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Medien-Sprachbeobachtungen

Ein Thread, der dazu dient, Sprachphänomene, die insbesondere in den Medien beobachtet werden, zu diskutieren.

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Ein Thread, der dazu dient, Sprachphänomene, die insbesondere in den Medien beobachtet werden, zu diskutieren.
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Ich verstehe nicht, warum Attentäter, wie gestern (New York 31.10.2017) wieder geschehen, stets als "feige" bezeichnet werden.
Feigheit ist laut Wikipedia die "Neigung, sein Handeln durch Angst oder Furcht bestimmen zu lassen." Attentäter haben doch wohl eher andere Motive als Angst. In meinen Augen ist die Bezeichnung irreführend. Was meint ihr?

https://de.wikipedia.org/---/Feigheit
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Nun ja, der Duden definiert feig, -e so:
Adjektiv - 1a. [ohne Ehrgefühl, unehrenhaft] vor jeder …1b. von Feigheit zeugend; 2. hinterhältig, gemein
Das passt doch, oder etwa nicht? Das Wort Feigheit wird vom Duden ähnlich wie in wikipedia definiert, aber in den Medien wird ja hier das Adjektiv gebraucht und nicht das Substantiv.
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Danke :-)
Ich glaube, das Wort "feige" habe ich im täglichen Leben zuletzt in der Kindheit gehört, wenn es darum ging, etwas Gefährliches zu tun oder auch nicht. Ich habe es bisher immer so verstanden wie oben gesagt, aber wenn der Duden das sagt... :-) Ich würde nach wie vor "hinterhältig" an der genannten Stelle passender finden.
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Und ich kenne es als "Feigheit vor dem Feind" Also gegen Deserteure und Kriegsdienstverweigerer verwendet.
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Ich würde nach wie vor "hinterhältig" an der genannten Stelle passender finden.

Ja, ich auch. Bin gestern erst drüber gestolpert und verstehe nun immerhin, daß es offenbar nicht ganz so falsch ist wie auch ich es empfunden hatte.
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Ich würde nach wie vor "hinterhältig" an der genannten Stelle passender finden.


Ja, wenn wir uns hier vor allem mit der Wortwahl befassen wollen, so kann ich dem Wort "hinterhältig" in diesem Zusammenhang unbedingt zustimmen!
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"Feige" bedeutet das Gegenteil von "mutig" ... und ein Mordanschlag ist insofern feige (und eben nicht mutig), als man sich mit seinem Feind/Gegner/whatever nicht gewaltfrei auseinandersetzt, sondern ihn einfach meuchelt. Zur klärenden Konfrontation oder auch zum Aushalten der Situation fehlt dem oder den Attentäter(n) offenbar der Mut.
Und ein Selbstmordattentäter entzieht sich dann auch gleich noch praktischerweise der möglichen Bestrafung.
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Ich persönlich finde ja, dass wertende Adjektive in Nachrichten eh nix verloren habe: "Tragische Unglücke" regen mich auch immer gehörig auf. DAs ist ja schon fast eine Tautologie.
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*zustimm*
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In meinen Augen ist die Bezeichnung irreführend. Was meint ihr?


Ich stimme Dir zu. Im Zusammenhang mit Attentätern ist das Wort "feige" geradezu falsch.

Als Kind hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Ich dürfte 14 Jahre alt gewesen sein. Es war Winter und es lag Schnee. Von Jungen wurde ich mit sehr harten Schneeballen beworfen. Ich ging auf den Werfer los und knallte ihm eine. Der schlug sofort zurück und imnu lag ich auf der Straße. Ich wollte nicht Feige sein, aber ich war einfach dumm. Wem hatte es genutzt. Ich denke heute oft daran. Wie würde ich mich verhalten, wenn in der U-Bahn Raudis Unschuldig angriffen. Man sollte helfen, aber sinnvoll, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dessen solle man sich bewußt sein.
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Lese dies! Helfe mir! Sterbe! Und vergebe uns unsere Schuld.
Wenn ich so was lese, rollen sich mir die Fußnägel hoch.
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Schlimm schlimm... Noch sind diese Un-Formen aber zum Glück in der Minderheit, oder?
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Schlimm schlimm... Noch sind diese Un-Formen aber zum Glück in der Minderheit, oder?

Sie verbreiten sich gerade mit der Geschwindigkeit des Deppenapostrophen.
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Ich habe dabei ja immer das Gefühl, die Leute kennen die unregelmäßigen Imperative, halten sie aber für Dialekt und meinen deshalb, sie unterdrücken zu müssen. Wenn man die Schreiber nämlich kräftig anhustet und verlangt, dass die unregelmäßigen Formen verwendet werden (ich habe beruflich manchmal das Vergnügen ;-)), dann wissen die meisten plötzlich doch, wie es heißen muss. In unserer Gesellschaft waren direkte Befehle per Imperativ ja eine ganze Zeit lang ziemlich ungewöhnlich, weil in vielen Kontexten als zu direkt empfunden. Jetzt kommen sie unter englischem Einfluss wieder zurück (vor allem durch die Werbesprache), und viele - vor allem der Jüngeren - scheinen sich unsicher zu sein, ob die Bildungsweise, die sie kennen, auch die "richtige" ist. Meine bisher ungeprüfte Privattheorie. ;-)
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Wenn ich so was lese, rollen sich mir die Fußnägel hoch.


Und warum?
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Das regt mich auf. Absoluter Gipfelpunkt: liebe Mitgliederinnen
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Das regt mich auf. Absoluter Gipfelpunkt: liebe Mitgliederinnen


Das verstehe ich nun nicht, liebe naliestewieder. Was hat das mit dem feigen Attentäter zu tun?
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Das regt mich auf. Absoluter Gipfelpunkt: liebe Mitgliederinnen


Das verstehe ich nun nicht, liebe naliestewieder. Was hat das mit dem feigen Attentäter zu tun?

