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Berliner Spurensuche
by Feuerzeug11 | Other
Registered by Feuerzeug11 of Fennpfuhl, Berlin Germany on 9/13/2013
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Journal Entry 1 by Feuerzeug11 from Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, September 13, 2013

This book has not been rated.

Durch die Berlin-Challenge wurde ich angeregt, weniger bekannte Orte in Berlin aufzusuchen und zu erkunden. Hier nun die Fortsetzung, gewidmet all den Personen, die in Berlin gelebt und gewirkt haben und auf verschiedenste Weise ihre Spuren hinterließen. In loser Folge berichte ich über Einheimische und Zugewanderte und lasse Bücher an relevanter Stelle frei.

In alphabetischer Reihenfolge mit Nummer des Eintrags:
Lorenz Adlon (93), Hans Chr. Andersen (47), Manfred von Ardenne (159), Achim und Bettina von Arnim (162), Ernst Barlach (12), Boleslaw Barlog (21), Vicki Baum (67), Jurek Becker (49), Max Beckmann (157), Walter Benjamin (92), Gottfried Benn (154), Anita Berber (26), Werner Bergengruen (110), Heinz Berggruen (84), Alfred Beyer (114), Franz Blei (168), Johannes Bobrowski (32), Dietrich Bonhoeffer (22), Manfred von Brauchitsch (164), Bertolt Brecht (13), Heinrich Brugsch (142), Günter de Bruyn (14), Bruno Cassirer (132), Adelbert von Chamisso (103), Hedwig Courths-Mahler (20), Prof. Heinrich Dathe (5), Friedrich Chr. Delius (123), Inge Deutschkron (4), Marlene Dietrich (77), Alfred Döblin (42), Ingeborg Drewitz (69), Isadora Duncan (148), Tilla Durieux (88), Albert Einstein (62), Fritz Erpenbeck (122), Hans Fallada (23), Lion Feuchtwanger (2), Theodor Fontane (117), Wilhelm Furtwängler (129), Adolf Glaßbrenner (18), Curt Goetz (112), Günter Grass (24), E.R. Greulich (44), Brüder Grimm (151), George Grosz (137), Karl Gutzkow (116), Sebastian Haffner (27), Gustav Hartmann (126), Gerhart Hauptmann (31), Johannes Heesters (127), Heinrich Heine (153), Paul Henckels (149), Friedrich Herneck (160), Wieland Herzfelde (105), Franz Hessel (52), Trude Hesterberg (111), Stefan Heym (3), Paul Heyse (133), Regine Hildebrandt (101), Renate Holland-Moritz (19), Karl von Holtei (134), Heinrich H. Houben (155), Christoph W. Hufeland (156), Herbert Ihering (136), Harald Juhnke (87), Franz Kafka (141), Ursula von Kardoff (68), Anna L. Karsch (79), Alfred Kerr (29), Hermann Kesten (130), Irmgard Keun (36), Walther Kiaulehn (102), Klaus Kinski (131), Jochen Klepper (90), Karl Friedrich Klöden (119), Hildegard Knef (51), Heinz Knobloch (91), Georg Kolbe (150), Käthe Kollwitz (89), Gertrud Kolmar (118), Siegfried Kracauer (165), Manfred Krug (82), Hardy Krüger (9), Familie Kruse (145), Gustav Landauer (6), Else Lasker-Schüler (16), Sabine Lepsius (152), Max Liebermann (147), Paul Lincke (139), Ernst Lubitsch (143), Friedrich Luft (128), Rosa Luxemburg (138), Charlotte von Mahlsdorf (57), Hildegard Margis (53), Fritzi Massary (70), Johannes Maus (8), Moses Mendelssohn (41), Adolph Menzel (81), Erich Mühsam (38), Herta Müller (121), Karl Mundstock (59), Reinhold Conrad Muschler (72), Robert Musil (58), Otto Nagel (56), Dinah Nelken (75), Günter Neumann (74), Asta Nielsen (113), Carl von Ossietzky (78), Hans Ostwald (39), Lilli Palmer (45), Felix Philippi (40), Ludwig Pietsch (120), Theodor Plievier (65), Harald Poelchau (85), Leopold von Ranke (140), Rio Reiser (83), Ludwig Renn (10), Otto Reutter (43), Rainer Maria Rilke (15), Joachim Ringelnatz (35), Hans Rosenthal (125), Joseph Roth (158), Heinz Rühmann (25), Nelly Sachs (95), Karl Friedrich Schinkel (115), Ferdinand von Schirach (17), Friedrich Schlegel (99), Max Schmeling (34), Romy Schneider (30), Wolfdietrich Schnurre (100), Hans Scholz (54), Arthur Schopenhauer (166), Karl Schröder (97), Rosemarie Schuder (33), Anna Seghers (80), Heinrich Seidel (86), Paul Simmel (73), Max Skladanowsky (104), Heinrich Spoerl (61), Gaspare Spontini (124), Axel Springer (167), Claus Graf v. Stauffenberg (48), Hansgeorg Stengel (37), Wolfgang Stresemann (28), August Strindberg (96), Hermann Sudermann (109), Gerda Szepansky (63), Gabriele Tergit (7), Ludwig Tieck (98), Kurt Tucholsky (50), Leopold Ullstein (107), Else Ury (106), Clara Viebig (76), Wilhelm Voigt (60), Claire Waldoff (66), Alex Wedding (64), Otto Weidt (161), Erich Weinert (144), Grethe Weiser (135), Ernst von Wildenbruch (94), Eduard von Winterstein (71), Christa Wolf (163), Carl Friedrich Zelter (146), August Zeune (108), Heinrich Zille (46), Carl Zuckmayer (11), Arnold Zweig (55) 


Journal Entry 2 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, September 13, 2013

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Lion Feuchtwanger, Grunewald

Release: Die hässliche Herzogin - Gefunden von AF!

Die Feuchtwangers zogen 1932 in die Regerstraße 8 (Foto) in Grunewald. Während einer Auslandsreise 1933 wurde die Villa von der SA geplündert. Daraufhin kehrte das Paar nicht mehr nach Deutschland zurück.
Eine Gedenktafel befindet sich am Haus, eine weitere ist vor dem Grundstück in den Gehweg eingelassen.

Die Regerstraße (nach dem Komponisten Max Reger) ist eine stille Villenstraße. Der Wanderer erreicht sie über eine Treppe von der Königsallee. Die Botschaft des Staates Kuwait befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft und an der Ecke Höhmannstraße die Residenz des britischen Botschafters, wo auch Queen Elizabeth II. schon mehrfach logierte.

Biografie
S Grunewald, Bus M19, 186 bis Hagenplatz 


Journal Entry 3 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, September 28, 2013

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Stefan Heym (Helmut Flieg), Grünau

Release:
Collin

Stefan Heym lebte von 1953 bis zu seinem Tod im Jahre 2001 in der R.-Tagore-Straße 9 in Berlin-Grünau (Foto). In der Grünanlage an der Regattastraße gegenüber Café Liebig wurde 2009 eine Stele zum Gedenken aufgestellt. Heyms Grab befindet sich auf dem Friedhof der jüdischen Gemeinde in Berlin-Weißensee.

Biografie
S Grünau, Tram 68 bis Regattastraße 


Journal Entry 4 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, October 02, 2013

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Inge Deutschkron, Prenzlauer Berg, Schöneberg

Release:
Ich trug den gelben Stern

Die Familie Deutschkron zog 1927 nach Berlin in die Hufelandstraße 9 in Prenzlauer Berg. Inges Vater emigrierte Anfang 1939 nach Großbrittanien. Das Geld hatte nur für eine Person gereicht, so wurde der Vater vorausgeschickt. Mutter und Tochter blieben in Berlin. Nach Kriegsausbruch wurde deren Ausreise jedoch unmöglich.
Von 1941 bis 1943 lebte Inge Deutschkron mit ihrer Mutter in der Bamberger Straße 22 in Schöneberg. Sie arbeitete unter falschem Namen in der Blindenwerkstatt. Als deren Besitzer Otto Weidt sie im Januar 1943 nicht länger vor der Verfolgung schützen konnte, versteckten nichtjüdische Freunde die beiden in wechselnden Quartieren bis zur Befreiung im Mai 1945.

Biografie
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt (S Hackescher Markt) 


Journal Entry 5 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, October 07, 2013

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Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Dathe

Release:
Tierpark Berlin

1954 begann der Aufbau des Berliner Tierparks auf dem Geländes des Schlossparks Friedrichfelde. Der Zoologe Heinrich Dathe trug maßgeblich dazu bei und war 36 Jahre lang Direktor des Tierparks. Eine Gedenktafel befindet sich am Bärenschaufenster (Foto). Sein Grab ist auf dem evangelischen Friedhof Karlshorst, Robert-Siewert-Straße 57-67.

Tierpark
Biografie
U5 Tierpark 


Journal Entry 6 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, October 13, 2013

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Gustav Landauer, Hermsdorf

Release:
Das Bildnis des Dorian Gray

Gustav Landauer - politischer Philosoph, Sozialist, Anarchist, Autor und Herausgeber - war eine vielschichtige Persönlichkeit. Bekannt wurde er auch durch seine Übersetzungen von Texten von Shakespeare und Oscar Wilde. In Hermsdorf lebte er von 1902 bis 1908.

Spaziergang:
Das Haus Schloßstraße 17 (Foto) befindet sich unweit des S-Bahnhofs Hermsdorf, an der Ecke Waldseeweg. Wir folgen dem Waldseeweg bis zum idyllischen Waldsee. Diesen umrunden wir und treffen in der Parkstraße 3a auf des Haus eines weiteren bekannten Schriftstellers. Hier lebte Erich Kästner von 1966 bis 1969.

Biografie
Landauer bei Projekt Gutenberg
S1 Hermsdorf 


Journal Entry 7 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, October 18, 2013

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Gabriele Tergit (Elise Reifenberg, geb. Hirschmann), Mitte, Tiergarten, Hansaviertel

Release:
Käsebier erobert den Kurfürstendamm

Die Tochter des Gründers der Deutschen Kabelwerke ist in der Raupachstraße 9 in Mitte geboren und aufgewachsen. 1906 zog die Familie in die Stülerstraße 2 und 1908 in die Corneliusstraße 6 in Tiergarten.
1928 heiratete Gabriele Tergit den Architekten Heinz Reifenberg und zog mit ihm in den Siegmundshof 22, direkt hinter dem S-Bahnhof Tiergarten. Wegen ihrer kritischen Gerichtsreportagen stand sie auf der Gegnerliste des Nazis-Regimes. Ein Überfall der SA auf ihre Wohnung veranlasste sie zur Emigration.

Biografie 


Journal Entry 8 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, November 02, 2013

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Johannes Maus, Blankenburg

Release:
Die Abenteuer des Werner Holt 1 Die Abenteuer des Werner Holt 2
Teil 2 wurde gefunden von Newbie mariabücherwurm.
Teil 1 erhielt im Juni 2016 einen anonymen Journaleintrag.

Johannes Maus gehörte fast 35 Jahre zum Schauspielerensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Außerdem spielte er in über 100 Filmen und Fernsehproduktionen mit, darunter "Der kleine Muck", "Das Feuerzeug", "Die Abenteuer des Werner Holt", "Spur der Steine" und mehrere Folgen der Reihe "Polizeiruf 110".
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der französischen Gemeinde (Foto).

Biografie
S Blankenburg 


Journal Entry 9 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, November 05, 2013

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Hardy Krüger (Eberhard August Franz Ewald Krüger), Friedrichshain, Biesdorf

Release:
Schallmauer

Aus der Romintener Straße 30 (Foto, heute Grünberger Straße) in Friedrichshain zog die Familie Krüger 1930 nach Biesdorf in die Königstraße 120. Hardy besuchte 1934/1935 die dortige Schule, das heutige Otto-Nagel-Gymnasium. Dokumente aus jener Zeit werden im Schulmuseum aufbewahrt.

Von der Dorfschule zum Gymnasium
S5 Biesdorf 


Journal Entry 10 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, November 14, 2013

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Ludwig Renn (Arnold Vieth von Golßenau), Kaulsdorf

Release:
Der spanische Krieg

Ludwig Renn - Archäologe, Spanienkämpfer, Schriftsteller - wohnte Anfang 1930 in der Künstlerkolonie Wilmersdorf, wo er in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet wurde.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kehrte er aus dem mexikanischen Exil zurück und siedelte sich Am Kornfeld 78 in Kaulsdorf an (Foto). Dort lebte er bis zu seinem Tode 1979 mit seinen beiden Freunden Max Hunger und Hans Pierschel. Er und seine Lebensgefährten wurden in einem gemeinsamen Grab auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt.

Biografie
S Kaulsdorf, Bus 195 


Journal Entry 11 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, November 16, 2013

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Carl Zuckmayer, Schöneberg

Release:
Der Seelenbräu

Carl Zuckmayer - Studienabbrecher, Bänkelsänger, Drogendealer, Dramaturg, Schriftsteller - schlug sich in Berlin lange Zeit mit Gelegenheitsarbeiten durch. Nach mehreren Misserfolgen am Theater brachte erst sein Stück "Der fröhliche Weinberg" einen entscheidenden Erfolg und damit die Tantiemen für den Kauf des Hauses am Stadtpark, heute Rudolf-Wilde-Park. An der Fritz-Elsas-Straße 18 erinnert ein Gedenkstein (Foto) an das Haus, in dem Zuckmayer von 1926 bis 1933 lebte und u.a. auch am "Hauptmann von Köpenick" arbeitete. 1933 wurden seine Stücke von den Nationalsozialisten verboten. Zuckmayer floh in die Schweiz.

Biografie
U4 Rathaus Schöneberg 


Journal Entry 12 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, November 17, 2013

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Ernst Barlach, Friedenau und Charlottenburg

Release:
Aus seinen Briefen

Der Schriftsteller, Zeichner und Bildhauer Ernst Barlach wurde besonders durch seine Holzplastiken und Bronzen bekannt. Seine Spur in Berlin beginnt mit einem Zimmerchen in Friedenau und seiner Arbeit in der Bildgießerei Hermann Noack in der Fehlerstraße 6/Varziner Straße 18. Von 1899 bis 1900 wohnte er in der Yorckstraße 11 in Kreuzberg (Gedenktafel). Erst als seine Plastiken 1908 auf einer Ausstellung der Berliner Secession gezeigt wurden, eröffneten sich ihm die finanziellen Möglichkeiten für eine Atelierwohnung. Diese bezog er im Künstlerhaus St. Lukas - heute Galerie Springer - in der Fasanenstraße 13 in Charlottenburg (Foto).

Biografie
Galerie Springer
Barlach bei Projekt Gutenberg
U1 Uhlandstraße 


Journal Entry 13 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, November 24, 2013

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Bertolt Brecht und Helene Weigel, Charlottenburg, Wilmersdorf, Weißensee, Mitte

Release:
Kalendergeschichten

Bei seinen ersten Berlin-Aufenthalten im Februar/März 1920 und November 1921 bis April 1922 logierte Brecht bei Frank Warschauer, Schriftsteller und Journalist, in der Eislebener Straße 13 in Charlottenburg. Während dieser Zeit knüpfte er eifrig Kontakte zu Personen des Berliner Kurlturlebens.
Im September 1924 zog er endgültig nach Berlin, zuerst in die Wohnung Helene Weigels in der Spichernstraße 16 in Wilmersdorf. An dem Haus befindet sich eine Berliner Gedenktafel. 1929 zog das Paar in die Hardenbergstraße 1A, wo beide bis zu ihrer Emigration 1933 lebten.
Nach der Rückkehr aus dem Exil 1948 wurde Brecht die Einreise in die westlichen Besatzungszonen verwehrt. In Ost-Berlin fand er jedoch schnell neue Kontakte und die Möglichkeit, sich künstlerisch zu entfalten. Eine erste Unterkunft fand er im erhaltenen Seitenflügel des Adlon Hotels. Mit Hilfe von Helene Weigel gelang 1948 die Gründung eines eigenen Ensembles: das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm. Während dieser Zeit wohnten beide in der Berliner Allee 185 in Weißensee. 1953 zogen sie in die Chausseestraße 125 in Mitte. Dieses Gebäude beherbergt heute die Brecht-Weigel-Gedenkstätte der Akademie der Künste.
Die gemeinsame Grabstätte befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof.
Das Wandbild "Der Kirschdieb" (Foto) ist an einer Giebelwand in Weißensee zu sehen.

Brecht-Weigel-Gedenkstätte
Literaturforum im Brecht-Haus
Zur Chausseestraße: U6 Torstraße oder Naturkundemuseum 


Journal Entry 14 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, December 21, 2013

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Günter de Bruyn, Britz und Mitte

Release:
Zwischenbilanz - eine Jugend in Berlin, Märkische Forschungen

Günter de Bruyn verbrachte seine Kindheit und Jugend in der damaligen Rudower Allee 8, heute Buschkrugallee zwischen Späthstraße und Sportanlage. Das Haus wurde bei einem Bombenangriff zerstört. In seinem Buch "Zwischenbilanz" beschreibt de Bruyn die Nähe zum Krugpfuhl, zum Lokal Buschkrug, als auch zur neu gebauten Hufeisensiedlung nach den Entwürfen des Architekten Bruno Taut.
Nach seiner Heimkehr aus dem Krieg im Juli 1945 wohnte Günter de Bruyn zunächst bei seiner Mutter in deren Gartenlaube, später im Dorf Garlitz in Brandenburg, wo er als Neulehrer arbeitete. 1949 kehrte er nach Berlin zurück, um eine Ausbildung zum Bibliothekar zu beginnen. Er fand ein Zimmer zur Untermiete: "bei einer Wirtin, die mir Wasser und Strom rationierte und die nicht nur meine Post, sondern auch meine Manuskripte las."
Heute bewohnt Günter de Bruyn eine Wohnung in Mitte (Foto) und ein Haus in Görsdorf bei Beelitz. 


