corner corner Ein Afrikaner in Grönland

Medium

Ein Afrikaner in Grönland
by Tété-Michel Kpomassie | Biographies & Memoirs
Registered by wingolagoriewing of Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on 4/8/2013
Average 6 star rating by BookCrossing Members 

status (set by RikkiDD): permanent collection


10 journalers for this copy...

Journal Entry 1 by wingolagoriewing from Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Monday, April 08, 2013

5 out of 10


Tété-Michel Kpomassie (* 1941 in Atoëta bei Aného) ist ein togoischer Schriftsteller.

Kpomassie war in seiner Heimat zum Schlangenkultpriester vorbestimmt worden und floh nach Europa. Fasziniert vom Leben der Inuit, unternahm er 1965 von seinen dafür angelegten Ersparnissen eine 16-monatige Reise nach Grönland.

In seinem Buch „Ein Afrikaner in Grönland“ erzählt er über seine Reise von Togo nach Grönland, die zehn Jahre dauerte, und wie er dann dort mit den einheimischen Inuit gemeinsam lebt und auf die Jagd geht.

1981 erhielt Kpomassie den Prix Litteraire Francophone International. Kpomassie lebt in Nanterre, nahe Paris, und besucht regelmäßig Grönland und sein Heimatland Togo.

---

Etwas altmodisch, aber nett geschrieben. Mal etwas ganz Anderes :-) Merkwürdig fand ich es aber schon etwas, wie gut er mit nur 6 Jahren Schulbildung geschafft hat, sich selbst weiterzubilden ?

Man lernt nicht nur etwas über togolenesische (-anische?) Sitten, sondern hauptsächlich über das Grönland von vor 50 Jahren. Zunächst ganz interessant, doch dann wird es durch die wiederholte Schilderung von Alkoholgelagen, freizügigem Sex, rohem Fisch und schmutzstarrenden Häusern etwas monoton. Das Ende kommt etwas abrupt.

Ein besonderes Erlebnis, durch den besonderen Kontrast dreier Kulturen.

Ich konnte bisher leider nicht herausfinden, was er nach seiner Rückkehr aus Grönland gemacht hat (außer dieses Buch zu schreiben). Und wieviele Babies er dort hinterlassen hat ;-) (Und bevor hier jetzt jemand aufschreit: lies zuerst das Buch!)

Zählt für Togo.


1. Runningmouse
2. holle77
3. Isfet
4. Booklover-IGB
5. myotis
6. husky
7.


 


Journal Entry 2 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Saturday, June 08, 2013

This book has not been rated.

Ich bin sehr gespannt, vor allem auf Grönland! 


Journal Entry 3 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Sunday, June 16, 2013

This book has not been rated.

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen.

Viele Dinge kamen mir so sehr bekannt vor, obwohl ich nicht vor 50 Jahren in Westgrönland sondern vor kurzem in Ostgrönland gewesen bin. Die ostgrönländische Kultur unterscheidet sich teilweise sehr von Westgrönland, unter anderem durch die Sprache, aber vieles habe ich doch wiedererkannt. Zum Beispiel Mataak, die Walhaut, die in Ostgrönland als unübertroffene Leckerei gilt. Ich konnte sie essen, was schon etwas heißen will, denn als ich ein Stück gekochten Seehund im Mund hatte, konnte ich mich nur noch verzweifelt bemühen, es irgendwie runterzuschlucken ohne mich zu übergeben. Ich bewundere Michel deshalb sehr, wie er es geschafft hat, all diese Dinge zu essen.
Es gibt aber einiges, was ich nicht bestätigen kann. In Ostgrönland waren die Schlittenhunde im Winter immer angebunden, nur selten lief ein Tier frei herum. Die Hunde sind sehr intelligent, und ich fand, dass Michel (mit Ausnahme seiner Bewunderung für ihre Kraft) sehr abfällig über sie spricht. Sie werden nicht kastriert - wen wunderts, dass es da hoch her geht? Da die Tiere früher im Sommer ihre Nahrung selbst suchen mussten, ist es nicht verwunderlich, wenn sie aggressiv waren und wie in einem Wolfsrudel auch gibt es strändig Rangkämpfe.
Dass die Hunde gegessen werden, habe ich nicht erlebt, selbst früher taten die Inouit das nur im äußersten Notfall, wenn es also nichts anderes mehr gab, und das über einen längeren Zeitraum.
Was ich ebenfalls nicht bestätigen kann ist die Behauptung, die Schlitten hätten keine Bremse. In Ostgrönland haben die Schlitten eine Bremse, vor steilen Abfahrten wird außerdem Schnur um die Kufen gebunden und für einen Nothalt gibt es noch eine Art Anker, der ausgeworfen wird.
Am Anfang des Buches kommt sehr schön die Föhlichkeit der Grönländer zum Ausdruck. Sie ergreifen wirklich jede Gelegenheit zum Lachen, gerne auf Kosten anderer, was aber nicht böse gemeint ist. Und sie haben keinerlei Scheu vor körperlicher Nähe, was für Mitteleuropäer schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Dass ein Gast im Bett der Familie schläft, hat mir ein Bekannter, der schon seit 25 Jahren in Grönland lebt, auch erzählt - genauso wie die Tatsache, dass man sich weiter am Gespräch beteiligt, wenn man mal auf den Eimer muss.
Inzwischen gibt es in den Dörfern Generatoren und deshalb Strom, sodass vor allem die schmutzige Kleidung und die schmutzigen Häuser der Vergangenheit angehören. Jedenfalls waren die Grönländer zwar manchmal ärmlich, aber nie verdreckt gekleidet, und die Häuser, die ich gesehen habe, waren sehr ordentlich und sauber. Und auch die witzige Mischung der Bilder an der Wand - Familienfotos, Heiligenbilder und aus zeitungen ausgeschnittene Fotos - sind wie im Buch beschrieben.
Und leider gibt es auch das Alkoholproblem, das kann man sicher nicht kleinreden. Schnaps und Wein habe ich nicht gesehen, aber für die Grönländer reicht schon Bier zum Vollrausch, da sie wie indianische Völker auch, den Alkohol nicht gut verstoffwechseln können.
Ein Erlebnis in Grönland ist der samstägliche Tanz. Es ist hinreißend, mit welch wilder Freude es hier zugeht, allerdings muss man sich um Mitternacht verziehen, denn dann wird der Alkoholpegel zu hoch.