Garnichts. Ich schätze, naliestewieder benutzt eine andere Threadsortierung als Du, nämlich (wie ich) die "neueste zuerst"- Sortierung. In dieser Ansicht ist es egal, auf welchen Beitrag man antwortet. Sie wollte ein anderes sie nervendes Sprachphänomen ansprechen
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Oder warum wird in Medien immer wieder betont, dass ein Attentat auf offener Straße begangen wurde?
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Mit geschlossenen Straßen könnten Tunnels gemeint sein, aber einen Unterschied im Charakter oder der Schwere des Verbrechens könnte ich da auch nicht erkennen ;-)
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Nee, aber es gab schon in den sechzigern den Film: "Es geschah am hellichten Tag." Eine vergleichbare Redewendung dafür, dass es eigentlich jeder hätte mitkriegen müssen. Wobei es eher ungewöhnlich ist, dass ein Attentat auf offener Straße am hellichten Tag unbemerkt bleibt.
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Oder warum wird in Medien immer wieder betont, dass ein Attentat auf offener Straße begangen wurde?

Ja, ich glaube da ist der Unterschied gemeint Privatstraße und Öffentliche Straße
https://de.wikipedia.org/---/Privatstraße
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auf offener Straße


Diese Frage ist berechtigt. Diese Formulierung ist eines Tages entstanden, nicht als Gegensatz zu geschlossen, sondern um die Absurdität eines Verbrechens deutlich zu machen. Mit offener Straße ist gemeint, in der Öffentlichkeit, im Beisein von Menschen, von denen keiner eingeschritten ist. So sehe ich das jedenfalls.
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... ist der Gegensatz zum "geschlossenen Raum" (vergleichbar zu öffentlich oder vor aller Augen : privat oder auch heimlich)
Unter "freiem Himmel" ist ja auch nicht der Gegensatz zu einem "gefangenen Himmel" oder ähnlichem ;-)
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Was mich extrem nervt sind Grammatikfehler in Serien. Da haben mindestens der Autor und der Schauspieler geschlafen, wenn das keinem auffällt. Oder lernen Serienschauspielre keinen text und bekommen nur den Sachverhalt gesagt??? Zum Glück muss ich mich nicht oft ärgern, da ich sowas nur zufällig und sehr selten anschaue.
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Sowas ist für mich vor allem ein Fall zum Fremdschämen.
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... ist der Gegensatz zum "geschlossenen Raum" (vergleichbar zu öffentlich oder vor aller Augen : privat oder auch heimlich)
Unter "freiem Himmel" ist ja auch nicht der Gegensatz zu einem "gefangenen Himmel" oder ähnlichem ;-)

Eine Straße ist aber in dem Sinne immer offen, deshalb ist es doch Unsinn von einer offenen Straße zu sprechen. Für den geschlossenen Raum und den freien Himmel gilt dasselbe.
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Eine Straße ist aber in dem Sinne immer offen,


Na ja, ich wiederhole mich jetzt, ein Straße ist immer offen, aber nicht jedes Verbrechen findet in der Öffentlichkeit statt, häufiger in der Dunkelheit eines Waldes oder in einem Haus. Meistens scheuen die Verbrecher die Öffentlichkeit, wählen die Dunkelheit der Nacht.
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... ist der Gegensatz zum "geschlossenen Raum" (vergleichbar zu öffentlich oder vor aller Augen : privat oder auch heimlich)
Unter "freiem Himmel" ist ja auch nicht der Gegensatz zu einem "gefangenen Himmel" oder ähnlichem ;-)
Ja, das soll die Entrüstung des Schreibers/Sprechers über die Unverfrorenheit der Tat zum Ausdruck bringen. Wenn ich einen Diebstahl (oder Mord) auf offener Straße begehe, zeige ich damit schließlich, dass mir die Ordnung
meiner Gesellschaft vollkommen am Allerwertesten vorbeigeht. Nach dem Motto "ein anständiger Mensch tut so was nicht, und wenn, dann wenigstens im Keller." ;-)
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Ich muss gestehen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wenn die sexuelle Orientierung in Zeitungsberichten angegeben wird, wenn diese Person eben gerade nicht heterosexuell ist. Zumal das oft gar nichts mit dem Vorfall an sich zu tun hat.

Wenn ich einen Bericht über jemanden lese, der seine Wohnungsgesellschaft verklagt, dann ist mir herzlich egal wer an wen und warum interessiert ist, sondern um die Person / den Vorfall an sich über die berichtet wird.

Und noch eine Beobachtung von gestern, die allerdings nichts mit den Medien direkt zu tun hat.
Mein Chef bekam gestern einen Anruf mit dem Hinweis von unserer Zentrale, dass hier ein schwarzer Herr stehen würde mit Problem XY. Ich hab nicht verstanden, warum meine Kollegin hier explizit auf die Hautfarbe hingewiesen hat, wenn doch eigentlich das Problem, welches er gelöst haben möchte im Vordergrund stehen sollte.

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Ich muss gestehen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wenn die sexuelle Orientierung in Zeitungsberichten angegeben wird, wenn diese Person eben gerade nicht heterosexuell ist. Zumal das oft gar nichts mit dem Vorfall an sich zu tun hat.

Wenn ich einen Bericht über jemanden lese, der seine Wohnungsgesellschaft verklagt, dann ist mir herzlich egal wer an wen und warum interessiert ist, sondern um die Person / den Vorfall an sich über die berichtet wird.

