corner corner [Leserunde] Anna Karenina von Leo Tolstoi, Zweiter Teil, Kapitel 19 - 35

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[Leserunde] Anna Karenina von Leo Tolstoi, Zweiter Teil, Kapitel 19 - 35

Da war ja diesmal ausgesprochen viel Dramatik drin!

Wronskij hat mich erstaunt mit seinem Wunsch nach klaren Verhältnissen. Allerdings habe ich dann überlegt, ob er vielleicht eine von den Typen ist, der die Dramatik liebt, um sich dann sofort zu langweilen, wenn er sein Ziel erreicht.

Annas "Geständnis" schwanger zu sein, habe ich kurzzeitig für den literarischen Höhepunkt des zweiten Teils gehalten. Dann habe ich aber schnell festgestellt, dass dies eher das Rennen war.

Den Abschnitt über das Rennen habe ich mit Interesse, aber doch wenig Anteilnahme gelesen. Bezugnehmend auf meine kürzliche Aussage, das Buch lasse sich gut lesen, weil die Probleme einen aktuellen Bezug haben, hat mir dieser bei der Beschreibung des Rennens gefehlt. Diesen Abschnitt fand ich bisher den langatmigsten - trotz des dramatischen Endes. Ob hier schon Parallelen in der Beziehung zu Anna gezogen werden sollen?

Die Ehe von Anna kriselt vor sich hin, der innere Bruch ist offensichtlich, aber zumindest Annas Mann möchte mit aller Macht den Schein wahren. Anna behauptet dies angesichts der drohenden Konsequenzen auch für sich Wronskij gegenüber, gibt aber später das Verhältnis ihrem Mann gegenüber offen zu.

Die Stscherbazkijs befinden sich mittlerweile in "einem kleinen deutschen Badeort", wo sich Kitty durch neue Bekanntschaften ablenken lässt und schließlich ihren (Liebes)Kummer überwindet. Überraschung ;-)
Genau genommen ersetzt sie ihren Kummer zunächst durch eine anders geartete Schwärmerei, diesmal für eine Sache, überwindet aber auch dies und scheint am Ende einfach ein Stück erwachsener zu sein.

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Da war ja diesmal ausgesprochen viel Dramatik drin!

Wronskij hat mich erstaunt mit seinem Wunsch nach klaren Verhältnissen. Allerdings habe ich dann überlegt, ob er vielleicht eine von den Typen ist, der die Dramatik liebt, um sich dann sofort zu langweilen, wenn er sein Ziel erreicht.

Annas "Geständnis" schwanger zu sein, habe ich kurzzeitig für den literarischen Höhepunkt des zweiten Teils gehalten. Dann habe ich aber schnell festgestellt, dass dies eher das Rennen war.

Den Abschnitt über das Rennen habe ich mit Interesse, aber doch wenig Anteilnahme gelesen. Bezugnehmend auf meine kürzliche Aussage, das Buch lasse sich gut lesen, weil die Probleme einen aktuellen Bezug haben, hat mir dieser bei der Beschreibung des Rennens gefehlt. Diesen Abschnitt fand ich bisher den langatmigsten - trotz des dramatischen Endes. Ob hier schon Parallelen in der Beziehung zu Anna gezogen werden sollen?

Die Ehe von Anna kriselt vor sich hin, der innere Bruch ist offensichtlich, aber zumindest Annas Mann möchte mit aller Macht den Schein wahren. Anna behauptet dies angesichts der drohenden Konsequenzen auch für sich Wronskij gegenüber, gibt aber später das Verhältnis ihrem Mann gegenüber offen zu.

Die Stscherbazkijs befinden sich mittlerweile in "einem kleinen deutschen Badeort", wo sich Kitty durch neue Bekanntschaften ablenken lässt und schließlich ihren (Liebes)Kummer überwindet. Überraschung ;-)
Genau genommen ersetzt sie ihren Kummer zunächst durch eine anders geartete Schwärmerei, diesmal für eine Sache, überwindet aber auch dies und scheint am Ende einfach ein Stück erwachsener zu sein.
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Lesepensum

Nach zwei Wochen mit etwas kürzerem Lesetext, schlage ich vor, nun wieder zu den ca. 100 Seiten zurückzukehren. Der vierte Teil ist für eine Woche zu lang und für zwei zu kurz. Gemeinsam mit Teil drei wären wir aber bei hundert Seiten pro Woche in drei Wochen am Ende von Teil vier.

