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[OT] vielleicht motiviere ich hiermit ja noch ein paar Leute mehr...

... sich über das Thema Organspende wenigstens mal Gedanken zu machen :-)

http://www.facebook.com/---/l.php?...

Eventuell haben ja schon einige den Bericht gestern auf RTL gesehen, aber ich würde ihn Euch sehr gerne trotzdem ans Herz legen!

Ich habe selbst Mukoviszidose und kenne natürlich auch viele andere von dieser Krankheit Betroffene. Daher weiß ich, wie wichtig es wäre, wenn ein paar Menschen mehr sich für einen Organspendeausweis entscheiden würden.

Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Lunge liegt bei etwa 3 Monaten, ich weiß aber auch von Leuten, die sehr sehr viel länger auf ein neues Organ gewartet haben, bzw. dies auch nicht mehr erlebt haben.

Nicht dass Ihr mich falsch versteht! Mir geht es nicht nur um die Gruppe von Mukoviszidose-Kranken, mir geht es um jeden Menschen (egal welche Erkrankung), der in einem der Transplantationszentren liegt und auf ein neues Organ hofft!

Den Gedanken, einem Anderem das Leben verlängern zu können, wenn mein eigenes nicht mehr zu retten ist, finde ich toll!

Natürlich verstehe ich, wenn sich Jemand bewusst dagegen entscheidet (z.b. aus Glaubensgründen oder was auch immer)!

Aber allein die Menschen dazu zubringen, sich überhaupt einmal Gedanken über dieses Thema zu machen, finde ich sehr wichtig!

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... sich über das Thema Organspende wenigstens mal Gedanken zu machen :-)

http://www.facebook.com/l.php?...

Eventuell haben ja schon einige den Bericht gestern auf RTL gesehen, aber ich würde ihn Euch sehr gerne trotzdem ans Herz legen!

Ich habe selbst Mukoviszidose und kenne natürlich auch viele andere von dieser Krankheit Betroffene. Daher weiß ich, wie wichtig es wäre, wenn ein paar Menschen mehr sich für einen Organspendeausweis entscheiden würden.

Die durchschnittliche Wartezeit auf eine Lunge liegt bei etwa 3 Monaten, ich weiß aber auch von Leuten, die sehr sehr viel länger auf ein neues Organ gewartet haben, bzw. dies auch nicht mehr erlebt haben.

Nicht dass Ihr mich falsch versteht! Mir geht es nicht nur um die Gruppe von Mukoviszidose-Kranken, mir geht es um jeden Menschen (egal welche Erkrankung), der in einem der Transplantationszentren liegt und auf ein neues Organ hofft!

Den Gedanken, einem Anderem das Leben verlängern zu können, wenn mein eigenes nicht mehr zu retten ist, finde ich toll!

Natürlich verstehe ich, wenn sich Jemand bewusst dagegen entscheidet (z.b. aus Glaubensgründen oder was auch immer)!

Aber allein die Menschen dazu zubringen, sich überhaupt einmal Gedanken über dieses Thema zu machen, finde ich sehr wichtig!
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Organspendeausweis und es auch in der Patientenverfügung niedergeschrieben. Ich bin voll und ganz deiner Meinung
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Ich auch. Vor dem Urlaub habe ich mir extra einen neuen ins Portmonee gelegt (die aus Pappe kann man ja nicht ewig lesen). Klar, das war irgendwie makaber und auch unangenehm (schließlich will ich ja heil zurückkommen), aber ich finde es wichtig. Eine Patientenverfügung habe ich nicht, meine Angehörigen wissen aber, dass ich auf jeden Fall möchte, dass alle Organe gespendet werden. Es ist ein schönes Gefühl, dass ich so (vielleicht!!) einem anderen Menschen helfen kann.

Ich wusste garnicht, dass man bei Mukoviszidose Lungen transplantiert... wieder was gelernt.
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Ich wusste garnicht, dass man bei Mukoviszidose Lungen transplantiert... wieder was gelernt.

Ich weiß es auch nur, weil ich mal in einem Haus zusammen mit einer Mutter mit ihrem mukoviszidosekranken Kind gewohnt habe. Damals gab man solchen Kindern maximal 20 Jahre Lebenszeit...

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Ich wusste garnicht, dass man bei Mukoviszidose Lungen transplantiert... wieder was gelernt.


Das ist leider die letzte Möglichkeit, im Endstadium der Krankheit, das Leben eines Betroffenen zuverlängern.
Die Lunge wird bei dieser Krankheit, durch ständige Infektionen, langsam zerstört.
Gott sei Dank ist die Forschung inzwischen soweit, daß man relativ lange gut damit Leben kann (unter Einnahme einer Menge Medis und verschiedenster Therapien) und jeder Erkrankte hat ein ganz anderes Krankheitsbild. Es gibt viele "Mukos" die inzwischen in meinem Alter und älter sind, denen es echt gut geht, aber leider auf viele Beispiele wie Kaja (aus dem Beitrag).

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Porto bezahle ich.
Sind sogar türkischsprachige dabei.
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Überrascht war ich, wie viele Crosser schon einen Organspendeausweis haben. Es wurden aber auch Ausweise mitgenommen.

Selber habe ich auch einen, ohne Einschränkung.
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Habe ich schon

Die Dinger gibt es kostenlos bei der Gemeinde :-)

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Dir wünsche ich viel Erfolg im Kampf mit der Krankheit (ich hatte mal eine Schülerin mit Muskoviszidose)
alles Gute!
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Dir wünsche ich viel Erfolg im Kampf mit der Krankheit (ich hatte mal eine Schülerin mit Muskoviszidose)
alles Gute!