Ja, aber ich sollte vielleicht zum Buch zurückkommen. Ich glaube, dass Michel nicht alles wirklich selbst erlebt hat. Solange er seine eigenen Erlebnisse schildert, wirkt alles sehr authentisch und ist wirklich spannend. Aber je weiter die Erzählung fortschreitet, desto mehr habe ich das Gefühl, er hat aus zweiter Hand berichtet oder abgeschrieben, und nicht alles ist als Zitat gekennzeichnet. Und dann wird der Text auch viel schwächer und weniger fesselnd.
Trotz allem - wie viel Mut braucht ein Mensch, um aus Afrika aufzubrechen um in Grönland zu leben, Sprachen zu lernen und so völlig andere Dinge zu essen. Da hat er meinen Respekt, denn ich kann mir das nicht wirklich vorstellen, auch wenn ansonsten sicher Grönland eines meiner bevorzugten Ziele zum "Aussteigen" wäre. 


Journal Entry 4 by wingRunningmousewing at Nürnberg, Bayern Germany on Monday, June 17, 2013

This book has not been rated.

Released 4 yrs ago (6/17/2013 UTC) at Nürnberg, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Weiterreise zu holle77! 


Journal Entry 5 by wingholle77wing at Selm, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, June 23, 2013

This book has not been rated.

Gestern angekommen, heute aus der Packstation befreit, vielen Dank fürs Schicken und die schöne nordische Karte. 


Journal Entry 6 by wingholle77wing at Selm, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, July 23, 2013

This book has not been rated.

Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und den Mut und die Ausdauer des jungen Togolesen bewundert, einen solchen Kultur- und Klimasprung auf sich zu nehmen.
Die Lebensverhältnisse, die er dort vorgefunden hat, haben mich eher abgestoßen und ich habe mich immer wieder gewundert, dass er das nicht nur ausgehalten hat, sondern dass er sich auch wohl dabei fühlte.
Die nächste Adresse habe ich bereits und so wird sich das Buch am nächsten Einkaufstag (noch diese Woche) auf den Weg machen. 


Journal Entry 7 by wingIsfetwing at Ingolstadt, Bayern Germany on Saturday, July 27, 2013

This book has not been rated.

Heute gut angekommen - schon mal herzlichen Dank! 


Journal Entry 8 by wingIsfetwing at Ingolstadt, Bayern Germany on Wednesday, August 14, 2013

6 out of 10

Ein interssantes Buch - hinsichtlich beider Völker. Und beide finde ich gewöhnungsbedürftig ;-) Allerdings muss ich sagen, dass die Eskimos/Inuit/Grönländer nicht gerade in meiner Achtung gestiegen sind. Ich hätte es dort mit Sicherheit nicht über Monate hinweg ausgehalten.

Am besten gefallen hat mir die Beschreibung seiner Reise von Togo nach Grönland und ich finde diesen Schritt auch wahnsinnig mutig. 