Journal Entry 15 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, December 23, 2013

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Rainer Maria Rilke, Schmargendorf

Release:
Weihnachten

Rainer Maria Rilke kam im Oktober 1897 nach Berlin. Seine erste Wohnung war Im Rheingau 8 in Wilmersdorf. Von 1898 bis 1900 lebte er in der "Villa Waldfrieden" in der Hundekehlestraße 11 in Schmargendorf. Die Villa gibt es nicht mehr. An dem Wohn- und Geschäftshaus, das jetzt dort steht, befindet sich eine Gedenktafel (Foto).

Biografie
Rilke bei Projekt Gutenberg
Bus 110, 186, 249 Breite Straße/Berkaer Straße 


Journal Entry 16 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, December 27, 2013

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Else Lasker-Schüler, Wilmersdorf, Halensee, Grunewald, Schöneberg

Release:
Die Wupper / Arthur Aronymus und seine Väter

Die Lyrikerin Else Lasker-Schüler stammt aus Wuppertal und zog nach ihrer Hochzeit mit dem Arzt Dr. Lasker nach Berlin. In zweiter Ehe war sie mit Georg Lewin (Pseudonym Herwarth Walden) verheiratet. Nach der Hochzeit 1903 zog das Paar zunächst in die Ludwigkirchstraße 12 in Wilmersdorf. 1909 bis 1911 lebten sie in die Katharinenstraße 5 in Halensee und anschließend bis 1914 in der Grunewalder Humboldtstraße 13.
Von 1924 bis 1933 lebte Else Lasker-Schüler im Hotel "Koschel" in der Motzstraße 7 (Foto) in Schöneberg. 1933 emigrierte sie zunächst in die Schweiz. Von dort siedelte sie 1939 nach Jerusalem über.

Biografie
Lasker-Schüler bei Projekt Gutenberg
Bus M19, M29 Kurfürstendamm 


Journal Entry 17 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, January 03, 2014

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Ferdinand von Schirach, Charlottenburg

Release:
Schuld

Ferdinand von Schirach arbeitet seit 1994 als Rechtsanwalt/Strafverteidiger in Berlin. Sein Privatleben hält er bislang erfolgreich aus den Medien heraus. Einzig die Adresse seiner Kanzlei konnte ich ausfindig machen: Meinekestraße 7 (Foto).

U1, U9 Kurfürstendamm 


Journal Entry 18 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, January 04, 2014

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Adolf Glaßbrenner, Mitte

Release:
Altes gemütliches Berlin, Adolf Glaßbrenner

Adolf Glaßbrenner wurde im "Haus zum fliegenden Ross", Leipziger Straße 31 geboren und in der Neuen Kirche am Gendarmenmarkt getauft. Er besuchte das Friedrichswerdersche Gymnasium in der Bochumer Straße in Moabit. Da sein Vater den Schulbesuch nicht weiter finanzieren konnte, begann Adolf Glaßbrenner eine Lehre in der Seidenmanufaktur und –handlung Georg Gabain in der Breiten Straße 22 in Mitte.
Er arbeitete bei der Zeitschrift Berliner Eulenspiegel mit; wegen politischer und sittlicher Anspielungen wurden seine Texte jedoch wiederholt zensiert. Nach seiner Heirat 1840 verließ Glaßbrenner Berlin. Erst 1858 kehrte er zurück und verlegte ab 1868 die Berliner Montagszeitung. Bis zu seinem Tode lebte Glaßbrenner mit seiner Frau in der Krausenstraße 37 in Mitte.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde III am Mehringdamm in Kreuzberg.
Auf dem Gendarmenmarkt seitlich des Schauspielhauses sind mehrere Tafeln mit Zitaten in den Boden eingelassen. Für Glaßbrenner: "Man hat Berlin noch lange nicht in den Händen, wenn man Mir statt Mich hört (und) ... volkstümliches Weißbier ... getrunken hat."(Foto)

Glaßbrenner bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 19 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, January 11, 2014

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Renate Holland-Moritz, Mitte

Release:
Bei Lehmanns hats geklingelt

Renate Holland-Moritz, Schriftstellerin und Journalisten, wurde im Wedding geboren, wuchs jedoch in Thüringen auf. Ihre Lehre absolvierte sie in den Redaktionen verschiedener Berliner Zeitschriften. Seit 1960(!) schreibt sie ihre berühmt-berüchtigten Kinokritiken für das Satire-Magazin „Eulenspiegel“. Heute lebt sie in der Leipziger Straße 48 (Foto) in Mitte.

Interview in der BZ 


Journal Entry 20 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, January 15, 2014

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Hedwig Courths-Mahler, Karlshorst und Charlottenburg

Release:
Gib mich frei

Die Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler hat insgesamt 208 Romane und Novellen veröffentlicht. Sie stammt aus der Kleinstadt Nebra in Sachsen-Anhalt, wo es im Heimatmuseum jetzt ein Courths-Mahler-Archiv zu besichtigen gibt.
Von 1905 bis 1914 lebte sie im Haus ihres Schwagers, dem Architekten F. Courths, in der Dönhoffstraße (Foto) in Karlshorst und von 1914 bis 1932 in der Knesebeckstraße 12 in Charlottenburg. Vom NS-Regime zur „unerwünschten Autorin“ erklärt, verließ sie Berlin 1933 und zog nach Tegernsee.

Biografie
Dönhoffstraße: S3 Karlshorst
Knesebeckstraße: U2 Ernst-Reuter-Platz 


Journal Entry 21 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, January 25, 2014

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Boleslaw Barlog, Schöneberg und Lichterfelde

Release:
Theater lebenslänglich
Gefunden von Newbie Marie1801

Boleslaw Barlog, Regisseur und Theaterintendant, war nach Kriegsende maßgeblich am Wiederaufbau der Berliner Theaterlandschaft beteiligt. Besonders verdient machter er sich um das Schlosspark-Theater in Steglitz, das im November 1945 wiedereröffnet wurde.
Barlog kam im Alter von drei Jahren nach Berlin zu Pflegeeltern, die in der Ebersstraße 32 in Schöneberg wohnten. Später zog die Familie in die Göbenstraße neben dem Sportpalast, und Boleslaw besuchte die Körner Oberrealschule in der Steglitzer Straße.
Von 1949 bis zu seinem Tod 1999 lebte er im Spindelmühler Weg 7 (Foto). Seine Grabstelle befindet sich auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Nikolassee.

S1 Lichterfelde West 


Journal Entry 22 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, February 01, 2014

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Dietrich Bonhoeffer, Westend

Release:
Von guten Mächten wunderbar geborgen

Die Familie Bonhoeffer kam 1912 nach Berlin. Sie lebte von 1912 bis 1916 in der Brückenallee 5 (heute Bartningallee), von 1916 bis 1935 in der Wangenheimstraße 14 in Grunewald, dann in der Marienburger Allee 43 (Foto) in Westend. Am Grunewald-Gymnasium (heute Walther-Rathenau-Schule) legte Dietrich Bonhoeffer 1923 sein Abitur ab und verließ dann die Stadt für verschiedene Studienaufenthalte.
Nach seiner Rückkehr 1929 arbeitete Bonhoeffer zunächst als Assistent des Theologen Wilhelm Lütgert an der Theologischen Fakultät der Berliner Universität und wurde am 15. November 1931 in der St. Matthäuskirche (Tiergarten) zum Pfarrer ordiniert. Von 1931 bis 1933 war er Privatdozent an der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Uni) und Studentenpfarrer an der Berliner Technischen Hochschule. Wegen anhaltender Repressalien durch das NS-Regime verließ Bonhoeffer 1933 Deutschland, kehrte jedoch 1935 auf Bitten der Bekennenden Kirche zurück.
1939 – nun wieder in Berlin – schloss er sich dem Widerstandskreis um seinen Schwager Hans von Dohnányi an. Am 5. April 1943 wurde er in seinem Elternhaus von der Gestapo verhaftet und im Militärgefängnis Berlin-Tegel, danach im Berliner Gestapogefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße inhaftiert.

Gedenktafeln/Denkmäler
Chausseestraße 126, Ziegelstraße 30, Sankt-Matthäus-Kirche, Zionskirchplatz (Mitte), Marienburger Allee 43 (Westend), Herbertstraße 2-6, Wangenheimstraße 14 (Grunewald), Sondershauser Straße 50 (Lankwitz), Seidelstraße 39 (Tegel)

Biografie
Erinnerungs- und Begegnunsstätte

Villa Wangenheim: S41, S42, S46 Halensee
Bonhoeffer-Haus: S5, S75 Heerstraße 


Journal Entry 23 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, February 03, 2014

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Hans Fallada (Rudolf Ditzen), Schöneberg und Niederschönhausen

Release:
Kleiner Mann - was nun?

Mit der Berufung des Vaters zum Kammergerichtsrat zog die Familie Ditzen 1899 nach Berlin in die Luitpoltstraße 11 und blieb bis 1909. Seine Kindheitserinnerungen veröffentlichte Fallada später unter dem Titel "Damals bei uns daheim". 1930 bis 1932 wohnte er in einem Zimmer zur Untermiete in der Calvinstraße 15a in Moabit.
1945 kehrte Fallada nach Berlin zurück und zog zunächst in die Meraner Straße 12 in Schöneberg. Mit Unterstützung Johannes R. Bechers erhielt er ein Quartier im privilegierten Viertel "Majakowskiring" im heutigen Rudolf-Ditzen-Weg 19 (Foto). Wegen Alkohol- und Drogenmissbrauchs wurde er 1946 in die Charité eingewiesen, wo er binnen drei Monaten den Roman "Jeder stirbt für sich allein" schrieb. Bei einem weiteren Aufenthalt in der als Hilfskrankenhaus genutzten Schule in der Blankenburger Straße 19 verstarb Fallada 1947.

Hans-Fallada-Gesellschaft
Tram M1 Grabbeallee 


Journal Entry 24 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, February 05, 2014

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Günter Grass, Friedenau

Release:
Ein weites Feld

Günter Grass war von 1953 bis 1956 in Berlin, als er an der Hochschule für Bildende Künste als Schüler des Bildhauers Karl Hartung studierte. Danach lebte er in Paris. 1960 zog er nach Berlin-Friedenau in die Niedstraße 13 (Foto), wo er bis 1996 wohnte. Ab 1972 diente das Haus jedoch nur noch als Büro und gelegentlicher Wohnsitz.

Biografie
U9 Friedrich-Wilhelm-Platz 


Journal Entry 25 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, February 08, 2014

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Heinz Rühmann, Charlottenburg, Schmargendorf, Wilmersdorf, Wannsee

Release:
Heinz Rühmann

1927 erhielt Heinz Rühmann ein Engagement bei Max Reinhardt am Deutschen Theater und ging nach Berlin. Anfangs logierte er in der Grolmannstraße 33 (Foto) in Charlottenburg, 1930 bezog er eine Wohnung in der Salzbrunner Straße 38 in Schmargendorf. Eine Hauptrolle in dem Film "Die drei von der Tankstelle" machte Rühmann deutschlandweit bekannt. Mit der Gage finanzierte er ein eigenes Flugzeug und den Unterricht für den Pilotenschein. 1935 zog er zum Hohenzollerndamm 35a in Wilmersdorf. 1938 erwarb er ein Grundstück samt Villa Am Kleinen Wannsee 15. Das Haus wurde während der Kämpfe um Berlin im März 1945 beschossen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Neun Umzüge in Notunterkünfte innerhalb Berlins folgten bis zum Kriegsende.

Biografie 


Journal Entry 26 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, February 17, 2014

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Anita Berber, Wilmersdorf

Release:
Berliner Sitte(n)

Kaum jemand verkörperte die Berliner Bohème, das Künstlerleben zwischen den Schichten der Gesellschaft so direkt wie die Tänzerin Anita Berber. In den Standardwerken über den Tanz der Zwanziger Jahre wird sie nicht erwähnt, in der Subkultur der Zeit war sie jedoch bestens bekannt. Otto Dix porträtierte sie, Leo Lania schilderte sie in einem Roman. Anita Berber hat alle Konventionen ihrer Zeit durchbrochen. Sie versuchte Opium, sie schnupfte Kokain, sie prostituierte sich. Sie lebte in einer selbst geschaffenen Welt, in der nur der Augenblick zählte. Martha Dix: „Während sich Anita eine Stunde lang schminkte, trank sie dazu eine Flasche Cognac… Ja, und das Auf-den-Strich-gehen… wir gingen in Wiesbaden spazieren, und sie nahm jede Gelegenheit wahr. Jemand sprach sie an, und sie sagte: „200 Mark“. Ich fand das gar nicht so furchtbar. Irgendwie musste sie ja Geld verdienen…“
Das Weitere? Krach, Skandale, verunglückte Ehen. Ein kurzes Zwischenspiel als „serbische Pompadour“, dann eine Flucht in den Nahen Osten. In griechischen und ägyptischen Nachtlokalen, in den Animierkneipen Beiruts tanzte die Göttin der Berliner Bohème, bis sie nach einer radikalen Entziehungskur zusammenbrach. Todkrank erreichte sie Berlin, wo sie im November 1929 starb. Zu ihrem Begräbnis versammelte sich noch einmal die Zwischenwelt, in der sie gelebt hatte. Martha Dix: „Da marschierten neben prominenten Filmregisseuren die Huren der Friedrichstraße auf, Strichjungen und Hermaphroditen aus dem ‚Eldorado’, berühmte Künstler neben Barmixern, Herren im Zylinder neben den klassischen Transvestiten Berlins.“

Die Wohnung der Tänzerin und Schauspielerin befand in der Zähringerstraße 13 (Foto) in Wilmersdorf. Sie starb im Alter von 29 Jahren im Bethanien-Krankenhaus an den Folgen ihrer Tuberkulose. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof der St. Thomas-Gemeinde Berlin in der Herrmannstraße in Neukölln.

Zähringer Straße: U7 Konstanzer Straße 


Journal Entry 27 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, February 22, 2014

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Sebastian Haffner (Raimund Pretzel), Prenzlauer Berg und Dahlem

Release:
Haffner für Eilige

Der Historiker, Schriftsteller und Journalist Sebastian Haffner ist gebürtiger Moabiter. Die Familie lebte von 1911 bis 1924 in der Prenzlauer Allee 227/228. Sein Vater, Carl Louis Albert Pretzel, leitete als Direktor die dort befindliche Schule und lebte mit seiner Familie im Vorderhaus. Später besuchte der junge Raimund das Königstädtische Gymnasium am Alexanderplatz.
Von 1934 bis 1938 wohnte Haffner in der Künstlerkolonie Wilmersdorf, Bonner Straße 1. Er lebte dort im zweiten Stock bei seiner Lebensgefährtin Erika Hirsch. Beide wanderten 1938 aus. 1954 kehrte Haffner mit seiner Familie aus dem britischen Exil nach Berlin zurück. An seinem Haus in der Ehrenbergstraße 33 (Foto, 1914 wohnte dort Albert Einstein) in Dahlem befindet sich eine Gedenktafel. Seine Grabstelle ist auf dem Parkfriedhof Lichterfelde, Thuner Platz 2-6.

Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Prenzlauer Allee: Tram M2 Knaackstraße
Ehrenbergstraße: S1 Lichterfelde West 


Journal Entry 28 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, February 23, 2014

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Wolfgang Stresemann

Release:
...und abends in die Philharmonie - Gefunden von Newbie gelbeblume!

Wolfgang Stresemann verbrachte seine Kindheit im Haus des Großvaters, des Bierhändlers Ernst Stresemann, in der Köpenicker Str. 66 in Kreuzberg. 1910 zog Vater Gustav Stresemann mit Familie in die Tauentzienstraße 12a in Charlottenburg. Wolfgang Stresemann besuchte das Bismarck-Gymnasium in Wilmersdorf. Danach studierte er Jura und absolvierte nebenbei ein privates Musikstudium.
Nach dem Tode Gustav Stresemanns zog die Witwe mit den beiden Söhnen in die Schillerstraße 122 in Charlottenburg, von dort 1936 in die Bismarckstraße 99 (Foto).
Im Herbst 1939 emigrierten Wolfgang Stresemann und seine Mutter Käte zu seinem Bruder Joachim nach Amerika. 1956 kehrte Stresemann als Intendant des RIAS-Symphonie-Orchesters nach Berlin zurück. Von 1959 bis 1978 und dann noch einmal von 1984 bis 1986 war er als Intendant des Berliner Philharmonischen Orchesters tätig. In enger Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan hat er das musikalische Wirken der Philharmoniker wesentlich geprägt.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Dahlem in Zehlendorf. 