Das ergibt für diese Woche Teil 3, Kapitel 1 -19
nächste Woche Teil 3, Kapitel 20 - Teil 4, Kapitel 5
übernächste Woche Teil 4, Kapitel 6 - 22 (Ende Teil 4)

Das ist aber nur ein Vorschlag, wenn ihr weniger Seiten lesen möchtet, kann ich damit auch gut leben :-)
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Für mich ok.
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Nach zwei Wochen mit etwas kürzerem Lesetext, schlage ich vor, nun wieder zu den ca. 100 Seiten zurückzukehren. Der vierte Teil ist für eine Woche zu lang und für zwei zu kurz. Gemeinsam mit Teil drei wären wir aber bei hundert Seiten pro Woche in drei Wochen am Ende von Teil vier.

Das ergibt für diese Woche Teil 3, Kapitel 1 -19
nächste Woche Teil 3, Kapitel 20 - Teil 4, Kapitel 5
übernächste Woche Teil 4, Kapitel 6 - 22 (Ende Teil 4)


Das sollte machbar sein. :-)
Meine Leseeindruck der letzten Woche (bei mir war es das Wochenende ;-) gebe ich aber erst morgen wieder, heute abend bringe ich nix rechtes mehr zustande.
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Meine Gedanken:

Ich habe im Kapitel 19 herausgelesen,das Wronskij sein Verhältnis zu Anna gerne gesellschaftlich legitimieren möchte,da er vorallem ja auch selber einiger Kritik ausgesetzt ist.Das Geständnis Annas,das sie schwanger sei kommt ihm da gerade recht,ist aber auch eine schöne plötzliche Wende im Handlungsverlauf ,die wie sagt man natürlicherweise "Butter bei de Fische geben".Die Protagonisten werden geradezu zum Handeln aufgefordert,auch wenn Sie vorher noch gezögert haben.Der Roman nimmt Fahrt auf:-)
Kapitel25:
Das Rennen geht durch Wronskijs Fehlverhalten schlecht für ihn aus und das teure Pferd bricht sich das Rückgrat.Ein schwerer Verlust an dem er Schuld ist.Vielleicht ein Bild auf den weiteren tragischen Verlauf der Handlung?
Kapitel 26:
Alexander Annas Mann weiß das er betrogen ist und stürzt sich in Arbeit(Workaholiker)er wird auch krank daran.
Anna hat das Rennen von der Tribüne aus gesehen und ich finde es fszinierend wie Tolstoi auf dieser Bühne die verschiedenen Personen miteinander in einem stillen aber intensiven Dialog treten läßt,sodaß es geradezu für den Leser plastisch wird.Auf der Rückfahrt ist die Last für Anna Zuviel und sie gesteht Alexander ihr Verhältnis um endlich klare Worte zu sprechen.

Die Handlung schwenkt wieder zu den Schtscherbazkaja und vorallem zu Kitty und ihrer Familie.In der Kur findet Kitty eine neue Freundin,die sie sehr vereehrt.Die religiöse Gemeinschaft gefällt aber dem Vater Kittys nicht,dar er der Ansichtist,das man helfen kann,aber nicht helfen um nach außen zu glänzen.Das fand ich auch gut und beeinhaltet auch eine Ansicht Tolstois.Zum Schluß möchte Kitty nur noch nach ihrem Herzen leben.
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Anna bekennt Farbe und zwingt die Männer zu einer Entscheidung.
Das ihr Fehltritt auch bedeuten kann den geliebten Sohn zu verlieren und eine Paria zu werden ist ihr , so meine ich, nicht ausrechend bewusst.

