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Benares
by Barlen Pyamootoo | Literature & Fiction
Registered by wingolagoriewing of Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on 3/31/2012
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Journal Entry 1 by wingolagoriewing from Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Sunday, September 30, 2012

4 out of 10


Wir sind fünfmal durch das ganze Dorf gefahren, und erst beim letzten Mal haben wir eine Frau gesehen. Sie stand an einer Bushaltestelle, mit einem Mann, der wohl ihr Zuhälter war. Sie Mayi, ein Fischer aus Benares auf der Insel Mauritius, hat beim Spiel gewonnen. Er hat ein bisschen Geld und will sich aus der Stadt für eine Nacht eine Frau holen. Es ist das erste Mal, dass er sich so etwas traut, deshalb nimmt er seinen Freund, den Erzähler, mit und einen befreundeten Taxifahrer, der sie in die Stadt fährt. Weil aber im Hafen ein Frachter mit liebeshungrigen Seeleuten festgemacht hat, sind keine Frauen in der Stadt geblieben. Als es schon dunkel wird, finden sie Mina und Zelda. Durch die Tropennacht geht die Reise, und es beginnt ein langes und inniges Gespräch. Über Benares reden sie, das Dorf, und die gleichnamige Stadt in Indien. In Benares angekommen, sind alle nur todmüde, und ob sich der Zweck der langen Reise erfüllen kann, wer weiß? Barlen Pyamootoo, auf Mauritius geboren, hat mit seinem ersten Roman ein Stück Weltliteratur geschrieben. Ein kleines Juwel, das Samuel Beckett in einem Anfall von Menschenfreundlichkeit geschrieben haben könnte.
Autorenporträt

Barlen Pyamootoo wurde 1960 auf der Insel Mauritius geboren, hat in Straßburg studiert und führt heute auf Mauritius einen Literaturverlag. "Benares" ist sein erster Roman, der bei Erscheinen in Frankreich von der Kritik gefeiert wurde.

Na ja, für das Buch spricht, dass es kurz ist. Irgendwie ist das nix Halbes und nix Ganzes. Als wäre eine Kurzgeschichte - ohne besondere Handlung - gedehnt worden. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte. Die Erzählung plätscherte so leicht vor sich hin - 3 S-Bahn Fahrten lang. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit noch auf einen Knaller gewartet, der nicht kommt. Andererseits - wenn der Autor mit seiner Erzählung verdeutliche will, wie träge das Leben auf Mauritius dahinfließt und wie wenig auf Mauritius geschieht (das Highlight ist das Schiff, das anlegt), dann ist das dem Autor sicherlich gelungen.

Hier noch Beurteilungen eines anderen Exemplares:

http://www.bookcrossing.com/journal/6576177/

Zählt für Mauritius.

 


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