Und noch eine Beobachtung von gestern, die allerdings nichts mit den Medien direkt zu tun hat.
Mein Chef bekam gestern einen Anruf mit dem Hinweis von unserer Zentrale, dass hier ein schwarzer Herr stehen würde mit Problem XY. Ich hab nicht verstanden, warum meine Kollegin hier explizit auf die Hautfarbe hingewiesen hat, wenn doch eigentlich das Problem, welches er gelöst haben möchte im Vordergrund stehen sollte.


Und dazu passend, wenn es nicht erwähnt wird, die "besorgten Bürger" die schreiben:" Wenn es ein Deutscher gewesen wäre, wäre das erwähnt worden, hätte der vollständige Name da gestanden…Mimimi!"
Ich glaube, das liegt an der Journalistenschule. Wir lernten ja schon im Aufsatz, nicht jeden Satz mit Diotavelli tat dies. Dann tat Dotavelli das… anzufangen. oder mit "der Mann" oder mit "er" anzufangen. In der Journalistenschule kriegst Du das nochmal richtig ins Hirn gebraten. Und so kommen dann Sätze zustande wie: Der 38jährige… Der Syrer… Der Asylbewerber… der Obdachlose… die alle nichts mit der eigentlichen Nachricht zu tun haben.
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Ich muss gestehen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wenn die sexuelle Orientierung in Zeitungsberichten angegeben wird, wenn diese Person eben gerade nicht heterosexuell ist. Zumal das oft gar nichts mit dem Vorfall an sich zu tun hat.

Wenn ich einen Bericht über jemanden lese, der seine Wohnungsgesellschaft verklagt, dann ist mir herzlich egal wer an wen und warum interessiert ist, sondern um die Person / den Vorfall an sich über die berichtet wird.

Und noch eine Beobachtung von gestern, die allerdings nichts mit den Medien direkt zu tun hat.
Mein Chef bekam gestern einen Anruf mit dem Hinweis von unserer Zentrale, dass hier ein schwarzer Herr stehen würde mit Problem XY. Ich hab nicht verstanden, warum meine Kollegin hier explizit auf die Hautfarbe hingewiesen hat, wenn doch eigentlich das Problem, welches er gelöst haben möchte im Vordergrund stehen sollte.


Je nach Umstand finde ich diese Angaben sehr wohl, weil sich da möglicherweise Fragen nach Diskrimination oder Integration stellen könnten.
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Das magst du recht haben. Ich hatte beim Schreiben des Kommentars allerdings einen Artikel aus der örtlichen Tageszeitung im Kopf, in dem es um einen Hausbewohner ging, der Ärger mit einer großen Hausverwaltung hatte. In dem Artikel stand dann in etwa: "Der homosexuelle XY der mit zwei weiteren Mitbewohnern in einer WG wohnt..."
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Mir ist aufgefallen (nach Anstupser in einem Blog, den ich mitlese - seitdem achte ich drauf, und es stimmt!), daß homosexuelle Paare im Gegensatz zu heterosexuellen ganz oft als "Pärchen" bezeichnet werden. Auch eine Art, subtil zu zeigen, daß diese Paare ja wohl nicht ganz ernstgenommen werden können (in den Augen des Schreibers/ der Schreiberin)
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Oh, das ist interessant. Ich werde in Zukunft mal darauf achten.
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"Er hinterlässt eine Schleimspur, in DEMTiere haften bleiben."
Und das auf ARD nicht nur mündlich sondern gleich auch noch schriftlich als eine Antwortmöglichkeit im Quiz "Wer weiß denn sowas?"
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Mir begegnet immer wieder ein doppelter Superlativ, der sich einfach sehr merkwürdig anhört, neulich in einer Reportage auf Phoenix:
“Die Brooklyn Brigde ist das meist fotografierteste Gebäude der Welt. “
Reicht nicht “das meist fotografierte“ ?
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Reicht nicht “das meist fotografierte“ ?

Unbedingt reicht das!!!!
Aber ich hab das bisher selten gehört, zumindest nicht von Journalisten, eher von Interviewpartnern
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Das kommt bestimmt daher, dass im Deutschen die meisten grammatischen Marker rechts vom Wortstamm (also hintendran) zu finden sind. Bei "meistgelesene, meistfotografierte" usw. ist das ausnahmsweise einmal nicht der Fall - der Superlativmarker "meist" steht dort vornedran. Und das bringt die Leute so aus dem Konzept, dass sie hinten irgendwie auch noch mal was dranhängen wollen.
Das ist natürlich keine Entschuldigung - bei Journalisten finde ich es nach wie vor unverzeihlich - aber immerhin eine Erklärung für das Sprachwandelphänomen.
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Reicht nicht “das meist fotografierte“ ?

Unbedingt reicht das!!!!
Aber ich hab das bisher selten gehört, zumindest nicht von Journalisten, eher von Interviewpartnern

Auch immer gern genommen: der/die "bestgekleidetste XYZ" ;-)
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die Sprache ist sehr schwer. Ich wundere mich auch oft... mir fällt grad nur nichts ein.
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daß selbst in recht seriösen Sendungen im TV wie zB Tagesthemen oder Heute-Journal immer öfter krasse Grammatikfehler auftauchen. Oder üble Anglizismen (in deutsch übersetzte englische Wendungen, die aber im Deutschen nunmal FALSCH sind)
Fast jeden Tag stolpere ich beim gucken über ein oder zwei, was nix dran ändert, daß mir jetzt einfach kein Beispiel einfallen will *g*
Jedenfalls nervt mich das ungemein.
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daß selbst in recht seriösen Sendungen im TV wie zB Tagesthemen oder Heute-Journal immer öfter krasse Grammatikfehler auftauchen. Oder üble Anglizismen (in deutsch übersetzte englische Wendungen, die aber im Deutschen nunmal FALSCH sind)
Fast jeden Tag stolpere ich beim gucken über ein oder zwei, was nix dran ändert, daß mir jetzt einfach kein Beispiel einfallen will *g*
Jedenfalls nervt mich das ungemein.


