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Die Erstgeborenen
by Giselher W. Hoffmann | Literature & Fiction
Registered by wingKYHwing of Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on 2/8/2006
Average 7 star rating by BookCrossing Members 

status (set by muenchnerin): to be read


6 journalers for this copy...

Journal Entry 1 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, February 08, 2006

This book has not been rated.

Kurzbeschreibung
Giselher W. Hoffmann hat als Berufsjäger in der Kalahari längere Zeit in engem Kontakt mit den Gwi, den Buschmännern Namibias, gelebt. In diesem Roman nun gibt er einen Einblick in die Kultur dieses vom Aussterben bedrohten Volkes. Erzählt wird die Geschichte des alten Ecksteen, Betreiber eines Kramladens in einem Ort in Namibia. Eines Tages verkauft er Hab und Gut und zieht mit seiner Familie auf eine heruntergekommene Farm in der Kalahari, um dort seinen alten Traum von einem enormen Diamantenfund Wirklichkeit werden zu lassen. Doch schon bald haben die neuen Siedler eine folgenschwere Begegnung mit einer Gruppe von Gwi, und die Zeit des Träumens findet auch für Ecksteen ein Ende.  


Journal Entry 2 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, November 14, 2006

8 out of 10

Ein Buch aus der 5 Bücher, 5 Länder, 5 Kontinente Challenge.

Ein interessantes Buch, welches sowohl in das Leben der Weissen als auch der "Erstgeborenen" einen Einblick gibt. Ob der richtig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen ;-) Aber es ist durchaus ein Buch, dass nachdenklich macht. 


Journal Entry 3 by wingKYHwing at BookBox in -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, November 14, 2006

This book has not been rated.

Released 11 yrs ago (11/14/2006 UTC) at BookBox in -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Ab in Die Fünf-Kontinente-Buchbox von Grobo. 


Journal Entry 4 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, November 15, 2006

This book has not been rated.

Dies ist eines der beiden Bücher, die es nicht mehr mit der 5-Kontinente-Bookbox bis zu sillesoeren nach Hause geschafft haben, sondern sich mit vielen guten Kumpels auf meinem MTBR räkelt... 


Journal Entry 5 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, April 19, 2008

This book has not been rated.

Jetzt geht es erst einmal als Leihgabe und Namibia-Vertreter in der Olympic-Challenge an Sheepseeker. 


Journal Entry 6 by Sheepseeker from Bonn, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, April 24, 2008

This book has not been rated.

Vielen herzlichen Dank für die Bücher, Aldawen! Olympia rückt näher, und die Bücher helfen mir nochmal richtig weiter...

Edit 3.5.: Ich lese :) 


Journal Entry 7 by Sheepseeker from Bonn, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, May 08, 2008

8 out of 10

Vorweg: Das Buch ist bestimmt nichts für Ethnologen oder wirkliche Afrika-Kenner. Ich bins nicht, das sagt mir mein Gefühl aber irgendwie. (Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren ;-)

Ich fand die Geschichte sehr, sehr spannend! Ich bin normalerweise kein großer Freund von Romanen, die von Familien-Dramen handeln, aber Hoffmann schreibt einfach sehr fesselnd. Abzüge in der B-Note gibts dafür, dass mir etwas zu wenige Hintergrundinformationen zu Namibia/Südwestafrika drin waren und dafür, dass ich gerne mehr über Syrias Vorgeschichte erfahren hätte.

Vielen Dank für die Leihgabe, Aldawen! Ich begebe mich jetzt ohne Umwege in den Kongo...

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Das Buch ist wieder bei Aldawen! 


Journal Entry 8 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, July 12, 2009

This book has not been rated.

Stimmt, schon lange. Da muß mir der JE durchgegangen sein ... 