Was mich ein wenig stört ist die "schlampige " Übersetzung der Diogenes Ausgabe.

Auf die leichte Achsel nehmen: anstatt auf die leichte Schulter.
Kaiser statt : Zar oder Zarjewitsch

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Was mich ein wenig stört ist die "schlampige " Übersetzung der Diogenes Ausgabe

Kannst Du das bitte erklären?
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Richter-Di meint vermutlich die Sätze, die er geschrieben hat: Auf die leichte Achsel nehmen und Kaiser statt Zar. Ich bin selbst beim Lesen einige Male über den "Kaiser" gestolpert (Im übertragenen Sinn ;-)) und musste in Gedanken immer wieder sortieren, dass der Zar gemeint war. Durch die Kapitel im "kleinen deutschen Badeort", im dem auch eine echte deutsche Prinzessin weilt, wurde es zusätzlich verwirrend...
Ich hatte ja schon in dem Abschnitt auf dem Ball den Satz mit den Wohlfühl-High-Heels moniert...

Sate, gibt's zu deiner Aussage, Lewin sei das Alter Ego von Tolstoi auch einen Link? Diese Aussage finde ich sehr spannend und interessant!
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Richter-Di meint vermutlich die Sätze, die er geschrieben hat: Auf die leichte Achsel nehmen und Kaiser statt Zar. Ich bin selbst beim Lesen einige Male über den "Kaiser" gestolpert (Im übertragenen Sinn ;-)) und musste in Gedanken immer wieder sortieren, dass der Zar gemeint war. Durch die Kapitel im "kleinen deutschen Badeort", im dem auch eine echte deutsche Prinzessin weilt, wurde es zusätzlich verwirrend...
Ich hatte ja schon in dem Abschnitt auf dem Ball den Satz mit den Wohlfühl-High-Heels moniert...

Sate, gibt's zu deiner Aussage, Lewin sei das Alter Ego von Tolstoi auch einen Link? Diese Aussage finde ich sehr spannend und interessant!



genau so ist es.

Hier ein Link zu Tolstoi https://de.wikipedia.org/---/Lew_Nikolajewitsch_Tolstoi

Da fallen einem sehr schnell Parallelen zu Lewin auf.
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Sate, gibt's zu deiner Aussage, Lewin sei das Alter Ego von Tolstoi auch einen Link? Diese Aussage finde ich sehr spannend und interessant!


Ich habe schoneinmal einen anderen Roman von Tolstoi gelesen und da gab es ein Nachwort in diesem Roman mit einer Biographie von Tolstoi und wie ich Tolstoi einschätze hat er seine Romane mit Herzblut und mit viel Beobachtungsgabe geschrieben.Man konnte aber sicherlich nicht zur damaligen Zeit offen seine Meinung gegenüber der Politik äussern,deswegen mußte gessellschaftliche Kritik versteckt werden.Ich finde das die Figur des Lewin Tolstoi auch geholfen hat seinen Roman so glaubhaft wie möglich zu schreiben und zu vermitteln,das es Menschen gibt,die Tolstois Ansicht nach mit gutem Beispiel voran gehen.


Zur schlampigen Übersetzung:

Ich lese eine Inselausgabe und im betreffenden Abschnit ist weder von einem Kaiser noch von einem Zar die Rede ,sondern nur von der Creme der Gesellschaft.
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Sate, gibt's zu deiner Aussage, Lewin sei das Alter Ego von Tolstoi auch einen Link? Diese Aussage finde ich sehr spannend und interessant!
Richter Di hat einen Link von Wikipädia hier hereingestellt.Ich habe schoneinmal einen anderen Roman von Tolstoi gelesen und da gab es ein Nachwort in diesem Roman mit einer Biographie von Tolstoi und wie ich Tolstoi einschätze hat er seine Romane mit Herzblut und mit viel Beobachtungsgabe geschrieben.Man konnte aber sicherlich nicht zur damaligen Zeit offen seine Meinung gegenüber der Politik äussern,deswegen mußte gessellschaftliche Kritik versteckt werden.Ich finde das die Figur des Lewin Tolstoi auch geholfen hat seinen Roman so glaubhaft wie möglich zu schreiben und zu vermitteln,das es Menschen gibt,die Tolstois Ansicht nach mit gutem Beispiel voran gehen.