Ja, ich erinnere das auch .
GRUSEL. Wenn ich den Satz höre, dreht sich bei mir immer das Ohr um und mir wird übel. Dieser falsch übersetzte Anglizismus hält von der Wirtschaft aus immer mehr Einzug in die deutsche Sprache. Grausam. Mit fälltgerade My fair Lady ein. Richtig Reden ist eine Kunst, die wohl bald auf der Liste der bedrohten Arten zu finden sein wird.
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Ja, ich erinnere das auch .

Das ist nicht unbedingt falsch aus dem Englischen übersetzt, sondern eine gängige norddeutsche Ausdrucksweise.
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Ja, ich erinnere das auch .

Das ist nicht unbedingt falsch aus dem Englischen übersetzt, sondern eine gängige norddeutsche Ausdrucksweise.

Ah, danke, du warst schneller als ich.
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Ja, ich erinnere das auch .

Das ist nicht unbedingt falsch aus dem Englischen übersetzt, sondern eine gängige norddeutsche Ausdrucksweise.

Jedenfalls hat es mich in meiner Zeit in Hamburg gegruselt. Ich erinnere mich nicht, das jemals vorher in Köln oder sonstwo gehört zu haben.
Dafür haben wir hier das wunderschöne rheinische Gerundium: Ich war grad so schön am schlafen!
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bibo meint:
Dafür haben wir hier das wunderschöne rheinische Gerundium: Ich war grad so schön am schlafen!

Jetzt frage ich mich - und euch - , wie formuliert man denn diesen Inhalt im germanischen Norden?
(Und: orthographisch korrekt ist, lernte ich, "am Schlafen".)
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bibo meint:
Dafür haben wir hier das wunderschöne rheinische Gerundium: Ich war grad so schön am schlafen!

Jetzt frage ich mich - und euch - , wie formuliert man denn diesen Inhalt im germanischen Norden?
(Und: orthographisch korrekt ist, lernte ich, "am Schlafen".)


Ich hab grad so schön geschlafen, ist meine Version.
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Dafür haben wir hier das wunderschöne rheinische Gerundium: Ich war grad so schön am schlafen!

Jetzt frage ich mich - und euch - , wie formuliert man denn diesen Inhalt im germanischen Norden?
(Und: orthographisch korrekt ist, lernte ich, "am Schlafen".)

Nein, denn es entspricht dem englischen I was sleeping. Und es gibt im Duden-Deutsch weder am Schlafen noch am schlafen.


Ich hab grad so schön geschlafen, ist meine Version.


Ok, aber wie übersetzt Du: Es ist am regnen und das Kind ist am weinen.
(Et es am räne un dat Panz es am kriesche)
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Ok, aber wie übersetzt Du: Es ist am regnen und das Kind ist am weinen.
(Et es am räne un dat Panz es am kriesche)

Es regnet. Das Kind weint.
Um die Dauer auszudrücken: Es regnet und regnet.

Aber ich sage auch: Ich bin beim Abwaschen.
Das sind wirklich regionale Eigenheiten.
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(Und: orthographisch korrekt ist, lernte ich, "am Schlafen".)


Nein, denn es entspricht dem englischen I was sleeping. Und es gibt im Duden-Deutsch weder am Schlafen noch am schlafen.

Hm, bibo hat zwar Recht, dass "am Schlafen" nicht im Duden steht, dennoch besteht am aus an+dem und dem ist der Artikel im Dativ und nach Artikel wird großgeschrieben.
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[
Dafür haben wir hier das wunderschöne rheinische Gerundium: Ich war grad so schön am schlafen!

Jetzt frage ich mich - und euch - , wie formuliert man denn diesen Inhalt im germanischen Norden?
(Und: orthographisch korrekt ist, lernte ich, "am Schlafen".)


Nein, denn es entspricht dem englischen I was sleeping. Und es gibt im Duden-Deutsch weder am Schlafen noch am schlafen.


Ich hab grad so schön geschlafen, ist meine Version.


Ok, aber wie übersetzt Du: Es ist am regnen und das Kind ist am weinen.
(Et es am räne un dat Panz es am kriesche)
]
*alles bis hier Zitat von vorher*
warum geht denn das nicht mir den eckigen Klammern und dem grün hinterlegen? grrrr



Kopiert von der Duden Web-Seite:
am:
in Beispielen wie »er ist am Essen«

Grammatik
nicht auflösbar; bildet mit dem substantivierten Infinitiv und »sein« die Verlaufsform

Gebrauch
umgangssprachlich

Beispiele
◦ich bin noch am Überlegen
◦das Wasser ist am Kochen
◦er ist am Essen

Zitat Ende

In der Schweiz findest du diese Form auch in literarischen Texten. Klar, es ist nicht eine stilistische Form, die in "gehobener" Sprache gebraucht wird.
Aber sie ist durchaus korrekt und hat nichts mit der englischen -ing-Form zu tun. Es ist nämlich nicht ein Gerundium, das es ja in der deutschen Sprache nicht gibt, sondern eine Substantivierung (deshalb gross geschrieben).
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Ich ergänze niederrheinisch "dran" :-)
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Ja, ich erinnere das auch .

Das ist nicht unbedingt falsch aus dem Englischen übersetzt, sondern eine gängige norddeutsche Ausdrucksweise.

Hier ganz oben gibts das aber nicht, dann ist das evtl was hamburgisches!? Für mich gehörte das bisher jedenfalls auch zum falsch übertragenen englisch. Furchtbar!!!
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Ja, ich erinnere das auch .

Das ist nicht unbedingt falsch aus dem Englischen übersetzt, sondern eine gängige norddeutsche Ausdrucksweise.

