corner corner Der steinerne Kreis.

Medium

Der steinerne Kreis.
by Jean-Christophe Grange, Barbara Schaden | Poetry
Registered by clawdiewauzi of Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on 3/5/2007
Average 7 star rating by BookCrossing Members 

status (set by clawdiewauzi): permanent collection


1 journaler for this copy...

Journal Entry 1 by clawdiewauzi from Essen, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, March 05, 2007

7 out of 10

Diane Thiberge ist aufgrund eines Missbrauchsfalles als Kind eine recht verbitterte Frau geworden. Emotionale Kontakte, Berührungen oder gar Beziehungen lehnt sie streng ab und hat Jahre ihres Lebens damit verbracht, sich in Kampftechniken zu schulen. Doch trotz ihrer scheinbaren emotionalen Kälte sehnt Diane sich nach einem Kind. Mit Hilfe der Kontakte ihrer Mutter, zu der sie an sich ein eisiges Verhältnis hat, und deren Lebensgefährten erreicht Diane die Erlaubnis zur Adoption eines Kindes und reist schließlich nach Vietnam, um dort einen Jungen namens Lü Sian, den sie in Lucien umbenennt, zu adoptieren und mit sich nach Frankreich zu nehmen.
Nach einer kurzen Welle des Glücks wird Diane jedoch jäh vom Negativen eingeholt. Mit Lucien auf der Rückbank hat sie einen verheerenden Autounfall, aufgrund dessen Lucien ins Koma fällt. Es steht sehr schlecht um den kleinen Jungen, doch wie aus dem Nichts taucht plötzlich ein deutscher Heilpraktiker auf und stabilisiert Lucien mit seinen Methoden. Diane, selbst Wissenschaftlerin, ist völlig verblüfft über diese Wendung, doch noch verblüffter ist sie, als sie dankbar von dem Heilpraktiker spricht, der vorgab, mit dem Kinderarzt des Krankenhauses zusammenzuarbeiten, und feststellen muss, dass niemand diesen Heilpraktiker kennt. Groß ist der Schrecken Dianes, als auf dem Krankenhausgelände der Leichnam des Deutschen gefunden wird. Alle Informationen über seine Identität, die er Diane gab, stellen sich als wahr heraus und Diane ist froh, dass somit bewiesen ist, dass sie diesen Heilpraktiker nicht nur erdacht hat, dennoch ist sie schockiert über seinen Tod.
Die seltsamen Begebenheiten geben Diane zu denken, und schließlich ist sie davon überzeugt, dass der Autounfall kein Zufall gewesen ist. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und besucht einen Hypnotiseur, um die Momente kurz vor dem Unfall noch einmal zu rekonstruieren und dadurch Gewissheit zu erlangen - mit Erfolg.
Weitere Zufälle und Morde begegnen Diane und schließlich findet Diane heraus, dass ihr Adoptivsohn keineswegs aus Vietnam stammt, sondern aus der Mongolei. Sie macht sich auf den Weg, um das Geheimnis, das den Jungen umgibt, zu lüften - und sie stößt auf viel Unwirklicheres als auf einen Heilpraktiker ...



Jean-Christophe Grangé ist bekannt für seine Thriller, bei denen stets das abgrundtief Böse im Vordergrund steht. Einige Entwicklungen in seinen Büchern erscheinen so manchen Lesern verworren, doch in "Der steinerne Kreis" schlägt der Autor einen Weg ein, der die Fangemeinde spaltet. In diesem Roman ist es nicht allein das Böse, das Verbrechen, das im Vordergrund steht, sondern es wird begleitet von einer großen Portion Mystik - oder Fantastik, wenn man so will.

Grangé verknüpfte die Inhalte eines Thrillers mit dem Schamanentum der Mongolei, und so ist ein Roman entstanden, der sich keineswegs vorhersehen lässt und dessen vor allem letzte Seiten so manchen Leser ratlos und ungläubig zurücklassen.

Vermag man es, sich auf diesen ungewohnten Stil einzulassen, erwartet einen jedoch ein Thriller, der wie vom Autor gewohnt spannend und atmosphärisch aufgebaut wurde. Die Charaktere sind glaubhaft, Orte und Begebenheiten in ihrem eigenen Rahmen gut recherchiert und realistisch.

Ein kleiner Tipp: Besonderes Augenmerk ist auf die Details im Verlauf des Buches zu legen, denen am Ende noch eine ganz besondere Bedeutung zukommt ... 


Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.