Journal Entry 9 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, July 22, 2009

7 out of 10

Der alte Ecksteen betreibt ein Kramladen in der Kleinststadt Gochas. Sein „Mitarbeiter“ Benjamin, ein Halb-Nama, berichtet ihm eines Tages, daß ein Buschmann ihm von einem Berg in der Kalahari erzählt habe. Aus den Beschreibungen wird Ecksteen klar, daß es dort Diamanten geben muß. So verkauft er kurzerhand seinen Laden, erwirbt die Ansprüche auf das Land, in dem sich dieser Berg wahrscheinlich befinden muß und errichtet dort mit Frau und Sohn zur Tarnung eine Farm. Die Suche bleibt erfolglos, so kommt der Zusammenstoß mit einer Gwi-Sippe gerade recht, denn Ecksteen geht davon aus, daß ihn diese zu dem ominösen Berg führen können. Zwar gelingt es Vater und Sohn Ecksteen, einen der Gwi gefangenzunehmen, aber der alte Ecksteen bekommt bei dieser Gelegenheit einen vergifteten Pfeil ab. Bis man wieder auf der Farm ist, ist er tot.

Johan Ecksteen will nun unbedingt das Vermächtnis seines Vaters erfüllen, nach dem Berg suchen (der auch eine Quelle beherbergen soll und daher als Wasserreservoir interessant wäre) und sich dabei des gefangenen Buschmanns, den man kurzerhand Nossob nennt, obwohl er Katuma heißt, bedienen. Für die Mutter ist der Tod des Alten die willkommene Gelegenheit, die ungeliebte Farm zu verlassen. Sie verkauft die Hälfte und läßt sich in der Stadt nieder. Zur Unterstützung bekommt Johan eine Haushälterin, die junge Deutsche Syria Landtberg, die ihre Kleiderfabrik hinter sich gelassen hat, um in Südwestafrika zu Entscheidungen über ihr weiteres Leben zu finden. Eine Gwi-Sippe, unter anderem Katumas Bruder Hagao, kommt auf ihrer Suche nach Nahrung auf das Gebiet von Ecksteens Farm und angesichts der leicht zu jagenden Tiere (Ecksteen hält Rinder und Schafe) halten sie es für ein gutes Jagdgebiet. So ist der nächste Zusammenstoß vorprogrammiert ...



Aus wechselnden Perspekiven erzählt Hoffmann seine Geschichte, wobei er sich meist eines auktorialen Erzählers bedient, für Katuma eines Ich-Erzählers. Das ermöglicht recht interessante Einblicke in das Beziehungsgeflecht der verschiedenen Gruppen, zwischen denen Katuma das Bindeglied darstellt, und die zwangsläufigen Quellen der (tödlichen) Mißverständnisse. Da Hoffmann als Berufsjäger lange mit einem Gwi unterwegs war, gehe ich auch davon aus, daß seine Beschreibungen des perfekt an die schwierigen äußeren Bedingungen angepaßten Lebens der San richtig sind, und insbesondere diese haben mich auch vor allem fasziniert.

Die Geschichte selbst ist demgegenüber fast zu vernachlässigen und folgt durchaus einigen Stereotypen wie man sie vor allem aus der Abenteuerliteratur kennt. Dankenswerterweise verläuft aber die Zuordnung gut-böse nicht einfach stur anhand der Hautfarbe. Gleichwohl sollte man keine tiefschürfenden Charakterstudien erwarten und von einer Entwicklung der Protagonisten kann auch nur bedingt die Rede sein. Am ehesten trifft sie zwangsweise noch Katuma, aber inwieweit sie dort äußerlich als pure Anpassung (auch aus Bequemlichkeit) bleibt oder auch aus inneren Antrieben erfolgt, ist zumindest diskutabel.

Hoffmann, Enkel deutscher Einwanderer in Namibia, ist nicht unumstritten. In der deutschstämmigen Gemeinde des Landes hat man ihm wohl vor allem seinen Roman Die verlorenen Jahre übelgenommen, allerdings kann man ihm zugute halten, daß er in seinen Romanen den verschiedenen Volksgruppen (San, Nama, Himba) eine Stimme zu geben versucht. Manfred Loimeier hat diesen Zwiespalt wie folgt beschrieben: „Indem Hoffmann Elemente der Unterhaltungsliteratur verwendet – unmögliche Liebesbeziehungen, exotische Kulissen –, bleibt er aber den Prinzipien der Kolonialliteratur verhaftet. Wenngleich sein Werk gekennzeichnet ist vom Bemühen, der Multinationalität in Namibia gerecht zu werden, so zeigt sich doch, dass gerade der Historizismus seiner Romane dazu beiträgt, die Gegenwart Namibias auszublenden und gleichsam mit kolonialem Blick auf Namibia zu schauen. Insofern verkörpert Hoffmanns Werk den Widerspruch, sich von europäischer/deutscher Literatur über Namibia abgrenzen zu wollen, indes nicht den europäischen Blick auf Namibia ablegen zu können.“
Quelle: Mont Cameroun, Band 4.