Danke :o) Ich mach das Beste draus ;)

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nur einen von diesen überall kostenlos verfügbaren Ausweisen zu haben, der dann am Ende vielleicht in der falschen Tasche ist und nicht gefunden wird. Ich möchte in diversen Mitnehmbehältnissen jeweils einen deponieren.

Danke für die Erinnerung: Hab's gleich auf die To-Do-Liste gesetzt.
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Das hab ich auch schon ganz oft gedacht, was ist, wenn im entscheidenden Moment der Ausweis nicht gefunden wird? Daher weiß auch meine Familie Bescheid, dass ich einen habe bzw. der Organspende zustimme.
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nur einen von diesen überall kostenlos verfügbaren Ausweisen zu haben, der dann am Ende vielleicht in der falschen Tasche ist und nicht gefunden wird. Ich möchte in diversen Mitnehmbehältnissen jeweils einen deponieren.

Danke für die Erinnerung: Hab's gleich auf die To-Do-Liste gesetzt.

Um 1990 rum gabs sogar mal Aufkleber fürs Auto...
Habe immer wieder mal nachgefragt, scheint keine Neuauflage zu geben. Es ist die eigene Kreativität gefragt, will man der Sache ein wenig auf die Sprünge helfen.
Habe zB in diversen Arztpraxen immer wieder Spenderausweise hingelegt, ist fast wie bookcrossen...manchmal habe ich das Gefühl, so schnell, wie die weg sind, landen sie beim abendlichen Aufräumen eher im Papierkorb denn in einer Handtasche oder Portemonnaie.
Der bessere Weg ist ohne Zweifel ein Gespräch mit dem jeweiligen Arzt, und das kann auch jede tun, die die Sache vorantreiben möchte.
Die Ausweise in Büchersendungen mit einzupacken, davon nehme ich inzwischen Abstand. Man weiß nie, in welcher Situation der Empfänger gerade steckt, womöglich war gerade ein Todesfall, womöglich genau die Situation, dass es um eben die Sache Freigabe der Organe eines geliebten Menschen ging.
./.
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Ich habe davon noch nichts gehört, entschuldigt, wenn die Frage so .. unwissend klingen mag.
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Ich habe davon noch nichts gehört, entschuldigt, wenn die Frage so .. unwissend klingen mag.


Du brauchst dich nicht darum zu kümmern, weil in Österreich, anders als in Deutschland, die Widerspruchsregelung gilt.
D.h. wenn du für hirntot erklärt wirst, darf man dir Organe entnehmen, außer du hast das vorher schriftlich (mit einem Organ"nichtspende"ausweis" untersagt).
In Deutschland ist das andersrum, da muss explizit zugestimmt werden, entweder von Angehörigen oder eben per Papierwisch vom Verstorbenen selbst.
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Ich habe davon noch nichts gehört, entschuldigt, wenn die Frage so .. unwissend klingen mag.


Du brauchst dich nicht darum zu kümmern, weil in Österreich, anders als in Deutschland, die Widerspruchsregelung gilt.
D.h. wenn du für hirntot erklärt wirst, darf man dir Organe entnehmen, außer du hast das vorher schriftlich (mit einem Organ"nichtspende"ausweis" untersagt).
In Deutschland ist das andersrum, da muss explizit zugestimmt werden, entweder von Angehörigen oder eben per Papierwisch vom Verstorbenen selbst.


Mich hat das nur im Allgemeinen interessiert. Auch wenn ich mich nicht darum kümmern muss, so bin ich doch gern darüber infomiert :) (Bitte versteh das nicht falsch).

Und wie darf ich das mit den Kärtchen verteilen verstehen? :s
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Mich hat das nur im Allgemeinen interessiert. Auch wenn ich mich nicht darum kümmern muss, so bin ich doch gern darüber infomiert :) (Bitte versteh das nicht falsch).


Dann google doch einfach mal den Begriff "Organspendeausweis". Oder schau gleich hier nach http://de.wikipedia.org/---/Widerspruchsregelung
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Danke für den Hinweis.
Da ich im Grenzgebiet D-CH lebe, trage ich von beiden Ländern einen Ausweis auf mir.
http://www.swisstransplant.ch
http://www.1000-lebensretter.de
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Ich trage meinen ausweis auch schon seid 10 jahren bei mir. Wird regelmässig erneuert damit er auch gut lesbar ist und aktuell zwecks adresse.
Ich finde das eine sehr wichtige sache und war auch ne Zeit regelmässig Plasmaspenden bin aber immer umgekippt danach und darf deswegen nicht mehr.
Es ist wichtig das man immer wieder einmal darauf hinweißt das so etwas wichtiges nicht in vergessenheit gerät Ich finde gerade in der momentanen Zeit sind viele, viel zu sehr auf sich bedacht und vergessen gerne die Probleme um sich herum.