In SWR2 kam am Freitag eine Sendung über Tolstoi => https://www.swr.de/---/index.html
Ich selbst hab den Beitrag noch nicht gehört, könnte mir aber vorstellen, dass er zu dieser Frage die eine oder andere Antwort anbietet.
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Kaiser statt : Zar oder Zarjewitsch

Zur schlampigen Übersetzung:
Ich lese eine Inselausgabe und im betreffenden Abschnit ist weder von einem Kaiser noch von einem Zar die Rede ,sondern nur von der Creme der Gesellschaft.

Hm, mir kam auch bisher noch kein Kaiser oder Zar unter. In 2:28 heißt es zum Beispiel "dass Seine Majestät unzufrieden war". Aber ich werde ab jetzt darauf achten. Rückwirkend kann ich mich leider nicht erinnern, wo der Zar außerdem schon erwähnt wurde.
Richter-Di, in welchem Kapitel kam denn bei Dir der "Kaiser" vor?
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Richter-Di, in welchem Kapitel kam denn bei Dir der "Kaiser" vor?

Im 25 Kapitel. Bei der Beschreibung des Rennens.
" Die große Barriere stand unmittelbar vor dem Kaiserlichen Pavillon. Der Kaiser, der ganze Hof,die Volksmenge - alle hatten den Blick auf sie gerichtet...."
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Richter-Di, in welchem Kapitel kam denn bei Dir der "Kaiser" vor?

Im 25 Kapitel. Bei der Beschreibung des Rennens.
" Die große Barriere stand unmittelbar vor dem Kaiserlichen Pavillon. Der Kaiser, der ganze Hof,die Volksmenge - alle hatten den Blick auf sie gerichtet...."

Hm, bei mir steht dort: "Das große Gatter stand unmittelbar vor dem Zarenpavillon. Der Kaiser, der ganze Hof, die Volksmengen, alle schauten auf sie..." (S.300)
Komisch, erst zwar Zarenpavillon, und dann aber doch Kaiser ??

In den Anmerkungen habe ich noch Folgendes gefunden:
"Krasnoje Selo: Ortschaft westlich von Petersburg, unweit der Zarenpaläste Peterhof, Zarskoje Selo, Gatschina und Pawlowsk. Schon zu Peters Zeiten fanden hier sommerliche Manöver statt. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurden die Truppenübungsplätze und großangelegten Manöver von Krasnoje Selo über die Grenzen Russlands hinweg bekannt. Für Wettkämpfe unter Kavallerie-Offizieren schuf das Kriegsministerium in den 60er Jahren ein »Hippodrom«, eine elliptische Rennstrecke von vier Werst Länge. Der beim Ziel errichtete kaiserliche Pavillon aus Holz war mit geschnitzten Säulchen und Arkaden verziert, zu beiden Seiten schlossen sich vier »Galerien« für die Zuschauer aus höchsten Gesellschafts- und Hofkreisen an. Die in Krasnoje Selo ab 1872 abgehaltenen Rennen galten als eines der glanzvollsten gesellschaftlichen Ereignisse des Sommers.

Auch in der Anmerkung wieder kaiserlicher Pavillon... aber vielleicht hilft ja diese Erklärung des Begriffs Panslawist (Erster Teil Kap.32) weiter:
Die Bewegung des Panslawismus suchte die in unterschiedlichen Staaten lebenden slawischen Völker (Tschechen, Slowaken, Serben, Bulgaren u. a.) aus ihrer Zersplitterung herauszuführen und zu vereinen. Auf Russland, dem damals einzigen unabhängigen slawischen Staat, richteten sich große Hoffnungen, der Zar wurde als »Kaiser aller Slawen« verehrt. Im Lauf der 60er Jahre griff die Bewegung auch in Russland um sich, 1867 wurde in Petersburg und Moskau mit viel Pomp ein Slawenkongress inszeniert.
Vielleicht ist die Verwendung des Begriffes Kaiser diesem Gedanken geschuldet?
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Anna bekennt Farbe und zwingt die Männer zu einer Entscheidung.
Das ihr Fehltritt auch bedeuten kann den geliebten Sohn zu verlieren und eine Paria zu werden ist ihr , so meine ich, nicht ausrechend bewusst.