Journal Entry 29 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, February 23, 2014

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Alfred Kerr, Tiergarten und Grunewald

Release:
Aus dem Tagebuch eines Berliners

Alfred Kerr kam 1887 als Student nach Berlin. Er schrieb für mehrere Zeitungen und entwickelte sich schnell zum gefürchteten Theaterkritiker. Er wohnte zunächst am Lützowufer 30 in Tiergarten. In diesem Haus, das Gustav Eberlein gehörte, war er übrigens nie polizeilich gemeldet. Und das im preußischen Berlin! Von 1910 bis 1921 lebte er in der Gneiststraße 9, von 1921 bis 1929 in der Höhmannstraße 6 und von 1929 bis 1933 in der Douglasstraße 10 (Foto) in Grunewald. Als sein Pass eingezogen werden sollte, flüchtete er am 15. Februar 1933 – schwer grippekrank – nach Paris.

Biografie
Alfed-Kerr-Stiftung
Kerr bei Projekt Gutenberg
S7 Grunewald 


Journal Entry 30 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, March 01, 2014

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Romy Schneider, Grunewald

Release:
Romy Schneider

Ufa-Studios an der Tempelhofer Oberlandstraße: am 2. September 1953 stand die Internatsschülerin Rosemarie Albach für Probeaufnahmen zum ersten Mal vor der Kamera, wurde sie zu Romy Schneider.
Berliner Filmball 1957: Berlins Sonnyboy Horst Buchholz flirtete heftig mit Romy, tanzte nur mit ihr, schrieb ihr Liebesbriefe.
Europa Center: Hier eröffnete Romys Stiefvater Hans Herbert Blatzheim am 1. April 1965 sein Restaurant „Haus der Nationen“. Berlins Prominenz war eingeladen, und Romy lernte Harry Meyen (Haubenstock) kennen.
Hotel Gerhus, heute Schlosshotel im Grunewald: Hier feierten Romy und Harry Meyen 1966 Hochzeit. Sie zogen sich schnell zurück in ihr Liebesnest in der Winklerstraße 22: die luxuriöse Vier-Zimmer-Wohnung mit Terrasse in einer Villa (Foto) am Dianasee war das Heim der Familie Haubenstock von 1966 bis 1968.
Savoy-Hotel in der Fasanenstraße: hier, stets in Zimmer 218, logierte Romy, wenn sie zu Festspielen, Filmbällen und Premieren nach Berlin kam. Hier holte Hans Albers sie ab zum Bummeln auf dem Kurfürstendamm. Der große Filmstar Albers zeigte ihr sein Berlin, schwoofte mit ihr im alten Delphie-Tanzpalast.
Virchow-Krankenhaus: Am 3. Dezember 1966 schenkte die 28-jährige Romy ihrem Sohn David-Christopher das Leben.
Nochmals Hotel Gerhus: Am 18. Dezember 1975 heiratete Romy Daniel Biasini.
Auf dem Boulevard der Stars am Potsdamer Platz ist Romy Schneider ein Stern gewidmet.

Biografie 


Journal Entry 31 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, March 01, 2014

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Gerhart Johann Robert Hauptmann, Charlottenburg, Wilmersdorf und Grunewald

Release:
Buch der Leidenschaft

Gerhart Hauptmanns kam 1884 als Student nach Berlin. Sein erstes Quartier befindet sich in der Kleinen Rosenthaler Straße 11 in Mitte. 1885 wohnte er in der Lüneburger Straße in Moabit und schrieb dort seine ersten Dramen. Von 1889 bis 1891 wohnte er in der Schlüterstraße 78 (Foto) in Charlottenburg. Nach der Trennung von seiner Frau kehrte er 1894 nach Berlin zurück, wohnte zunächst in der Gravelotter Straße 8 (heute Fasanenstraße 49) in Wilmersdorf, ab 1898 in der Trabener Straße 54 und von 1912 bis 1918 in der Hubertusallee in Grunewald.

In der Bundesallee 12a (UdK) in Wilmersdorf gibt es eine Gerhart-Hauptmann-Anlage mit einem Gedenkstein.

Biografie
Museumsverbund
Hauptmann bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 32 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, March 08, 2014

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Johannes Bobrowski, Friedrichshagen

Release:
Levins Mühle

Die Familie Bobrowski zog 1938 nach Friedrichshagen. Johannes sollte in Berlin Kunstgeschichte studieren, wurde jedoch nicht immatrikuliert, weil er sich weigerte, der NSDAP beizutreten.
Im Juni 1953 zog Bobrowski mit den Eltern in die Wohnung Ahornallee 26 (Foto) in Friedrichshagen. Sein original erhaltenes Arbeitszimmer ist als kleinstes Museum Berlins öffentlich zugänglich. Das Grab Bobrowskis befindet sich auf dem Friedhof an der Aßmannstraße (E I-12-21/ 22-24).

Kontakt zum Museum
Lesungen in der "Dresdner Feinbäckerei"
Biografie
S3 Friedrichshagen 


Journal Entry 33 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, March 08, 2014

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Rosemarie Schuder, Friedrichshagen

Release:
Paracelsus und der Garten der Lüste

Rosemarie Schuder lebt und arbeitet seit 1971 in Berlin-Friedrichshagen. Als Verfasserin zahlreicher historischer Romane beschreibt sie Schicksale bedeutender Persönlichkeiten wie z.B. Paracelsus, Johannes Kepler, Hieronymus Bosch und Michelangelo. Ihr Prosadebüt „Der Ketzer von Naumburg“ (1955) erreichte 22 Auflagen.

Auf einem Schriftstellerkongress lernte sie ihren späteren Ehemann, den populären Gerichtsreporter Rudolf Hirsch, kennen, mit dem sie zahlreiche Schriften veröffentlichte. So erregte 1987 ihr gemeinsam veröffentlichter Essay-Band „Der gelbe Fleck. Wurzeln und Wirken des Judenhasses in der deutschen Geschichte“ große Anerkennung im In- und Ausland. 


Journal Entry 34 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, March 10, 2014

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Max Schmeling, Westend, Dahlem

Release:
Spaziergänge mit Prominenten

Max Schmeling war nicht nur Deutschlands bekanntester Boxer, er stand auch Modell für den Maler George Grosz und die Bildhauer Josef Thorak und Rudolf Belling. In dem Boxfilm "Liebe im Ring" spielte er die Hauptrolle.
Am Brixplatz 9 (Foto) lebte Schmeling von 1926 bis 1933. Dort lernte er auch seine spätere Frau, die Schauspielerin Anny Ondra, kennen. Danach bezogen die beiden die obere Etage einer geräumigen Villa an der Podbielskiallee 42 in Dahlem. In zehn Zimmern ließ es sich leben, und Schmeling trainierte, indem er regelmäßig zum Roseneck und mehrmals rund um den Grunewaldsee lief. 1939 erwarb Schmeling die Villa Föhrenweg 16 in Dahlem. Dort lebte das Ehepaar bis 1946.

Biografie
Max-Schmeling-Stiftung
U2 Neu-Westend 


Journal Entry 35 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, March 10, 2014

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Joachim Ringelnatz (Hans Bötticher), Westend

Release:
Ringelnatz in kleiner Auswahl

Joachim Ringelnatz, der Seemann, Gelegenheitsarbeiter, später Kabarettist, Dichter der Lieder von "Kuttel Daddeldu", auch Lyriker und Kunstmaler, wohnte von 1930 bis zu seinem Tod 1934 am Brixplatz 11 (Foto) – damals Sachsenplatz – und ist begraben auf dem Friedhof Charlottenburg, Trakehner Allee 1, Abt. 12 Feld D 21.
Am Park-Pavillon des Brixplatzes (Ecke Reichsstraße, gegenüber Meiningenallee) wurde 1981 eine weitere Gedenktafel angebracht. Geschaffen wurde sie vom Bildhauer Becker, die Idee dazu stammt vom damaligen Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten, Martin Sperlich.

Biografie
Ringelnatz bei Projekt Gutenberg
U2 Neu-Westend 


Journal Entry 36 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, March 11, 2014

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Irmgard Keun, Charlottenburg

Release:
Das kunstseidene Mädchen - Gefunden von Newbie Gudrun-Angelika!

Irmgard Keun verbrachte ihre Kindheit in Berlin. An ihrem Geburtshaus in der Meinekestraße 6 (Foto) befindet sich eine Gedenktafel. Diese Tafel verrät auch ihr Geburtsjahr, welches sie selbst gerne verleugnete.
Die Keuns wohnten 1905 zunächst in der ersten Etage des Gartenhauses, bis die auf drei Personen angewachsene Familie im darauf folgenden Jahr in die zweite Etage des repräsentativen Vorderhauses umzog. Durch die beruflichen Aktivitäten des Vaters gab es weitere Wohnungswechsel: 1908 in die Ludwigkirchstraße 11a, 1912 in die Konstanzer Straße 77 und 1913 in den damaligen Neubau Konstanzer Straße 57.
Irmgard Keun besuchte die "höhere Lehranstalt" Cecilienschule am Nikolsburger Platz 5, bis die Familie 1913 nach Köln übersiedelte.

Biografie
U1, U9 Kurfürstendamm 


Journal Entry 37 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, March 23, 2014

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Hansgeorg Stengel, Marzahn und Reinickendorf

Release:
Hab'n Sie 'ne Ahnung von Berlin!

Der Berliner Satiriker und Sprachpapst Hansgeorg Stengel ("Stenglisch for you", „Mit Stengelszungen“) lebte bis 1995 im 14. Stock einer Marzahner Hochhauswohnung. Der Flügel im Wohnzimmer – dieses Instrument bediente Stengel oft und gern – wurde zum Ärgernis für die Nachbarn, deren Musikbegeisterung sich in Grenzen hielt. Familie Stengel zog ihre Konsequenzen und verlegte ihren Wohnsitz in ein Häuschen in der Reinickendorfer Residenzstraße am Schäfersee.

U8 Franz-Neumann-Platz 


Journal Entry 38 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, March 26, 2014

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Erich Mühsam, Charlottenburg, Friedrichshagen, Britz

Release:
Fanal

Erich Mühsam wurde in Berlin geboren, wuchs jedoch in Lübeck auf. 1901 kehrte er nach Berlin zurück und bezog zunächst ein Zimmer zur Untermiete in der Augsburger Straße. Noch im selben Jahr möblierte er sich eine Waschküche in der Friedrichhagener Ahornallee 24 mit den Gründerzeit-Kanapees von Margarete Beutler, die zu den „Elf Scharfrichtern“ nach München engagiert war, wohin Mühsam ihr später folgen sollte.
Zitat: „Der unbezahlbare Vorzug dieser Behausung war das Fenster, das, vom Hofe aus nicht erreichbar, in die das ganze Anwesen rückwärts abschließende Mauer eingelassen war und ins dichte Kieferngehölz hinauszeigte. Verließ ich mein Zimmer auf diesem Wege, so brauchte ich bloß einiges Gebüsch zu Seite kämpfen und befand mich auf der schönen Waldchaussee zwischen Friedrichshagen und Köpenick. So gelang es mir mehrmals, unwillkommenen Besuchen behördlicherseits auszuweichen.“
Dieses Etablissement ist nach Voranmeldung zu besichtigen.
Kontakt: Antiquariat Brandel, Tel. 030 64 111 60

Von 1924 bis 1927 lebte Mühsam mit seiner Frau im Künstlerhof Alt-Lietzow 12 in Charlottenburg. Dort befindet sich eine Gedenktafel mit Portraitzeichnung.

1927 – 1934 wohnte das Ehepaar in der Dörchläuchtingstraße 48 (Foto) in der Britzer Hufeisensiedlung, wo Mühsam in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet wurde. Neben diesem Haus befindet sich ein Gedenkstein.
Die letzte Berliner Adresse steht auf dem amtlichen Totenschein: Neukölln, Innstraße 4. Das bedeutet, seine Frau Zenzl musste zu allen Sorgen um den gefangenen Erich auch noch aus der Mustersiedlung in Britz ausziehen, wahrscheinlich um die Wohnung für einen SA-Mann und seine Familie freizumachen. Erich Mühsam hat diese letzte Wohnung nie betreten.
Seine Grabstelle ist auf dem Waldfriedhof Zehlendorf, Hüttenweg 47 - Ehrengrab Feld 015 - 479 (Abt. 2 A 144)

Biografie
Mühsam bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 39 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, April 05, 2014

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Hans Ostwald, Wedding und Zehlendorf

Release:
Der Urberliner

Zwischen 1904 und 1908 betrieb Hans Ostwald das größte Projekt zur Stadtforschung im deutschsprachigen Raum, dessen Ergebnisse er in Form einer fünfzigbändigen Buchreihe unter dem Titel „Großstadt-Dokumente“ herausgab.
Sein Elternhaus befand sich im Wedding, Müllerstraße 71, Hinterhaus, Parterre. Nach Jahren der Wanderschaft kehrte er 1898 nach Berlin zurück. Seine erste dokumentierte Adresse findet sich im Berliner Adressbuch von 1911: Karlstraße 28, Zehlendorf, Tel. 3258, die letzte Adresse 1940: Schrockstraße 24, Zehlendorf (Foto).
Seine Grabstelle befindet sich auf dem Städt. Friedhof Zehlendorf, Onkel-Tom-Str. 30.

Biografie
Ostwald bei Projekt Gutenberg
S1 Zehlendorf, Bus 101 


Journal Entry 40 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, April 05, 2014

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Felix Philippi, Mitte

Release:
Alt-Berlin

Das Elternhaus von Felix Philippi befand sich Unter den Linden 14 (heute Mercedes-Benz Gallery). Später wohnte die Familie in der Wilhelmstraße 70 (heute brit. Botschaft). Nach dem Tod des Vaters 1861 erfolgte ein Umzug in die Schellingstraße 16.
Nach mehreren Jahren in München und Augsburg kehrte der Jounalist, Schriftsteller und Regisseur 1891 nach Berlin zurück. Er verbrachte seinen Lebensabend in der Königgrätzer Str. 33 (heute Stresemannstraße) im damaligen Hotel „Dessauer Hof“ am Anhalter Bahnhof. 


Journal Entry 41 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, April 07, 2014

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Moses Mendelssohn, Mitte

Release:
Herr Moses in Berlin

Moses Mendelssohn folgte 1743 seinem Lehrer Rabbi David Fränkel nach Berlin, als dieser an die neu gegründete Talmudschule berufen wurde. Gerade 14jährig, wohnte Moses in der Dachkammer von Chaim und Gella Bamberger in der Probstgasse 3 (Foto) und erhielt, der Tradition entsprechend, zwei „Freitische“ (Gratismahlzeiten) pro Woche und wurde zusätzlich von Rabbi Fränkel mit Abschreibaufträgen über Wasser gehalten.
1750 erhielt er eine Anstellung als Hauslehrer beim Seidenhändler Isaak Bernhard, 1754 wurde er Buchhalter und später Geschäftsführer in Bernhards Fabrik. Diese Arbeit sicherte nicht nur Mendelssohns Lebensunterhalt, sie enthob ihn auch der Gefahr, kraft Gesetzes die Stadt verlassen zu müssen.
1754 lernte er Lessing kennen und schätzen. Dieser verhalf ihm zur Veröffentlichung seiner ersten Schrift und vermittelte die Bekanntschaft mit Friedrich Nicolai, der Mendelssohn als Literaturkritiker für seine Zeitschrift gewann.
Nach seiner Heirat 1762 wohnte Moses Mendelssohn mit seiner Familie zunächst in der Bischofstraße 14, ab 1765 in der Spandauer Straße 68. Dieses Haus soll etwa da gestanden haben, wo sich heute die Kreuzung Spandauer/Karl-Liebknecht-Straße befindet. Eine Gedenktafel für Mendelssohn blieb erhalten und ist im Hof der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße zu besichtigen.
Der Philosoph Mendelssohn gilt heute als Wegbereiter der jüdischen Aufklärung. Sein Grab befindet sich auf dem Berliner Jüdischen Friedhof Große Hamburger Straße in Mitte.

Biografie
Veranstaltungen in der Mendelssohn-Remise
Mendelssohn bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 42 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, April 26, 2014

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Alfred Döblin, Friedrichshain, Kreuzberg, Westend

Release:
Berlin Alexanderplatz

Alfred Döblin zog 1888 mit Mutter und Geschwistern nach Berlin. Die Familie kam zunächst bei einem Onkel unter, lebte dann unter bescheidensten Verhältnissen in acht verschiedenen Quartieren (Blumenstraße, Grüner Weg, Markusstraße, Landsberger Straße, Marsiliusstraße 20, Singerstraße 108 und 122 sowie Wallnerstraße 44).
Nach dem Abitur am Köllnischen Gymnasium studierte Döblin Medizin und arbeitete nach der Promotion als Assistenzarzt an der Berliner Städtischen Irrenanstalt in Buch (1906 bis 1908) und am Städtischen Krankenhaus Am Urban (1908 bis 1911).
Von 1907 bis 1911 wohnte er in der Pillauer Straße 7 in Friedrichshain. 1911 bezog er seine erste Kassenpraxis in der Blücherstraße 18 in Kreuzberg. 1913 richtete er Wohnung und Praxis in der Frankfurter Allee 104 in Friedrichshain ein.
Nach der Rückkehr aus dem Krieg 1918 wohnte Döblin zunächst wieder bei seiner Mutter in der Möllendorffstr. 9, bevor er 1919 wieder eine Arztpraxis eröffnete, diesmal in der Frankfurter Allee 340 (heute Karl-Marx-Allee 131) in Friedrichshain.
Auf Betreiben seiner Frau siedelte die Familie 1930 um in eine 8-Zimmer-Wohnung am Kaiserdamm 28 (Foto) in Westend. Die noble Gegend gefiel Döblin jedoch auf Dauer nicht. Er mietete Anfang 1933 eine Wohnung in der Hasenheide 83 in Neukölln. Zum Einzug kam es nicht mehr. Döblin flüchtete am 28.2.33 aus Deutschland.

