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Kein anderes Meer
by Edwidge Danticat | Literature & Fiction
Registered by wingKYHwing of Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on 7/10/2017
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status (set by KYH): to be read


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Journal Entry 1 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, July 10, 2017

This book has not been rated.

Am Morgen hatte sie noch wie jedes Jahr mit ihrem Vater Nozias das Grab der Mutter besucht. Jetzt ist die siebenjährige Claire spurlos verschwunden, am Strand von Ville Rose auf Haiti. Nozias, der Fischer, träumte von einer besseren Zukunft für seine Tochter, frei von Armut und Gewalt. Sie sollte ihr Heimatdorf verlassen, von einer reichen Tuchhändlerin adoptiert werden. Ist Claire deshalb geflohen? Die haitianisch-amerikanische Autorin Danticat erzählt märchenhaft und doch realistisch von Ville Rose, ein Ort, wo Bäume in den Himmel fliegen und Frösche in der Hitze explodieren, und einem Mädchen, das sich nach Familie und Geborgenheit sehnt
 


Journal Entry 2 by wingKYHwing at Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, November 20, 2017

8 out of 10


Ein Jahr = Ein Land:
Haiti




Die siebenjährige Claire ist spurlos verschwunden...
Wer jetzt meint das Buch handelt von diesem Verschwinden und ist gar ein Krimi, der wird enttäuscht werden.
Ja, mit Claires 7. Geburtstag, dem Tag des Verschwindens, beginnt der Roman, aber danach widmen sich die folgenden Kapitel anderen Zeiten und Personen, bis zum Schluss der Faden wieder aufgegriffen wird.
Dabei verliert das Buch nie den Faden, es ist nur nicht der den man erwartet. Zunächst gehen die Kapitel rückwärts durch die zurückliegenden Geburtstage, dann widment es sich der Tuchhändlerin, von da aus geht ist weiter - nicht immer linear und von Person zu Person springend, aber immer mit einem Zusammenhang zu dem, was man schon kennt. Manchesmal dauert es allerdings eine Weile, bis man das erkennt.
Ich fand das Buch faszinierend, sowohl von diesem ungewöhnlichen Aufbau her, als auch von der Art etwas über Haiti zu erfahren, aber insbesondere die Einblicke in das Leben (und die Seele?) der Menschen.
Es sind zu viele Protagonisten, um zu einer Person ein wirkliches Verhältnis aufzubauen, aber mitfühlen kann man, ja manchesmal mehr als man möchte und manchesmal schaut man plötzlich in eine Ecke, die man nicht erwartet hat.
Lesenswert. 


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