Geschichte machen
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Geschichte machen
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Released 5 yrs ago (6/22/2006 UTC) at by mail in To the next participant, A Bookring -- Controlled Releases WILD RELEASE NOTES:
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Die Thematik finde ich total spannend und auch der Schreibstil war genau nach meinem Geschmack. Ich liebe diese ganzen Slang-Ausdrücke, wage es selbst jedoch nur höchst selten, sie einzusetzen - da kam mir dieses Feuerwerk an Umgangssprache natürlich gerade recht. :p Auch die Übersetzung hat ganze Arbeit geleistet; gerade die Unterscheidung zwischen britischem und amerikanischem Englisch kann nicht einfach zu übertragen sein. Die folgende Rezension verrät den Ausgang der Geschichte, weshalb ich das ganze mal weiß einfärbe. Zum Sichtbarmachen mit Maus oder Cursor markieren... Natürlich gibt es einige Logik-Patzer, aber das bleibt bei Zeitreisen kaum aus. Auch ich habe nicht verstanden, warum Michael auf einmal schwul ist (oder eher bi, nehme ich an), d.h. ganz so unwahrscheinlich ist es vermutlich auch nicht, dass er in der anderen Geschichte anders sexuell geprägt ist und möglich ist natürlich auch eine Art experimentelle Phase, aber das mit der "großen Liebe" auch nach seiner Rückkehr nehme ich ihm einfach nicht ab. Gut, auch bei Jane war seine Zuneigung nicht gerade deutlich, aber... *schulterzuck* Wirklich verblüffend ist doch eigentlich, dass Michael, Eddie und die anderen in der Alternativzeit überhaupt existieren! Ich meine, zum Zeitpunkt des ersten Weltkrieges sind die Unterschiede noch relativ gering, so dass ich gerne glaube, dass all ihre Urgroßeltern in beiden Zeitphasen überlebten, sich kennen lernten, heirateten und Kinder bekamen, aber je mehr sich die Zeitebenen verschieben, desto unwahrscheinlicher wird es doch, dass die gleichen Elternpaare sich ineinander verlieben und die gleichen Kinder zeugen! Das alles fällt in die Kategorie "extrem unwahrscheinlich", ist aber künstlerische Freiheit, ebenso wie Michaels "Aufwachen" in der anderen Zeit und seine Erinnerung an "seine" Geschichte - andernfalls hätte es den zweiten Teil der Geschichte nicht gegeben und das wäre doch auch schade gewesen. Übrigens stört es mich nicht besonders, dass es auch in der Alternativhistorie ein Deutscher war, der die Katastrophe anzettelte. Angesichts der Lage in Deutschland nach dem 1. WK war das vermutlich gar nicht mal sooo unwahrscheinlich. (Auf jeden Fall peanuts gegen obiges Existenzproblem der Kinder in 4. Generation.) Was mich etwas enttäuschte, war der direkte Einfluss Hitlers auf Gloders Karriere. Das war eine geradezu langweilige Lösung, fand ich. So richtig unlogisch wird es jedoch erst in Bezug auf Leos Erinnerungslücken! Erstens hätte Leo (bzw. Axel), wenn Michael sich plötzlich in einer für ihn fremden Zeit widerfand, erst recht unter Amnesie leiden müssen, da er sich näher an der Maschine befand als Michael. Ich hatte auch erwartet, dass Michaels inszenierter Unfall mit wehenden Blättern dazu dienen sollte, Leos Gedächtnis anzustoßen (ähnlich Michaels Begegnung mit "Double Eddie"), aber da Leo nicht mal ansatzweise orientierungslos erschien, weiß ich nicht, was diese Szene sollte. Auch zeigte Michael angesichts dieser erstaunlichen Tatsache keinerlei Überraschung. Das war Punkt 1. Schwerwiegender ist jedoch der Umkehrweg: diesmal ist es naheliegend, dass Leo sich nicht an die Alternativzeit erinnern kann, befand er sich (anders als Michael und Steve) weit entfernt von der Maschine. Was ich dagegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, dass Michael und Leo einander in dieser 3. Zeit offenbar nie begegnet sind! Hier haben wir dann schließlich ein waschechtes Zeit-Paradoxon: wenn sie dieses Experiment nie durchgeführt haben, dann hätte es auch keine Ratten im Wasser gegeben und z.B. "Oily Moily" hätte weiterhin existiert. Einmal abgesehen von dieser nebensächlichen (aber witzigen) Konsequenz würde ein Nichtdurchführen des Experiments dazu führen, dass sie es dann doch durchführen, um Hitler zu verhindern. Ich kann mir nur äußerst schwer vorstellen, dass Oily Moilys Nichtexistenz Michael irgendwie daran gehindert hätte, ein Päckchen an Zuckermann im Briefkasten vorzufinden und seine Dissertation auf dem Parkplatz zu verstreuen. (Zumal andere Dinge offenbar geschehen sind, etwa seine arg gewöhnungsbedürftige Dissertation, sein Gespräch mit Fraser-Stuart und seine Trennung von Jane.) Wesentlich sinnvoller wäre es m.E. gewesen, wenn sie sich begegnet wären, das Experiment durchgeführt hätten und (für Leo) nichts weiter passiert wäre. (Michael hätte sich natürlich weiter an die andere Zeitebene erinnert.) Gut, es wäre sicher überaus schwierig gewesen, Leo nach diesem "Fehlschlag" daran zu hindern, einen weiteren Versuch zu wagen - zumal ja noch etliche Pillen übrig wären, aber dieses Ergebnis der Zeitreise hätte sich nahtlos an die "alte" Vergangenheit angeschlossen und obiges Paradoxon vermieden. Für die beiden großen Logikfehler gibt es den einen Punkt Abzug; insgesamt ändern sie allerdings kaum etwas an meinem überaus positiven Gesamteindruck von der Geschichte. Reist weiter, sobald ich Lightkeepers Adresse habe. |
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Released 4 yrs ago (4/1/2008 UTC) at An einen Bookcrosser in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niedersachsen Germany WILD RELEASE NOTES:
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