Wirklich?? :-O
Das ist interessant. Wo im Norden denn?
Ich als bis vor 9 Jahren noch "aktive Butenbremerin" finde das ganz furchtbar.
Und ich erinnere mich(!), dass meine Mutter sich immer wieder über eine Freundin aufregte, die auch ständig diese Formulierung benutzte. Diese Freundin stammt aus Ostpreußen/Masuren, kam aber schon als Kind/Teenager in die Bremer Gegend...
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Ja, ich erinnere das auch .
GRUSEL. Wenn ich den Satz höre, dreht sich bei mir immer das Ohr um und mir wird übel. Dieser falsch übersetzte Anglizismus ...
Ich erinnere, gelesen zu haben, dass "ich erinnere XY" in manchen Gegenden Norddeutschlands (Hamburg?) schon länger in Gebrauch ist und die Wendung von dort aus vordringt - vielleicht mit Unterstützung des Englischen, aber nicht als reine Lehnübersetzung. Liest vielleicht jemand aus'm Norden mit, der da Genaueres weiß?
Was ich so aus der Lamäng beitragen kann, ist, dass die meisten deutschen Wendungen, die auf den ersten Blick vielleicht wie Anglizismen wirken, keine sind. Englisch und Deutsch sind eben sehr eng verwandte Sprachen, die "von Haus aus" ähnlich funktionieren bzw. vor ein paar Jahrhunderten noch ähnlich funktioniert haben. Sehr vieles, was im Englischen (oder in anderen germanischen Sprachen) Standard ist, gibt es deswegen auch im Deutschen in dialektalen oder Nebenformen (sowie teilweise auch umgekehrt). Das heißt noch nicht, dass es entlehnt sein muss.
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"Der sogenannte islamische Staat"
Furchtbar! Genauso schlimm wie früher "die sogenannte DDR"
Warum sagen sie nicht einfach "der Daesh"? Dann verstehts erstens Jeder und man ärgert den IS auch noch, indem man ihm den "Staat" auch als sogenannt verweigert und weil Daesh eh ein abfälliger Ausdruck für ihn ist.
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"Der sogenannte islamische Staat"
Furchtbar! Genauso schlimm wie früher "die sogenannte DDR"
Warum sagen sie nicht einfach "der Daesh"? Dann verstehts erstens Jeder und man ärgert den IS auch noch, indem man ihm den "Staat" auch als sogenannt verweigert und weil Daesh eh ein abfälliger Ausdruck für ihn ist.


Das Frage ich mich auch JEDES MAL, wenn es auftaucht. Man kann mit Sprache manipulieren und Politik machen (Viktor Klemperer: LTI: Notizbuch eines Philologen), warum kann sie nicht auch sozusagen mal als "Anti-Terror Mittel" eingesetzt werden. So könnte man z.B. dazu beitragen, dass der Daesh nicht für legitim gehalten werden kann.
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Man kann mit Sprache manipulieren und Politik machen (Viktor Klemperer: LTI: Notizbuch eines Philologen), warum kann sie nicht auch sozusagen mal als "Anti-Terror Mittel" eingesetzt werden.

Genau, und ich weiß von den Irakern, daß der Daesh darauf wirklich reagiert. Kurzfristig kam der Ausdruck immer mal vor, aber im letzten Dreivierteljahr ist er leider völlig aus der Berichterstattung verschwunden.
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"Der sogenannte islamische Staat"
Furchtbar! Genauso schlimm wie früher "die sogenannte DDR"
Warum sagen sie nicht einfach "der Daesh"? Dann verstehts erstens Jeder und man ärgert den IS auch noch, indem man ihm den "Staat" auch als sogenannt verweigert und weil Daesh eh ein abfälliger Ausdruck für ihn ist.


Das Frage ich mich auch JEDES MAL, wenn es auftaucht. Man kann mit Sprache manipulieren und Politik machen (Viktor Klemperer: LTI: Notizbuch eines Philologen), warum kann sie nicht auch sozusagen mal als "Anti-Terror Mittel" eingesetzt werden. So könnte man z.B. dazu beitragen, dass der Daesh nicht für legitim gehalten werden kann.

Dann müßte man auch vom Antisymetrischenkrieg schreiben und nicht vom Terror
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Dabei schüttelt es mich regelmäßig und man hört es so häufig in den Nachrichten. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt verkehrt ist, aber ich möchte immer noch einen Nachsatz anhängen, wie z.B. "aber zwei Stunden später wurde das Motiv entdeckt". Wenn es immer noch unklar ist, müsste es dann nicht heißen "das Motiv IST noch unklar" oder "bleibt weiterhin unklar"?
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dabei (wegen der unterschiedlichen Zeiten) fällt mir was ein, das derzeit ganz groß in Mode ist und mich ENORM stört:

"Vor drei Jahren geht Z. in den Stall und findet dort...."

NEIN! Er GING in den Stall und FAND!!!

Das ist offenbar als modernes Stilmittel gedacht, aber einfach nur fürchterlich. Wenn es nicht so häufig wäre, würde ich jeden Bericht sofort ausschalten, der sowas macht, aber dann würde ich garnichts mehr mitkrigen, was in der Welt geschieht. :-(
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"Vor drei Jahren geht Z. in den Stall und findet dort...."

Genau das habe ich schon vor über zehn Jahren bemäkelt bei den lieben Journalistenkolleginnen, einer ach so hippen Redaktion, mit denen ich schneiden musste, weil die fest Angestellten sich geweigert haben. Da ist der Zuschauer gleich näher dran, hat es geheißen. Und mir rollen sich immer noch die Zehennägel hoch, aber ich bin ja nur die Cutterin.
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rkehrt ist, aber ich möchte immer noch einen Nachsatz anhängen, wie z.B. "aber zwei Stunden später wurde das Motiv entdeckt". Wenn es immer noch unklar ist, müsste es dann nicht heißen "das Motiv IST noch unklar" oder "bleibt weiterhin unklar"?


