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Zazie in der Metro
by Raymond Queneau | Literature & Fiction
Registered by blups25 of Kyoto / 京都市, Kyoto-fu Japan on 6/16/2007
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Journal Entry 1 by blups25 from Kyoto / 京都市, Kyoto-fu Japan on Saturday, June 16, 2007

4 out of 10

Zazie, eine frühreife und aufmüpfige 10-jährige Provinzgöre, wird von ihrer Mutter Jeanne nach Paris zu ihrem Onkel Gabriel gebracht, damit Jeanne ungestört ein langes Wochenende mit ihrem neuen Liebhaber verbringen kann. Zazies größter Wunsch für den ersten Parisaufenthalt ihres Lebens ist eine Fahrt in der Metro, die aber wegen eines Streiks geschlossen ist. Aus dem Blickwinkel Zazies erscheint das Leben ihres Onkels in Paris wie ein Panoptikum – Gabriel und seine Freunde verkehren in ihrem Stammbistro »La Cave«, in dem der Wirt Turandot und sein penetranter Papagei Laverdure sowie die Serviererin Mado Petitspieds und deren Verehrer Charles im schrägen Halbweltmilieu miteinander leben. Gabriel ist Star einer Travestie-Show am Place Pigalle und mit der sanften Marceline (die sich später als Marcel entpuppt) verheiratet.

Zazie entzieht sich am Morgen nach ihrer Ankunft der familiären Überwachung und begibt sich auf einen Streifzug durch das Viertel, wird aber von Trouscaillon, einem zwielichtigen Polizisten, in die Obhut Gabriels zurückgebracht. Eine Stadtrundfahrt bringt die Bekanntschaft mit dem schrillen Busfahrer und Reiseführer Fédor Balanovitch und der nymphomanischen Witwe Mouaque. Diese bunt gemischte Truppe lädt Gabriel zu seiner abendlichen Vorstellung ein. Für Zazie verdoppelt sich das Theater, das ihr das Leben in Paris bietet: Die Serviererin Mado verlobt sich mit Charles, was bei Gabriels Travestie-Show in einem Etablissement am Place Pigalle ausgiebig gefeiert wird. Dabei wird Trouscaillon als Sittenstrolch entlarvt und eine vollkommen übermüdete Zazie erlebt, wie es wegen einer kleinen Bemerkung zu einer ausgewachsenen Saalschlacht und einer Polizeirazzia kommt. Am Ende liefert Onkel Gabriel Zazie pünktlich am Bahnhof bei ihrer Mutter ab, der sie ihr Wochenende mit dem Schlusssatz des Romans zusammenfasst: »Ich bin gealtert.«

Ein Buch, das ich immer mal lesen wollte - und nach der Hälfte enttäuscht weggelegt habe. Ich kann mit der Geschichte, so wie sie geschrieben ist, nichts anfangen. Die Sprachschöpfungen sind zweifelsohne wunderbar, vom Übersetzer genial ins Deutsche übertragen. Aber trotzdem: Das ist nicht meine Literatur, schade eigentlich.  


Journal Entry 2 by Amandil from Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, August 12, 2007

This book has not been rated.

Sorry, ich habe das Buch letzten Donnerstag bei blups25 entdeckt und durfte es mir ausleihen (es befindet sich eigentlich in der Warteschleife für die Box der 1000 Bücher). Auch ohne sofortigen Eintrag ist das Buch schon auf Reisen gewesen - und wurde heute in der Bahn von Koblenz bereits begonnen. 


Journal Entry 3 by Amandil from Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, August 13, 2007

3 out of 10

Ja, begonnen habe ich es. Dann merkte ich, dass ich es nicht so toll finde. Kurz vor dem Weglegen dachte ich mir, dass es vielleicht an der Einschätzung von blups25 lag, die ich natürlich gelesen hatte? Also habe ich andere Bewertungen gelesen - diese fielen überwiegend gut aus. Also, weiterlesen, ist ja schliesslich auch ein Franzose für die Challenge 1 Jahr = 1 Land.

Begeistert hat es mich nicht. Schade, deshalb auch nur so wenige Punkte.

Edith 01.09. Heute wieder zurück an blups25.

 


Journal Entry 4 by blups25 from Kyoto / 京都市, Kyoto-fu Japan on Friday, February 01, 2008

This book has not been rated.

Reist nun mit der Buch der 1000 Bücher-Bookbox weiter. 


Journal Entry 5 by wingIrasCignavojowing from Tübingen, Baden-Württemberg Germany on Thursday, October 29, 2009

9 out of 10

Man muss dieses Buch, glaube ich, genauso lesen wie es geschrieben ist: Direkt, in rascher Folge, Zeile auf Zeile, Zazie hinterherlaufen und versuchen, sich dabei nicht gemütlich zurückzulehnen, denn die Gelegenheit dazu hat auch Zazie kaum.

Der Leser kann in diesem Buch mitfiebern und mitlaufen, wenn die Schlagzahl hoch genug ist. Oder, wie das Buch sagt, "wenn er zu mir kommt. Wenn er nicht lockerlässt. Ich werde vielleicht nicht nein sagen." (S.156) Und wer Zazie verstehen will muss sich eben anstrengen - es gibt dazu keine Karte und keinen Kompass, aber ihre eigene Aussage: "Kompasse sind mir wurscht. Aber Bludschins." (S.37) Das sagt doch schon einiges. Und ich hoffe meine jetzt auch 10jährige Tochter, selbst seit 6 Jahren BookCrosserin, bewahrt sich ein büschen von Zazie in ihr - und geniesst erst Buch dann Film eines Tages. 


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