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Der Schachkönig
by Zhang Xiguo | Literature & Fiction
Registered by wingKYHwing of Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on 1/23/2018
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Journal Entry 1 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, January 23, 2018

This book has not been rated.

Ein Wunderkind, das nicht nur "Schachkönig" ist, sondern auch die Entwicklung des Aktienmarktes vorhersagen kann, wird von einer Gruppe aufsteigender Geschäftsleute ausgenutzt.

Eine ironische Beschreibung des Wandels der taiwanesischen Gesellschaft durch die rapide Industrialisierung.
(Geschrieben 1975)
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Zhang Xiguo (* 1944 in Chongqing, Provinz Sichuan) kam mit 5 Jahren nach Taiwan, als seine Familie während des Chinesischen Bürgerkrieges dorthin flüchtete. In Taiwan besuchte er High School und College und schloss sein Studium an der National Taiwan University als Elektroingenieur ab. 1966 ging er für weitere Studien in die USA und blieb dort, unter anderem als Professor im Fachgebiet Informationstechnik an der University of Illinois.

In Taiwan ist er ein bewunderter Romanschriftsteller und wird als „Vater der Science Fiction“ angesehen. Der Schachkönig wurde nicht nur ins Deutsche und Englische übersetzt, sondern später auch verfilmt.  


Journal Entry 2 by wingKYHwing at Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, February 05, 2018

8 out of 10

Ein Jahr = Ein Land:
Republik China (Taiwan)

Für alle Schachliebhaber gleich vorweg: Es geht um Gobang und Go (chinesisches Schach), nicht um das, was man hierzulande unter Schach versteht (König, Dame und Läufer...)

Um es vorweg zu sagen: Die "ironische Beschreibung des Wandels der taiwanesischen Gesellschaft durch die rapide Industrialisierung" ist mir dabei vermutlich etwas entgangen, aber ich kenne die taiwanesische Gesellschaft von vorher auch nicht...

Eigentlich geht es in der Geschichte weniger um das Wunderkind, sondern um Cheng Ling und seine Freunde und Bekannte. Ich hatte meine Probleme sie auseinanderzuhalten, aber das lag einfach daran, dass ich mit fremden Namen nicht so gut zurechtkomme, nicht am Buch.
Das Wunderkind selbst wird eigenlich immer als solches bezeichnet. Vermutlich fällt irgendwann einmal der Name, aber ich kann mich nicht erinnern. Immer heisst es nur das Wunderkind dies, das Wunderkind das - das Kind wird nur genau unter diesem einen Aspekt wahrgenommen und somit entpersonalisiert. Das würde es auch einfacher machen es auszunutzen.

Jetzt etwas mehr zum Inhalt.
Ich denke nicht, dass es sich um echte Spoiler handelt, aber wer da empfindlich ist, möge nicht weiterlesen.



---- Spoiler möglich ----
In einer Fernsehsendung werden Wunderkinder vorgestellt. So langsam gehen die Kandidaten aus, denn nicht alles was Wunderkinder könen ist auch im Fernseh gut darzustelken. Und immer nur musikalische Genies ist auf Dauer auch langweilig. Der "Schachkönig" ist ein Junge, der begeistert und ausdauernd Gobang spielt. Ein Spiel, bei dem eine bestimmte Anzahl von Steinen in einer Reihe hingelegt werden müssen, der Gegenspieler versucht dies zu verhindern.
Um das Ganze etwas spannender zu machen (und um hofentlich einen Rivalen zu demütigen) wird entschieden, dass der Junge gegen einen Professor Go spielen soll, etwas was er bisher noch nicht getan hat.

Bei Gobang verliert dieser Junge nie - auch nicht beim Spiel mit einem Stein. Dort gewinnt der, der anfängt. Wer das ist, wird durch Fingerknobeln entschieden. Und dabei gewinnt er ebenfalls immer.
Daraus schliesst Cheng Ling, dass er die Wahl des Gegners voraus ahnt.
Und, dass man diese Fähigkeit einsetzten kann, um an der Börse zu spekulieren. Das kommt nun nicht aus heiterem Himmerl, sondern aus einer Zwangslage, aber ja, es funktioniert.
Niemand soll davon erfahren, aber wie das so ist, ein Geheimnis ist nur dann eines, wenn es keiner weiss - plötzlich weiss eine ganze Gruppe davon und es kommt zu der moralischen Frage, inwieweit man den junge ausnutzen kann oder darf.
Wie sich das ganze auflöst sei hier nicht verraten, aber mir hat es gefallen.
 


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