Der Golem
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Der Golem
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Gustav Meyrink führt uns in die geheimnisvolle, schlupfwinklige, von versteckten Gängen durchzogene und mit rätselhaften Gestalten bevölkerte Welt des Prager Judenviertels. Im Traum durchlebt der Erzähler an diesem Ort das Dasein eines legendären Wunderrabbis. Eine packende Auseinandersetzung mit der alten Frage nach der Identität des Menschen angesichts unbegriffener Kräfte, die Schicksale auf unheimliche Weise austauschbar erscheinen lassen. Über den Autor Gustav Meyrink, 1868 als unehelicher Sohn des württembergischen Ministers Carl Freiherr von Varnbüler und der Münchner Hofschauspielerin Maria Meyer in Wien geboren, lebte als Bankkaufmann in Prag, wo sein Interesse am Okkultismus geweckt wurde. Nachdem er fälschlicherweise der Unterschlagung angeklagt wurde, musste Meyrink Prag verlassen, sein Weg führte ihn über Wien nach München. Er war Mitarbeiter der Wiener Zeitschrift »Lieber Augustin« und »Simplicissimus«, Feuilletonist und Lustspielautor. 1915 begründete er seinen Ruhm mit dem Roman »Der Golem«, als Buch und Film einer der größten Erfolge des 20. Jahrhunderts, dem weitere dem Okkulten zugewandte Werke folgten. Gustav Meyrink starb 1932 in Starnberg." Diesen "Klassiker der phantastischen Literatur" finde ich einfach packend. Vor Jahren hatte ich ihn schon einmal gelesen (dank eines Bookrings) und hatte ihn mir anschließend gleich gekauft fürs eigene Regal. Nun war ich wieder fasziniert von den verschiedenen Ebenen, in denen Träume, Fieberphantasien, Wahnvorstellungen und Realität sich mischen und die Leben der Traumfiguren wie auch des Ich-Erzählers bestimmen. Dazu noch vermittelt der Roman anschaulich ein Bild vom Leben in den engen Gassen des Prager Judenviertels. Lesenswert. |
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