Biografie
Gedenktafel am Kaiserdamm 28 


Journal Entry 43 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, May 01, 2014

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Otto Reutter (Friedrich Otto August Pfützenreuter), Wilmersdorf

Release:
Unsterbliche Reutter-Vorträge

Der Komiker, Sänger und Schauspieler kam im Sommer 1887 nach Berlin, arbeitete zuerst als Statist in „Fröbels Sommertheater“. Er schlug sich dann als Komparse und Laufbursche durch und hauste im Obdachlosenheim, bis er 1889 – da nicht volljährig – vom Vater zurückgeholt wurde.
1896 und 1897 hatte Otto Reutter Gastspiele am Apollo-Theater in Berlin, zur Jahreswende 1900/1901 wurde er im Wintergarten engagiert. Es folgten weitere Berlin-Aufenthalte zu Schallplattenaufnahmen und diversen Engagements.
Von 1911 bis 1920 wohnte er in der Bregenzer Straße 5 (Foto) in Wilmersdorf, wo sich heute eine Gedenktafel befindet. Otto Reutter schrieb angeblich über 1000 Couplets. Große Teile des Nachlasses gingen jedoch durch direkte Kriegsschäden und die nachfolgende Enteignung und Einziehung des Vermögens verloren.

Biografie
Bus 101, 109, 110, M19, M29, X10 Olivaer Platz 


Journal Entry 44 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, May 03, 2014

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Emil Rudolf Greulich, Bohnsdorf

Release:
Der anonyme Brief

E.R. Greulich wuchs in Bohnsdorf (Foto) auf und erlernte den Beruf eines Schriftsetzers. Nach Wanderungen durch Deutschland und die Schweiz kam er nach Berlin zurück, arbeitete als Setzer bei der „Roten Fahne“ und engagierte sich im Widerstand. 1934/35 wohnte er in der Hollmanstraße 5 in Kreuzberg, von 1935 bis zu seiner Verhaftung 1939 in der Britzer Straße 6 in Kreuzberg. 1940 wurde er wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er saß in Tegel ein, bis man ihn im November 1942 vorzeitig entließ, um ihn sofort zur Strafdivision 999 einzuziehen.
Nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft kehrte Greulich im Juni 1946 wieder nach Berlin zurück und arbeitete als Korrektor und Redakteur. Er ist Mitbegründer des Schriftstellerverbandes der DDR.
Das Haus in Bohnsdorf ist noch immer in Familienbesitz.
Greulichs Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof Adlershof. 


Journal Entry 45 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, May 11, 2014

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Lilli Palmer (geb. Lilli Marie Peiser), Westend

Release:
Um eine Nasenlänge

Familie Peiser kam 1917 nach Berlin, als Lillis Vater Chefarzt am jüdischen Krankenhaus in Wilmersdorf wurde. Sie bezogen eine gediegene Wohnung in der Hölderlinstraße 11 in Westend (Foto). An dem Mietshaus befindet sich seit 1994 eine Gedenktafel.

Lilli Palmer besuchte die Höhere Waldschule Mitte (heute Wald-Oberschule) und nahm nebenbei Schauspielunterricht bei Ilka Grüning und Lucie Höflich. Ihre ersten Auftritte hatte sie am Rose-Theater in der Großen Frankfurter Straße (heute Karl-Marx-Allee) in Friedrichshain. 1932 verließ Lilli Palmer Berlin wegen eines Engagements in Darmstadt.

Biografie
U Theodor-Heuss-Platz 


Journal Entry 46 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, May 16, 2014

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Heinrich Rudolf Zille, Friedrichshain, Rummelsburg, Charlottenburg

Release:
Heinrich Zille Gefunden von AF

Heinrich Zille kam im Alter von neun Jahren nach Berlin, als seine Familie vor den Freitaler Schuldeintreibern flüchtete. Bis 1873 hausten Zilles in einer Kellerwohnung in der Andreasstraße 17 in Friedrichshain. 1872 erwarb Zilles Vater von dem Lichtenberger Gutsbesitzer Albert Roeder ein Grundstück am Grenzweg 8 (heute Fischerstraße) und errichtete ein bescheidenes Häuschen. Heinrich Zille wohnte bis 1884 im Elternhaus.
Nach seiner Hochzeit mit der Lehrerstochter Hulda Frieske wohnte das Paar bis 1887 im Lichtenberger Kietz 13 in einer Kellerwohnung (heute Lückstraße 31), anschließend 1887-88 Schillerstraße 29 (Pfarrstraße 134). 1889 bis 1891 lautete die Anschrift Prinz-Albert-Straße 4 (Nöldnerstraße) und 1891 bis 1892 Mozartstraße 16 (Geusenstraße). 1892 ließ sich das Paar in der Sophie-Charlotten-Straße 88 in Charlottenburg nieder.

Gedenktafeln befinden sich in der Pfarrstraße 134, Fischerstraße 8 (Foto), Geusenstraße 16 Ecke Türrschmidtstraße, Sophie-Charlotte-Straße 88 und am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz. In der Poststraße 25 in Mitte steht eine Zille-Skulptur.

Biografie
Zille bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 47 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, May 20, 2014

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Hans Christian Andersen, Mitte

Release:
Hans Christian Andersen in Berlin

Sieben Reisen führten Andersen in die damalige preußische Hauptstadt, erstmals 1831 und 1873 zum letzten Mal. Auf diesen Reisen traf er berühmte Zeitgenossen wie Adelbert von Chamisso, Ludwig Tieck, die Brüder Grimm, Bettina von Arnim und Alexander von Humboldt. Diese Aufenthalte begründeten seine Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Seine Tagebuchaufzeichnungen berichten von diversen Spaziergängen durch Berlin und sogar von einer Einladung an die Tafel des Königs Friedrich Wilhelm IV im Jahre 1845.
Gern logierte Andersen im "Kaiser von Rußland" (Louis Angelys Gasthof in der Spandauer Straße) und später im Britisch Hotel Unter den Linden 56. Oft war Andersen zu Gast bei Tobias Feilner, Töpfermeister und Erfinder des Berliner Kachelofens, in der Hasenhegerstraße (Foto) weil er dort die von ihm verehrte Sängerin Jenny Lind zu treffen hoffte.

Biografie
Andersen bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 48 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, May 21, 2014

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Claus Graf von Stauffenberg, Nikolassee

Release:
Mit dem Mut des Herzens

Stauffenberg wurde von 1936 bis 1938 an der Kriegsakademie in Berlin-Moabit zum Generalstabsoffizier ausgebildet. Seit Oktober 1943 war er im Allgemeinen Heeresamt in Berlin eingesetzt. Nach dem gescheiterten Staatsstreich wurde er mit mehreren Mitverschworenen im Hof des Oberkommandos des Heeres in der Bendlerstraße 14 (heute Stauffenbergstraße 13/14) standrechtlich erschossen.
In der Tristanstraße 8 in Nikolassee (Foto) wohnte Stauffenberg mit seinem Bruder Bertram im zweiten Stock einer Villa. Die Besitzer der Villa lebten im Erdgeschoss des Hauses. Deren Tochter sagte später, dass die Eltern ihm nichts vermietet hätten, wenn sie von seinen Plänen gewusst hätten. An der Grundstücksmauer befindet sich heute eine Gedenktafel. Ein weiterer Gedenkstein steht auf dem Matthäus-Kirchhof in der Großgörschenstraße 12-14 in Schöneberg. Dort wurden die Männer des 20. Juli zunächst bestattet, bevor Himmler sie ausgraben, verbrennen und die Asche auf den Berliner Rieselfeldern verstreuen ließ.

Biografie
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Tristanstraße: S1, S7 Wannsee 


Journal Entry 49 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, June 03, 2014

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Jurek Becker, Prenzlauer Berg, Mahlsdorf, Kreuzberg

Release:
Jakob der Lügner

Jurek Beckers genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Sein Vater hatte ihn im Ghetto von Łódź älter angegeben als er war, um ihn vor der Deportation zu bewahren. Nach Kriegsende 1945 zog Becker mit seinem Vater in die Lippehner Straße 5 (heute Käthe-Niederkirchner-Straße) in Mitte.
In den 50er Jahren lernte er Manfred Krug kennen, mit dem ihn dann eine lebenslange Freundschaft verband. Um 1957 wohnten beide in einer Wohngemeinschaft in der Cantianstraße in Prenzlauer Berg. Danach lebte Becker in Mahlsdorf, bis er 1977 die DDR verließ. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in den USA ließ er sich in Berlin-West nieder. Zuletzt wohnte Jurek Becker mit seiner zweiten Frau Christine in der Hagelberger Straße 10c (Foto) in Riehmers Hofgarten in Berlin-Kreuzberg.

Biografie 


Journal Entry 50 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, June 04, 2014

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Kurt Tucholsky, Moabit, Wilmersdorf, Friedenau, Charlottenburg

Release:
Schloß Gripsholm, Mit 5 PS

Kurt Tucholsky wurde in der Lübecker Straße 13 in Moabit geboren. Nach einigen Jahren in Stettin kehrte die Familie 1899 nach Berlin zurück. Tucholsky besuchte das Französische Gymnasium, wechselte 1903 auf das Königliche Wilhelms-Gymnasium und studierte nach dem Abitur Jura in Berlin. 1912 veröffentlichte er seine erste Erzählung. Um deren Verkauf zu fördern, eröffnete er seine "Bücherbar" am Kurfürstendamm 11 in Charlottenburg. Wer dort ein Buch kaufte, bekam ein Glas Likör gratis ausgeschenkt.
Von 1912 bis zu seiner Promotion 1915 wohnte er in der Nachodstraße 12 in Wilmersdorf. Nach anschließendem Kriegsdienst kehrte er im November 1918 dorthin zurück.
Von 1920 bis 1923 lebte er mit seiner Frau Else Weil in der Kaiserallee 79 (Foto, heute Bundesallee) in Friedenau. Nach der Trennung von ihr schlüpfte er zunächst bei seiner Geliebten Mary Gerold in der Wilhelmshöher Straße 18 unter und zog 1924 mit ihr in die Windscheidstraße 24 in Charlottenburg. Kurz nach der Hochzeit zog das Ehepaar nach Paris - Tucholsky kehrte im Dezember 1926 allein zurück und wohnte kurzfristig in der Duisburger Straße 16 in Wilmersdorf, hielt sich danach jedoch nur noch sporadisch in Berlin auf. Für seine Korrespondenz nutzte er die Anschrift der "Weltbühne": Kantstraße 152 in Charlottenburg.

Biografie
Kurt-Tucholsky-Gesellschaft
Tucholsky bei Projekt Gutenberg

Gedenktafeln
Lübecker Straße 13: U9 Turmstraße
Bundesallee 79: U9 Friedrich-Wilhelm-Platz
Rostocker Straße 32 (Kurt-Tucholsky-Bibliothek): S41, S42 Beusselstraße 


Journal Entry 51 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, June 18, 2014

This book has not been rated.

Hildegard Frieda Albertine Knef

Release:
Der geschenkte Gaul

Hildegard Knef hatte viele Adressen in Berlin. Als ihr Vater 1926 starb, zog die Mutter mit Baby Hilde nach Berlin in die Sedanstraße (heute Leberstraße), zuerst in Nr. 33 (Foto), anschließend Nr. 68, in Schöneberg. Als die Mutter 1933 wieder heiratete, zog die Familie in die Bernhardstraße 6, von dort 1939 weiter in Nr. 5, in Wilmersdorf.
Nach dem Krieg wurde Hildegard Knef am Schlossparktheater Steglitz engagiert und wohnte bis 1946 in der Kleiststraße 9 in Zehlendorf und 1947/48 in der Königsmarckstraße 9 in Grunewald. Nach ihrer Heirat mit dem Amerikaner Kurt Hirsch ging sie mit ihm in die USA. 1957 kehrte sie nach Berlin zurück und wohnte zunächst in der Oldenburgallee 1a in Westend. Von 1957 bis 1961 lebt sie in der Finkenstraße 11 in Dahlem.
Nachdem 1970 ihre Autobiographie "Der geschenkte Gaul" erschienen war, lebte sie in einer Suite im Kempinsk, bis sie 1976 sie eine 10-Zimmer-Wohnung in der Clausewitzstraße 4 in Charlottenburg bezog, die vergleichsweise preiswert war, weil es sich bei der "Pension Clausewitz" um ein ehemaliges Bordell handelte. 1977 zog sie dann mit ihrer Familie in die 14-Zimmer-Villa Bettinastraße 12 in Grunewald. Eine Tournee durch die deutschsprachigen Länder, die ein grandioser Misserfolg wurde, trieb Hildegard Knef in die Pleite. Sie konnte die monatliche Miete von 4.000 DM nicht mehr bezahlen und musste 1982 ausziehen. Sie ging mit ihrer Familie nach Hollywood. 1989 kehrte sie wieder nach Berlin zurück. Weitere dokumentierte Adressen sind die Brahmsstraße 12 in Grunewald (1996 bis 1998) und die Lindenthaler Allee 21 in Zehlendorf. Nach langer Krankheit und mehreren Notoperationen starb sie am 1. Februar 2002 in Berlin. Sie erhielt ein Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf.

Biografie 


Journal Entry 52 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, June 27, 2014

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Franz Hessel, Kreuzberg, Tempelhof, Schöneberg

Release:
Ein Flaneur in Berlin

Franz Hessel kam 1888 mit Mutter und Bruder nach Berlin. Sie zogen in die Neuenburger Str. 2a in Kreuzberg. Nach dem Jura-Studium in München und einigen Jahren in Paris kehrte Franz Hessel 1922 nach Berlin zurück. Er wohnte mit seiner Frau Helen in der Friedrich-Wilhelm-Straße 15 in Tempelhof (Foto) und arbeitete als Lektor im Rowohlt Verlag.
Von 1933-36 lebte die Familie in der Lindauer Straße 8, von 1936 bis 1938 in der Hohenstaufenstraße 24 in Schöneberg. Auf Drängen von Freunden emigrierte Franz Hessel 1938 nach Paris.

Biografie
Hessel bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 53 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, June 30, 2014

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Hildegard Margis, Charlottenburg und Westend

Release:
Stille Post

Hildegard Margis kam mit ihrem Mann Paul 1915 nach Berlin. Sie zogen in die Droysenstraße 16 (Foto) in Charlottenburg. Paul fiel im Ersten Weltkrieg. Als Witwe mit zwei kleinen Kindern am Existenzminimum lebend, gründete Hildegard Margis eine Zeitschrift zur Verbraucherberatung, aus der ein florierendes Unternehmen erwuchs – der Vorläufer der heutigen Verbraucherzentralen.
Von 1918 bis 1930 wohnte sie in der Windscheidstraße 3a in Charlottenburg, von 1930 bis 1935 am Kaiserdamm 21 in Westend. 1935 kaufte sie das Grundstück Lyckallee 28 in Westend, wo sie – finanziert von der Firma Siemens – eines der ersten voll elektrifizierten Häuser Deutschlands bauen ließ. Dieses Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Vor dem Grundstück ist ein Stolperstein ins Pflaster eingelassen.
Am 18. September 1944 wurde Hildegard Margis verhaftet. Zwölf Tage später starb sie im Frauengefängnis Barnimstraße. Ihr Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Heerstraße. 


Journal Entry 54 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, July 10, 2014

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Hans Scholz, Halensee und Charlottenburg

Release:
Am grünen Strand der Spree

Geboren in Berlin, verbrachte Hans Scholz seine Kindheit in der Georg-Wilhelm-Straße 20 in Halensee. Er besuchte das Mommsen-Gymnasium und studierte von 1930 bis 1935 Kunstgeschichte. Während des Studiums wohnte er in der Kantstraße 149.
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1948 arbeitete Hans Scholz als Innenarchitekt für die sowjetische Militärverwaltung in Karlshorst, von 1950 bis 1954 als Dozent für Kunstgeschichte. Außer verschiedenen Drehbüchern schrieb er jahrelang Feuilletons für den Tagesspiegel. Sein Debüt "Am grünen Strand der Spree" wurde sein größter Verkaufserfolg.
Zuletzt wohnte er in der Herbartstr. 15 (Foto) in Charlottenburg, wo er sich verstärkt der Malerei widmete. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße.

S 41/42 Messe Nord 


Journal Entry 55 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, July 10, 2014

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Arnold Zweig, Zehlendorf, Westend, Niederschönhausen

Release:
Frühe Fährten

Arnold Zweig kam 1924 nach Berlin und wohnte zuerst in der Waldemarstraße 68 (heute Matterhornstraße 67b) in Zehlendorf. Von 1929 bis zur Emigration 1933 lebte er mit Frau und zwei Söhnen im Zikadenweg 59 (Foto) in Westend. Außerdem ließ er sich nach Plänen des Architekten Harry Rosenthal ein Atelierhaus im Kühlen Weg 9 bauen. Nach seiner Flucht wurde das Atelierhaus von den Nazis beschlagnahmt. Nach dem Krieg versuchte Zweig vergeblich, das Haus zurückzubekommen. Am 7. Mai 1949 schrieb er in einem Brief an Feuchtwanger, dass "die Engländer gerade mein Atelierhaus durch das Bezirksamt oder das Amtsgericht Charlottenburg der Naziwitwe Kaupisch zum Einzug freigegeben haben". Die Arnold-Zweig-Villa im Kühlen Weg steht heute unter Denkmalschutz. Im Zikadenweg erinnert eine Gedenktafel an den Schriftsteller.
Bis zu seinem Tode 1968 wohnte Zweig in der Homeyerstraße 13 in Niederschönhausen.
Dort befindet sich eine weitere Gedenktafel, eine Bronzetafel mit dem Reliefbildnis Arnold Zweigs.
Beigesetzt ist Zweig auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinde in Mitte, Chausseestraße 126, M 1-56.

