Seelen
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Seelen
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Mein Kommentar - 19. Jänner 2012: Das beste Buch seit sehr, sehr langer Zeit! Kaum eines der vielen, die ich in letzter Zeit so gelesen habe, schaffte es mir sooft Tränen in die Augen zu treiben wie Seelen Ich mochte schon die Bis(s)-Serie von Stephenie Meyer, aber diese Geschichte übertrifft alle Bände. 891 Seiten waren schneller verschlungen, als angenommen... Anfangs mag das Buch ein wenig verwirrend sein, weil man nicht weiß, was auf einem zukommt (der Covertext "verrät" zwar ungefähr worum es geht, hält den Leser aber dennoch auf Distanz) und weil die Geschichte zunächst aus einer völlig anderen Sicht erzählt wird. Erst als Wanderer implantiert ist, sieht man ihre Sichtweise. Das bringt einem durcheinander, denn dieser Stil wird dann schlußendlich auch beibehalten. Sehr verwirrend fand ich auch, dass Melanie und Wanderer anfangs nicht auseinander zu halten waren. Die jeweils andere wurde zwar mit einer anderen Schrift hervorgehoben, aber dennoch mußte man genau aufpassen, wer von den beiden nun etwas erzählt und welche von ihnen sich gerade ruhig verhält. Der Leser lernt aber irgendwann die beiden auseinander zu halten, denn beide sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Melanie ist eher die aufbrausende, die, die schneller zur Gewalt greift, während Wanda (wie sie später genannt wird) absolut sanft, ruhig und - ja, ich möchte es schon so nennen - harmoniesüchtig ist. Zwei Seelen, die - wie man meinen könnte - niemals harmonieren können. Doch genau diese zwei Gegensätze sind auch stark in mir angelegt und so kann ich mich sowohl mit Melanie als auch mit Wanda identifizieren. Verdammt schwierig wird es, als Wanda, die ja Jared (Melanies große Liebe) nur aus Mel´s Erinnerungen kennt, sich ebenfalls in Jared verliebt. Eine außergewöhnliche Dreiecksbeziehung! Doch damit nicht genug, setzt Stephenie Meyer noch einen Gupf oben drauf - Ian! Er wird absolut wichtig in Wandas Leben, was wiederum Melanie nicht paßt, die dank ihrer Liebe zu Jared damit nicht zurecht kommt, dass ihr Körper sich zu einem anderen Mann hingezogen fühlt. Je tiefer ich in die Geschichte eindrang, desto mehr sah ich Wanda in mir und weniger Melanie. Oh, ich spüre dennoch immer wieder den Vulkan (also Melanie) in mir, aber der ruhige See (Wanda) wird stärker und stärker und deshalb verstehe ich auch die Entscheidung, die letzlich Wanda beschließt. Fazit: Ein verdammt gutes Buch, voller Romantik, Tragödie, emotional und anrührend. Wer vor den fast 900 Seiten nicht zurückschreckt, wird belohnt. Manche Dinge hätte ich vielleicht besser erklärt haben wollen, wie die "nicht ganz netten Taten der Geier", die die Seelen mehr oder weniger dazu zwangen ihren Planeten zu verlassen um ihren Spuren zu folgen und für den "Ausgleich" zu sorgen. Andererseits ist es gut, wenn Stephenie Meyer ihrer Leserschaft den Freiraum läßt, sich selbst darüber Gedanken zu machen. Abgesehen vom Plot selbst, sehe ich die Geschichte als ein einziges Ausrufezeichen! Vielleicht sehen sich ein paar Menschen dadurch mit anderen Augen. Vielleicht denken ein paar von den Lesern um und der Gewalttätigkeit, die immer stärker um sich greift, wird Einhalt geboten. Das ist es zumindest, was ich mir persönlich wünschen würde... |
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