Meinem Sprachempfinden nach gebe ich Dir vollkommen recht.
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"nur"

Mich nervt das allgegenwärtige "nur".
Bei Preisen, alles ist "nur" soundso teuer. Wer will wissen, was für meinen Geldbeutel viel oder wenig ist.
Wenn ein Merkmal an fast jedem Produkt vorhanden ist, ist es als Werbung doch wertlos, oder?
Aber auch: Er gab sein erstes Konzert mit nur 7 Jahren, sie starb mit nur 36 Jahren. Das kann ich doch als Leserin selbst einschätzen, ob das in dem Zusammenhang früh/wenig ist.
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Liebe Patschouli.
In dem Thread hier geht es um Sprachphänomene in den Medien. Dazu gehört der "feige Attentäter" ebenso wie die "offene Straße" und die "aussterbenden unregelmäßigen Verben".
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So ist es. Der feie Attentäter war mein Aufhänger zum allgemeinen Threadthema.
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Das hört sich für mich immer an, als würde die Berichterstattung geradezu darauf hoffen, dass es noch mehr werden. Ich weiß, dass sie ausdrücken wollen, "12 Tote sind bestätigt, aber es könnten auch noch mehr sein, wir wissen es noch nicht." Und vielleicht haben sie das diesmal auch wirklich von ihren angloamerikanischen Kollegen übernommen: "At least 12 were killed today when a school bus collided with blabla ..." Aber das deutsche "mindestens" bezeichnet meinem bescheidenen Sprachempfinden nach eine Untergrenze, von der der Sprecher hofft oder glaubt, dass sie überschritten wird. "Nehmen Sie mindestens zwei Pfund Mehl" (=bitte auf keinen Fall weniger), "mindestens zehn Zentimeter hat es heute geschneit" (=geil, Skifahren!) Deswegen finde ich es im Zusammenhang mit Unfällen einigermaßen unpassend. Uns ist ja sowieso bekannt, dass Journalisten nicht allwissend sind und die Anzahl vielleicht noch einmal korrigieren müssen. Darauf brauchen Sie uns eigentlich nicht extra hinzuweisen, wenigstens nicht mit "mindestens". Oder?
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Auch das ist z.B. dem Sendeschema geschuldet. Ein Nachrichtenbeitrag ist maximal 1,30 Minuten, die meisten aber nur 30 Sekunden lang. Und dieses Schema 1,30, 1,00 0,30 ist unbedingt einzuhalten, egal was auf der Welt geschieht. Wenn Du dann aber anfängst zu texten: "12 Tote sind bestätigt, aber es könnten auch noch mehr sein, wir wissen es noch nicht." dann fehlt Dir die Zeit für weitere Informationen.
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Auch das ist z.B. dem Sendeschema geschuldet. Ein Nachrichtenbeitrag ist maximal 1,30 Minuten, die meisten aber nur 30 Sekunden lang.

Das ist garantiert der Grund, warum sie das so machen. Aber wie gesagt, ich würde es weglassen, dann würde der Satz sogar noch kürzer. ;-) Es sollte sich doch von selbst verstehen, dass erst einmal nur die bestätigte Opferzahl berichtet wird, die man dann später eventuell korrigiert.
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Das hört sich für mich immer an, als würde die Berichterstattung geradezu darauf hoffen, dass es noch mehr werden. Ich weiß, dass sie ausdrücken wollen, "12 Tote sind bestätigt, aber es könnten auch noch mehr sein, wir wissen es noch nicht." Und vielleicht haben sie das diesmal auch wirklich von ihren angloamerikanischen Kollegen übernommen: "At least 12 were killed today when a school bus collided with blabla ..." Aber das deutsche "mindestens" bezeichnet meinem bescheidenen Sprachempfinden nach eine Untergrenze, von der der Sprecher hofft oder glaubt, dass sie überschritten wird. "Nehmen Sie mindestens zwei Pfund Mehl" (=bitte auf keinen Fall weniger), "mindestens zehn Zentimeter hat es heute geschneit" (=geil, Skifahren!) Deswegen finde ich es im Zusammenhang mit Unfällen einigermaßen unpassend. Uns ist ja sowieso bekannt, dass Journalisten nicht allwissend sind und die Anzahl vielleicht noch einmal korrigieren müssen. Darauf brauchen Sie uns eigentlich nicht extra hinzuweisen, wenigstens nicht mit "mindestens". Oder?

"mindestens" heißt nun mal "die Anzahl ist gleich oder größer x", was an sich keinerlei Wertung beinhaltet, wie du sie in all deinen Beispielen voraussetzt. Für mich heißt z.B. "mindestens 10 cm Schnee" "hoffentlich sind es bei mir nicht mehr, dann muss ich noch mehr Schneeschippen", "man nehme mindestens zwei Pfund Mehl" "oh, ich habe keine 2 Pfund mehr, kann ich dan Kuchen nicht backen" oder "ach, ich habe noch gut 2 Pfund Mehl, muss ich nicht abwieégen und die restlichen Gramm wegnehmen, sondern kann das Mehl so wie es ist reinkippen", etc. Aber das sind auch wieder persönliche Wertungen.
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"mindestens" heißt nun mal "die Anzahl ist gleich oder größer x", was an sich keinerlei Wertung beinhaltet ...