Biografie 


Journal Entry 56 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, July 20, 2014

This book has not been rated.

Otto Nagel, Gesundbrunnen, Wedding, Biesdorf

Release:
H. Zille

Otto Nagels Geburtshaus steht in der Reinickendorfer Straße 37b in Gesundbrunnen, konkret im Hinterhaus (Foto), wo der Vater eine Tischlerei betrieb.
Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Otto Nagel 1918 nach Berlin zurück und wohnte zunächst zur Untermiete. 1921 beteiligte er sich am Berliner Märzstreik und wurde daraufhin von Bergmann-Borsig fristlos entlassen. Zu diesem Zeitpunkt begann – notgedrungen – sein Leben als freischaffender Künstler. Nach der Hochzeit 1926 bezog Otto Nagel mit seiner Frau Wally eine Wohnung in der Turiner Straße 10 in Wedding. 1935 gründete er eine eigene Malerschule und richtete in der Badstraße 65 in Wedding ein Atelier ein.
Von 1951 bis zu seinem Tod im Jahr 1967 lebte er in der “Villa Conrad” in der Biesdorfer Königstraße 5-6 (1968 umbenannt in Otto-Nagel-Straße). Hier erinnert eine Gedenktafel an den Maler.
Otto Nagel wurde in der Künstlerabteilung auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt.

Biografie
Otto-Nagel-Haus 


Journal Entry 57 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, August 24, 2014

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Charlotte von Mahlsdorf (Lothar Berfelde)

Release:
Ich bin meine eigene Frau

Charlotte von Mahlsdorf wuchs als Lothar Berfelde in der Bülowstraße 67 (heute Wilhelm-Blos-Straße) in Mahlsdorf auf. Schon als Kind entwickelte Charlotte eine Sammelleidenschaft für alte Möbel und Gegenstände. Oft hielt sie sich beim Trödelhändler Max Bier in Kreuzberg auf und lernte Möbel zu restaurieren und Musikinstrumente zu reparieren.
Von 1946 bis 1948 lebte sie im halb zerstörten Schloss Friedrichsfelde, richtete es notdürftig her und bot erste öffentliche Führungen an. 1958 übernahm sie das vom Abriss bedrohte Gutshaus in Mahlsdorf (Foto), wohnte mietfrei in der Halbruine, baute das Gebäude eigenhändig wieder auf und richtete es allmählich als Museum ein.
Nach einem Überfall durch Neo-Nazis wanderte sie 1997 mit zwei Freundinnen nach Schweden aus. Bei einem Berlin-Besuch 2002 verstarb Charlotte von Mahlsdorf an den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Waldfriedhof in der Rahnsdorfer Straße begraben.

Gründerzeitmuseum 


Journal Entry 58 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, September 06, 2014

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Robert Rudolf Matthias von Musil, Tiergarten und Charlottenburg

Release:
Drei Frauen

Ab 1903 studierte Musil Philosophie, Mathematik und Psychologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Uni) in Berlin und promovierte 1908. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wohnte er in der Lützowstraße 106 in Tiergarten und schloss in dieser Zeit Freundschaft mit Alfred Kerr.
Nach dem Kriegseinsatz lebte Musil abwechselnd in Wien und Berlin. Von März bis Mai 1927 wohnte Musil in der Von-der-Heydt-Straße 16 in Tiergarten. Von 1931 bis 1933 wohnte er mit seiner Ehefrau Martha in der "Pension Stern" am Kurfürstendamm 217 (Foto) in Charlottenburg, wo er an seinem Hauptwerk "Der Mann ohne Eigenschaften" schrieb.

Biografie
Gedenktafel
Musil bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 59 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, September 12, 2014

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Karl Mundstock, Kreuzberg

Release:
Meine tausend Jahre Jugend, Ali und die Bande vom Lauseplatz

Geboren wurde Karl Mundstock in der Manteuffelstraße 20, Hinterhaus links, in Kreuzberg. 1920 zog die Familie in eine größere Wohnung im Vorderhaus (Foto), 1926 dann ans Kottbusser Ufer 17.
Durch Vermittlung eines Freundes des Vaters bekam Karl einen Platz auf der Schulfarm Insel Scharfenberg, die schon damals eine erstklassige Ausbildung bot. Trotz des weiten Schulwegs verbrachte Karl dort glückliche Jahre, wurde jedoch noch vor dem Abitur verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu zwei Jahren Jugendstrafe verurteilt. In der Haft begann er mit dem Verfassen von Gedichten, bekam aber im Gefängnis kein Papier, um sie schriftlich festzuhalten.
Nach der Haftentlassung arbeitete er in der Maschinenfabrik Borchert in der Dieffenbachstraße in Kreuzberg. Trotz fehlendem Abitur begann er 1936 ein Fernstudium zum Maschinenbauer an der Karl-Marx-Schule in der Sonnenallee in Neukölln. Nach vier Semestern wurde er wegen seiner Tätigkeit im Widerstand zwangsexmatrikuliert.
Nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft kehrte Karl Mundstock im Dezember 1945 nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tode als freier Schriftsteller lebte. 


Journal Entry 60 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, September 19, 2014

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Wilhelm Voigt

Release:
Der Hauptmann von Köpenick

Wilhelm Voigt kam nach Berlin, nachdem er wegen diverser Straftaten ein polizeiliches Aufenthaltsverbot für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin erhalten hatte. Daraufhin zog er zu seiner älteren Schwester Bertha und deren Mann, dem Buchbinder Adolf Manz, in die König-Chaussee (heute Berliner Allee) in Weißensee. In einer Schuhwarenfabrik fand er Arbeit. Am 24. August 1906 wurde Voigt auch für den Großraum Berlin ein Aufenthaltsverbot erteilt, an das er sich allerdings nicht hielt. Stattdessen zog er als Schlafbursche in eine unangemeldete Unterkunft Lange Straße 22 in Berlin O17 (heute Friedrichshain). Seine Arbeitsstelle behielt er zunächst, hatte aber aufgrund seines illegalen Status kaum noch Aussichten auf dauerhafte Beschäftigung.

Bekannt wurde Wilhelm Voigt durch seine spektakuläre Besetzung des Rathauses der Stadt Cöpenick bei Berlin, in das er am 16. Oktober 1906 als Hauptmann verkleidet mit einem Trupp gutgläubiger Soldaten eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Ganz Deutschland lachte über diesen Geniestreich. Zehn Tage später jedoch wurde Voigt verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. 1908 wurde er begnadigt und vorzeitig aus der Haftanstalt Tegel entlassen. Zu diesem Zeitpunkt war seine Popularität ungebrochen. Voigt bereiste ganz Deutschland, trat öffentlich auf und schrieb Autogramme.

Vor dem Rathaus in Köpenick wurde 1996 ein Denkmal (Foto) aufgestellt. Die Figur wurde von dem Armenier Spartak Babajan entworfen und von der Kunstgießerei Seiler in Bronze gegossen. Am Rathaus wurde auch eine Gedenktafel für Voigt angebracht. Innerhalb des Gebäudes berichtet eine Dauerausstellung des Heimatmuseums Köpenick mit zahlreichen Anschauungsstücken über den Hauptmann von Köpenick. Im Filmarchiv in Berlin existiert ein Originalfilmdokument mit Wilhelm Voigt.
Der legendäre Raub der Stadtkasse wird jeden Samstag, im Sommer auch mittwochs, um 11 Uhr vor dem Rathaus Köpenick von der Hauptmannsgarde in einem Sketch nachgestellt.
Tram 27, 61, 62, 68 bis Rathaus Köpenick bzw. Freiheit

Biografie
Voigt bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 61 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, September 26, 2014

This book has not been rated.

Heinrich Spoerl, Wannsee

Release:
Der Gasmann

Heinrich Spoerl machte während seines Jurastudiums erste Bekanntschaft mit Berlin. Er studierte kurze Zeit an der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Uni).
Die praktische Tätigkeit als Anwalt in seiner Heimatstadt Düsseldorf lag ihm nicht. Seine eigentliche Berufung sah er in der Schriftstellerei. Seine zweite Frau Gertrud, eine aus Berlin stammende Konzertsängerin, erkannte und förderte das Talent ihres Mannes.
1937 zog Heinrich Spoerl mit seiner Familie nach Berlin-Wannsee in die Kohlhasenbrücker Straße 5 und lebte dort bis 1941 als freier Schriftsteller. Das Haus wurde 2015 renoviert und verbirgt sich inzwischen nicht mehr hinter dichten Büschen (Foto).
Spoerls Werke enthielten durchaus gesellschaftskritische Details, entgingen in ihrer humoristischen Form jedoch der Zensur. Sein bekanntestes Werk „Die Feuerzangenbowle“ war zuerst als Fortsetzungsroman in einer Düsseldorfer Tageszeitung erschienen. Berühmtheit erlangte es erst in der Verfilmung mit Heinz Rühmann 1944, lange nachdem Spoerl das kriegsgebeutelte Berlin verlassen hatte.

Biografie
Bus 118 Wilhelmplatz 


Journal Entry 62 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, September 29, 2014

This book has not been rated.

Albert Einstein, Dahlem, Wilmersdorf, Schöneberg

Release:
Einstein in Berlin

Die Einladung der Preußischen Akademie der Wissenschaften – verbunden mit einem großzügigen Honorar und ohne Lehrverpflichtung an der Universität – war es nicht allein, was Albert Einstein bewog, aus der Schweiz nach Berlin überzusiedeln. Von Bedeutung war ebenfalls seine Cousine und Geliebte Elsa, die in Berlin lebte.
Als Einstein am 29. März 1914 in Berlin eintraf, hatte seine Frau Mileva bereits eine Wohnung in der Ehrenbergstraße 33 (in genau diesem Haus wohnte später auch Familie Haffner) in Dahlem gemietet und eingerichtet. Ihre Hoffnung, dass sich das Verhältnis zu ihrem Mann wieder bessern würde, erfüllte sich jedoch nicht. Die Trennung erfolgte im Juli 1914. Mileva ging mit den Kindern zurück nach Zürich, und Albert zog in eine kleinere Wohnung in der Wittelsbacher Straße 13 in Wilmersdorf.
Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt im Herbst 1917 wegen eines Geschwürs am Magenausgang bedurfte Einstein noch weiterer Pflege. So zog er kurzerhand in die Nördlingerstraße 5 in Wilmersdorf - in das Haus, in dem Elsa lebte. Dort wurde er rührend umsorgt: "Elsa kocht mir unverdrossen alle drei Stunden mein Hühnerfutter." Nach der Hochzeit mit Elsa am 2. Juni 1919 zog Einstein in deren Wohnung in der Haberlandstraße 5 (heute Nr. 8) um, baute sich dazu ein Zimmer unterm Dach ohne Genehmigung zur Studierstube aus, was ihm viel Ärger mit dem Bauamt einbrachte.
Anfang der 30er Jahre sah sich der pazifistische Jude Einstein zunehmend mit politischen und antisemitischen Anfeindungen konfrontiert. Von einem Forschungsaufenthalt in den USA im Dezember 1932 kehrten er und seine Frau nicht mehr nach Deutschland zurück.

Gedenksteine und Gedenktafeln:
Otto-Braun-Straße 70-72,
am Eingang zum Albert-Einstein-Hörsaal der Humboldt-Uni Unter den Linden 6 (Foto) und
im rechten Flügel der Staatsbibliothek Unter den Linden 8 in Mitte;
Barbarossaplatz 5, Schöneberg;
Ehrenbergstraße 33, Dahlem;
Archenholdsternwarte Alt-Treptow;
Haberlandstraße 8, Schöneberg

Biografie 


Journal Entry 63 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, November 06, 2014

This book has not been rated.

Gerda Szepansky, Mariendorf

Release:
Blitzmädel, Heldenmutter, Kriegerwitwe

Gerda Szepansky war – wie ihr Mann Wolfgang – Lehrerin in (West-)Berlin, bis beide wegen "aktiver Betätigung im Sinne der SED" per Strafbescheid aus dem Schuldienst entlassen wurden. Danach betätigte sie sich als Schriftstellerin und erhielt 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Gerda Szepansky ist auf dem Friedhof Mariendorf II, Friedensstraße 12/14 in Mariendorf beerdigt.
Die Wohnung der Familie im Hirzerweg 145a in Mariendorf wird gegenwärtig als Ferienwohnung vermietet.

Bus 227 Richard-Tauber-Damm/Säntisstraße 


Journal Entry 64 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, November 06, 2014

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Alex Wedding (Margarete Bernheim, verh. Weiskopf), Charlottenburg und Friedrichshain

Release:
Das Eismeer ruft

1925 folgte Margarete ihrer Schwester Gertrud nach Berlin, Kurfürstendamm 76 in Charlottenburg. Zuerst arbeitete sie in einer Buchhandlung, später dann als Sekretärin in der Handelsvertretung der Sowjetunion.
Im Malik-Verlag, der ihrem Schwager Wieland Herzfelde gehörte, lernte Margarete den Prager Schriftsteller Franz Carl Weiskopf kennen. 1928 heirateten beide. Zu der Zeit war F. C. Weiskopf Kulturredakteur bei der Zeitung "Berlin am Morgen". Ab 1930 arbeitete auch Margarete für diese Zeitung. Sie kennzeichnete aber ihre Artikel nicht mit ihrem Namen.
1931 erschien ihr erstes Buch "Ede und Unku", allerdings nicht unter dem Namen Grete Weiskopf, sondern unter ihrem Pseudonym Alex Wedding. Den selbst erfundenen Namen setzte sie aus dem Berliner Arbeiterviertel Wedding und dem Alexanderplatz als Ort für Kundgebungen und Demonstrationen zusammen.
Als Juden und Kommunisten von den Nazis verfolgt, verließen F. C. Weiskopf und Alex Wedding Ende Februar 1933 Berlin.
1953 kehrten beide nach (Ost-)Berlin zurück. Sie zogen ins "Haus des Kindes" (Foto), Strausberger Platz 19 in Friedrichshain. Alex Wedding war als freie Schriftstellerin tätig. Als ihr Mann 1955 in Berlin starb, setzte sich Alex Wedding bis zu ihrem Tode 1966 dafür ein, seine Schriften nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Alex Wedding ist auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde bestattet.

Gedenktafel
U5 Strausberger Platz 


Journal Entry 65 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, November 28, 2014

This book has not been rated.

Theodor Plievier, Gesundbrunnen, Heiligensee, Friedrichshain

Release:
Das große Abenteuer

Theodor Plievier wuchs in der Wiesenstraße 29 im Wedding auf (Foto, heute Ortsteil Gesundbrunnen). 1904 zog die Familie in die Schulzendorfer Straße 3 in Heiligensee.
Im Alter von 16 Jahren verließ Plievier sein Elternhaus nach einem Streit wegen seiner abgebrochenen Lehre. Er wanderte durch Deutschland, Österreich-Ungarn und die Niederlande, bevor er sich als Matrose zur deutschen Handelsflotte meldete.
Zurück in Berlin heiratete Plievier 1920 die Schauspielerin Maria Stoz. Beide wohnten in der Rigaer Straße 68 in Friedrichshain. Nach einvernehmlicher Scheidung von Maria Stoz heiratete Plievier 1931 die Schauspielerin Hildegard Piscator, die geschiedene Frau des Regisseurs Erwin Piscator. Das Paar lebte in der Landsberger Straße 32 in Friedrichshain, bis beide 1933 emigrierten.

Biografie
Gedenktafel
Bus M27 Wiesenstraße, Bus 247 Schererstraße 


Journal Entry 66 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, December 07, 2014

This book has not been rated.

Claire Waldoff (Clara Wortmann), Schöneberg

Release:
Weeste noch...?

Claire Waldoff kam 1906 nach Berlin. Ihr erstes Engagement erhielt sie durch Vermittlung ihrer ehemaligen Schulkameradin Anni Vara im Figaro-Theater von Olga Wohlbrück am Kurfürstendamm. Ihre erste Wohnung war "eine Bude in der Bamberger Straße, im hinteren Parterre, mit nichts drin", die sie mit mehreren Künstlern teilte.
Eine wohlwollende Kritik Alfred Kerrs machte Eindruck auf die Theaterdirektoren. Claires nächstes Engagement im Kabarett "Roland von Berlin" wurde für die gesamte Saison 1907 abgeschlossen. Weitere Engagements folgten im Chat Noir an der Friedrichstraße, im Linden-Cabaret Ecke Friedrichstraße/Behrenstraße und im Theater am Nollendorfplatz. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere Mitte der 20er Jahre trat sie sogar in den zwei größten Berliner Varietés, Scala und Wintergarten, auf.
1919 bis 1933 wohnte Claire Waldoff in der Regensburger Straße 33 in Schöneberg. Dort befindet sich eine Gedenktafel (Foto). Am Bahnhof Schmargendorf besaß sie eine Wochenendlaube, die sich schnell zum beliebten Treffpunkt ihrer Freunde entwickelte.
Vor dem Friedrichstadtpalast, Friedrichstraße 107 in Mitte, befindet sich ein Gedenkstein.