Danke für deinen Aufruf :)
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wenns von medizinischem Personal (Rettungskräfte, Notarzt, Krh's) einfach nicht abgefragt wird.
Es ist für alle höherer Aufwand, der sich zunächst nicht "rentiert".
Da kann man 10 Ausweise mit sich herumtragen:-)
Ich schreibs noch einmal hier, weil den Jammerthread nicht alle mitlesen (kein Vorwurf..)
Hier in Minden in der neuen Johannes-Wesling-Klinik wird, sofern der Patient noch antworten kann, gefragt, OB er einen Spenderausweis hat und WO er diesen Ausweis aufbewahrt.
Was unternommen oder gefragt wird, falls jemand keinen Ausweis hat, weiß ich übrigens nicht. Werde beim nächsten Mal fragen.
Es gäbe da noch ganz andere Wege, jeder Hausarzt könnte innerhalb von 2min bei jedem Patienten abklären, ob er einen Spenderausweis hat.
Sollten im Zuge dieses Gesprächs Fragen auftauchen, wäre ein Hausarzt zweifelsohne der bessere Ansprechpartner als das, was die Gesetzgebung jetzt vor hat, zB einmal im Leben im Straßenverkehrsamt darauf aufmerksam machen.
:rolleyes:
@bettylein, Wartezeit 3 Monate? Wieso so kurz?
Und wie lange wartest du schon?
Edith, ich habe übrigens auch einen Spenderausweis, habe aber eingetragen, dass ich selbst schon transplantiert bin.
Die Entscheidung, von mir irgendwas zu nehmen überlasse ich Fachpersonal.
Ich schreibe das deswegen, weil ich immer wieder damit konfrontiert werde, dass die Leute weiß Gott was für Krankheiten vorschieben, um damit erklären zu können, dass ihre Organe ganz bestimmt nicht für eine Entnahme geeignet sind.
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@bettylein, Wartezeit 3 Monate? Wieso so kurz?

Kann auch länger sein, die 3 Monate erwähnte vor kurzem ein Doc auf einer Info-Veranstaltung bei einem eigentlich ganz anderem Thema vom Selbsthilfeverein. Wobei ich in meinem Bekanntenkreis eigentlich, bis auf einen sehr guten Freund, nur Fälle kenne bei denen es wirklich fix gegangen ist.

Und wie lange wartest du schon?

Ich warte noch gar nicht :o) Um mir so konkret Gedanken über diesen Schritt zu machen, geht es mir zum Glück noch viel zu gut! Vor ein paar Jahren (Wenige von Euch erinnern sich vielleicht noch daran, als meine Mum hier für mich gepostet hat) ging es mir eine Zeit lang richtig dreckig, aber selbst da stand eine Listung noch nicht zu Debatte.
Und ob ich mich mal Listen lasse, weiß ich noch nicht....



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ob er seine Hornhaut spenden würde - vor einem eigentlich ungefährlichen Eingriff, natürlich hat er zugestimmt - er hat genau wie ich in der Patientenverfügung bestimmt, dass er Organe spenden will - das war im Klinikum in Berlin-Buch. Ich kannte eine junge Frau (na, ja, so zwischen 40 und 50), die war selber Krankenschwester, hatte zum Schluss einen Sauerstoffschlauch ständig in der Nase, ich weiß nicht, was sie für eine Krankheit hatte, jedenfalls hätte sie auch eine Lunge gebraucht - hat es leider nicht geschafft, auch deswegen plädiere ich für Organspende (aber sowieso von meiner Lebenseinstellung her).
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ob er seine Hornhaut spenden würde -

?
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...und seit dem schleppe ich einen Organspendeausweis in meiner Potte mit mir rum ;)

LG
Jaimy
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und kann diese Bitte nur unterstützen. Ich darf seit 10 Jahren leben, weil jemand eine Organspendeverfügung unterschrieben hat.

Im übrigen kann ich allen, die Angst haben, im Falle des Falles dann im Krankenhaus nicht optimal betreut zu werden, nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn Patienten, die zur Organspende bereit sind, müssen sozusagen "besonders gepflegt" werden, damit ihre Organe auch weiter gegeben werden können.
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Ich wünsche Dir noch recht viel Freude an Deinen "neuen" Organen.

Einen Organspendeausweis habe ich schon seit einigen Jahren, denn was soll ich noch mit meinen Organen, wenn ich tot bin, und einem Anderen nützen sie vielleicht noch.
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Ich wünsche Dir noch recht viel Freude an Deinen "neuen" Organen.



Danke schön!

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und kann diese Bitte nur unterstützen. Ich darf seit 10 Jahren leben, weil jemand eine Organspendeverfügung unterschrieben hat.

Im übrigen kann ich allen, die Angst haben, im Falle des Falles dann im Krankenhaus nicht optimal betreut zu werden, nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn Patienten, die zur Organspende bereit sind, müssen sozusagen "besonders gepflegt" werden, damit ihre Organe auch weiter gegeben werden können.


Das ist genau der Grund, warum ich seit Jahren um die Ausweise herumschleiche, mich aber nicht traue. Auch wenn sich das vielleicht lächerlich oder egoistisch anhört: Ich hab Sorge, dass mein Leben als Organspender im Notfall dann vielleicht weniger "wert" ist...
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und kann diese Bitte nur unterstützen. Ich darf seit 10 Jahren leben, weil jemand eine Organspendeverfügung unterschrieben hat.

Im übrigen kann ich allen, die Angst haben, im Falle des Falles dann im Krankenhaus nicht optimal betreut zu werden, nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn Patienten, die zur Organspende bereit sind, müssen sozusagen "besonders gepflegt" werden, damit ihre Organe auch weiter gegeben werden können.


Das ist genau der Grund, warum ich seit Jahren um die Ausweise herumschleiche, mich aber nicht traue. Auch wenn sich das vielleicht lächerlich oder egoistisch anhört: Ich hab Sorge, dass mein Leben als Organspender im Notfall dann vielleicht weniger "wert" ist...

Ich glaube nicht, dass die Ärzte über Deine Organspendebereitschaft Gedanken machen, wenn Du in Lebensgefahr bist. Da werden sie erst Mal versuchen, Dir so gut wie möglich zu helfen. Erst wenn alle Hilfe nutzlos war und Du tot bist, werden sie sich über eine Organentnahme Gedanken machen. Alles Andere wäre in meinen Augen unmenschlich. Und Unmenschlichkeit mag ich niemandem unterstellen.
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und kann diese Bitte nur unterstützen. Ich darf seit 10 Jahren leben, weil jemand eine Organspendeverfügung unterschrieben hat.