Ich glaube, du hast recht. Positiv konnotiert ist "mindestens" eigentlich nicht. Nun habe ich *mindestens* eine halbe Stunde herumgegegrübelt, warum es mich dann in den Medien trotzdem so stört, und bin darauf gekommen, dass die Absurdität durch die genaue Zahl entsteht. "Mindestens 100, mindestens 1000 Tote" hört sich für mich nicht annähernd so merkwürdig an wie "mindestens zwölf, mindestens 17". Denn das kann ja eigentlich nur heißen: Wir haben gezählt, bisher sind es 17, aber ein paar waren leider mit Sterben noch nicht fertig, als wir schon auf Sendung gehen mussten. So klingt das zumindest für mich, und das wirkt dann reißerisch oder doch jedenfalls nicht besonders geschmackvoll.
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Bei solcher Art Aussprüchen könnte ich schreien. Das Wort Qualität ist für mich meist positiv behaftet (im Sinne von: das ist Qualität und nicht minderwertig).
Bei einer in den Medien beschriebenen Tat (Raub, Mord, Anschlag etc.) ist jedoch von einem negativen Urteil auszugehen. Wenn der Sprecher/die Sprecherin berichtet, dass die Tat "eine ganz andere Qualität" habe, so ist sie noch scheußlicher oder verheerender als in vorherigen Fällen.
Von daher kann ich es überhaupt nicht ertragen, von Qualität zu sprechen.
Hier wäre m.E. die Aussage "ein ganz anderes Ausmaß" angebrachter.
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Das Wort Qualität ist für mich meist positiv behaftet (im Sinne von: das ist Qualität und nicht minderwertig).

Nun ja, für dich mag das Wort Qualität positiv behaftet sein, aber an sich ist es das nicht, sonst müssten wir es nicht immer wieder mit Adjektiven versehen, um die Bedeutung zu verdeutlichen "von minderer Qualität", "von hervorragender/hoher Qualität", etc. Auch in der Schule müssen Lehrer ja nach "Qualität" und nicht nach "Quantität" der Unterrichtsbeiträge benoten, wobei in beiden fällen gute wie schlechte Noten rauskommen können, was ja nicht ginge, wenn Qualität nur eine positive Konnotation hätte.
Nur im positiven Sinn wird es allerdings verwendet, wenn es in Zusammensetzungen wie "Qualitätsprodukt" etc. verwendet wird.
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Auch in der Schule müssen Lehrer ja nach "Qualität" und nicht nach "Quantität" der Unterrichtsbeiträge benoten,


Da ist meiner Meinung nach der Grad der (positiven) Qualität gemeint.
Schüler A fällt mit höherer Qualität der Beiträge auf als Schüler B.

Bei "Qualität des Verbrechens" handelt es sich meiner Meinung nach um eine andere Bedeutung des Begriffs Qualität.
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Da ist meiner Meinung nach der Grad der (positiven) Qualität gemeint.
Schüler A fällt mit höherer Qualität der Beiträge auf als Schüler B.

Ein Vergleich zwischen Schülern ist ja da auch nicht erlaubt. Und da die Noten 1-6 vorkommen, ist eben die Qualität mal sehr gut und mal sehr schlecht (sowie alles dazwischen).
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Nervt mich in der Unfallberichterstattung.
Uuups, da hat ein Autofahrer doch leider eine Radfahrerin übersehen, (kann ja mal passieren) beim Abbiegen touchiert (aber wirklich nur leicht) und sie verletzte sich schwer (wie dumm von ihr, sich selbst zu verletzen). Sie trug keinen Helm. (Also selbst schuld)

Korrekt wäre: Kein Schulterblick, der Frau die Vorfahrt genommen, hat sie überfahren, sie wurde schwer verletzt und ob sie einen Helm trug ist völlig unerheblich, wenn sie vom LKW überrollt wird und sich dabei das Genick bricht.

Vor kurzem wurde ein 5jähriger, der mit einem Fahrrädchen auf einer Verkehrsinsel stand, AUF der Verkehrsinsel überfahren und die Berichterstattung hielt es immer noch für maßgeblich, dass das Kind ein Fahrrad mitführte und keinen Helm trug.
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Das regt mich auch jedesmal auf. Manche Berichterstatter scheinen zu meinen, dass ein Fahrradhelm ein Wundermittel ist, das wahlweise Flügel oder Unverwundbarkeit verleiht. Ärgerlicherweise meinen viele Autofahrer das auch ... ich habe immer das Gefühl, wenn ich so eine Schüssel aufhabe, rücken Sie mir extra nahe auf den Pelz. Ob das an Medienberichten liegt oder an was anderem, kann ich natürlich schlecht sagen.
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Ja, es ist erwiesen, dass Autofahrer von behelmten weniger Abstand halten und mehr von Frauen.
Blöd für mich, Kurze Haare und Helm.

Und dann diese Berichte über "Rüpelradler". Sie schlagen mit der Hand auf Autodächer! Hallo? Wenn der Radfahrer mit der Hand auf's Dach hauen kann, war der Überholabstand aber erheblich zu gering. Oder gibt es Radfahrer mit 1,50 m langen Armen?
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Ja, es ist erwiesen, dass Autofahrer von behelmten weniger Abstand halten und mehr von Frauen.
Blöd für mich, Kurze Haare und Helm.

Und dann diese Berichte über "Rüpelradler". Sie schlagen mit der Hand auf Autodächer! Hallo? Wenn der Radfahrer mit der Hand auf's Dach hauen kann, war der Überholabstand aber erheblich zu gering. Oder gibt es Radfahrer mit 1,50 m langen Armen?

Der Radfahrerbraucht keine anderthalb Meter langen Arme dafür, wenn er den an der Ampel wartenden Autos aufs Dach klopft, während er sich rechts daran vorbeiquetscht.
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… Nachdem der Autofahrer ihn kurz vor der Ampel knapp überholt, geschnitten und ausgebremst hat. Warum sollst sollte er auf's Dach hauen?
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… Nachdem der Autofahrer ihn kurz vor der Ampel knapp überholt, geschnitten und ausgebremst hat. Warum sollst sollte er auf's Dach hauen?