Journal Entry 9 by wingIsfetwing at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Bayern Germany on Friday, August 23, 2013

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (8/23/2013 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Macht sich nun endlich auf die Weiterreise - hat diesmal leider etwas gedauert 


Journal Entry 10 by wingBooklover-IGBwing at Sankt Ingbert, Saarland Germany on Monday, August 26, 2013

This book has not been rated.

Vielen Dank an Isfet für's Zuschicken und vielen Dank an olagorie für's Verringen.

Ich werde erst noch zwei Bücher fertiglesen, wobei ich eines heute beende und das andere ein schmaler, schnell gelesener Thriller ist. Insofern wird das Buch nicht zu lange warten müssen.  


Journal Entry 11 by wingBooklover-IGBwing at Sankt Ingbert, Saarland Germany on Sunday, September 08, 2013

6 out of 10

Ein interessanter Reisebericht, der mich vor allem dadurch "am Ball bleiben" ließ, weil ich die drei Gegensätze, dass eine Westeuropäerin den Reisebericht eines Togolesen, der unter Grönländern lebt, spannend fand. Wobei ich Tété-Michel in vielen Situationen als eher euroäpisch denkend einschätze. Oder sind die Togolesen durch die französische Kolonialisierung europäischer geprägt, als man gemeinhin annimmt? In anderen Momenten musste ich schmunzeln, dass ein Mann, dessen Volk Pologamie für selbstverständlich hält, den grönländischen Frauentausch verurteilt. Überhaupt nehmen Sex und Alkohol in diesem Bericht einen hohen Stellenwert ein.

Da diese Reise in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts unternommen wurde, würde ich jetzt gerne einen Bericht über das heutige Grönland lesen, um zu erfahren, ob und was sich geändert hat (und ob der Autor an manchen Stellen vielleicht ein bisschen übertrieben hat). Teilweise empfand ich ihn auch als herablassend, weil er durchgehend ein Bild des unsauberen, ungepflegten Grönländers zeichnet und ich mich frage, ob dieses Bild der Wahrheit entspricht, oder ob er es nur so empfindet, weil es in seiner Heimat bestimmte Bräuche und Rituale zur Körperpflege gibt, die in Grönland nicht praktiziert werden.

Dem Urteil "nett geschrieben" kann ich leider nicht zustimmen, weil mir die Tempiwechsel, die teilweise in einem einzigen Satz vorkommen, ein bisschen den Lesegenuss verleidet haben. 


Journal Entry 12 by wingBooklover-IGBwing at Book Ring, A Bookring -- Controlled Releases on Monday, September 09, 2013

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (9/10/2013 UTC) at Book Ring, A Bookring -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Der afrikanische Grönländer reist weiter zu myotis. 


Journal Entry 13 by wingmyotiswing at Aadorf, Thurgau Switzerland on Wednesday, October 09, 2013

This book has not been rated.

Habe das Buch heute nach dem Meetup von See-Stern erhalten. Leider hat es etwas länger gedauert bis ich nach Konstanz fuhr. Werde mich mit dem lesen beeilen.
Vielen Dank fürs Zusenden.

23.10.2013
Eine Reise aus zwei Kulturen die gegensätzlicher nicht sein können. Kann mir aber nicht vorstellen, dass man sich so leicht an ein so hartes Leben im Eis gewöhnen kann.

Das Buch habe ich im Rahmen 1 Jahr = 1 Land (Leseziel für Gemütliche) Lifetime-Challenge von clawdiewauzi für Togo gelesen.
 


Journal Entry 14 by wingmyotiswing at mit der Post an Bookcrosser/in (Aadorf TG) in -- per Post verschickt / persönlich weitergegeben --, Thurgau Switzerland on Wednesday, November 06, 2013

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (11/7/2013 UTC) at mit der Post an Bookcrosser/in (Aadorf TG) in -- per Post verschickt / persönlich weitergegeben --, Thurgau Switzerland

WILD RELEASE NOTES:

Husky wünsche viel Vergnügen. 


Journal Entry 15 by winghuskywing at Rheinstetten, Baden-Württemberg Germany on Friday, November 08, 2013

This book has not been rated.

Da bin ich gespannt, worauf ich mich eingelassen habe. Wenn Schlittenhunde in dem Buch als kräftig aber dumm und außerdem als ständig verfügbare Nahrung beschrieben werden... 


