corner corner Der Hund. Der Tunnel. Die Panne.

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Der Hund. Der Tunnel. Die Panne.
by Friedrich Dürrenmatt | Literature & Fiction
Registered by wingRoseOfDarknesswing of Baruth/Mark, Brandenburg Germany on 6/1/2012
Average 5 star rating by BookCrossing Members 

status (set by realkiku): to be read


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Journal Entry 1 by wingRoseOfDarknesswing from Baruth/Mark, Brandenburg Germany on Friday, June 01, 2012

9 out of 10

Der Tunnel
Protagonist ist ein verträumter vierundzwanzigjähriger Student, der am Anfang der Geschichte wie folgt beschrieben wird:
„Ein Vierundzwanzigjähriger, fett, damit das Schreckliche hinter den Kulissen, welches er sah (das war seine Fähigkeit, vielleicht seine einzige) nicht allzu nah an ihn herankomme, der es liebte, die Löcher in seinem Fleisch, da doch gerade durch sie das Ungeheuerliche hereinströmen konnte, zu verstopfen, derart, dass er Zigarren rauchte (Ormond Brasil 10) und über seiner Brille eine zweite trug, eine Sonnenbrille, und in den Ohren Wattebüschel: Dieser junge Mann, noch von seinen Eltern abhängig und mit nebulösen Studien auf der Universität beschäftigt, die in einer zweistündigen Bahnfahrt zu erreichen war, stieg eines Sonntagnachmittags in den gewohnten Zug, Abfahrt siebzehnuhrfünfzig, Ankunft neunzehnuhrsiebenundzwanzig, um anderentags ein Seminar zu besuchen, das zu schwänzen er schon entschlossen war.“
Doch auf dieser Strecke, die er oft fährt, fällt ihm auf, dass der Zug ungewöhnlich lange durch einen eigentlich sehr kurzen Tunnel rast, den er sonst nie sonderlich bemerkt hat. Die Unruhe des Studenten wächst, während die Mitreisenden nicht beunruhigt sind. Der Schaffner versichert auf Anfrage, dass alles in Ordnung sei. Der 24-Jährige stößt zum Zugführer durch, der sich den langen Tunnel nicht erklären kann. Gemeinsam schaffen sie es, zur Lokomotive zu klettern. Der Führerraum ist leer: der Lokomotivführer ist schon nach fünf Minuten abgesprungen, der Zugführer hingegen an Bord geblieben, aus Pflichtgefühl und weil er schon „immer ohne Hoffnung gelebt“ habe. Die Lokomotive gehorcht nicht mehr, die Notbremse funktioniert nicht, und der Zug rast immer schneller und schneller in den dunklen Abgrund. Am Ende sieht der Student – der anfangs noch Wattebäusche und Sonnenbrille trug – dem kommenden Tod mutig ins Auge, wendet den Blick nicht ab: „Was sollen wir tun“ – „Nichts (…) Gott ließ uns fallen, und so stürzen wir denn auf ihn zu.“ In einer zweiten, 1978 veröffentlichten und mittlerweile verbreiteteren Fassung fehlt der letzte Satz; die Geschichte endet mit: „Nichts.“




Selten für die Challenge registriert. Bitte danach an andere Teilnehmer weiter geben. Danke.

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten
Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.
(Charles-Louis de Montesquieu)
 


Journal Entry 2 by wingRoseOfDarknesswing at 1001 Bookbox, A Bookbox -- Controlled Releases on Thursday, July 05, 2012

This book has not been rated.

Released 6 yrs ago (7/5/2012 UTC) at 1001 Bookbox, A Bookbox -- Controlled Releases

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Mark Twain
 


Journal Entry 3 by wingKasimarwing at Landsberg am Lech, Bayern Germany on Thursday, July 12, 2012

2 out of 10

Für die "Buch der 1000 Bücher"-Challenge gelesen und in der Box gelassen:
Die Aussage dieser Kurzgeschichte ist in zwei Sätzen formuliert: Ein unscheinbarer Student wie immer in den Zug, um zu seinem Studienort zu fahren. Weil er das öfter tut, fällt ihm Gegensatz zu allen deren Mitreisenden auf, dass der Zug einen Tunnel nicht mehr verlässt, er geht zum Zugführer und mit diesem gemeinsam zur Lok, dort sieht er ohne Furcht dem Abgrund entgegen.
Ich muss ehrlich sagen, für mich hatte diese Erzählung kaum eine Bedeutung. Sie ist in max. 15 Minuten gelesen, liest sich wie eine Rohfassung und hat letztlich keine Aussage. Ob der Tunnel nun der Ausbruch aus den gewöhnlichen Lebensbahnen ist oder nicht, spielt meiner Meinung nach keine Rolle, solange es kein Ziel der Erzählung gibt. Der zweite (wohl ältere) Schluss, dies auf Gottes Willen zurückzuführen ist für mich unlogisch und unvollständig. Muss man nicht gelesen haben ... 


Journal Entry 4 by morganaa at Aschaffenburg, Bayern Germany on Saturday, September 08, 2012

4 out of 10

Der Tunnel:
Eine Kurzgeschichte, in die man sicher einiges reininterpretieren könnte. Das erinnert mich ein bißchen an den Deutschunterricht ;-) Ich hätte es jetzt eher so verstanden, dass im Alltag ein Unglück passiert und viele Leute erst einmal gar nichts davon mitbekommen, weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Die die etwas mitbekommen können nichts dagegen tun, resignieren und halten die Füße still.

Ich muss mal im Buch der 1000 Bücher nachlesen, was daran so toll ist. So ganz kann ich es auch nicht nachvollziehen.  


Journal Entry 5 by wingrealkikuwing at Oldenburg, Niedersachsen Germany on Monday, December 31, 2012

This book has not been rated.

Dieses Buch habe ich der Zweiten 1000-Bücher-Raritäten-Box von RoseOfDarkness entnommen (http://www.bookcrossing.com/journal/11246824/).
Es kommt auf den (hohen!) 1000-Bücher-Lesestapel. 


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