Braucht man dafür einen Grund? Aus dem anfänglichen Text ist jedenfalls kein Grund ersichtlich und Deine Äußerungen über das Verhalten des Autofahrers dürften wohl nur Mutmaßungen sein.
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Braucht man dafür einen Grund?

Ja, braucht man. meistens ist es eben so.
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Braucht man dafür einen Grund?

Ja, braucht man.

Und weshalb braucht man dafür einen Grund?
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Der Autofahrer denkt vielleicht: Was will der Sch…radfahrer auf MEINER Fahrbahn. Das ist für ihn ein guter Grund, zu dicht zu überholen und de Radler zu schneiden. Obwohl kein benutzungspflichtiger Radweg vorhanden ist.
Das wiederum ist ein guter Grund für den Radler, dem Autofahrer auf's Dach zu klopfen. Vielleicht um ihm die STVO zu erklären.
Ich habe noch keinem auf's Dach gehauen, wurde aber schon sehr oft geschnitten und abgedrängt. Und ja, wäre da zufällig eine Ampel gewesen, an der das Auto gehalten hätte, hätte ich auch mal angeklopft.
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Und weshalb braucht man dafür einen Grund?

Was machst Du selbst ohne Grund?
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Und weshalb braucht man dafür einen Grund?

Was machst Du selbst ohne Grund?

Ihr beide kapert ohne Grund diesen thread! *gg*
Es geht hier nicht um grundlose oder begründete Nöte oder Agressionen von diversen Fahrenden, sondern um Sprache.
Ich fände es ganz nett, wenn Ihr alle beide nach dem Motto "Der oder die Klügere gibt nach" jetzt diese Diskussion beenden würdet :-)
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Ich kaper nicht. Es ging darum:
Nervt mich in der Unfallberichterstattung.
Uuups, da hat ein Autofahrer doch leider eine Radfahrerin übersehen, (kann ja mal passieren) beim Abbiegen touchiert (aber wirklich nur leicht) und sie verletzte sich schwer (wie dumm von ihr, sich selbst zu verletzen). Sie trug keinen Helm. (Also selbst schuld)

Korrekt wäre: Kein Schulterblick, der Frau die Vorfahrt genommen, hat sie überfahren, sie wurde schwer verletzt und ob sie einen Helm trug ist völlig unerheblich, wenn sie vom LKW überrollt wird und sich dabei das Genick bricht.

Vor kurzem wurde ein 5jähriger, der mit einem Fahrrädchen auf einer Verkehrsinsel stand, AUF der Verkehrsinsel überfahren und die Berichterstattung hielt es immer noch für maßgeblich, dass das Kind ein Fahrrad mitführte und keinen Helm trug.
Und um angebliche Rüpelradler in den Medien, die völlig grundlos auf Autodächer schlagen.
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Und weshalb braucht man dafür einen Grund?

Was machst Du selbst ohne Grund?

Ihr beide kapert ohne Grund diesen thread! *gg*
Es geht hier nicht um grundlose oder begründete Nöte oder Agressionen von diversen Fahrenden, sondern um Sprache.
Ich fände es ganz nett, wenn Ihr alle beide nach dem Motto "Der oder die Klügere gibt nach" jetzt diese Diskussion beenden würdet :-)

Meinst Du mit diversen Fahrenden Zigeuner
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Dazu passt auch: Blitzerauswertung: Den Rekord stellte ein Fahrer mit 120 km/h auf. Als ob das was Tolles wäre so zu rasen. Nie liest man da Worte wie leichtsinnig, rùcksichtslos oder so.
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Dazu passt auch: Blitzerauswertung: Den Rekord stellte ein Fahrer mit 120 km/h auf. Als ob das was Tolles wäre so zu rasen. Nie liest man da Worte wie leichtsinnig, rùcksichtslos oder so.

Ganz im Gegenteil: Vor Blitzern wird gewarnt. Damit die Raser bloß nicht in die Falle gehen.
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Das ist richtig. Bei Ergänzung durch das Wort "traurig" fände ich die Verwendung des Begriffs Rekord allerdings wieder in Ordnung.

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Ich glaube kaum, dass es schon einmal jemandem gelungen ist, leichten Verletzungen zu erliegen.

Ich vermute zwar, dass sie damit zum Ausdruck bringen wollen: "Wir hatten ja schon berichtet, dass sie schwer verletzt ist. Und jetzt ist sie leider dran gestorben." Mich interessiert aber an der Stelle eigentlich nicht, was die Sendung schon berichtet hat oder nicht, das finde ich einigermaßen wichtigtuerisch. Ich gucke ja nicht, weil ich einen Bericht über den Verlauf der Berichterstattung will. Weder hier noch bei den "mindestens 17 Toten".

Gott, kaum redet man über Mediensprache, schon wird's morbid. Ich glaube, ich muss nachher zum Ausgleich was Lustiges lesen.
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leichten Verletzungen zu erliegen


Doch, das ist durchaus möglich, wenn sich zum Beispiel Wunden infizieren, eine Lungenembolie auftritt o.ä.
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leichten Verletzungen zu erliegen

Doch, das ist durchaus möglich, wenn sich zum Beispiel Wunden infizieren, eine Lungenembolie auftritt o.ä.

Das stimmt, aber dann würde man das auf jeden Fall zusätzlich anmerken, indem man so etwas sagt wie "starb an Komplikationen". Denn dann erliegt man ja gar nicht der Verletzung selbst, sondern eben ihrer Folge. Wenn es direkt die Verletzung selbst war, war sie schwer. ;-)

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