Journal Entry 16 by winghuskywing at Rheinstetten, Baden-Württemberg Germany on Sunday, December 08, 2013

6 out of 10

Ich fand dieses Buch ziemlich interessant und auf weiten Strecken auch gut lesbar. Der lange Weg eines Togolesen erst durch Westafrika und dann durch halb Europa bis nach Grönland wäre heute sicher nicht einfacher, im Gegenteil, wahrscheinlich eher noch schwieriger und gefährlicher, da die Grenzen speziell für Afrikaner doch wieder undurchlässiger geworden sind, und vor allem würde niemand heute seine Motivation (einfach nur mal Grönland kennenlernen) ernstnehmen, sondern ganz selbstverständlich von einem "Wirtschaftsflüchtling" ausgehen.
Kpomassie hat mit seinen jungen Jahren und ohne intensive universitäre Bildung meiner Meinung nach ein Werk mit sehr viel sorgfältiger Beobachtung und sehr fairen unvoreingenommenen Vergleichen geschrieben. Ich hab ja von Grönland und dem Leben der Inuit selber keine Ahnung, aber seine Beschreibungen zu Handwerk und Jagdtechniken finde ich sehr gut. Allerdings weiß ich nicht, ob sich nicht auch etwas Dichtung in die Wahrheit mischt - ich bin zum Beispiel nicht sicher, ob das Essen von tollwuterkrankten Tieren eine gute Idee ist, und ich hab auch die Vermutung, dass er zumindest seine eigenen sexuallen Eskapaden etwas ausschmückt ("sex sells", das war vor 50 Jahren auf dem Buchmarkt auch nicht anders als heute).
Sehr gut finde ich, wie sorgfältig er die Bräuche in Bezug auf Partnerwahl und -tausch sowie die Jagdriten mit denjenigen in seiner Heimat vergleicht. Für jemanden von außerhalb der jeweiligen Gesellschaft wirkt vieles erstmal seltsam und vielleicht abstoßend, bei näherer Betrachtung der Lebensumstände bekommt es aber durchaus eine innere Logik, und da ist es wahrscheinlich ganz egal, welche Gesellschaft in dieser Welt man sich zur Betrachtung auswählt. Ich finde, er gibt eher selten eine abwertende Beurteilung ab; da sind viele Europäer, die in den letzten 50 Jahren Westafrika bereist haben, erheblich voreingenommener und arroganter, um nicht zu sagen rassistischer, gewesen. Übrigens gefiel mir auch ausnehmend gut der Vergleich der Gruß-Zeremonien beim Eintreffen eines Gastes - das ist tatsächlich etwas, was in Westafrika für einen Fremden erstmal äußerst verwirrend scheint. Ich hab's erlebt, es geht nicht ohne, man entwickelt nach ein paar Wochen oder Monaten automatisch ein Gefühl dafür, wie man sich einfügt :)
Bei der Fahrt mit Poyo spricht Kpomassie übrigens ausgesprochen respektvoll über die Schlittenhunde, und ich fand sie kommen nicht gar so schlecht weg. Man darf auch nicht vergessen, dass es nunmal Arbeitstiere sind, quasi "Geräte", die funktionieren müssen, und in Zeiten, in denen hierzulande Pferde, Esel oder auch Hunde ebenfalls schlichtweg funktionieren mussten und nicht zum Vergnügen als Haustiere gehalten wurden, ging man hier sicher auch nicht wesentlich anders mit ihnen um.
Allerdings fand ich auch, dass der Schreibstil, oder die Übersetzung, kein literarisches Glanzlicht darstellt.

weiter als Ring:
-YogiSchoko
-Jotka
-RikkiDD 


Journal Entry 17 by wingYogiSchokowing at Heidelberg, Baden-Württemberg Germany on Monday, December 23, 2013

8 out of 10

Gestern auf dem Weihnachtsmarkt in Wissembourg in Empfang genommen. Vielen Dank!

Edit 01.02.14: Hat nun doch etwas länger gedauert. Ich fand das Buch sehr interessant. Für meinen Geschmack hätte es an manchen Stellen ruhig etwas ausführlicher sein können. Besonders die Zeit in Afrika und Europa wurde relativ kurz abgehandelt, aber ich hatte ja auch erwartet etwas über Grönland zu lesen. Die Schlangengeschichte in Togo fand ich etwas langatmig, den Rest des Buches überhaupt nicht.

Ich finde, dass der Autor den Grönländern sehr unvoreingenommen gegenüber getreten ist (und zum größten Teil auch so empfangen wurde). Manche Zustände hätte ich wohl nicht ausgehalten. Das meine ich noch nicht mal wertend. Wenn man um Wasser zu haben, ein, zwei Kilometer laufen muss, um einen Eisklotz irgendwo rauszuschlagen, den man dann im Topf schmilzt, ist es nicht verwunderlich, dass man es mit Waschen und Putzen nicht so genau nimmt. Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, in einer solchen Kälte und Dunkelheit zu leben. (Und in der ewigen Helligkeit während der Sommermonate auch nicht.)