Diesen Kontext sollte man beim Lesen ein bißchen im Hinterkopf behalten, dann kann man es durchaus als spannende Geschichte lesen, ohne die Sichtweise des Autors unbewußt mitaufzunehmen.
 


Journal Entry 10 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, March 16, 2010

This book has not been rated.

Macht sich jetzt mit der Kleinen ein-Jahr-ein-Land-Lesechallenge-Box von Runningmouse auf den Weg. 


Journal Entry 11 by Amandil from Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, April 16, 2010

This book has not been rated.

Und - raus aus der Box, ab in mein Regal! 


Journal Entry 12 by Amandil at Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, October 30, 2010

This book has not been rated.

Mich haben vor allem die wechselden Perspektiven sehr beeindruckt und mich für das Lesen begeistern können - außerdem fand ich es sehr angenehm, dass es (um Aldawen zitieren zu dürfen) keine strikte "gut - böse" Kategorisierung gab. Alle beteiligten Personen werden dargestellt, mit mal mehr und mal weniger Hintergrundinformationen zu den Beweggründen für einzelne Handlungen. Die Notwendigkeit des Wassers als Ressource ist für alle gleich - unabhängig von dem Besitz und der Herkunft. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, vielen Dank an Aldawen für die zusätzlichen Infos.

Demnächst werden zwei Buchboxen in Münster landen, ich denke, dass ich es in eine der beiden wieder reinpacken werde.. 


Journal Entry 13 by Amandil at Münster, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, November 19, 2010

This book has not been rated.

Wandert in die Box von Runningmouse Kleine ein Jahr ein Land Lesechallenge Box 


Journal Entry 14 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Thursday, December 09, 2010

This book has not been rated.

Kam mit meiner Box hier an und wandert auf den TBR- Stapel! 


Journal Entry 15 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Sunday, August 11, 2013

This book has not been rated.

Das Buch hat viel zu lange bei mir gelegen - denn es lohnt sich wirklich, es zu lesen.

Aldawen hat ja schon ausführlich über das Buch zitiert und geschreiben. Zunächst einmal fand ich es sehr spannend. Und dass ein Europäer bzw. ein von Europäern abstammender Mensch den Blick nur von außen auf die Jägerkultur der Gwi werfen kann, ist logisch.
Faszinierend finde ich, wie sehr diese Kultur anderen Jägerkulturen in lebensfeindlicher Umgebung ähnelt, z. B. den Inuit in ostgrönland. Sich die natur nicht zu verändern, sondern sich perfekt anzupassen. Heute zu leben, ohne Planungen für einen nächsten Tag. Und die Probleme, die entstehen, wenn diese Menschen mit unserer "Zivilisation" vermischt werden. Denn wie sollte man ihnen verbieten, die Errungenschaften (Wasser, nahrung, Gesundheitspflege) zu nutzen? Trotzdem werden sie nicht glücklicher sondern völlig entwurzelt. Ein unlösbares Problem, das sich vielleicht mit den nächsten Generationen lösen lässt, aber nur unter der Tatsache, dass die alten, der Natur angepassten Kulturen sterben und unseren westlichen Lebensstil überstülpen, der die Natur ausbeutet und Zwietracht und Neid kennt. 


Journal Entry 16 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Sunday, August 11, 2013

This book has not been rated.

Released 4 yrs ago (8/11/2013 UTC) at Nürnberg, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Geht als Wunschlisten- Buch an muenchnerin. Viel Spaß! 


Journal Entry 17 by muenchnerin at München, Bayern Germany on Friday, August 16, 2013

This book has not been rated.

1 Jahr = 1 Land Challenge
zählt für NAMIBIA






Herzlichen Dank! 


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