Das empfinde ich nicht so. Im Gegenteil, sie wagt es gar nicht, die Gedanken in dieser Richtung zu Ende zu denken, auszuformulieren, zu schrecklich ist, was dort auf sie wartet. Vielmehr befürchtet sie, daß Wronski die Konsequenzen nicht sieht bzw. ihre Fürchterlichkeit nicht ermisst (in seinem jugendlichen Leichtsinn nicht ermessen kann).
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Zu Beginn unserer Leserunde habe ich auch die Liste der wichtigsten Familien und Personen im Roman mir ausgedruckt.In diesem Link von Wiki steht auch ein Absatz Nebeneffekte.In diesen Nebeneffekten heist es:Quasi nebenbei gibt der Roman kaleidoskopartig einen Überblick über die vom Verfasser angesammelte Lebenserfahrung in Bezug auf den zaristischen Staat......(die hauptsächlich an der Person Lewins geschildert werden)
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Dieser Abschnitt hat mir gut gefallen.
Das Pferderennen , die Atmosphäre vorher, während und auch nachher habe ich mir sehr gut vorstellen können.
Die Mahnung vor dem Rennen Wronskij soll sich vor dem Rennen nicht aufregen - trotzdem besucht er in Eile Anna und will sich eigentlich trennen. Aber Anna eröffnet ihm , dass sie schwanger ist.und dann pasiert ihm der Fehler, sodass sogar das Pferd sterben muss - alles nimmt einen schlechten, unvorhersehbaren Lauf - innerlich und äußerlich zubemerken!
Nach dem Rennen die Auseinandersetzung mit Annas Mann - endlich einmal Ehrlichkeit und nicht nur Etikette.
Wird sicherlich dramatisch weitergehen - freue mich darauf!
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trotzdem besucht er in Eile Anna und will sich eigentlich trennen.

Wie kommst Du darauf, daß er sich trennen will? Das habe ich nicht herausgelesen, sondern gehe da mit Sate981
das Wronskij sein Verhältnis zu Anna gerne gesellschaftlich legitimieren möchte,da er vorallem ja auch selber einiger Kritik ausgesetzt ist.Das Geständnis Annas,das sie schwanger sei kommt ihm da gerade recht,
wobei ich die Kritik, der er ausgesetzt ist, nicht als einzigen Grund sehe, sondern wirklich das Gefühl habe, daß er Anna gern für sich hätte :o)
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Mir hat in diesem Abschnitt gut gefallen, wie Tolstoi die äußere Dramatik des Rennens mit der inneren Dramatik der Personen kombiniert: Wronskis klare Erkenntnis, dass er vom Verstellen und Lügen hat, Annas Schwangerschaft, bei der klar ist, dass das Kind von Wronski ist, ihre Ängste und (teilweise schon vorweg genommenen) Schuldgefühle wegen ihrem Sohn und ihre "Aussprache" mit Karenin ebenso wie dessen unterdrücktes Gefühlchaos,...
Neues von Kitty und Lewin rahmt das Ganze ein und setzt wieder andere Akzente.

Kurz, je weiter ich lese umso mehr begeistert mich, wie Tolstoi diesen Roman komponiert hat.


PS: so sieht mein Buch mit seinen Makierungen der letzten beiden Wochen aus. =>https://flic.kr/---/MjHUNU
;-)
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Mir hat in diesem Abschnitt gut gefallen, wie Tolstoi die äußere Dramatik des Rennens mit der inneren Dramatik der Personen kombiniert: Wronskis klare Erkenntnis, dass er vom Verstellen und Lügen hat, Annas Schwangerschaft, bei der klar ist, dass das Kind von Wronski ist, ihre Ängste und (teilweise schon vorweg genommenen) Schuldgefühle wegen ihrem Sohn und ihre "Aussprache" mit Karenin ebenso wie dessen unterdrücktes Gefühlchaos,...
Neues von Kitty und Lewin rahmt das Ganze ein und setzt wieder andere Akzente.