Im übrigen kann ich allen, die Angst haben, im Falle des Falles dann im Krankenhaus nicht optimal betreut zu werden, nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn Patienten, die zur Organspende bereit sind, müssen sozusagen "besonders gepflegt" werden, damit ihre Organe auch weiter gegeben werden können.


Das ist genau der Grund, warum ich seit Jahren um die Ausweise herumschleiche, mich aber nicht traue. Auch wenn sich das vielleicht lächerlich oder egoistisch anhört: Ich hab Sorge, dass mein Leben als Organspender im Notfall dann vielleicht weniger "wert" ist...

Ich glaube nicht, dass die Ärzte über Deine Organspendebereitschaft Gedanken machen, wenn Du in Lebensgefahr bist. Da werden sie erst Mal versuchen, Dir so gut wie möglich zu helfen. Erst wenn alle Hilfe nutzlos war und Du tot bist, werden sie sich über eine Organentnahme Gedanken machen. Alles Andere wäre in meinen Augen unmenschlich. Und Unmenschlichkeit mag ich niemandem unterstellen.


Ich weiß nicht, ich hab die Sorge, dass es da eher so eine Art Nutzen-Abwägung gibt. Versucht man in einem Notfall, bei dem die Überlebenschance gering ist noch alles und riskiert damit, dass die Organe Schäden nehmen? Oder gibt man auf und nutzt die Zeit lieber, um die Organe zu retten?
Vielleicht unterstelle ich mit solchen Gedankengängen Ärzten wirklich Unmenschlichkeit... Aber so richtig entkräften konnte bisher noch niemand diese Bedenken. Was wohl auch daran liegt, dass ich in meinem Familien- und Freundeskreis einfach niemand kenne, der damit Erfahrungen - welcher Art auch immer - gemacht hat.
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Versucht man in einem Notfall, bei dem die Überlebenschance gering ist noch alles und riskiert damit, dass die Organe Schäden nehmen? Oder gibt man auf und nutzt die Zeit lieber, um die Organe zu retten?
Vielleicht unterstelle ich mit solchen Gedankengängen Ärzten wirklich Unmenschlichkeit... Aber so richtig entkräften konnte bisher noch niemand diese Bedenken. Was wohl auch daran liegt, dass ich in meinem Familien- und Freundeskreis einfach niemand kenne, der damit Erfahrungen - welcher Art auch immer - gemacht hat.


Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, lass es halt. Mit Bauchschmerzen und Bedenken sollte niemand den Spenderausweis ausfüllen.

(Aber beschwer dich dann nicht, wenn du irgendwann selbst ein Spenderorgan brauchst und keins zur Verfügung steht.)
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Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, lass es halt. Mit Bauchschmerzen und Bedenken sollte niemand den Spenderausweis ausfüllen.

(Aber beschwer dich dann nicht, wenn du irgendwann selbst ein Spenderorgan brauchst und keins zur Verfügung steht.)


Tut mir leid, wenn du dir durch mein Zögern auf den Schlips getreten fühlst, aber mir fällt die Entscheidung für oder gegen den Spendeausweis eben schwer. Ich bin auch der Ansicht, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt werden sollte.
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Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, lass es halt. Mit Bauchschmerzen und Bedenken sollte niemand den Spenderausweis ausfüllen.

(Aber beschwer dich dann nicht, wenn du irgendwann selbst ein Spenderorgan brauchst und keins zur Verfügung steht.)


Tut mir leid, wenn du dir durch mein Zögern auf den Schlips getreten fühlst, aber mir fällt die Entscheidung für oder gegen den Spendeausweis eben schwer. Ich bin auch der Ansicht, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt werden sollte.


Ich fühle mich auf überhaupt kein Kleidungsstück getreten, ich meine das ganz neutral.
Würde niemals jemanden zu so einer Entscheidung überreden wollen. Ich finde es allerdings wichtig, dass man die Konsequenzen in beide Richtungen durchdenkt, bevor man sich entscheidet. Und die Möglichkeit selbst mal Empfänger sein zu wollen, gehört für mich dazu.
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Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, lass es halt. Mit Bauchschmerzen und Bedenken sollte niemand den Spenderausweis ausfüllen.

(Aber beschwer dich dann nicht, wenn du irgendwann selbst ein Spenderorgan brauchst und keins zur Verfügung steht.)


Tut mir leid, wenn du dir durch mein Zögern auf den Schlips getreten fühlst, aber mir fällt die Entscheidung für oder gegen den Spendeausweis eben schwer. Ich bin auch der Ansicht, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt werden sollte.


Ich fühle mich auf überhaupt kein Kleidungsstück getreten, ich meine das ganz neutral.
Würde niemals jemanden zu so einer Entscheidung überreden wollen. Ich finde es allerdings wichtig, dass man die Konsequenzen in beide Richtungen durchdenkt, bevor man sich entscheidet. Und die Möglichkeit selbst mal Empfänger sein zu wollen, gehört für mich dazu.


Ja genau! Ich finde Organspende auch wichtig. Und wenn mir mal etwas passieren sollte, würde ich ja auch wollen, dass ich eine Spende bekomme. Aber wie ich schon geschrieben habe, kenne ich halt niemanden, der davon betroffen war. Daher bin auch so neugierig auf die Beiträge hier im Thread. Vielelicht kann mir ja jemand meine Ängste nehmen... ;-)
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Ja genau! Ich finde Organspende auch wichtig. Und wenn mir mal etwas passieren sollte, würde ich ja auch wollen, dass ich eine Spende bekomme.

