corner corner Springflut

Medium

Springflut
by Peter Benson | Literature & Fiction
Registered by Lightdancer of Wien Bezirk 12 - Meidling, Wien Austria on 3/6/2004
Average 9 star rating by BookCrossing Members 

status (set by Lightdancer): travelling


This book is in the wild! This Book is Currently in the Wild!

1 journaler for this copy...

Journal Entry 1 by Lightdancer from Wien Bezirk 12 - Meidling, Wien Austria on Saturday, March 06, 2004

9 out of 10

KURZBESCHREIBUNG:
Surfen ist kein Sport. Jedenfalls nicht für Duncan. Surfen ist surfen. Mit seinem Hot-Tuna-Brett auf dem Dach seines Käfers und der Musik der "Waterboys" in den Ohren fährt er der Welle seines Lebens entgegen. Später, vor der portugisischen Küste, steigt auch Estelle mit ein, eine Frau mit dem Temperament der "Supertubes".
Duncans Füsse auf dem Brett in der Brandung singen das Lied seines Vaters. Der kannte jeden Song aus Porgy and Bess. Vor acht Jahren fiel er in den Fleischwolf einer Pastetenfabrik. Um vor dem unerträglichen Schmerz zu fliehen, ließ Duncans Mutter den damals Elfjährigen bei seiner Tante zurück und ging auf Weltreise. In Cornwall trifft Duncan seine Mutter wieder, und er weiß, daß aus der Mitte des Atlantiks seine Welle auf ihn zurollt.



Mein Kommentar:
Wiedermal ein Wühltisch-Buch, daß ich gerne lesen möchte. Mal sehen, ob es mir gelingt....
Registered as part of the BC Convention/ Anniversary Race. Nr. 32

Update 26. Juli 2012:
Eine ungewöhnliche Story und das in vielerlei Hinsicht...
1.) Die Sprache des Autors ist ungewöhnlich. Da von einem Surfer erzählt wird, sind mir manche Umschreibungen unbegreiflich, auch dann, wenn sie erklärt werden. Ist halt nicht mein Sport ;)

2.) Ein wenig verwirrend, dass in der Vergangenheit geschrieben wird und es dann wiederum Stellen gibt, die in der Gegenwart liegen, ohne das man aber merkt, warum diese Änderung stattgefunden hat. Hierzu ein Zitat:
Ich parkte. Es war sieben Uhr abends. Zarte Wolken trieben von Westen heran, und die Sonne versank langsam, färbte den Himmel über ihr rosa. Das Rauschen des Meeres an den Felsen schwoll an und ebbte ab, wie Geräusche in diesem losgelösten Zustand kurz vor dem Einschlafen kommen und gehen. Eine Tür öffnet sich, eine Tür fällt zu, jemand schleicht eine Treppe hinauf. Katzen miauen, irgendwo bellt ein Hund. Wind rüttelt an einer Fensterscheibe, der Mond beleuchtet eine nasse Straße und schneidet helle Scheiben ins Dunkel. Die Klippen bröckeln leise vor sich hin, lassen das, was sich von dem Gestein löst, Hunderte Fuß hinunterkollern. Die Treppe knarzt nicht, die Schritte sind nicht mehr zu hören.

3.) Selbst die Sex-Szenen werden... hm, ja, was eigentlich? Ich muß gestehen, dass ich noch nie versucht habe, Sex zu umschreiben. Wer weiß, vielleicht würde meine Beschreibung ähnlich klingen. Auch hierzu eine Stelle, die klar machen soll, was ich meine:
Ich hatte mir die Hosen ausgezogen, sie war wie Kuchen, ein auf den Punkt zubereitetes Omelette, sie besaß die Behendigkeit und die Form von Supertubes, den Geruch der eine Meile abseits der Supertubes gelegenen Fischfabrik, sie war haselnußbraun, dem zweiten Album der Waterboys entsprungen, eine alles entscheidende Konfiguration von Luftdrucksystemen über dem Nordatlantik, wie portugiesischer Wein, wie irische Weisen, wie Orangenmarmelade.

Und noch ein Zitat, um es zu verdeutlichen:
... von ihrer Stirn tropfte Schweiß auf meine Lippen. Ich leckte ihn auf, er war frisch und salzig, eine ihrer Brüste streifte mein Gesicht, dann die andere. Ich schloß die Augen. Sterne explodierten in meinem Kopf. Planeten wurden geboren und erstarben, es war Tod durch den Genuß von ungewohntem Gemüse, es war ein Flammenmeer. Asbest-Surfboards und Blasen an meinen Fußsohlen. Ich fühlte einen Schmerz im Kopf, der irgendwie wohltuend war; ich öffnete den Mund und schnappte nach ihrem Haar. Ich war wach und ich träumte, und ein Teil meines Herzens wurde größer als mein Leben.

4.) Ungewöhnlich ist auch, dass der junge Mann, der diese Geschichte erzählt, obwohl jung und schlank, sich nicht nach Model-Mädchen verzehrt, sondern auf mollige, üppige Frauen voll abfährt. Wie wohltuend dies doch ist, besonders dann, wenn man selbst nicht die Maße 90-60-90 hat oder schier unendlich lange Beine besitzt, die die Männerblicke auf sich ziehen.

5.) ... ja, ich könnte vermutlich noch einen fünften Punkt hinzufügen... aber ich denke, die vier haben schon verdeutlicht, dass diese Story anders ist als alles andere, was ich jemals gelesen habe.  


Journal Entry 2 by Lightdancer at Twin Tower am Wienerberg in Wien Bezirk 10 - Favoriten, Wien Austria on Saturday, August 11, 2012

This book has not been rated.

Released 5 yrs ago (8/11/2012 UTC) at Twin Tower am Wienerberg in Wien Bezirk 10 - Favoriten, Wien Austria

WILD RELEASE NOTES:

Hallo liebe/r Leser/in!

Es würde mich sehr freuen, wenn du einen Eintrag machen würdest, damit ich weiß, dass es dem Buch gut geht.
Viel Spaß beim Bookcrossen und ein tolles Lesevergnügen wünscht

Lightdancer 


Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.