Auffallend fand ich auch, dass der Autor wahnsinniges Vertrauen hatte und immer wieder Menschen gefunden hat, die ihn aufgenommen haben. Ich hatte mich anfangs immer gefragt, was macht er, wenn er ganz alleine in Grönland ankommt, aber das war ja anscheinend überhaupt kein Problem.

Schon sehr außergewöhnlich, über welch langen Zeitraum er sein Ziel nicht aus dem Auge verloren hat. Am Ende hätte ich gerne mehr über seine Beweggründe erfahren, Grönland relativ abrupt wieder zu verlassen.

Es wäre jetzt sehr interessant ein Buch über das heutige Grönland zu lesen. Außerdem würde mich interessieren, was der Autor hinterher gemacht hat und wie er heute auf die Zeit zurückblickt. Er wird im Internet immer nur mit diesem Buch in Verbindung gebracht. Oder hab ich was übersehen?

Ach ja, apropos Sexstories: Da hatte ich jetzt wahnsinnig was erwartet ... Die muss man sich dann aber schon zwischen den Zeilen selbst zurechtlegen. 


Journal Entry 18 by wingYogiSchokowing at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Baden-Württemberg Germany on Saturday, February 01, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (2/1/2014 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Baden-Württemberg Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Reist nun endlich weiter per Post zu Jotka. Viel Spaß beim Lesen! Ich bin gespannt auf weitere Meinungen. 


Journal Entry 19 by Jotka at Cottbus, Brandenburg Germany on Wednesday, February 19, 2014

This book has not been rated.

Zur Zeit sieht es so aus, als hätten die zu mir geschickte Bücher in einem schwarzen Loch gelandet. Ich möchte mich dafür herzlich entschuldigen.
Das Buch ist auch gesund angekommen, ich werde es möglich schnell lesen und in der nächsten Woche weiter senden. 


Journal Entry 20 by Jotka at Cottbus, Brandenburg Germany on Friday, February 28, 2014

This book has not been rated.

Released 3 yrs ago (3/1/2014 UTC) at Cottbus, Brandenburg Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Gute Reise! 


Journal Entry 21 by wingRikkiDDwing at Dresden, Sachsen Germany on Wednesday, March 12, 2014

This book has not been rated.

Das Buch ist wohlbehalten bei mir angekommen. Danke fürs schicken. 


Journal Entry 22 by wingRikkiDDwing at Dresden, Sachsen Germany on Wednesday, March 19, 2014

9 out of 10

In den 60er Jahren zu den Inuit gleicht auch einer Reise in ein anderes Zeitalter.
Da ich mich sehr für diese Kultur interessiere, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und bin nicht enttäuscht worden.
In den 50er Jahren sind die Inuit in den meisten Gebieten ihrer Welt (Kanada, USA, Grönland, Skandinavien und Russland) aus ihrer Lebensweise herausgerissen worden und mussten sich innerhalb weniger Jahre an eine andere Lebensweise anpassen. Kein Wunder, dass viele den Bezug zu ihrer Kultur verloren haben. Da es in den Gegenden im Permafrost keine Industrie gibt sind viele ohne feste Anstellung und geben sich dem Alkohol hin. Viele können nicht anders als von sozialer Unterstützung des Staates zu leben und auf die Jagd gehen lohnt sich fast nicht mehr. Sei es, weil die Tiere nicht mehr gejagt werden dürfen (Wale), fast ausgestorben sind, oder weil das Wissen um eine erfolgreiche Jagd mit der älteren Generation ausstirbt oder die Trägheit siegt. Schließlich gibt es alles auch im Supermarkt - wenn auch extrem teuer.
In diesem Buch zeigt sich dieser Konflikt sehr deutlich. Es war sehr interessant das auch aus der Sicht eines Menschen zu lesen, der nicht den selben kulturellen Hintergrund hat wie ich. Er kommt aus einer sehr spirituellen Familie und sucht die Ferne.
Auch ich bin erstaunt gewesen, wie er es geschafft hat mit einer einfacheren Ausbildung so viel zu erreichen. Er hat in vielen Berufen gearbeitet, um sich das Geld für die Reise zu verdienen. Ich weiß nicht wie viele Sprachen er spricht, zu mindest seine Muttersprache, Französisch, Englisch, Dänisch und Inuktituk (die Sprache der Inuit).
Eine toller Excourse in eine andere Welt - danke das ich mitlesen durfte.
 


Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.