Haben wollen ja, aber selber Angst vor der Spende haben, finde ich allerdings inkonsequent.
Aber wie ich schon geschrieben habe, kenne ich halt niemanden, der davon betroffen war. Daher bin auch so neugierig auf die Beiträge hier im Thread. Vielelicht kann mir ja jemand meine Ängste nehmen... ;-)

Wenn die Ortsangaben in den Profilen stimmen, wohnen Blumenfreundin und recyclemouse nicht so weit von Dir weg, als das Ihr Euch nicht einmal treffen könntet, wenn Ihr das denn wollt und die Gesundheit das zuläßt. Und sowohl Blumenfreundin als auch recyclemouse haben ja hier geschrieben, dass sie Organe erhalten haben.
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Ja genau! Ich finde Organspende auch wichtig. Und wenn mir mal etwas passieren sollte, würde ich ja auch wollen, dass ich eine Spende bekomme.

Haben wollen ja, aber selber Angst vor der Spende haben, finde ich allerdings inkonsequent.
Aber wie ich schon geschrieben habe, kenne ich halt niemanden, der davon betroffen war. Daher bin auch so neugierig auf die Beiträge hier im Thread. Vielelicht kann mir ja jemand meine Ängste nehmen... ;-)

Wenn die Ortsangaben in den Profilen stimmen, wohnen Blumenfreundin und recyclemouse nicht so weit von Dir weg, als das Ihr Euch nicht einmal treffen könntet, wenn Ihr das denn wollt und die Gesundheit das zuläßt. Und sowohl Blumenfreundin als auch recyclemouse haben ja hier geschrieben, dass sie Organe erhalten haben.


Ich erkenne da keine Inkonsequenz, sondern denke eher, dass es natürlich ist an seinem Leben zu hängen. Und ich bin ja überhaupt nicht gegen Organspenden. Im Gegenteil: Ich finde das gut und überlege mir ja auch einen Ausweis anzulegen. Allerdings habe ich halt noch ein paar bedenken und solange wie die nicht aus der Welt sind, werde ich den Schritt nicht gehen.

Japp, die Berichte der beiden habe ich auch mit Interesse gelesen. Mich würde aber eher die andere Seite interessieren. Also welche Erfahrungen die Familien und Freunde von organspendern gemacht haben. Odre eben, dass ein paar Ärzte berichten, wie so etwas in der Praxis abläuft.
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Wenn du ein schlechtes Gefühl dabei hast, lass es halt. Mit Bauchschmerzen und Bedenken sollte niemand den Spenderausweis ausfüllen.

(Aber beschwer dich dann nicht, wenn du irgendwann selbst ein Spenderorgan brauchst und keins zur Verfügung steht.)

Immer wieder von Ärzten gefordert, dennoch ist die Gesetzeslage hier nicht so.
Grundsätzlich kann jeder, sofern es medizinische Gesichtspunkte zulassen, auf die TX-Liste.
Woran man leicht erkennen kann, dass man auch ausgeschlossen werden kann.
Vorbereitung zur TX, einige Untersuchungen davon jährlich
http://www.kliniken-koeln.de/---/Befundbogen_zur_Vorbereitung_der_Nierentransplantation.pdf
Und noch ein paar Aspekte zur TX als solcher
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/---/index.html
Grundsätzlich werden Drogensüchtige egal welcher Art ausgeschlossen, oder wenn man gewisse Infektionen (schon) hat. Es reichen aber auch nicht sanierte Zähne...

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und kann diese Bitte nur unterstützen. Ich darf seit 10 Jahren leben, weil jemand eine Organspendeverfügung unterschrieben hat.

Im übrigen kann ich allen, die Angst haben, im Falle des Falles dann im Krankenhaus nicht optimal betreut zu werden, nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn Patienten, die zur Organspende bereit sind, müssen sozusagen "besonders gepflegt" werden, damit ihre Organe auch weiter gegeben werden können.


Das ist genau der Grund, warum ich seit Jahren um die Ausweise herumschleiche, mich aber nicht traue. Auch wenn sich das vielleicht lächerlich oder egoistisch anhört: Ich hab Sorge, dass mein Leben als Organspender im Notfall dann vielleicht weniger "wert" ist...

Ich glaube nicht, dass die Ärzte über Deine Organspendebereitschaft Gedanken machen, wenn Du in Lebensgefahr bist. Da werden sie erst Mal versuchen, Dir so gut wie möglich zu helfen. Erst wenn alle Hilfe nutzlos war und Du tot bist, werden sie sich über eine Organentnahme Gedanken machen. Alles Andere wäre in meinen Augen unmenschlich. Und Unmenschlichkeit mag ich niemandem unterstellen.


Ich weiß nicht, ich hab die Sorge, dass es da eher so eine Art Nutzen-Abwägung gibt. Versucht man in einem Notfall, bei dem die Überlebenschance gering ist noch alles und riskiert damit, dass die Organe Schäden nehmen? Oder gibt man auf und nutzt die Zeit lieber, um die Organe zu retten?
Vielleicht unterstelle ich mit solchen Gedankengängen Ärzten wirklich Unmenschlichkeit... Aber so richtig entkräften konnte bisher noch niemand diese Bedenken. Was wohl auch daran liegt, dass ich in meinem Familien- und Freundeskreis einfach niemand kenne, der damit Erfahrungen - welcher Art auch immer - gemacht hat.

