corner corner Ich wollte in die Schule und kam ins KZ.

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Ich wollte in die Schule und kam ins KZ.
by Zdzislaw Jasko, Wolf Jung | History
Registered by wingRalfHwing of Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on 10/6/2013
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Journal Entry 1 by wingRalfHwing from Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, October 06, 2013

10 out of 10

Das Buch entstand durch mehrere Interviews, die mit Herrn Jasko geführt wurden und die Wolf Jung zu diesem Buch umgearbeitet hat. Das Buch lässt sich dadurch sehr leicht lesen, obwohl die Qualen und Schikanen, die die KZ-Insassen erleiden mussten, schon deutlich gemacht werden. Jasko kam im April 1940 mit 15 Jahren ins KZ Sachsenhausen bei Berlin, weil man ihn und seine Freunde des Terrorismus verdächtigte, weil sie sich 'zusammenrotteten' um zu lernen, denn die Schule war seit der Besetzung seines Heimatortes durch die Deutschen geschlossen. Er blieb dort bis zur Auflösung des KZ 1945 und mußte noch den Todesmarsch nach Schwerin mitmachen. Erstaunlicherweise kommen in dem Buch aus Gestapo- und SS-Leute durchaus gut weg, letztere ließen ihn z. B. im Lager mit ihren Radios BBC auf polnisch hören.
Man kann sich eine schönere Jugend vorstellen, dennoch drückt dieses Buch nicht auf die Tränendrüse. Der Wert des Buches liegt für mich darin, dass es das Lagerleben so ausführlich schildert, samt der Ängste der Insassen und der Schrecknisse.

Auf der Rückseite des Buches steht:
"Als deutsche Soldaten am 8. September 1939 in Ostrow Masowiecka einmarschierten, ist Zdzislaw Jasko gerade 15 geworden. Am 1. September hätte seine Schule beginnen sollen, da fallen die ersten Bomben auf sein Heimatstädtchen, seine Lehrer fliehen oder werden verhaftet. Mit einigen Kameraden organisiert Zdzisiek, wie er genannt wird, einen Selbsdtunterricht. Dass sie von der Gestapo beobachtet werden, kann sich keiner vorstellen. Sie werden verhaftet und der Bildung einer Jugend-Terror-Zelle angeklagt. Zdzisiek wird verhört, in ein Warschauer Gefängnis gesteckt. Zusammen mit drei seiner Kameraden wird er Anfang April indas Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht.
Sein nur zu verständlicher Hass auf alles Deutsche wird relativiert durch überraschende Erfahrungen von Solidarität und Fürsorge. Im Jugendblock begegnet er deutschen politischen Häftlingen, die ihn und seine Kameraden nicht nur verstehen, sondern ihnen auch helfen, die Lebensfeindlichkeit des KZ auszuhalten. Als er 1945 befreit wird, hat er ein Viertel seines Lebens als Häftling verbracht. 'Deutsche haben mich ins KZ gebracht, und Deutsche haben mir geholfen, es zu überleben', meint Zdzislaw Jasko. Der Jurist lebt heute in Warschau.
Seine Geschichte hat Wolf Jung aufgeschrieben. Der Theologe und ehemalige Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste betreibt eine Tagungsstätte in Bentierode bei Bad Gandersheim in Niedersachsen."

Das Buch reist als Ring zu:
1. lesenlesen
2. Kasimar
3. D-A-N-I-E
4. Wortklauber
5. SANIYE
6. LionsAngel
7. Mary-T
8. mimi4711
9. eibia
und wieder zu mir zurück 


Journal Entry 2 by wingRalfHwing at -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, October 07, 2013

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Released 4 yrs ago (10/7/2013 UTC) at -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany

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Das Buch reist nun zur ersten Ringteilnehmerin Leselesen! 


Journal Entry 3 by lesenlesen at Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, October 11, 2013

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An der ersten Station angekommen. Vielen Dank und schönen Gruß nach Aachen! 


