corner corner Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof. Dokumentarischer Kriminalroman aus den 20er Jahren

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Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof. Dokumentarischer Kriminalroman aus den 20er Jahren
by Horst Bosetzky | Mystery & Thrillers
Registered by wingPhysalis74wing of Wedding, Berlin Germany on 10/15/2006
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Journal Entry 1 by wingPhysalis74wing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, October 15, 2006

8 out of 10


Kurzinhalt:

Die Geschichte des grausamsten Sexualmörders seiner Zeit.


Berlin um 1920. Leichenteile schwimmen im Luisenstädtischen Kanal und versetzen eine ganze Stadt in Angst und Schrecken. Hinter den gräßlichen Funden verbirgt sich eine Serie bestialischer Sexualmorde. Zu lange dauert es, bis die Ermittlungen zum Erfolg führen. Wie ist es möglich, daß Karl Großmann, der größte Serienmörder in der Berliner Geschichte, so lange sein Unwesen treiben konnte?


Horst Bosetzky erzählt in Romanform die authentische Geschichte eines Mannes, der sowohl der Polizei als auch Psychologen und Laien bis heute Rätsel aufgibt: Einzigartig in seiner Brutalität, ohne jedes moralische Empfinden, gelingt es ihm immer wieder, seine späteren Opfer zu sich in die Wohnung zu locken. Viele von ihnen gehen auf seine außergewöhnlichen sexuellen Wünsche ein. Und alle – Nachbarn, Zeugen und Polizei – verschließen viel zu lange die Augen …

Der Verlag über das Buch
»Mit der Geschichte um den Massenmörder Karl Großmann, der nach dem Ersten Weltkrieg eine Spur zerstückelter Frauenleichen in Friedrichshain und Kreuzberg hinterläßt, setzt der Frohnauer Autor die Reihe seiner dokumentarischen Krimis fort [...] Starke Nerven sind bei der Lektüre unbedingt erforderlich!« Der Nordberliner

Um es vorwegzunehmen: Für diesen Roman braucht man starke Nerven und die gewisse „dicke Haut“. Auch wenn diese Beurteilung eigentlich fast schon eine Platitude ist, so trifft sie auf Horst Bosetzkys Schilderung der Gräueltaten des Berliner Serienmörders Karl Großmann wirklich zu.
In diesem Kriminalroman geht es um den Werdegang und die Taten des grausamsten Berliner Sexualtäters der 20iger Jahre – um den eher wenig bekannten Karl Großmann. Zwischen 3 und 100 Frauen soll er, nachdem er sich zuvor äußerst sadistisch an ihnen vergangen hatte, auf bestialische Weise ermordet und danach zerstückelt haben, um sie dann in einer Tasche in den Luisenstädtischen Kanal in Kreuzberg zu werfen oder in seinem Ofen zu Hause zu verbrennen. Dank Bosetzkys Fähigkeit, historische Fakten, biographische Angaben des Täters sowie kriminalpolizeiliche Aufzeichnungen mit fiktiven Romanelementen zu einem dokumentarischen Roman „im Sinne von ‚true crime’“ (S.315) zusammenzufügen, ist es dem Leser möglich, sich gut in die Atmosphäre der 20iger Jahre einzustimmen. Dies gelingt nicht zuletzt durch zahlreiche Einblicke in das damalige Tagesgeschehen, welches entweder in die Handlung miteingefügt oder durch den Autor kommentiert wird. Außerdem kann sich der Leser mit Hilfe der Dialoge und inneren Monologe der Figuren in den gelungen umgesetzten Berliner Jargon einfühlen. Schließlich ist es für Berliner und Berlinkenner eine wahre Freude, sich durch die originalen Handlungsorte und genauen Wegbeschreibungen in die Handlung hineinzuversetzen. Ansonsten muss ich nun wieder auf die benötigten starken Nerven zu sprechen kommen: Ähnlich wie in Bosetzkys Roman „Wie ein Tier“ wird, um der Frage nachzugehen, wie ein Mensch zu solch einer Bestie werden kann, dem Leser eine detaillierte Einsicht in die zum Teil fingierte Sozialisation und Gedankenwelt des Serienmörders gegeben. Dies ist an vielen Stellen sehr drastisch, denkt man an die genaue Beschreibung von Großmanns Ausleben seines sexuellen Triebes, der nur in Kombination mit Blut und dem Schmerz des Opfers befriedigt werden konnte. Das kann - vor allem einer Leserin - manchmal etwas zuviel werden. Wie Bosetzky in seiner Schlussbemerkung erklärt, mussten daher, um solche sehr deskriptiven Widerwärtigkeiten dem Publikum zumuten zu können, diese mit einer fiktiven Liebesgeschichte und anderen Handlungselementen „aufgefangen“ werden. Dies empfinde ich als sehr gelungen, da die fingierte Rahmenhandlung fast schon collageartig um die besagte Lebensgeschichte gestaltet wurde und daher die Spannung nicht zu kurz kommt. Letztendlich sind die im „Anhang Eins“ (S.291) gemachten gerichtsmedizinischen und sozio-psychologischen Ausführungen über den Ursprung und das Wesen von Serienmördern sehr interessant und aufschlussreich, wenn sie auch die Verbindung zu den heutigen Sexualtätern außer Acht lassen.