Biografie
U4 Viktoria-Luise-Platz 


Journal Entry 67 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, December 14, 2014

This book has not been rated.

Vicki Baum (Hedwig Baum), Grunewald

Release:
Menschen im Hotel

1926 erhielt die Journalistin und Schriftstellerin Vicki Baum eine Stelle als Verlagsangestellte bei Ullstein und zog nach Berlin in die Königsallee 45 in Grunewald. Dort wohnte sie bis zu ihrer Übersiedlung in die USA 1931. Das Haus wurde im Krieg zerstört. Am Zaun des Grundstücks befindet sich eine Gedenktafel.

Biografie
S7 Grunewald, Bus M19 Hasensprung 


Journal Entry 68 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, January 16, 2015

This book has not been rated.

Ursula von Kardorff, Tiergarten, Charlottenburg, Mitte

Release:
Berliner Aufzeichnungen

Das Elternhaus von Ursula von Kardorff stand in der Hohenzollernstraße 11 (heute Hiroshimastraße) in Tiergarten. Das Gebäude wurde 1941 bei einem Bombenangriff zerstört. Des Vaters Atelier mit 60 Bildern brannte vollständig aus. Daraufhin zog die Familie in die Rankestraße 21 in Charlottenburg. Dieses Haus wurde Anfang Februar 1944 ebenfalls zerstört. Die Eltern verließen die Stadt und Ursula kam in einem Zimmer im Palais Wrangel am Pariser Platz 3 in Mitte unter. Am 17. Februar 1945 flüchtete auch sie vor der sich nähernden Front. Sie kehrte nach Kriegsende noch einmal kurz zurück, fand ihre Mutter wieder und verließ mit ihr auf illegalem Wege die SBZ.
Auch diese letzte Behausung hat den Krieg nicht überstanden. An der Stelle befindet sich heute die DZ-Bank (Foto), ein äußerlich eher schlichtes Sandsteingebäude. Erst wenn man hineingeht, entdeckt man ein außergewöhnliches Stück expressionistischer Architektur.
 


Journal Entry 69 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, January 22, 2015

This book has not been rated.

Ingeborg Drewitz (geb. Neubert), Moabit, Zehlendorf

Release:
Die ganze Welt umwenden

Ingeborg Neubert wurde in Moabit, Alt-Moabit 81 geboren, besuchte die Königin-Luise-Schule in Friedenau und legte 1941 das Abitur ab. Sie studierte gegen den Wunsch des Vaters Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Friedrich-Wilhelm-Universität und promovierte im April 1945. Ein Jahr später heiratete sie den heimgekehrten Jugendfreund Bernhard Drewitz. Das Paar fand ein Zuhause im Quermatenweg 178 (Foto) in Zehlendorf.
1986 erlag Irmgard Drewitz einem Krebsleiden. Sie erhielt ein Ehrengrab auf dem Städtischen Friedhof Zehlendorf, Abt. 31, Feld 020-406.

Biografie
Gedenktafel U3 Onkel Toms Hütte 


Journal Entry 70 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, February 05, 2015

This book has not been rated.

Fritzi Massary (Friederike Massaryk), Wilmersdorf, Schöneberg und Tiergarten

Release:
Die Sache, die man Liebe nennt

Der Direktor des Metropol-Theaters, Richard Schulz, entdeckte die Massary in Wien und holte sie 1904 nach Berlin. Bald entwickelte sie sich zum Aushängeschild des Theaters und bekam ab 1912 nur noch Hauptrollen angeboten, wofür sie nicht selten ein Viertel der Abendeinnahmen kassierte. Auch im Berliner Theater in der Charlottenstraße und im Theater am Nollendorffplatz feierte die Massary rauschende Erfolge. Oscar Straus, Leo Fall und Alfred Polgar schrieben ihr die Rollen praktisch auf den Leib.
Zuerst lebte Fritzi Massary im Hochparterre in der Uhlandstraße 52 (Foto) in Wilmersdorf, ab 1908 in der Barbarossastraße 53 in Schöneberg. Im März 1917 heiratete sie Max Pallenberg und zog zu ihm in die Meinekestraße 20. Nach ihrer Weltreise bezog das Paar 1931 eine aufgestockte Dachwohnung – ein Penthouse, wie man heute sagt – in der Corneliusstraße 4 in Tiergarten.
In der Eden-Bar und im Romanischen Café trafen sich die beiden mit Freunden, wie Rudolf Forster, Marlene Dietrich, Else Lasker-Schüler und Ernst Lubitsch. Auch Schriftsteller wie Kästner, Feuchtwanger, Zweig, Döblin und Thomas Mann zählten zu dieser Runde.
Nachdem eine Operettenaufführung 1932 durch Sprechchöre der SA massiv gestört wurde, hieß es auch für Fritzi Massary und Max Pallenberg: Flucht aus Deutschland.

Biografie 


Journal Entry 71 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, February 22, 2015

This book has not been rated.

Eduard von Winterstein (Eduard Clemens Franz Anna Freiherr von Wangenheim), Charlottenburg und Biesdorf

Release:
Eduard von Winterstein

Eduard von Winterstein hatte bereits einige Wanderjahre als Schauspieler hinter sich, als die Spielzeit 1895/96 endlich den ersehnten Sprung nach Berlin brachte. Seine erste Wirkungsstätte war das Schillertheater. Mit seiner Frau und Sohn Gustav kam er zunächst bei Verwandten in der Großbeerenstraße unter. 1896 bezog die Familie eine Wohnung in der Berliner Straße 149 (heute Otto-Suhr-Allee) in Charlottenburg, 1897 erfolgte der Umzug in die Rankestraße 28.
Der Direktor des Deutschen Theaters, Otto Brahm, engagierte Winterstein für die Spielzeit 1898/99. In das Ensemble erfahrener Schauspieler aufgenommen zu werden bedeutete einen gewaltigen Aufstieg für den jungen Mann. 1901/02 spielte Winterstein am Lessingtheater, wo ihm die Atmosphäre nicht gefiel. Die nächste Spielzeit 1903/04 arbeitete er am Kleinen Theater Unter den Linden bei Max Reinhardt. Hier erfüllte sich alles, was er sich von der Kunst und seinem eigenen Fortkommen erträumt hatte. Von 1905 bis 1920 unterrichtete Winterstein an Reinhardts Schauspielschule, die zuerst im Wesendonkschen Palais, später in den Kammerspielen untergebracht war.
Nach der Trennung von seiner ersten Frau 1899 wohnte Winterstein bis 1904 in der Bleibtreustraße 48 (Foto), von 1904 bis zum Kriegsende in der Niebuhrstraße 8 in Charlottenburg. 1946 zog Winterstein in die SBZ und gehörte von da an zum Ensemble des Deutschen Theaters. Bis zu seinem Tode 1961 wohnte er im Hafersteig 38 in Biesdorf.
Winterstein ist in der Familiengrabstätte auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde bestattet.

Biografie 


Journal Entry 72 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, February 22, 2015

This book has not been rated.

Reinhold Conrad Muschler, Kreuzberg, Wilmersdorf, Steglitz, Dahlem, Halensee, Zehlendorf

Release:
Bianca Maria

Der geborene Berliner wuchs in der Kreuzbergstraße 32/33 in Kreuzberg auf. 1896 zog die Familie in die Fasanenstraße 56 (Foto) in Wilmersdorf.
Muschler studierte an der Berliner Universität Botanik und Philosophie und wirkte anschließend als wissenschaftlicher Assistent am Botanischen Museum in Dahlem. 1908 zog er in die Fichtestraße 23 (heute Lepsiusstraße) in Steglitz.
Im Alter von 20 Jahren erkrankte Muschler an Tuberkulose, weshalb er jeweils im Winter nach Ägypten reiste. Dort erforschte er mit zwei weiteren Botanikern die Flora des Landes. Mit „A manual flora of Egypt“ veröffentlichte Muschler die Forschungsergebnisse 1912, was ihm eine Betrugsklage seiner Botanikerkollegen einbrachte, die ihm nicht den alleinigen Ruhm überlassen wollten. Der Prozess wurde wegen Muschlers Krankheit abgebrochen, seine Tätigkeit in Dahlem musste er jedoch aufgeben.
Auch die Zeit des 1. Weltkriegs verbrachte Muschler in Ägypten. Zurück in Berlin lebte er als freier Schriftsteller zunächst Am Hirschsprung 19 in Dahlem, ab 1930 in der Westfälischen Straße 59 in Halensee und ab 1935 in der Fürstenstraße 23a in Zehlendorf. Zu seinen Werken zählen auch Romane und Jugendbücher, die seine Begeisterung für das Nazi-Regime zum Ausdruck bringen.
Muschlers Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Zehlendorf (XW-1-2). Seinen Nachlass verwahrt die Akademie der Künste. 


Journal Entry 73 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, February 26, 2015

This book has not been rated.

Paul Simmel, Friedenau und Schöneberg

Release:
Neues Paul-Simmel-Album

1909 begann der geborene Spandauer ein Studium an der Berliner Kunstakademie, das er in München und Paris fortsetzte. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrte er nach Berlin zurück und wurde Karikaturist für die Berliner Morgenpost und andere Zeitungen. Außerdem illustrierte er Bücher verschiedener Autoren. Von 1919 bis 1926 wohnte er in der Handjerystraße 17 (Foto) in Friedenau, ab 1926 in der Neuen Winterfeldtstraße 25 in Schöneberg.
Der Joplin Globe (Joplin, Missouri, USA) schrieb am 28.08.1927: "…der Zaun seines Hauses im Westen Berlins wird jede Woche mit neuen Karikaturen dekoriert. Simmel mag es nicht, wenn sein Zaun mit hässlicher Werbung vollgeklebt wird…"
Simmel ist auf dem Evangelischen Neuen Friedhof der Zwölf-Apostel-Gemeinde (39-3, Abt. Z-EL) im Werdauer Weg 5 in Schöneberg bestattet. 


Journal Entry 74 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, February 27, 2015

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Günter Christian Ludwig Neumann, Charlottenburg, Prenzlauer Berg, Moabit

Release:
Die Insulaner

Geboren wurde Günter Neumann in der Mommsenstraße 57 (Foto) in Charlottenburg. In die väterliche Uniform-Fabrikation wollte er nicht einsteigen. Stattdessen verließ er die Schule vor dem Abitur, zog zu Hause aus und wurde Pianist im Kabarett der Komiker, später bei der Katakombe. Eine billige Bleibe fand er in der Raumerstraße 21 im Prenzlauer Berg. 1933 zog er in die Thomasiusstraße 7 in Moabit, 1938 wieder zurück in die Mommsenstraße.
Nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft kehrte er mit seiner Frau Tatjana Sais und seinem Freund Werner Finck, dem Kabarettisten und Gründer der Katakombe, nach Berlin zurück. 1948 – mitten in der Blockade Berlins – schrieb Günter Neumann das Kabarettprogramm "Der Club der Insulaner". Diese Rundfunksendung wurde für rund 20 Jahre zum Dauererfolg im RIAS-Programm.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kirchhof III der Luisengemeinde, Fürstenbrunner Weg 37-67 in Westend.

Biografie
Gedenktafel am Geburtshaus S Savignyplatz
Gedenktafel am Insulaner S2, S25 Priesterweg 


Journal Entry 75 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, March 07, 2015

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Dinah Nelken, Wilmersdorf, Halensee

Release:
Fleur Lafontaine

Die Schriftstellerin Dinah Nelken ist gebürtige Berlinerin. Sie verließ das Lyzeum ohne Abitur und bildete sich autodidaktisch weiter. Schon mit 17 Jahren veröffentlichte sie erste Kurzgeschichten. Ihr Roman "Eineinhalb Zimmer Wohnung" erzählt von einer typischen Wohnung in der Künstlerkolonie Wilmersdorf, wo sie seit 1929 am Laubenheimer Platz wohnte. 1936 emigrierte sie mit ihrem Bruder und ihrem Lebensgefährten über Österreich nach Italien und kehrte erst 1950 nach Berlin zurück. Bis zu ihrem Tode wohnte sie in der Westfälischen Straße 72 (Foto) in Halensee. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße in Friedenau.

Biografie 


Journal Entry 76 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, March 11, 2015

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Clara Viebig, Schöneberg, Charlottenburg, Zehlendorf

Release:
Berliner Novellen

Nach dem Tod des Vaters zog Clara 1883 mit ihrer Mutter nach Berlin. Dort studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik und gab Klavierstunden, um die klägliche Haushaltskasse aufzubessern. Die Familie zog in die Göbenstraße 8 in Schöneberg.
1895 lernte Clara Theodor Fontane kennen, der sie nicht nur zur Schriftstellerei ermutigte, sondern ihr auch Kontakt zum Verlag seines Sohnes verschaffte. In diesem Verlag traf sie ihren späteren Ehemann Friedrich Theodor Cohn. Die beiden heirateten 1896 und zogen in eine Wohnung in der Kaiser-Friedrich-Straße 16 (Foto) in Charlottenburg. Nicht zuletzt Claras erste literarische Erfolge ermöglichten den Umzug in die Villa Königstraße 3 in Zehlendorf.
Während des 2. Weltkrieges floh Clara Fiebig aus Berlin und kehrte erst 1946 zurück in ihr geliebtes "Haus Clara".

Biografie 


Journal Entry 77 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, March 13, 2015

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Marie Magdalene (Marlene) Dietrich, Schöneberg, Tiergarten, Charlottenburg, Westend, Wilmersdorf, Friedenau

Release:
Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin

Marlene Dietrich wurde in der Sedanstraße 53 (heute Leberstraße 65) in Schöneberg geboren. Sie gehört – wie auch Theodor Fontane, Alfred Döblin und Hildegard Knef – zu jenen Berlinern, die häufig die Wohnung wechselten.
Weitere Adressen sind: 1904 bis 1907 Colonnenstraße 48/49 in Schöneberg, 1907 Potsdamer Straße 45 in Tiergarten, 1908 Akazienallee 48 in Westend, 1909 bis 1914 Tauentzienstraße 13 in Charlottenburg, 1914 bis 1918 Kaiserallee 220 (heute Bundesallee) in Wilmersdorf, 1920 bis 1923 Kaiserallee 135 in Friedenau. Nach ihrer Heirat mit Rudolf Sieber zog sie in die Kaiserallee 54 in Friedenau.
Marlene Dietrich besuchte die Victoria-Luisen-Schule (heute Goethe-Gymnasium) in Wilmersdorf, verließ sie jedoch ohne Abitur, um in Weimar ein Musikstudium im Fach Geige zu beginnen. Dieses setzte sie ab 1921 in Berlin fort, musste es aber wegen einer Sehnenentzündung aufgeben. 1922 sprach sie am Deutschen Theater für ihre erste Rolle vor. Von da an spielte sie in vielen Theater- und Filmnebenrollen, bis ihr 1930 mit dem "Blauen Engel" der große Durchbruch gelang.
Noch vor Kriegsausbruch verlegte sie ihren Wohnsitz nach Frankreich, wo sie geflüchtete Künstler unterstützte. 1939 legte sie die deutsche Staatsbürgerschaft ab.
Ihre Grabstätte befindet sich auf dem III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße in Friedenau. Gedenktafeln an ihrem Geburtshaus und am Friedrichstadtpalast erinnern an die Künstlerin.

Biografie 


Journal Entry 78 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, April 03, 2015

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Carl von Ossietzky, Tiergarten, Charlottenburg, Pankow

Release:
Carl von Ossietzky. Eine Biographie

Der Journalist Carl von Ossietzky kam 1919 mit seiner Frau Maud nach Berlin, als ihm der Posten des Generalsekretärs der Deutschen Friedensgesellschaft angeboten wurde. Das Ehepaar bezog eine Wohnung in der Genthiner Straße 22 in Tiergarten.
Die Stelle bei der DFG kündigte er nach kurzer Zeit und arbeitete in den Redaktionen verschiedener Zeitungen, bis er 1927 Chefredakteur der "Weltbühne" wurde. Die Redaktion befand sich in der Kantstraße 152 in Charlottenburg, wo Ossietzky fortan auch wohnte.
Als er in einem Zeitungsartikel die verbotene Aufrüstung der Reichswehr anprangerte, wurde er wegen Verrats militärischer Geheimnisse angeklagt und zu 18 Monaten verurteilt. Seine Haftstrafe trat er im Mai 1932 in der Strafanstalt Tegel an, wurde jedoch durch eine Amnestie vorzeitig entlassen. Danach bezog er eine Wohnung in der Wisbyer Str. 45a in Pankow, wo er in der Nacht des Reichstagsbrandes erneut verhaftet wurde. Die "Weltbühne" wurde verboten und Ossietzky ins KZ gesteckt.
Durch den Druck der internationalen Öffentlichkeit (Nominierung für den Friedensnobelpreis) wurde er 1936 aus dem KZ entlassen und bezog zunächst ein Zimmer im Krankenhaus Westend, von wo er in das Krankenhaus Nordend verlegt wurde, welches über eine Tbc-Abteilung verfügte. Dort starb er – immer noch unter Polizeiaufsicht stehend – im Mai 1938. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Pankow IV, Buchholzer Straße in Niederschönhausen (A 1-35).