Kurz, je weiter ich lese umso mehr begeistert mich, wie Tolstoi diesen Roman komponiert hat.


PS: so sieht mein Buch mit seinen Makierungen der letzten beiden Wochen aus. =>https://flic.kr/---/MjHUNU
;-)

Kann dem auch nur zustimmen,was Du hier geschrieben hast,die Markierungen gefallen mir auch .Ich selber schreibe neben dem Lesen alles noch auf was mich anspricht.Fast noch ein Buch neben dem Buch:-)
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Ich selber schreibe neben dem Lesen alles noch auf was mich anspricht.Fast noch ein Buch neben dem Buch:-)

Das "Buch fürs Buch" finde ich klasse. Ich habe es auch versucht, bin aber kläglich daran gescheitert, dass dann immer das Notizbuch oder der Stift oder auch beides nie dort waren, wo ich gerade las. Die Markerchen hab ich hinten ins Buch "geklebt", so sind sie immer parat und verstecken sich nicht dauernd wie Buch und Stift. ;-)
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Ich weiß nicht, wie ihr das beim letzten Mal gehandhabt habt, wer kann/darf/soll oder gar muss ;-) denn den nächsten Thread erstellen?
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Immer der, der fragt ;-)

Scherz beiseite, ich finde es gut, wenn das mal jemand anders übernimmt. Habe mich gerade eingeloggt, weil ich den Thread erstellen will, habe aber gerade beruflich richtig Land unter. Bei einem Büro unter der Dachschräge mit voller Nachmittagssonne ist mein Hirn derzeit schon durch die Arbeit überanstrengt...
Nächstes Wochenende bin ich im Elbsandsteingebirge wandern und komme erst spät am Sonntag zurück. Da bin ich froh, wenn du den Thread übernimmst!

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Kann ich gerne übernehmen, aber höchst wahrscheinlich ohne eine so schöne Zusammenfassung, wie du sie sonst hinlegst.
:-)))
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Lewin überredet seinen Bruder zu einer Badekur im Ausland (2:12/S.231) und dann taucht dieser mit seiner Lebensgefährtin Marja in dem deutschen Badeort auf, in dem Kitty auch gerade weilt!
Das ist ja wie im Roman!
Äh... ist ja einer :D

Ja, es wird dramatischer!
In Kap.22 fiel mir das Bild von Serjoscha als moralischem "Kompass" auf (S.283)
Die Gefühle von Annas Mann werden irgendwie indirekt beschrieben, siehe z.B. in Kap.26, daß er Anna nicht mehr allein besucht... Annas dagegen viel direkter, daß er ihr zuwider ist (seine Berührung bzw. seine Stimme, Kap.27 und Kap.28)
Auf Annas Geständnis der Liebe zu Wronski "Machen Sie mit mir, was Sie wollen." (Kap.29/S.323) folgt seine Ankündigung von Maßnahmen (Kap.29/S.324). Welche das wohl sind? Anna jedenfalls findet, mit ihrem Mann ist jetzt "alles zu Ende" (ebenda).
Ich bin beeindruckt, wie treffend Tolstoi in Kap.30-35 das Innenleben einer jungen Frau beschreibt, Kittys innere Kämpfe, ihre Bekanntschaft mit Warenka, und ihr "neues Leben" als Trostengel, sowie dann die Auf- bzw. Erlösung durch die Ankunft ihres Vaters.

Hm, das wurde jetzt auch noch mal eine Art Zusammenfassung hier, mehr für mich selbst, ich hänge doch leider immer noch ganz schön hinterher... Und auf einige Eurer Beiträge oben möchte ich auch noch etwas erwidern...

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