So richtig kann ich Deine Beweggründe auch nicht entkräften, denn ich kann nicht in die Zukunft schauen und sehen, wie der Arzt im Falle eines Falles bei Dir handeln wird. Aber wenn man schon eine Kosten-Nutzen-Abwägung vermutet, müsste man nicht dann auch vermuten, dass der Arzt auch ohne Organspenderausweis Organe entnimmt und anschließend einfach behauptet, er hätte die Zustimmung der Angehörigen eingeholt? Das sind selbstverständlich nur Gedankengänge, ich mag so etwas niemandem unterstellen. Ich bin halt zu dem Entschluß gekommen, einen Organspenderausweis auszufüllen, weil ich darin vertraue, dass ein Arzt hier keine Kosten-Nutzen-Abwägung macht. Außerdem weiß der Arzt ja normalerweise auch gar nicht, dass ich Organspender bin. Das erfährt er erst, wenn er meinen Organspenderausweis findet.

Aber wenn Du Dich auch nach reiflicher Überlegung nicht zu einem Organspenderausweis durchringen kannst, dann ist Dein Nein zum Organspenderausweis wohl für Dich die richtige Entscheidung. Dass muss man respektieren.
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Ich bin halt zu dem Entschluß gekommen, einen Organspenderausweis auszufüllen, weil ich darin vertraue, dass ein Arzt hier keine Kosten-Nutzen-Abwägung macht. Außerdem weiß der Arzt ja normalerweise auch gar nicht, dass ich Organspender bin. Das erfährt er erst, wenn er meinen Organspenderausweis findet.

Aber wenn Du Dich auch nach reiflicher Überlegung nicht zu einem Organspenderausweis durchringen kannst, dann ist Dein Nein zum Organspenderausweis wohl für Dich die richtige Entscheidung. Dass muss man respektieren.

Das unterschreibe ich mit, bis auf eine entscheidende Sache.
Es wird immer wieder nicht erwähnt, dass auf einem Organspendeausweis folgende Sachen angekreuzt werden können
x JA, ich gestatte, dass nach blah Feststellung meines Todes meinem Körper Organe UND Gewebe entnommen werden kann.
oder x JA, ich gestatte dies, mit Ausnahme folgender Organe und Gewebe
oder x JA, ich gestatte dies, jedoch nur für folgende Organe/Gewebe
oder x NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen und Gewebe.
ODER x Über JA ODER NEIN soll dann folgende Person entscheiden:
xxx
Also, die AUSSAGE, du hast einen Organspendeausweis sagt lediglich etwas darüber aus, dass du in IRGENDeiner Form eine Aussage dazu gemacht hast, nur nicht welche:-)
Und das ist gut so, akzeptiere ich.

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Ich bin halt zu dem Entschluß gekommen, einen Organspenderausweis auszufüllen, weil ich darin vertraue, dass ein Arzt hier keine Kosten-Nutzen-Abwägung macht. Außerdem weiß der Arzt ja normalerweise auch gar nicht, dass ich Organspender bin. Das erfährt er erst, wenn er meinen Organspenderausweis findet.

Aber wenn Du Dich auch nach reiflicher Überlegung nicht zu einem Organspenderausweis durchringen kannst, dann ist Dein Nein zum Organspenderausweis wohl für Dich die richtige Entscheidung. Dass muss man respektieren.

Das unterschreibe ich mit, bis auf eine entscheidende Sache.
Es wird immer wieder nicht erwähnt, dass auf einem Organspendeausweis folgende Sachen angekreuzt werden können
x JA, ich gestatte, dass nach blah Feststellung meines Todes meinem Körper Organe UND Gewebe entnommen werden kann.
oder x JA, ich gestatte dies, mit Ausnahme folgender Organe und Gewebe
oder x JA, ich gestatte dies, jedoch nur für folgende Organe/Gewebe
oder x NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen und Gewebe.
ODER x Über JA ODER NEIN soll dann folgende Person entscheiden:
xxx
Also, die AUSSAGE, du hast einen Organspendeausweis sagt lediglich etwas darüber aus, dass du in IRGENDeiner Form eine Aussage dazu gemacht hast, nur nicht welche:-)
Und das ist gut so, akzeptiere ich.


Stimmt.
Ich habe der Entnahme von Organen zugestimmt.
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Gegenfrage

Ich nehme deine Bedenken durchaus ernst und will dich auch nicht überreden, aber deine Aussage bringt mich zu einer Rückfrage:

Versucht man in einem Notfall, bei dem die Überlebenschance gering ist noch alles und riskiert damit, dass die Organe Schäden nehmen? Oder gibt man auf und nutzt die Zeit lieber, um die Organe zu retten?


Wenn die Ärzte versuchen, dein Leben zu retten - dann werden Sie dir doch auch nichts geben, das deine Organe schädigt!?! Und andersrum müssen sie ja auch den Kreislauf und die Atmung aufrecht erhalten, um die Organe zu erhalten.

Ein entweder-oder kann ich da nicht erkennen.
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Natürlich nicht. Aber es kann ja auch Unfälle geben, bei denen der Erhalt der Organe gefährdet ist.
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Sorry, kapier ich nicht.

Wer Organe retten will, muss immer das Herz-Kreislauf-System retten.

Ob du überlebst oder nicht, entscheidet sich bei der Hirnschädigung (egal ob durch Verletzung oder durch Sauerstoffmangel).
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Neulich wollte ich mal Blut spenden und die haben mich nicht genommen, weil ich bei meinem Lebenswandel nicht ausschließen kann, dass mich mal eine Zecke gebissen hat.
Deswegen sollte ich vorher noch mal zum Arzt und der Kasse 10€ in den Hals stopfen.
Nun frage ich mich natürlich was passiert, wenn sie meine Leiche fleddern und es liegt kein Borrelien-Test vor.
Eigentlich seltsam: Vor der Blutspende wird man routinemäßig auf HIV, Hepatitis und Syphillis untersucht. Warum nicht auf Borelliose? Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand der keiner s.g. Risikogruppe angehört irgendwann von einer Zecke gebissen wurde ist doch viel höher.
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Blut und Knochenmark will von mir auch keiner - weil ich Autoimmun bin. Da wäre das Risiko für den Empfänger größer als der Nutzen.