Journal Entry 4 by lesenlesen at Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, October 21, 2013

10 out of 10

Auch von mir 10 Punkte. Anfangs fand ich die sprunghafte Erzählweise etwas verwirrend, aber gerade das macht das Buch aus. Wenn man ins Erzählen kommt, fallen einem bruchstückhaft die verschiedensten Dinge ein, das muss dann auch nicht chronologisch erzählt werden. Das stört mich an manch anderen Biografien, da denke ich immer "das kann der so genau gar nicht mehr wissen". Der Inhalt des Buches ist starker Tobak, gerade weil es so lebensnah erzählt wird. Manch anderer wäre (und ist) an den Erlebnissen seelisch zerbrochen. Die geschilderten Grausamkeiten machen fassungslos (besonders die Kulturabende), ich will gar keine Einzelheiten erzählen, das muss man selbst lesen. Ich musste mir immer wieder vor Augen führen, daß das Erlebte über mehrere Jahre geht (ich weiß, wie lange der zweite Weltkrieg dauerte, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen). Besonders schlimm finde ich auch das jugendliche Alter, wenn ich dann meine Söhne in dem Alter sehe, bin ich einfach nur dankbar, daß sie so etwas nicht erleben müssen.
Es ist gut, daß Zdzislaw Jasko seine Erinnerungen erzählt hat und dieses Buch veröffentlicht wurde. Vielen Dank für den Ring! 


Journal Entry 5 by lesenlesen at Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, October 21, 2013

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Released 4 yrs ago (10/22/2013 UTC) at Bad Salzuflen, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

auf dem Postweg zu Kasimar 


Journal Entry 6 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Friday, October 25, 2013

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Heute angekommen. 


Journal Entry 7 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Sunday, October 27, 2013

6 out of 10

Ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan.
Das lag zum einen an der schrecklichen Geschichte, die erzählt wird. Das hatte ich erwartet. Jasko erzählt, wie viele Überlebende erzählen: Möglichst viele Namen und Daten nennen, weil dies authentisch wirkt. Ich bin kein Historiker, aber seine Angaben werden sicher nachprüfbar sein. Er erzählt aber auch, wie viele andere Überlebende erzählen: mit wenig Emotionen. Der Leser gewinnt kaum einen Einblick in sein Denken und Fühlen, vor allem zur Zeit des Lagerlebens nicht. Sicher, dies in Worte zu fassen, wird schwer möglich sein, aber darüber mehr zu erfahren, hätte ich mir gewünscht.
Interessant fand ich die "polnische" Sichtweise und das Hin- und Hergerissensein in der Beurteilung von Deutschen. Zwar kenne ich viele Berichte polnischer Zwangsarbeiter, aber hier war das besonders ausgeprägt.
Schwer getan habe ich mich vor allem aber auch mit der Sprache, gerade im ersten Viertel des Buches. Dort werden viele sehr kurze Sätze verwendet, dadurch entsteht ein abgehackter Bericht, der nicht immer leicht zu lesen ist, zumal sich die kurzen Kapitel nicht immer logisch aneinanderreihen. Später wird der Text etwas flüssiger und zusammenhängender, und damit auch leichter zu lesen.
Ich habe viele Berichte von KZ-Überlebenden gelesen. Dieser hier sollte und musste geschrieben werden, um gelesen zu werden, genau wie alle anderen. Das Lesen dieses Berichtes wird durch die anfangs abgehackte Sprache aber unnötig erschwert, so dass sicher der ein oder andere (ich denke vor allem an Jugendliche) nicht zum entscheidenden Teil des Buches vordringen werden.
Trotz des noch einmal wesentlich schwierigeren Inhalts war zum Beispiel das Lesen von "Gideoan Greif: Wir weinten tränenlos...". Augenzeugenberichte des jüdischen "Sonderkommandos" in Auschwitz "leichter" (man möge mir die Verwendung dieses Wortes verzeihen, aber mir will partout kein passenderes einfallen). 


Journal Entry 8 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Wednesday, October 30, 2013

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Released 4 yrs ago (10/30/2013 UTC) at Landsberg am Lech, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Die Adresse ist schon seit Montag da, aber irgendwie hab ichs gestern nicht zur Post geschafft, also geht es erst heute weiter. 


Journal Entry 9 by D-A-N-I-E at Aigen, Oberösterreich Austria on Tuesday, November 05, 2013

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Buch heute aus dem Postfach geholt. Sobald ich mit dem "Lachsfischen im Jemen" fertig bin, kommt es an die Reihe.  


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