Denkmale und Gedenktafeln:
Blücherstraße 46 (im Hof der Schule) in Kreuzberg - U7 Südstern
Ossietzkystraße 18-20 in Pankow (Foto) - Tram 50, M1 Pankow Kirche
Carl-von-Ossietzky-Park in Tiergarten - Bus 187, 245 Alt-Moabit/Rathenower Straße
Kantstraße 152 in Charlottenburg - Bus M49 Uhlandstraße/Kantstraße
Gefängnis Tegel, Seidelstr. 39 - U6 Holzhauser Straße
Mittelstraße 6 in Rosenthal - Bus 107, 124 Dietzgenstraße/Mittelstraße

Biografie
Zeitschrift
Ossietzky bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 79 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, May 01, 2015

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Anna Louisa Karsch, Mitte

Release:
O, mir entwischt nicht, was die Menschen fühlen

Die "Karschin", die erste deutsche Dichterin aus dem vierten Stand, stammt aus Schlesien. Dort war sie mit einem trunksüchtigen Schneider verheiratet, der die Familie nicht ernähren konnte. Sie befreite sich von ihrem Mann, indem sie ihn den preußischen Soldatenwerbern auslieferte. Gefördert durch ihren Entdecker Baron von Kottwitz übersiedelte sie 1761 nach Berlin, wo ihr Moses Mendelssohn und Lessing den Zutritt zu den Adelshäusern der Hauptstadt verschafften. 1778 machte sie Bekanntschaft mit Goethe und Chodowieki. Friedrich Wilhelm II. ließ ihr am Hackeschen Markt (Bereich Neue Promenade) ein Haus bauen, in das sie 1789 einzog.
Anna Louisa Karsch starb 1791. Ihre Grabstätte an der Sophienkirche in Mitte trägt die Inschrift "Kennst Du, Wanderer, sie nicht, so gehe und lerne sie kennen". Die Gedenktafel (Foto) wurde 1802 von Johann Wilhelm Ludwig Gleim gespendet.

Biografie 


Journal Entry 80 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, May 01, 2015

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Anna Seghers, Wilmersdorf, Zehlendorf, Mitte, Weißensee, Adlershof

Release:
Sonderbare Begegnungen

Die Schriftstellerin kam 1925 mit ihrem Mann nach Berlin und zog mit ihm in die Helmstedter Straße 24 (Foto) in Wilmersdorf. Zu dieser Zeit nahm sie ihren Künstlernamen Anna Seghers an, unter dem sie später berühmt wurde. 1932 zog die Familie in eine größere Wohnung Am Fischtal 56 in Zehlendorf. Die Freude über das neue Heim war jedoch nur von kurzer Dauer. Im Februar 1933 emigrierte die Familie.
1947 kehrte Anna Seghers nach Berlin zurück. Ihre erste Unterkunft befand sich im Casino-Hotel, Am Sandwerder 5 in Wannsee. Danach wohnte sie in einem Zimmer zur Untermiete bei Bertolt Brecht in Weißensee. 1955 zog sie mit ihrem inzwischen heimgekehrten Mann in die Volkswohlstraße 81 (heute Anna-Seghers-Straße) in Adlershof, wo sie bis zu ihrem Tode wohnte. Diese Wohnung ist als Gedenkstätte öffentlich zugänglich.
Anna Seghers’ Grabstätte befindet sich auf dem Dorotheenstädtischer Friedhof.

Biografie
Gedenkstätte 


Journal Entry 81 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Wednesday, May 20, 2015

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Adolph Friedrich Erdmann von Menzel (geadelt 1898), Kreuzberg, Mitte, Tiergarten

Release:
Geisterstunde in Sanssouci

Familie Menzel kam 1830 nach Berlin, weil sich der Vater bessere Geschäftsmöglichkeiten erhoffte und er dem Sohn eine akademische Ausbildung zukommen lassen wollte. Schon zwei Jahre später jedoch starb der Vater; der 16jährige Adolph Menzel musste für den Unterhalt der Mutter und der jüngeren Geschwister sorgen.
Eine Ausbildung an der Akademie der Künste gab er nach einem halben Jahr wieder auf und bildete sich fortan autodidaktisch weiter. Der Auftrag die "Geschichte Friedrichs des Großen" zu illustrieren, brachte ihm den Durchbruch, der zu weiteren Aufträgen führte.
Menzel wohnte 1839 bis 1847 Zimmerstraße 4 und 1847 bis 1860 Ritterstraße 43 in Kreuzberg, 1860 bis 1865 Marienstraße 22 (Foto) und 1865 bis 1871 Luisenstraße 24 in Mitte, 1871 bis 1676 Potsdamer Straße 7 und ab 1876 Sigismundstraße 3 in Tiergarten (heute Kupferstichkabinett).
Seine letzte Ruhestätte fand Adolph Menzel auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II in Kreuzberg in der Bergmannstraße 39, im Feld OM, G1. Das Ehrengrab ziert eine Bronzebüste nach einem Modell von Reinhold Begas. Ein großer Teil von Menzels Werk befindet sich in der Nationalgalerie, die schon zu Menzels Lebzeiten seine Bilder kaufte und auch seinen Nachlass erwarb.

Biografie
Gedenktafeln: Marienstraße 22 und Ritterstraße 43 


Journal Entry 82 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, May 30, 2015

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Manfred Krug, Prenzlauer Berg, Niederschönhausen, Schöneberg, Charlottenburg

Release:
Abgehauen

Manfred Krug kam 1954 nach Berlin, um an der Staatlichen Schauspielschule Berlin zu studieren. Das Studium musste er wegen disziplinarischer Schwierigkeiten abbrechen und begann kurz darauf als Eleve bei Bertolt Brecht am Berliner Ensemble. In dieser Zeit wohnte er zusammen mit Jurek Becker in einer Wohngemeinschaft in einem ehemaligen Gewürzladen in der Cantianstraße in Prenzlauer Berg. 1965 erwarb er das Grundstück Wilhelm-Wolff-Straße 15 (Foto) in Niederschönhausen und baute das Haus in den folgenden elf Jahren zu einem Schmuckstück aus.
Krugs Unterschrift unter der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns bereitete seiner Karriere ein jähes Ende. Im Juni 1977 reiste er mit seiner Familie nach West-Berlin aus und wohnte zunächst bei Charlotte Lehninger, der Inhaberin eines Friseursalons, in Schöneberg. An seine Gesangskarriere konnte er in der Folgezeit nicht anknüpfen, doch Hauptrollen in den Serien "Auf Achse", "Tatort" und "Liebling Kreuzberg" machten ihn bald wieder zum Publikumsliebling. Von 1998 bis zu seinem Tode bewohnte Manfred Krug die obere Etage eines Sechsgeschossers in der Rankestraße in Charlottenburg.

Biografie 


Journal Entry 83 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, May 30, 2015

This book has not been rated.

Rio Reiser (Ralph Christian Möbius), Mitte, Schöneberg, Moabit, Kreuzberg

Release:
König von Deutschland

Geboren wurde Rio Reiser in der Brückenallee 17 in Mitte. Nach mehreren Umzügen mit der Familie kehrte er 1967 nach Berlin zurück und wohnte zuerst in einer WG am Kaiserdamm, dann in einer WG in der Gutzkowstraße 6 in Schöneberg. Von dort zog er mit seinem Bruder Gert in eine kleine Ladenwohnung in der Dresdener Straße in Kreuzberg. 1969 bezog er mit Freunden eine Fabriketage in der Oranienstraße 47 in Kreuzberg. Es folgten eine kurze Zeit in der Wohnung seiner Großeltern in Moabit und ein paar Wochen bei seinem Bruder Gert und dessen Freundin in der Görlitzer Straße 7 in Kreuzberg.
Im Herbst 1971 gründete er mit seinen Band-Kollegen eine WG am Tempelhofer Ufer 32 (Foto) in Kreuzberg, wo sich heute eine Gedenktafel befindet. 1975 verließ die gesamte Band "Ton Steine Scherben" Berlin und zog aufs Land.
Rio Reisers Grab befindet sich auf dem Alten Matthäus-Kirchhof in Schöneberg.

Biografie
Tempelhofer Ufer: U Gleisdreieck 


Journal Entry 84 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, June 14, 2015

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Heinz Berggruen, Wilmersdorf, Charlottenburg

Release:
Mein Berggruen-Bild

Geboren wurde Heinz Berggruen in der Konstanzer Straße 54 in Wilmersdorf. Seine Eltern hatten ein Schreibwarengeschäft am Olivaer Platz. Er beschrieb die elterliche Wohnung: "… in einem gutbürgerlichen Haus, das dann im Krieg total zerstört und später von einem scheußlichen Plattenbau ersetzt wurde. Unsere Wohnung im ersten Stock bestand aus einer Diele, einer Art Berliner Zimmer, einem Flur, der zur linken Seite auf die Küche, das Badezimmer und eine trostlos fensterlose Kammer führte, in dem Mariechen, unser pommersches Mädchen untergebracht war. Am Ende des Flurs lag das Schlafzimmer meiner Eltern, daneben, auf der anderen Seite vom Korridor, war mein eigenes Schlafzimmer, dann kam das Eßzimmer, ein großer Salon und schließlich das sogenannte Herrenzimmer."
Nach dem Besuch der Volksschule in der Joachim-Friedrich-Straße durchlief er das Goethe-Reform-Real-Gymnasium und legte 1932 das Abitur ab. Im Herbstsemester 1932 studierte er Germanistik an der Friedrich-Wilhelms-Universität und setzte das Studium danach in Frankreich fort. 1935 wurde er von den Eltern zurückbeordert und arbeitete fortan als Volontär bei der jüdischen C.V.-Zeitung. In dieser Zeit lebte er in der "Oase Biskra", einer Wohngemeinschaft in der Meinekestraße in Charlottenburg.
1936 verließ er Deutschland (behördlicherseits angeordnet mit nur zehn Mark in der Tasche) und kehrte 60 Jahre später nach Berlin zurück, im Gepäck seine auf 113 Meisterwerke angewachsene Sammlung Klassischer Moderne. Auf Betreiben des damaligen Generaldirektors der Staatlichen Museen zu Berlin, Wolf-Dieter Dube, wurde ihm der westliche Stülerbau (Foto), Schloßstraße 1 in Charlottenburg, zur Verfügung gestellt. Bis zur Beendigung der Renovierungsarbeiten logierte der Kunsthändler mit seiner Frau Bettina im Hotel Kempinski und zog dann in die Wohnung über den Räumen des heutigen Museum Berggruen.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Dahlem, Hüttenweg 47.

Biografie 


Journal Entry 85 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, June 15, 2015

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Harald Gunther Poelchau, Wedding

Release:
Harald Poelchau: Ein Leben im Widerstand

Harald Poelchau kam 1927 nach dem ersten theologischen Examen nach Berlin, um an der Deutschen Hochschule für Politik Wohlfahrtspflege und staatliche Fürsorgepolitik zu studieren. Er bezog eine Wohnung in der Afrikanischen Straße 140b (Foto) in Wedding, wo er bis 1945 wohnen blieb. Dort befindet sich heute eine Gedenktafel.
1931 absolvierte Poelchau in Berlin sein zweites Staatsexamen und promovierte anschließend bei Paul Tillich in Frankfurt/Main. 1933 trat er eine Stelle als Gefängnis-Seelsorger an. Hauptsächlich arbeitete er im Gefängnis Tegel, betreute aber auch Insassen in Plötzensee und Moabit. Dieses Amt ermöglichte es ihm, von den Nazis Verfolgte und Inhaftierte und deren Familien zu unterstützen. Seine Tätigkeit im Widerstand blieb bis Kriegsende unentdeckt.
Nach einigen Monaten in Stuttgart kehrte Harald Poelchau 1946 nach Berlin zurück und engagierte sich in der zentralen Justizverwaltung in der SBZ. Als er seine Vorstellungen nicht durchsetzen konnte, ging er in den Westen und wurde wieder Gefängnispfarrer in Tegel. Ab Dezember 1951 war Poelchau erster Sozialpfarrer der evangelischen Kirche in Berlin.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 30-33.

Biografie
U6 Afrikanische Straße 


Journal Entry 86 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, June 20, 2015

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Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Philipp Georg Eduard Seidel, Tiergarten, Lichterfelde

Release:
Leberecht Hühnchen, Zwischen City und Idyll

Heinrich Seidel kam 1866 nach Berlin, studierte an der Gewerbeakademie (heute TU) in Charlottenburg und wurde Ingenieur. Seine bekanntesten Konstruktionen sind die Yorckbrücken in Schöneberg und die Bedachung des Anhalter Bahnhofs in Kreuzberg, welche eine Spannweite von 62,5 Meter aufwies.
Seinen schriftstellerischen Neigungen ging er in der literarischen Gesellschaft "Tunnel über der Spree" nach, zu der u.a. auch Theodor Fontane, Adolph Menzel und Paul Heyse gehörten.
Zu Beginn wohnte Seidel bei Dr. Karl Eggers Am Karlsbad 11 in Tiergarten, ab 1895 im eigenen Haus in der Boothstraße 29 in Lichterfelde. Sein Grab (Foto) befindet sich auf dem Friedhof Lichterfelde, Moltkestraße 42.

Biografie
Gedenktafel
Seidel bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 87 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, June 23, 2015

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Harald Juhnke, Gesundbrunnen, Grunewald, Zehlendorf, Wilmersdorf

Release:
Die Kunst ein Mensch zu sein

Harald Juhnke erblickte in der Städtischen Frauenklinik Charlottenburg das Licht der Welt und lebte anfangs in der Stockholmer Straße 29 (Foto) in Wedding. Als er 4 Jahre alt war, zog die Familie um die Ecke in die Fordoner Straße. Der kleine Harald besuchte die Volksschule gleich nebenan, später die Oberschule in der Badstraße.
Nach Kriegsende schlug er sich aus Sušice in Südböhmen hauptsächlich zu Fuß nach Berlin durch - und fand Vater, Mutter und die elterliche Wohnung unversehrt wieder. Bald darauf entdeckte er seine Liebe fürs Theater und nahm Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig, die sein Talent erkannte und bald dafür sorgte, dass er Rollen bekam. Während der ersten Jahre als Schauspieler wohnte Juhnke offiziell bei seinen Eltern, hielt sich aber heimlich ein Zimmer "für gewisse Zwecke" in der Nähe des Theaters. Mit seiner ersten Frau Sybil Werden bezog er dann eine eigene Wohnung in der Teplitzer Straße 12a in Grunewald. Weitere Adressen waren die Lindenthaler Allee 29 in Zehlendorf, 1962 – nach der Scheidung - die Kaubstraße 8 in Wilmersdorf. Ab 1967 hatte er ein Appartement im Eden-Hochhaus Budapester Straße 41 in Charlottenburg. Mit seiner zweiten Ehefrau Susanne Hsiao zog Juhnke dann nach Grunewald: ab 1972 Taubertstraße 16a, dann Richard-Strauss-Straße 26. 1984 bezog er die Villa Lassenstraße 1. Ab Dezember 2000 wohnte er kurze Zeit in der Griegstraße 15, bevor er wegen seiner Krankheit in ein Pflegeheim kam.
Juhnkes Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Dahlem.

Biografie
Gedenktafel am Elternhaus
Gedenkstein Fordoner Straße
Gedenktafel Lassenstraße 


Journal Entry 88 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, July 26, 2015

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Tilla Durieux (Ottilie Godeffroy, gesch. Spiro, verw. Cassirer, Katzenellenbogen), Tiergarten, Grunewald, Charlottenburg

Release:
Eine Tür steht offen

Ein Engagement am Deutschen Theater brachte Tilla Durieux 1903 nach Berlin. Sie bezog ihre erste Wohnung in der dritten Etage der Lennestraße 6 in Tiergarten. Später spielte sie auch am Lessingtheater, am Schauspielhaus und verschiedenen anderen Berliner Bühnen. 1910 heiratete sie Paul Cassirer und zog zu ihm in die Viktoriastraße 35 (heute Reichpietschufer) in Tiergarten. Nach Cassirers Tod heiratete Tilla Durieux den Brauereidirektor Ludwig Katzenellenbogen. Beide wohnten am Kurfürstendamm 125 in Grunewald.
Tilla Durieux emigrierte 1933; erst 1955 kehrte sie endgültig nach Berlin zurück und wirkte am Renaissance-Theater und am Schillertheater. Sie wohnte von 1957 bis 1966 in der Bleibtreustraße 24 und von 1966 bis zu ihrem Tode 1971 in der Bleibtreustraße 15 (Foto) in Charlottenburg. Begraben ist Tilla Durieux gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Paul Cassirer auf dem Friedhof Charlottenburg, Trakehner Allee 1, Abt. 5, D 4.

Biografie
Gedenktafel 


Journal Entry 89 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, August 01, 2015

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Käthe Kollwitz, Charlottenburg, Prenzlauer Berg

Release:
Leider war ich ein Mädchen

Käthe Kollwitz kam 1885 nach Berlin, um an der Damenakademie des Vereins der Berliner Künstlerinnen zu studieren. In dieser Zeit wohnte sie in der Fasanenstraße 24 (Foto) in Charlottenburg und machte Bekanntschaft mit Gerhart Hauptmann. Nach ihrem Studium lebte sie ein Jahr in Königsberg und kehrte 1891 mit ihrem Mann, dem Arzt Karl Kollwitz, nach Berlin zurück. In der Weißenburger Straße 25 (heute Kollwitzstraße 56a) in Prenzlauer Berg, einem Eckhaus, hatten die beiden von 1891 bis 1943 Wohnung, Arztpraxis und Atelier. 1933 wurde ihre Kunst als entartet eingestuft und ihre Werke aus den Ausstellungen entfernt. Sie musste ihr Atelier und ihre Lehrtätigkeit an der Akademie der Künste aufgeben. Das Wohnhaus wurde 1943 ausgebombt. Viele Werke und Druckplatten gingen dabei verloren. Käthe Kollwitz hatte Berlin kurz zuvor verlassen.
Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

Biografie
Gedenktafel am Kollwitzplatz
Gedenkstein an der Straße der Erinnerung
Käthe-Kollwitz-Museum 


Journal Entry 90 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, August 09, 2015

This book has not been rated.