Bei den Organen wird wohl auch eine Risikoabwägung stattfinden - aber ich denke, wenn die Organe lebensnotwendig sind, wird man das Risiko eingehen.

@bettylein - danke für die Erinnerung. Ich muss mir unbedingt noch einen Ausweis besorgen und auch meine Verfügung mal wieder erneuern. Zwar wissen mein Mann und ich gegenseitig, dass wir keinen Wert auf die Mitnahme der Organe in den Verbrennungsofen legen, aber so ein regelmäßig erneuerter Ausweis ist bestimmt nicht verkehrt.

Kapier ich eh nicht, dass bei uns die Zustimmung erforderlich ist - die meisten machen das doch nur deshalb nicht, weil sie sich für unsterblich halten.

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Euch mit diesem Thema zu nerven oder Einigen hier damit auf den Schlipps zu treten... :-)

Finde es toll, dass sich allein hier eine Menge Leute finden, die sich mit dem Thema beschäftigen. :-)

Leider fühlten sich bisher, die meisten Leute mit denen ich darüber gesprochen habe immer sehr schnell genervt. Obwohl ich nicht missionarisch damit hausieren gehe.

Bei einer Info-Veranstaltung über Mukovisizidose in der Stuttgarter Innenstadt, hatten wir auch mal einen extra Stand Infomaterial und Ausweisen. Da wurden die Standbetreuer öfters angepampt, von wegen man gehe ja Blutspenden und das sollte reichen, da bekomme man wenigstens noch eine Gegenleistung dafür.

Am krassesten hat ein Teil meiner angeheirateten Familie darauf reagiert. Da muss ich heute noch den Kopf schütteln... Ich weiß gar nicht mehr, wie wir damals auf das Thema gekommen sind. Ich glaube es ging um eine Tante meiner Schwägerin, die auf eine Spenderniere gewartet hat, aber dann keine bekommen hat.

Jedenfalls wurde so eine Sache, wie Organspenden, geschlossen abgelehnt. Da ich weiß, dass diese Familie sehr, sehr katholisch ist, fragte ich nach, ob es am Glauben liege (was ich wirklich verstehen würde).
Und jetzt kommt der Hammer, Zitat: "Die Natur hätte sich dabei schon was gedacht, wenn es Menschen gibt, die so schlimme Krankheiten haben. Und das sollte man respektieren und diese Leute nicht mit aller Gewalt am Leben halten." Außerdem sei es ja auch eine Kostenfrage. Ohne solch teure Operationen wären die "armen" Krankenkassen nicht notorisch pleite und könnten dann auch den Leuten helfen, die wirklich Hilfe brauchen und wo es sich lohnt..... Aber ich solle es nicht persönlich nehmen, das wäre allgemein gemeint und nicht auf mich und meine Krankheit bezogen...
Nett, oder??? Selbst mein Mann wusste nicht mehr, was er sagen sollte.
Gott sei Dank muss ich diese Leute nur äußerst selten sehen...
Sorry, das hat jetzt ewig in mir gebrodelt. Aber das musste jetzt mal an die Öffentlichkeit, dass es wirklich noch Menschen mit so geringer Intelligenz gibt.



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Am krassesten hat ein Teil meiner angeheirateten Familie darauf reagiert. Da muss ich heute noch den Kopf schütteln... Ich weiß gar nicht mehr, wie wir damals auf das Thema gekommen sind. Ich glaube es ging um eine Tante meiner Schwägerin, die auf eine Spenderniere gewartet hat, aber dann keine bekommen hat.

Jedenfalls wurde so eine Sache, wie Organspenden, geschlossen abgelehnt. Da ich weiß, dass diese Familie sehr, sehr katholisch ist, fragte ich nach, ob es am Glauben liege (was ich wirklich verstehen würde).
Und jetzt kommt der Hammer, Zitat: "Die Natur hätte sich dabei schon was gedacht, wenn es Menschen gibt, die so schlimme Krankheiten haben. Und das sollte man respektieren und diese Leute nicht mit aller Gewalt am Leben halten." Außerdem sei es ja auch eine Kostenfrage. Ohne solch teure Operationen wären die "armen" Krankenkassen nicht notorisch pleite und könnten dann auch den Leuten helfen, die wirklich Hilfe brauchen und wo es sich lohnt..... Aber ich solle es nicht persönlich nehmen, das wäre allgemein gemeint und nicht auf mich und meine Krankheit bezogen...



Solche Leute gibt es leider immer noch. Das sind meist die, die bei jedem Hühnerauge sterbenskrank sind. Aber wehe, wenn sie oder ihr eigenes Kind dann mal in eine solche Lage kommen, dann sieht es schnell ganz anders aus.

Im übrigen: Mit dem katholischen Glauben kann es nichts zu tun haben, selbst der Papst spricht sich mittlerweile nicht mehr gegen Organspenden aus.