über den Autor:

Horst Bosetzky Hinter dem Kürzel -ky steckt der am 1.2.1938 in Berlin geborene Horst Bosetzky. Bosetzky entstammt einer Beamten-, Handwerker und Kohlenhändlerfamilie und wuchs auf Berliner Hinterhöfen auf. Nach seinem Abitur 1957 absolvierte er eine Lehre als Industriekaufmann bei Siemens. Danach studierte er sechs Jahre lang Soziologie, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Psychologie an der FU Berlin. Er promovierte 1969 zum Thema »Grundzüge einer Soziologie der Industrieverwaltung« und war von 1973 bis 2000 als Professor für Soziologie an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin tätig.

Mit dem Schreiben begann Bosetzky bereits während seiner Schul- und Lehrzeit, doch wollte niemand seine Kurzgeschichten, Romane oder Hörspiele veröffentlichen. Während seiner Studentenzeit brachte dann die Berliner Tageszeitung »Telegraf« zwei seiner Kurzgeschichten heraus. Erst durch eine Anzeige des Bastei-Verlages, in der Romanheft-Autoren gesucht wurden, begann seine eigentlich schriftstellerische Karriere unter den Pseudonymen »John Drake« und »John Taylor«.

1971 wurde sein erster Kriminalroman unter dem Pseudonym -ky veröffentlicht. Sehr rasch folgten weitere Kriminalromane und Hörspiele, aufgrund derer -ky von den Kritikern als »Erfinder des deutschen Sozio-Krimis« bezeichnet wurde. Erst zehn Jahre später wurde das Geheimnis gelüftet, wer sich denn hinter dem Namen -ky eigentlich verbirgt.

Seine ersten Romane spielten abwechselnd in Berlin sowie in der fiktiven norddeutschen Stadt Bramme. Später begann er damit, die Handlungsorte und die Personen daraus miteinander zu verflechten.
Seine Vielseitigkeit bewies der Autor später durch Jugendbücher, Drehbücher und Fernsehspiele.

1991 wurde -ky zum Vorsitzenden der Krimiautorenvereinigung »Das Syndikat« gewählt, die ihm für seine Verdienste um den deutschen Kriminalroman 1992 den »Ehrenglauser« verlieh. Er lebt heute in Berlin.






 


Journal Entry 2 by wingPhysalis74wing at Bayer Healthcare Berlin in Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006

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Released 11 yrs ago (11/10/2006 UTC) at Bayer Healthcare Berlin in Wedding, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

einen guten Kollegen gleich weitergegeben 


Journal Entry 3 by wingPhysalis74wing from Wedding, Berlin Germany on Tuesday, August 21, 2007

10 out of 10

Buch vom Kollegen wiederbekommen ohne das er es oder sich registriert hat. 


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