corner corner Kariuki und sein weißer Freund

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Kariuki und sein weißer Freund
by Meja Mwangi | Teens
Registered by curlycat of Wien Bezirk 05 - Margareten, Wien Austria on 12/29/2013
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status (set by Leidenschaft-B): travelling


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Journal Entry 1 by curlycat from Wien Bezirk 05 - Margareten, Wien Austria on Sunday, December 29, 2013

This book has not been rated.

Inhalt: vgl. BC-Eintrag von Aldawen (http://www.bookcrossing.com/journal/5160888)

Rückentext: Kenia zur Zeit der Mau-Mau-Bewegung, des Befreiungskampfes gegen die weiße Kolonialmacht. Zwischen Kariuki, dem Farmarbeitersohn, und Nigel, dem Enkel des Großgrundbesitzers, entsteht trotzdem eine Freundschaft. Nigel hilft Kariuki bei der Erledigung seiner unzähligen Pflichten, und Kariuki nimmt Nigel mit auf die Jagd in den Dschungel. Eines Tages ist Nigel plötzlich spurlos verschwunden ...


Da an diesem Klappentext mal wieder fast nichts stimmt, zunächst noch ein paar Worte zum Inhalt. Nigel lebt eigentlich mit seinen Eltern in England und besucht während der Ferien seine Großeltern. Während er am Fluß fischt, lernt er zufällig Kariuki kennen und die beiden Jungen freunden sich an. Das ist für Kariuki und seine Familie alles andere als einfach, denn als Afrikaner dürfen sie quasi nichts, und vieles davon versteht Nigel nicht. Warum darf sein Freund nicht fischen, und nicht einmal die Fische essen, die Nigel gefangen und ihm geschenkt hat? Warum kommen Soldaten, treiben alle Farmarbeiter und ihre Familien in den Versteigerungspferch für das Vieh, plündern und verwüsten deren Hütten? Warum verbietet man ihm den Umgang mit Kariuki? Warum darf er als weißer Junge kein Ugali essen? Trotzdem verbringen die beiden Jungen viel Zeit miteinander und gehen des öfteren mit der Meute der Dorfköter auf die Jagd, meist erfolglos. Das alte dicke Warzenschwein, auf das sie es einen Tag abgesehen haben, läßt dann aber vor allem Nigel keine Ruhe. Und so kommt es kurz vor Ende seiner Ferien zu einer weiteren Jagd, bei dem die Wachhunde der Farm mitgenommen werden. Kariuki, der wegen eines eingetreten Dorns nur noch humpeln kann, verliert Nigel im Wald und stößt schließlich nur noch auf Leiche des einen Hundes. Nigel bleibt verschwunden und die nächsten Tage verbringt Kariuki mit der Suche nach seinem Freund. Dieser ist, wie sich herausstellt, einigen Mau-Mau in die Hände gefallen. Auch Kariukis Bruder Hari gehört zu dieser Gruppe und sorgt aber trotzdem für ihre Rettung, die er selbst mit dem Leben bezahlt.

Mwangi beschreibt aus der Sicht Kariukis mit einer zwar einfachen, aber gerade durch den fast lakonischen Tonfall wirkungsvollen Sprache die himmelschreienden Ungerechtigkeiten, denen Afrikaner im kolonialen Kenia ausgesetzt waren. Dabei streift Mwangi die Schrecken der Mau-Mau-Bekämpfung (Folter in Gefängnissen, Konzentrationslager usw.) nur, manches wird gar nur im Nachwort erwähnt. Aber die „normale“ Alltagsbrutalität ist wirklich nicht besser: Da wird geprügelt und gedemütigt, daß es eine Art hat. Dagegen steht der in einem völlig anderen Umfeld aufgewachsene Nigel, der von seinen Eltern nicht geschlagen wird – was auch wesentlich daher rührt, daß sein Vater sich nicht permament um Unterhalt und Sicherheit seiner selbst und seiner Familie sorgen muß wie Kariukis Vater.

