Hunkeler macht Sachen
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Hunkeler macht Sachen
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Sozialkritisch zeigt der Autor mit diesem Buch einen dunklen, unbekannten Abgrund der Schweizer Vergangenheit auf. Es geht um das "Hilfswerk Kinder der Landstrasse", welches durch die "Pro Juventute" 1926 gegründet wurde. Es bestand bis 1973. Das Ziel dieses Hilfswerks war es, die Fahrenden in der Schweiz sesshaft zu machen. Dies versuchte man zu erreichen, indem man den Fahrenden die Kinder wegnahm und den Eltern nicht verriet, wo man die Kinder hingebracht hatte. Auch den Kindern verriet man nicht, wer ihre eigentlichen Eltern waren. Mütter und Väter, die nach ihren Kindern suchten, wurden in Heime, Strafanstalten und psychiatrische Kliniken gesperrt. Im Kanton Aargau wurden die Fahrenden 1980 erstmals offiziell als "nichtsesshafte ethnische Minderheit" anerkannt. Die Akten des Hilfswerks wurden 1986 versiegelt und 1987 ins Bundesarchiv überführt. 1988 sprach der Bund der Stiftung "Naschet Jenische" dreieinhalb Millionen Wiedergutmachung zu. Ich denke, die wenigsten SchweizerInnen sind stolz darauf, als Schulkinder durch den Pro Juventute-Briefmarkenverkauf dieses unmenschliche Hilfswerk unterstützt zu haben! (Unwissentlich und im Glauben, dass man armen Waisenkinder helfen würde...) |
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