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Die Zeit der Schmetterlinge
by Julia Alvarez | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 5/4/2012
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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, May 04, 2012

8 out of 10

Klappentext: Am 25. November 1960 wurden auf einer einsamen Gebirgsstraße im Norden der Dominikanischen Republik die drei Widerstandskämpferinnen Minerva, Patria und María Teresa Mirabal, genannt »die Schmetterlinge«, von den Schergen des gefürchteten Diktators Trujillo umgebracht. Die Schwestern hatten ihre inhaftierten Ehemänner besucht, die man in ein abgelegenes Gefängnis verlegt hatte, um die Frauen zu zwingen, diese gefährliche Reise zu unternehmen. Nur die vierte Schwester Dedé überlebte, da sie nicht mitgefahren war. Julia Alvarez zeichnet die außergewöhnliche Familienchronik der vier Heldinnen nach. Jede kommt selbst zu Wort und schildert aus ihrer Sicht ihre Kindheit, ihre Erziehung, ihre erste Liebe, ihre Heirat, ihre Familie und ihr politisches Erwachen, schließlich den Entschluß, in den Untergrund zu gehen und den Diktator zu bekämpfen.

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Auch wenn der Klappentext nicht falsch ist, so muß man sich doch klar machen, daß es sicher um einen Roman und nicht um eine Biographie handelt, die auch nicht in Alvarez' Absicht lag. Es ist, so wie Alvarez es darstellt, auch nicht gleichermaßen eine bewußte Entscheidung aller Schwestern gewesen, sich dem Widerstand anzuschließen. Für Minerva gilt das sicherlich, für María Teresa auch noch wegen ihres Mannes, aber Patria und Dedé sind eher hineingezogen bzw. als Mitläufer rekrutiert worden, noch viel mehr gilt das für deren beide Männer. Im Grunde ist die Familie Mirabal rein von ihrer gesellschaftlichen Stellung her nicht der typische Nährboden für umstürzlerisches Gedankengut, das wird auch an der gemächlichen Entwicklung der Schwestern wie auch vor allem dem Vater, der an Trujillo festhält, deutlich.

Bemerkenswert gut gelingt es Alvarez aber zu zeigen, wie selbst vermeintliche Kleinigkeiten eine bereits im Schwanken befindliche Diktatur (Trujillo war 1959/60 bereits ziemlich isoliert und erlag 1961 einem Attentat) so nervös machen können, daß zum äußersten Mittel, nämlich dem Mord von Regimegegnern gegriffen wird, auch wenn deren Wirkung völlig ungeklärt ist. Wegen der Inhaftierung der Männer und des Hausarrests für die Frauen dürfte diese nämlich eher gering gewesen sein und erst der Mord hat die Schwestern vermutlich zu den Märtyrern werden lassen, die sie jetzt sind. Als Ergänzung zu Vargas Llosas "Das Fest des Ziegenbocks" und Lafourcades "Das Fest des Königs Ahab" ist es aber besonders interessant, weil es den Blick auf die Trujillo-Diktatur durch den Perspektivwechsel ergänzt.
 


Journal Entry 2 by Torgin at Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, July 26, 2015

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Nach meinen Notizen ist dieses Buch irgendwo unterwegs, auch wenn ich mich nicht mehr erinnere wo und wann ich es auf den Weg gebracht habe. Wahrscheinlich habe ich es jemandem gegeben, den es interessiert hat ...  


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