Jochen (Joachim Wilhelm Georg) Klepper, Charlottenburg, Steglitz, Nikolassee

Release:
Jochen Klepper

Jochen Klepper siedelte im Oktober 1931 nach Berlin über, weil er in seiner schlesischen Heimat kein berufliches Fortkommen sah. Seine Schwester Hilde verschaffte ihm für den Anfang eine Schlafstelle gleich neben ihrer eigenen Wohnung in der Hebbelstraße in Charlottenburg. Kurz darauf mietete sich Klepper in der Fasanenstraße 70 in Charlottenburg ein. Frau und Kinder folgten ihm nach Berlin, und die Familie bezog 1932 ihre erste gemeinsame Wohnung in der Berliner Straße 20 (heute Sembritzkistraße) in Steglitz. Von 1935 bis 1939 wohnten sie in der etwas größeren Parterrewohnung Karlstraße 6 (heute Oehlertring 6) in Steglitz und von 1939 bis 1942 im eigenen Haus in der Teutonenstraße 23 (Foto) in Nikolassee.
Angesichts der drohenden Deportation seiner jüdischen Frau und der Tochter Renate wählte die Familie Klepper im Dezember 1942 den Freitod. Das Grab der Familie befindet sich auf dem Kirchhof der ev. Kirchengemeinde Nikolassee, Kirchweg (2 DV St. 1/4).

Biografie
Gedenktafel Oehlertring 6, Gedenktafel Teutonenstraße 23,
Gedenkstein Jochen-Klepper-Weg, Gedenktafel in Mariendorf
Klepper bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 91 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, August 29, 2015

This book has not been rated.

Heinz Knobloch, Kreuzberg, Altglienicke, Weißensee, Pankow

Release:
Das Lächeln der Wochenpost

Die Familie Knobloch kam 1935 nach Berlin und zog ans Tempelhofer Ufer 16a in Kreuzberg. Heinz Knobloch besuchte die Volksschule, danach die Friedrichs-Oberschule und begann schließlich eine Lehre als Verlagskaufmann, die er jedoch wegen der Einberufung zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht abbrechen musste. Nach Kriegsdienst, Desertion und mehreren Jahren im Ausland kehrte Knobloch 1951 nach Berlin zurück und zog zur Untermiete in die Normannenstraße 20 in Altglienicke und 1952 in die Bizetstraße 60 in Weißensee, ebenfalls zur Untermiete. 1953 heiratete er Helga Leutloff und zog mit ihr in die Straße 209 Nr. 2 (Foto, heute Günter-Litfin-Straße) in Weißensee. 1957 erfolgte der Umzug in die Masurenstraße 4 in Pankow.
Der "letzte große Stadtflaneur" wurde bekannt durch seine Feuilletons, die er in der Zeitschrift "Wochenpost" und später in mehreren Büchern veröffentlichte.

Biografie
Gedenktafel Masurenstraße 


Journal Entry 92 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, August 30, 2015

This book has not been rated.

Walter Benedix Schoenflies Benjamin, Schöneberg, Charlottenburg, Grunewald, Wilmersdorf

Release:
Beroliniana

Walter Benjamin wurde in Schöneberg geboren. Sein Elternhaus steht in der Kurfürstenstraße 154. Im Jahre 1900 zog die Familie in die Carmerstraße 3 (Foto) in Charlottenburg. Walter Benjamin besuchte die Kaiser-Friedrich-Schule, legte 1912 das Abitur ab und ging danach zum Studium nach Freiburg im Breisgau. Später setzte er sein Studium in München und Bern fort. Auch danach unternahm Benjamin als freier Schriftsteller mehrere längere Auslandsreisen und unterhielt trotzdem Wohnungen in Berlin: 1913-28 Delbrückstraße 23 in Grunewald, November 1928 bis Januar 1929 Düsseldorfer Str. 42 und 1930 bis 1933 Prinzregentenstraße 66 in Wilmersdorf. Außerdem hatte er ab 1923 ein Arbeitsrefugium in der Meierottostraße 6 in Wilmersdorf.
Walter Benjamin unterhielt einen ausgedehnten Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Helen Grund, Elisabeth Hauptmann, Hermann Hesse, Max Horkheimer, Siegfried Kracauer, Werner Kraft, Gertrud Kolmar, Leo Löwenthal, Jean Selz, Wilhelm Speyer, Margarete Steffin u. a. Sein schriftlicher Nachlass wird von der Akademie der Künste Berlin verwaltet.

Biografie
Gedenktafel
Benjamin bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 93 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, September 06, 2015

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Lorenz (Laurenz) Adlon, Mitte, Tiergarten

Release:
Hotel Adlon

Den gelernten Tischler Lorenz Adlon zog es in die Gastronomie, nachdem er beim Ausflug seines Sportvereins für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt und daran gut verdient hatte. Beginnend mit einem Imbiss-Zelt wuchs sein Geschäft zu mehreren großen Restaurants. Beim Deutschen Turnfest 1880 in Mainz und auf der Weltausstellung 1883 in Amsterdam war er kommerziell äußerst erfolgreich. Er strebte nach Höherem und ging 1886 nach Berlin. Dort übernahm er das Restaurant Hiller, Unter den Linden 62/63, und machte es zum vornehmsten Lokal der Stadt. Anfangs wohnte Adlon in der Mittelstraße 38 in Mitte. Ab 1897 residierte er als Königlicher Hofrestaurateur und Hoflieferant Unter den Linden 64, direkt neben dem Restaurant Hiller. 1903 übergab Lorenz Adlon das Hiller an seinen Sohn Louis, zog in die Bendlerstraße 43 (heute Stauffenbergstraße) in Tiergarten und widmete sich seinen anderen Restaurationen, darunter die beliebten Zoo-Terrassen und eine Weingroßhandlung in der Wilhelmstraße 70a.
Als das von ihm gepachtete Hotel Continental durch einen Brand großen Schaden nahm, gelang es Adlon, die kaiserliche Familie von seinen Plänen für ein neues, repräsentatives Hotel zu überzeugen – ein Hotel, das reiche und berühmte Besucher in die Reichshauptstadt locken würde. Das Hotel Adlon eröffnete 1907 und wurde schnell zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Berlin. Nach dem ersten großen Fest im Hotel – ein Diner, das der Kronprinz seinen Brüdern gab – erhielt Adlon als Bezahlung einen Scheck über 300 Mark, was damals ein kleines Vermögen war. Erst in diesem Moment realisierte er, welche immense Summe er für die Einrichtung seines Nobelhotels hatte aufnehmen müssen: "Mensch Adlon, du hast zwanzig Millionen Mark Schulden!"
Lorenz Adlon starb 1921 an den Folgen eines Unfalls. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Domfriedhof der St.-Hedwigs-Gemeinde in der Liesenstraße.
Das berühmte Hotel überstand den 2. Weltkrieg, jedoch bei den nachfolgenden Plünderungen geriet es in Brand und wurde fast völlig zerstört. 1997 wurde an gleicher Stelle ein Neubau (Foto) eröffnet, der in alter und neuer Schönheit erstrahlt.

Biografie 


Journal Entry 94 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Sunday, September 13, 2015

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Ernst von Wildenbruch, Mitte, Kreuzberg, Tiergarten

Release:
Vice-Mama

Als Sohn des Preußischen Generalkonsuls lernte Ernst von Wildenbruch Beirut, Athen und Konstantinopel kennen, bevor sich die Familie in der Dorotheenstraße 8 in Berlin-Mitte niederließ. Nach Abitur und Dienst in der Preußischen Armee studierte er von 1867 bis 1870 Rechtswissenschaften in Berlin. Nach Kriegseinsätzen als Reserveoffizier und seiner Refendarzeit in Frankfurt/Oder wurde er 1877 als Richter ans Stadtgericht Berlin berufen. Noch im selben Jahr erhielt eine Anstellung im Auswärtigen Amt. Anfangs wohnte er in der Pionierstraße 22 (Foto, heute Blücherstraße) in Kreuzberg, zog 1881 in die Karlstraße 34 (heute Reinhardtstraße) in Mitte und 1882 In die Königin-Augusta-Straße 29 (heute Reichpietschufer) in Tiergarten. 1885 heiratete er Maria Karoline Freiin von Weber, eine Enkelin des berühmten Komponisten, und zog mit ihr in die Hohenzollernstraße 9 (heute Hiroshimastraße) in Tiergarten. Im Jahre 1900 beendete Wildenbruch seine Beamtenlaufbahn und widmete sich ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit.

Biografie
Wildenbruch bei Projekt Gutenberg
Blücherstraße: Bus M41, 248 Blücherstraße 


Journal Entry 95 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Saturday, October 31, 2015

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Leonie "Nelly" Sachs, Schöneberg, Hansaviertel

Release:
Gedichte

Das Geburtshaus von Nelly Sachs steht in Schöneberg, Maaßenstraße 12 (Foto). Über dem Hauseingang befindet sich eine Gedenktafel, die an die Ehrenbürgerin der Stadt erinnert.
Bereits in ihrer Jugend schrieb Nelly Sachs Gedichte, die in verschiedenen Berliner Zeitungen gedruckt wurden. Der Schriftsteller Stefan Zweig half ihr bei der Veröffentlichung ihres ersten eigenen Gedichtbandes "Legenden und Erzählungen".
Nach dem Tod des Vaters 1930 zog Nelly Sachs mit der Mutter in die Lessingstraße 33 im Hansaviertel, ein Haus, das der Mutter gehörte. Das Gebäude ist nicht erhalten. Am ehemaligen Standort (heute Hansaschule, Lessingstraße 5) befindet sich eine weitere Gedenktafel.
Trotz der Repressalien, die sie als Juden erdulden mussten, entschlossen sich Mutter und Tochter erst sehr spät, Deutschland zu verlassen. Buchstäblich im letzten Moment erhielten sie Visa für Schweden und reisten im Mai 1940 ab.

Biografie 


Journal Entry 96 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Thursday, November 05, 2015

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Johan August Strindberg, Friedrichshagen, Mitte, Pankow

Release:
Kloster/Einsam

Strindberg lebte nur ein Jahr in Berlin. Dennoch zählt der schwedische Dramatiker zu den Säulen des literarischen Berlins seiner Zeit. Am 1. Oktober 1892 traf Strindberg auf dem Stettiner Bahnhof in Berlin ein. Das Reisegeld für den mittellosen Strindberg hatte sein Freund Ola Hansson spendiert, der sich seit längerem darum bemühte, Strindberg dem deutschen Publikum bekannt zu machen.
Strindbergs erstes Domizil befand sich in der Lindenallee 20 (Foto) in Friedrichshagen, von ihm ironisch mal als Friedrichsruh, mal als Friedrichshölle tituliert. Ola Hansson und seine Frau brachten Strindberg in einer Nachbarwohnung im eigenen Haus unter und führten ihn in den Friedrichshagener Dichterkreis ein. Oft versammelten sich die Friedrichshagener Künstler zu feucht-fröhlichen Runden im Müggelschloss Friedrichshagen.
Nach einem Zerwürfnis mit Hansson verließ Strindberg Mitte November 1892 die Friedrichshagener Wohnung und zog in eine Pension in der Neuen Wilhelmstraße 2 in Mitte. Nach einer kurzen Reise nach Weimar bezog Strindberg Mitte Dezember in der Potsdamer Straße Quartier, wo er bis Anfang Februar 1893 wohnte. Von dort zog Strindberg in das von Adolf Paul und anderen Skandinaviern frequentierte Lindenhotel, Kleine Kirchgasse 2-3 in Mitte. Nach seiner Heirat mit Frieda Uhl verbrachte er einige Wochen auf Reisen. Wieder in Berlin zog er zunächst ins Schlosscafé in Pankow. Am 15. August bezogen Strindberg und seine Frau ein Zimmer in der Pension Müller v. d. Werra in der Albrechtstr. 9a in Mitte, wo auch einige seiner Berliner Bekannten wohnten. Im Oktober 1893 verließen die Strindbergs Berlin.
In seiner Berliner Zeit beschäftigte sich Strindberg vor allem mit Malerei und naturwissenschaftlichen Experimenten. Sehr häufig war er aber in einem winzigen Weinlokal Ecke unter den Linden/Neue Wilhelmstraße anzutreffen. Strindberg und sein Freund und Kollege Edvard Munch hatten über der Tür ein ausgestopftes schwarzes Ferkel gesehen. Sie waren eingetreten, hatten dem Lokal den Namen gegeben und waren Dauergäste geworden.

Biografie
Friedrichshagener Dichterkreis
Zum Schwarzen Ferkel
Strindberg bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 97 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Friday, November 13, 2015

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Karl Schröder, Hansaviertel, Neukölln

Release:
Familie Markert

Karl Schröder studierte in Berlin Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Nach der Promotion 1912 in Marburg kehrte er nach Berlin zurück, arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft im Zentralbildungsausschuß der SPD und wohnte in der Klopstockstraße 11, Hinterhaus, 2. Stock, im Hansaviertel.
Nach dem Ersten Weltkrieg zog er in die Fuldastraße 37 (Foto) in Neukölln und arbeitete als Redakteur und Buchhändler. Wegen seiner Tätigkeit im Widerstand wurde er 1936 verhaftet und verurteilt. Zuchthaus und KZ ruinierten seine Gesundheit. Über die Zeit der Inhaftierung berichtet er in seinem Buch "Die letzte Station".
Nach 1945 engagierte sich Schröder beim Wiederaufbau des Bildungswesens. Bis 1948 war er Direktor der VHS Neukölln. Dort wurde er wegen seines Eintritts in die SED gekündigt, bekam jedoch postwendend eine Stelle beim Ostberliner Verlag Volk und Wissen.

Biografie 


Journal Entry 98 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Tuesday, November 24, 2015

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Johann Ludwig Tieck, Mitte

Release:
Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders

Johann Ludwig Tieck wuchs in der Roßstraße 1 (heute Fischerinsel) in Mitte als Sohn eines Seilermeisters auf. Er besuchte ab 1782 das Friedrich-Werdersche Gymnasium. Nach dem Schulabschluss verließ Tieck Berlin, um in Halle zu studieren. Das Theologiestudium brach er ab und kehrte im Jahre 1797 nach Berlin zurück, wo er Friedrich Schlegel kennen lernte. 1798 übersiedelte Ludwig Tieck nach Jena.
1842 rief ihn König Friedrich Wilhelm IV. nach Berlin. In der Friedrichstraße 208 verlebte Tieck, durch Krankheit zumeist ans Haus gefesselt und durch den Tod fast aller nahen Angehörigen vereinsamt, sein zwar ehrenvolles, aber sehr resigniertes Alter. 1849 gab Tieck seine umfangreiche Bibliothek "wegen baustatischer Bedenken" zur Versteigerung. Das wahre Motiv für den Verkauf wird jedoch in der schweren Erkrankung des 76jährigen und den finanziellen Folgen vermutet.
Ludwig Tieck starb am 28. April 1853 und wurde auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof II in Kreuzberg beigesetzt. Das Ehrengrab der Stadt Berlin befindet sich im Feld B (Foto).

Biografie
Tieck bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 99 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, December 07, 2015

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Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel, Mitte

Release:
Lucinde

Schlegel zog 1797 nach Berlin, lernte seine zukünftige Frau Dorothea Veit kennen und schloss enge Freundschaft mit Ludwig Tieck und Friedrich Schleiermacher. Zusammen mit seinem Bruder gab er die für die Frühromantik richtungweisende Zeitschrift "Athenäum" heraus. Hier entstanden seine Werke "Griechen und Römer" und "Poesie der Griechen und Römer" sowie der autobiographische Züge tragende erotische Roman "Lucinde", der 1799 großes Aufsehen erregte.
Schlegel wohnte in der Taubenstraße 15 (nicht erhalten) in Mitte. 1799 verließ er Berlin wieder.

Biografie
Schlegel bei Projekt Gutenberg 


Journal Entry 100 by Feuerzeug11 at Fennpfuhl, Berlin Germany on Monday, December 28, 2015

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Wolfdietrich Schnurre, Weißensee

Release:
Als Vaters Bart noch rot war

Wolfdietrich Schnurre kam mit seinem Vater 1928 nach Berlin. Die beiden zogen in die Straßburgstraße 32 (Foto, heute Meyerbeerstraße) in Weißensee. Schnurre besuchte die Weltliche Volksschule Weißensee und ab 1934 das Humanistische Gymnasium in Berlin Mitte. 1938 wurde er zum Militär eingezogen.
Nach dem Krieg arbeitete er zuerst als Volontär beim Ullstein-Verlag. Als der sowjetische Kulturoffizier das Verbot aussprach, in westlichen Medien zu publizieren, zog Schnurre nach West-Berlin. Ab 1950 war er freier Schriftsteller und schrieb neben Theater- und Filmkritiken auch Lyrik, Erzählungen, zahlreiche Hör- und Fernsehspiele, Kinderbücher und einen Roman.
Sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Zehlendorf.

Biografie 


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