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Geliebte erste Liebe
by Zoe Valdés | Literature & Fiction
Registered by Nesti of Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on 10/14/2005
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Journal Entry 1 by Nesti from Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, October 14, 2005

10 out of 10

Eine Reise, Dánae braucht eine Reise. Sie
ist Anfang vierzig, hat zwei Kinder mit
ihrem Mann Andres. An einen Wendepunkt
in ihrem Leben gekommen, beschließt sie
ihre Familie zu verlassen. Sie geht von
Havanna zurück aufs Land, ins Valle de
Vinales, um dem Geheimnis ihres verlore-
nen Eros auf die Spur zu kommen. Hier ver-
liebte sie sich das erste Mal in ihrem Leben,
tauschte blind vor Zärtlichkeit ihre Jung-
fräulichkeit gegen Illusionen ein. Hier hat
sie Terra Fortuna Munda lieben gelernt.

Ist das der Name einer Frau, eines Ortes,
eines Gefühls? Oder ist es eine Vision?

Zoe Valdes - auch im Pariser Exil mit gan-
zer Seele Kubanerin - schenkt ihren Lesern
in diesem Roman über die Entdeckung
der Liebe ihre vibrierende Welt voller
kosmischer Liebesszenen, ausgelassenem
Gelächter und Lebensweisheiten, deren In-
tensität so groß ist wie die Melancholie, die
sich dahinter verbirgt.


»Geliebte erste Liebe... all das habe ich Dir
zu verdanken.«

Zoe Valdes, 1959 auf Kuba geboren, stu-
dierte Sprach- und Literaturwissen-
schaft. Sie arbeitete bei der UNESCO in Paris
und kehrte dann nach Havanna zurück, wo
sie als Schriftstellerin und Drehbuchauto-
rin tätig war. Heute lebt sie wieder in Paris.
Zoe Valdes erhielt viele international
renommierte Preise, zuletzt den LiBeratur-
preis (1997) in Frankfurt.


»Geliebte erste Liebe, ganz tief
in mir spüre ich, daß ich für
Dich immer noch wichtig bin. -
Weine, Kind, weine beim Tan-
zen, denn Weinen und Tanzen
sind Lebenszeichen. Darum tanzt dieses Volk,
wenn es weint. Ach, mein Liebling, zwar geht mein
Herz an Krücken, doch meine Hüften sind sehr
behend.«


Pressestimmen zu Das tägliche Nichts:
»Ein wildes und wehmütiges, ein witziges und auch
zärtlich weises Buch.«
Volker Hage, Der Spiegel

»Seit Anais Nin habe ich kein so im besten Sinne
schamloses Buch einer Frau über die Liebe gele-
sen.«
Ruth Schweikert, Tages-Anzeiger

»Diese Verbindung von Deutlichkeit und Zärtlich-
keit ist sehr beachtlich. Ein sehr lesenswerter
Roman.«
Marcel Reich-Ranicki, Literarisches Quartett


Inhalt

Die flüchtige Stunde 7
Geografie eines verspäteten Briefes 45
Der Baumkoffer 82
Magnetische Landschaft mit Ceiba 143
Während der Fete beißt mich die Seekuh
in die Lippen 208
Hitzigkeit der Palme, Kontroverse
und kreolischer Tanz 251
Chicherekú Mandinga und das Amulett 284
Scheues Stadtlicht 317
Mit einer belaubten Weinranke vergleiche ich dich 340


Soweit der Klappentext. Passt natürlich insofern nicht,
als hier nur die Parenthese für die eigentliche Geschichte
geschildert wird.

Hintergrund ist der 45-tägige Ernteeinsatz der Schüler im
Valle Vinales. Schonungslos werden dabei die Lebensumstände
in Cuba, an denen sich auch heute noch nicht viel geändert
haben dürfte, beschrieben. Aber anders als in "Das tägliche
Nichts" merkt man hier nichts von der gehetzten & getriebenen
Verbitterung der Autorin über den Verlust der Heimat.

Die Hauptgeschichte spielt in der spirituellen Fantasie-
& Märchenwelt Cubas; in den Hauptrollen: Der Ceiba-Baum,
die Königspalme & die Orishas der Santeria. Ein Thema,
das für die Cubaner immer noch eine große Rolle spielt.

Schriftstellerisch hat die Autorin im Vergleich zu ihrem
ersten Roman einen gewaltigen Sprung gemacht.

Ein Schmankerl am Rande, die Namen: Venus Verwesung,
Renata die Körperliche, Alicia Sprache & die Protagonistin
Dánae Entenlippe. Typisch für ein Land, in dem es eine
Stadt mit dem Namen "Maria la Gorda" giebt. Irgendwann
hatte ich auch einen Cubaner mit dem Namen "Rüdesheimer
Hof" kennengelernt. Er hatte den Namen bekommen, weil er
dort gezeugt worden war. (Wer von uns beiden damals mehr
Rum inhaliert hatte, weis ich aber nicht mehr so genau.)
 


