaum erschienen, sind Die Unberührten auf dem besten Weg, Renner des diesjährigen Bücherfrühlings zu werden -- "Buch des Jahres" sagen die einen, "Spitzentitel" die anderen, das Wichtigste: es ist ein Buch mit Seele.

Was Robert Schneider da als Abschluss seiner Trilogie nach Schlafes Bruder und Die Luftgängerin gelungen ist, das ist zweifelsfrei etwas durch und durch Besonderes: so zutiefst anrührend, dass es schier unmöglich ist, sich aus dem Bann dieses Buches zu befreien. Geradezu instinktiv beherrscht Schneider die Klaviatur allen menschlichen Erlebens, gräbt sich vollendet Seite für Seite filigran in die Psyche zweier junger Menschen hinein, setzt Worte bedächtig wie ein Archäologe, der eine zerbrechliche Rarität aus verkrusteten Erdschichten freilegt. Und doch bewirkt diese Behutsamkeit so mächtigen Eindruck und stellenweise den Nachhall eines Furioso.

Im Jahre 1922 im kleinen Vorarlberger Dorf St. Damian. Die 7-jährige Antonia wächst in heiler Welt mit ihren drei Schwestern auf. Der Vater vergöttert seine fünf Frauen, fördert besonders Antonias deutliche Musikalität und ihren "betörenden" Sopran. Er lebt weit über seine Verhältnisse, einige Jahre später macht er bankrott, verschwindet spurlos, der Hof wird versteigert, Antonia an einen Menschenhändler verkauft, der sie mit nach Amerika nimmt.

Unterwegs lernt Antonia Balthasar kennen, autistisch, missbraucht, offenbar stumm, die beiden leben im sozialen Abseits, Rauschgift, Prostitution, die Ausweglosigkeit scheint vorprogrammiert. Aber es ist die Musik, die den märchenhaft anmutenden zweiten Teil des Buches beherrscht und die Wende bringt.

Antonia und Balthasar sind mit all ihren Narben durch Erlebtes und Erlittenes alles andere als Unberührte. Es sind ihre Seelen, die unberührt, unantastbar geblieben sind, ihre Träume und Visionen: " Nicht die Nüchternen machen die Welt bewohnbar -- die Träumer!"

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Das war mein erstes Buch von Robert Schneider, Schlafes Bruder wollte ich auch immer lesen. Ich fand es erschreckend brutal - und gleichzeitig wird auch wieder die Nähe zwischen zwei Menschen beschrieben, die irgendwie zusammen bleiben in der selbst gebauten "Hütte". Die schiere Verzweiflung, die für mich oft aus den Sätzen Antonias zu spüren war. Und ihre Bindung an die Musik. Balthasar sucht sie immer, die Seele und kann es nicht verstehen, warum er sie nicht finden kann?! Ich bin nicht sicher, ob die Seelen der beiden wirklich unantastbar geblieben sind. Oder ob der Schaden, den beide genommen haben, so furchtbar ist, dass er nicht mehr in Worte zu fassen ist.

Das Buch habe ich meinem Vater gegeben, der Interesse bekundet hat..Ihm fiel auch auf, dass das Buch aus fünf Kapiteln besteht, von denen das letzte nur aus 1,5 Seiten besteht. In dem letzten steckte für mich noch mehr Unverständnis als in den anderen...
 


Journal Entry 2 by wingAnonymousFinderwing on Friday, February 08, 2008

This book has not been rated.

Lieber Buchausleger, liebe Buchauslegerin,

ich habe das Buch „Die Unberührten“ von Robert Schneider gefunden und gelesen.
Danke dafür, ich habe das Buch auch weitergegeben.
Meine Idee war: Toll, ein Buch vom Autor von „Schlafes Bruder“, aber auch: Hoffentlich nicht so deprimierend wie dieses.

Es kam noch schlimmer: Sehr viel Elend, unvorstellbares Dasein unter unmenschlichen Bedingungen. Kein erheiterndes Buch, eigentlich schwebte immer im Hintergrund die Frage: Warum hat der Mann dieses Buch geschrieben? Hat er Ähnliches erlebt?
Aber von dem Buch lassen bevor ich es zu Ende gelesen hatte, das wollte ich auch nicht.
Die Sängerinnenkarriere hat auch wieder mehr Licht in das Dunkel der Unterbrückenbehausung gebracht.
Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als lesenswert, empfehlenswert weitergeben, vielleicht wäre eine intensive Beschäftigung mit Kennern des Buchs hilfreich, um mehr Verständnis aufzubringen.
Dennoch:
Danke für die Lektüre
 


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