Was man auf jeden Fall relativieren muß, ist die Sichtweise auf Mau-Mau. Der sog. Mau-Mau-Aufstand war, da ist sich die Forschung heute einigermaßen einig, kein heroischer Befreiungskampf gegen die weiße Kolonialmacht, auch wenn es weiße Opfer gegeben hat. Die Reaktion der Briten auf die Bewegung war aber derart überzogen, daß sie damit erst weitere Kampfgründe geliefert haben. Im wesentlichen war Mau-Mau ein Bürgerkrieg innerhalb der Kikuyu, die durch die weiße Besiedlung in Reservate abgedrängt war, die nicht groß genug waren, alle Menschen zu ernähren. Die Besonderheiten der Landverteilung und Siedlungsstruktur des südkenianischen Hochlandes waren daher zwar ein Auslöser, die Opfer waren aber überwiegend Afrikaner. Sicher hat die Unlust der Briten, sich mit einer solchen Bewegung auseinandersetzen zu müssen, die Unabhängigkeit Kenias beschleunigt, aber die Höhepunkt von Mau-Mau war noch deutlich in den 1950er Jahren und damit vor der Unabhängigkeit Ende 1963 überschritten. Dafür waren andere in der Kolonie selbst begründete Ursachen und vor allem externe Faktoren sehr viel entscheidender.

Von diesen Mängeln abgesehen ist es aber auf jeden Fall ein lesenswertes Jugendbuch, das einen guten Einblick in das Alltagsleben einer unterdrückten Kolonialbevölkerung ermöglicht.

persönlicher Eindruck: gelesen im Dezember 2013
Ich kann Aldawen nur zustimmen, dass das Buch einen guten Eindruck in das Leben der damaligen Zeit des Kolonialismus bietet, obwohl ich teilweise überrascht war, dass manche Szenen für ein Jugendbuch doch sehr brutal geschildert wurden.

Gelesen für die 1 Jahr - 1 Land Challenge Kenia. 


Journal Entry 2 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Wednesday, July 30, 2014

8 out of 10

Ein leicht zu lesendes, aber nicht leicht zu verdauendes Buch. Es bietet einen brutalen Einblick in das Leben unter der Kolonialherrschaft in Kenia und die Anfänge der Unabhängigkeitsbewegung. Gerade die Naivität des schwarzen Karikuri und des weißen Nigel fesseln den Leser, der tiefe Einblicke bekommt in das Leben eines schwarzen Jungen, aber auch die Brutalitäten, denen er ausgesetzt ist - nicht nur durch die Kolonialherren. Ein brutales, aber lesenswertes Buch. 


Journal Entry 3 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Wednesday, July 30, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (7/30/2014 UTC) at Landsberg am Lech, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch bleibt in der [Buchbox] Spotlight: Afrika, die Zweite. 


Journal Entry 4 by 83dea at Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, September 01, 2014

10 out of 10

Dieses Buch kam mit der Spotlight: Afrika, die Zweite Box an und bleibt nun erstmal hier, danke :-)

Gelesen für Kenia

Ich kann Kasimar nur zustimmen, ein wirklich schönes, aber brutales Buch. Die Freundschaft der beiden Jungs geht mitten ins Herz, so das ich sehr gerne 10 Punkte vergebe, trotz des traurigem Ende. Das Buch hat in meinen Augen zurecht den Jugendliteraturpreis gewonnen. 


Journal Entry 5 by 83dea at Aufderhöhe: Bücherhaus OBCZ in Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, September 06, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (9/6/2014 UTC) at Aufderhöhe: Bücherhaus OBCZ in Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

Das Buch, wurde im Rahmen der Releasekette mit Namen freigelassen.

Herzlichen Glückwunsch, du hast ein Buch auf Reisen gefunden. Ich hoffe, es gefällt dir.

Es würde mich sehr freuen, wenn du dir kurz Zeit nimmst und einen Journaleintrag machst. Da kannst du gerne deine Meinung zu dem Buch mitteilen oder einfach nur, wo du es gefunden hast. Ich weiß somit, wie es meinem Buch geht und wohin seine Reise schon geführt hat.

Das ganze kannst du auch anonym machen und es ist völlig kostenlos für dich.

Herzlichen Dank schon im Vorhinein für deine Bemühungen!

Viel Spaß beim Lesen,
wünscht dir 83dea.  


Journal Entry 6 by wingLeidenschaft-Bwing at Aufderhöhe: Bücherhaus OBCZ in Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, September 09, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (9/9/2014 UTC) at Aufderhöhe: Bücherhaus OBCZ in Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

Als Betreuer des Bücherhaus übernehme ich die Eintragung der Bücher von 83dea. Danke! 


Journal Entry 7 by wingLeidenschaft-Bwing at Deutz - Talanx Kantine Bücherschrank in Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, January 21, 2015

This book has not been rated.

Released 2 yrs ago (1/21/2015 UTC) at Deutz - Talanx Kantine Bücherschrank in Köln, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

Viel Spaß auf der Reise.

Lieber Finder! Ich freue mich, dass Du das Buch gefunden hast. Bitte mache auch Du einen Journaleintrag, damit ich weiß, dass es dem Buch gut geht.

Vielen Dank!  


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