Journal Entry 2 by Nesti at Café Chat Noir in der Innenstadt in Dortmund, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, December 03, 2005

This book has not been rated.

Released 12 yrs ago (12/3/2005 UTC) at Café Chat Noir in der Innenstadt in Dortmund, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Wird beim RRT ausgesetzt.

! Forward ! In All Directions ! 


Journal Entry 3 by Nesti from Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, December 03, 2005

This book has not been rated.

...home again. 


Journal Entry 4 by Daine from Bremen, Bremen Germany on Sunday, January 22, 2006

This book has not been rated.

Beim Bielefelder Meetup eingepackt.Ich bin gespannt!

11.11.07:
Und endlich auch gelesen. Definitiv ein Buch, dass man nicht häppchenweise lesen sollte, anfangs fand ich es nämlich etwas schwierig, die Sprache der Autorin sowie die Gedankengänge der Protagonistin nachzuvollziehen. Das legte sich nach einigen Kapiteln aber, und ich habe die Lektzüre dieses sehr ungewöhnlichen Buches sehr genossen. Ohne zu viel zu verraten: Es lohntsich, bis zum Ende durchzuhalten ;o)

22.7.08:
Lateinamerikanische Box! 


Journal Entry 5 by wingholle77wing from Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, May 24, 2009

This book has not been rated.

Ich hatte gewisse Schwierigkeiten mit dem Buch. Zum einen war mir nicht immer klar, wer gerade die Erzählerrolle innehatte, zum anderen kam ich mit den mythischen Verflechtungen des Buches nicht so richtig gut zurecht.
Stellenweise fand ich es sehr gut, stellenweise einfach unappetitlich.
Auf jeden Fall bereue ich es nicht, bis zum Ende durchgehalten zu haben.
Das Buch bleibt in der Lateinamerika-Buchbox. 


Journal Entry 6 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, January 18, 2010

This book has not been rated.


Aus der Lateinamerika-Box von nuriyasmin entnommen.
 


Journal Entry 7 by wingKYHwing at Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, February 13, 2017

2 out of 10



Ein Jahr = Ein Land:
Kuba



Schade. Am Anfang mochte ich das Buch sehr und hätte mindestens 7 wenn nicht mehr Punkte vergeben.
Eine Frau, Danae, verlässt Heim, Mann und Kinder weil sie eine Pause braucht und sich selbst finden will - wie das heute so schön heißt. Dabei hat sie durchaus die Absicht wiederzukommen - irgendwann nach einer unbestimten Zeit. Im Zug schreibt sie einen (imaginären?) Brief an ihren Mann um ihm zu erklären, was in ihr vorgeht. Und das ist durchaus nachvollziehbar und sehr offen.
Dann gibt es einen Zeitsprung und wir begleiten Danae und ihre Klassenkameradinnen zu einem Ernteeinsatz. Das war der momnent in dem ich noch einmal überlegte, in welchem Land das Buch spilete: Kuba. Ach ja, wir bekommen also einen gewissen Einblick in das Leben, der sich in diesem Teil doch von dem eines in West-Deutschland aufgewachsenen Kindes unterscheidet.

Wenn der Koffer anfängt die Geschichte zu erzählen, wird es schon ein bischen komisch, aber na gut, mit einem ungewöhnlichen Erzähler kann ich Leben.
Dann aber kommen immer mehr verworrene Sachen ins Spiel. Der Erzähler wechselt kontinuierlich zwischen lebenden Personen und Dingen wie Bäumen, Koffern, Geistwesen etc. hin und her und die Erzählung selbst wird zunehmend absurder.
Irgendwann entschloss ich mich den Text nurmehr zu überfliegen, um wenigstens die Geschichte als solches zu beenden, wenn auch nicht mehr zu geniessen. Leider hat das Aufgrund der Erzählweise bei mir nicht funktioniert. Ich wollte nicht aufgeben (jetzt hatte ich so viel geschafft, jetzt sollte es auch für die Länderchallenge zählen) und habe weitergemacht, mich zunehmend mhr ärgernd. Als die Erzählung dann in die Gegenwart zurückkommt, klappte das mit dem Überfliegen dann besser. Der letzte Kunstgriff war dann, dem Leser eine alternatives Ende zu bieten, das durch die Verwendung von könnte, hätte, würde klar als das nicht passierte Ende gekennzeichnet ist (so gesehen also kein Spoilter), bevor das eigentliche Ende kommt.

Ich habe in dem Buch einiges entdeckt, das mir gefallen hat, auch in dem teilweise ungewöhnlichen Schreibstil. Leider habe ich es aber insgesamt nicht genossen, sondern empfand das Lesen zum Schluss als Qual. Und da bleibt nicht mehr übrig, als auf einen Stern zu gehen. Wie gesagt: Schade.  


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