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Das schlafwandelnde Land
by Mia Couto |
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 8/15/2015
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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, August 15, 2015

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Klappentext: Ein ausgebrannter Autobus quer zur Straße, in dem sich der alte Tuahir und der junge Muidinga auf der Flucht einrichten: Bild eines Krieges, der fünfzehn Jahre dauerte und Menschen zu Tieren machte, ohne Familie, ohne Heimat. Die beiden erzählen einander ihre Erlebnisse, und Muidinga liest dem Alten aus Heften mit Tagebuchaufzeichnungen vor, die sie im Gepäck eines Toten am Straßenrand fanden. Lebendige Mythen der Gemeinschaft ermöglichen den Zugang zu Wurzeln, die auch Krieg und Bürgerkrieg nicht haben zerstören können.
Mia Coutos Erzählweise zeichnet sich durch einen freien Umgang mit der Sprache aus. Es gelingt ihm, die überalterte ehemalige Kolonialsprache Portugiesisch durch Aufnahme des populären moçambiquanischen Portugiesisch grundlegend zu verändern und eine kunstvolle poetische und bilderreiche Sprache entstehen zu lassen. Auch aus diesem Grund wurde »Das schlafwandelnde Land«, der erste Roman des Autors, der 1992 auf portugiesisch erschien, als einer der besten portugiesischsprachigen Romane der letzten Jahre bezeichnet, gilt Mia Couto als einer der profiliertesten Erzähler der jüngeren Generation Afrikas. 


Journal Entry 2 by Torgin at Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, August 15, 2015

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Was für ein Roman! Die Rahmenerzählung von Tuahir und Muidinga ist dabei gar nicht mal das Beste, obwohl auch diese viel über den Bürgerkrieg in Mosambik verrät und am Ende eine interessante mögliche Biegung hin zur Geschichte aus Kindzus Tagebuchheften schlägt, wie weit, das bleibt aber auch dem Leser überlassen. Kindzus Bericht über sein Leben vermischt dörfliches Leben, Mythen und Geisterglauben und den Bürgerkrieg in einer Art und Weise, daß man tatsächlich meint, sich in einer Traumwelt zu bewegen, aus der man nur leider keinen Ausgang findet, denn besonders angenehm ist sie nicht. Daher ist auch der Romantitel ausgesprochen passend, denn tatsächlich scheinen hier nicht nur die Menschen, durch den Krieg traumatisiert, als Schatten ihrer selbst durch die Landschaft zu wandern, sondern auch das Land selbst hat Schaden genommen und sucht seine Identität. Wie Couto das in Sprache gießt, hat mir ausnehmend gut gefallen. Schade, daß ich kein Portugiesisch kann, aber das wäre glatt ein Grund, die Sprache zu lernen. 


Journal Entry 3 by wingholle77wing at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, September 10, 2015

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Heute angekommen und sofort aus der Packstation befreit. Herzlichen Dank fürs Überlassen! 


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