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Mit dem katholischen Glauben kann es nichts zu tun haben


Na ja - es gibt da schon Leute, die das anders als der Papst sehen... http://www.theologe.de/theologe17.htm

Aber solche Leute kann man generell nicht ernst nehmen - eine aus dieser Kategorie hat mir mal erklärt, Gott würde mir meine Schmerzen/Krankheit schicken, weil er etwas besonderes mit mir vorhat. Und deshalb könnte ich auch keine Kinder bekommen. Ich hätte ihr ja nur zu gerne erklärt, was ich davon halte...aber ich weiß nicht, ob sich das sehr christlich angehört hätte.
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Aber solche Leute kann man generell nicht ernst nehmen - eine aus dieser Kategorie hat mir mal erklärt, Gott würde mir meine Schmerzen/Krankheit schicken, weil er etwas besonderes mit mir vorhat. Und deshalb könnte ich auch keine Kinder bekommen. Ich hätte ihr ja nur zu gerne erklärt, was ich davon halte...aber ich weiß nicht, ob sich das sehr christlich angehört hätte.


Ich lag mal im Krankenhaus im Zimmer mit einer sehr gläubigen alten Dame, die strikt Schmerzmittel verweigert hat. Stattdessen hat sie tagsüber und auch die ganze Nacht (!) hindurch laut (!) gebetet und Gott gefragt, warum er ihr diese Schmerzen antut...
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Solche Leute gibt es leider immer noch. Das sind meist die, die bei jedem Hühnerauge sterbenskrank sind. Aber wehe, wenn sie oder ihr eigenes Kind dann mal in eine solche Lage kommen, dann sieht es schnell ganz anders aus.

Zu den Kosten im Falle der Peritonealdialyse, die übrigens nicht mehr die günstigere Form der Dialyse sein soll, früher, also 1990 war das noch so.
http://www.baxter.com/---/bplpc.pdf
Wobei hier Einmalinvestitionen von reinen Verbrauchsgütern zu unterscheiden sind (zB Titanadapter / Glucoselösungen oder das eigentliche Gerät).
Habe diese Seite erst vor kurzem entdeckt und war ganz baff. Klar war mir schon, dass die Verbrauchsgüter auch ihren Preis haben, aber so viel Preis...
Im Unterschied dazu eine einmalige OP.
So. Bei aller Lobhudelei sollte nicht vergessen werden, dass es für jedes Organ unterschiedliche Haltbarkeitsdaten gibt. Die meisten wissen nicht, dass ein fremdes Organ jederzeit wieder abgestoßen werden kann, es gibt dafür Statistiken.
Auf keinen Fall ist die Sache ein für alle Male gegessen, nur weil transplantiert wird.
Das Problem ist heutzutage nicht mehr die OP sondern die Zeit danach.
Mein Transplantat ist übrigens seit dem 08.06.1990 drin, 16 Jahre war es funktionstüchtig, jetzt hat es noch eine "Restfunktion", welche überhaupt eine Peritonealdialyse möglich macht.
Ganz ohne mit dieser Dialyseform ginge es nämlich nicht.

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RE: Hornhaut

ich seh gerade - weil ich hier nochmal nachlesen wollte, was noch so mitgeteilt wird von den BCern - recyclemouses Fragezeichen zu meinem Beitrag. - Es war die Hornhaut des Auges! - nebenan ist die Augenklinik

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ich seh gerade - weil ich hier nochmal nachlesen wollte, was noch so mitgeteilt wird von den BCern - recyclemouses Fragezeichen zu meinem Beitrag. - Es war die Hornhaut des Auges! - nebenan ist die Augenklinik


Dass es nicht die Schwielen von der Hand sind war mir schon klar:-)
Die Frage für mich war eher, ach egal, ich weiß gerade nicht, wie ich es formulieren soll.
Edith, statt einer Formulierung
http://de.wikipedia.org/---/Hornhaut
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So. Bei aller Lobhudelei sollte nicht vergessen werden, dass es für jedes Organ unterschiedliche Haltbarkeitsdaten gibt. Die meisten wissen nicht, dass ein fremdes Organ jederzeit wieder abgestoßen werden kann, es gibt dafür Statistiken.
Auf keinen Fall ist die Sache ein für alle Male gegessen, nur weil transplantiert wird.
Das Problem ist heutzutage nicht mehr die OP sondern die Zeit danach.
Mein Transplantat ist übrigens seit dem 08.06.1990 drin, 16 Jahre war es funktionstüchtig, jetzt hat es noch eine "Restfunktion", welche überhaupt eine Peritonealdialyse möglich macht.
Ganz ohne mit dieser Dialyseform ginge es nämlich nicht.



Genau. "Die Sache" ist danach nie gegessen. Aber ich für mein Teil kann damit sehr gut leben, wenn ich bedenke, dass ich vor 10 Jahren keine 50 Meter mehr laufen konnte, weil mir dann die Luft wegblieb.
Meine Lunge hat jetzt auch nicht mehr ihre volle Funktion, aber mein Herz ist kerngesund und ich kann damit noch jahrelang gut leben, falls es so bleibt. Alles besser, als mit Mitte Dreißig sterben zu müssen, nur weil es keine Organe gibt.
Den meisten Menschen, die Angst vor einer Spende haben, ist nicht klar, dass sie hirntot sein müssen, bevor eine Organentnahme in Frage kommt. Und Hirntod bedeutet, dass danach nur noch der endgültige Tod folgen kann. Denn wenn das Gehirn abgestorben ist, kann der Körper nur noch mit Maschinen am Leben erhalten werden.
Wenn mir das passiert, dann sollen sie abschalten und mit meinen Organen anderen helfen (habe übrigens auch einen Spenderausweis).
Der Hirntod muss in Deutschland von 2 unabhängigen Ärzten, die nicht zum Klinikpersonal gehören, festgestellt werden.
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Der Hirntod muss in Deutschland von 2 unabhängigen Ärzten, die nicht zum Klinikpersonal gehören, festgestellt werden.

Wie sieht das in der Praxis aus? Wo kommen diese unabhängigen Ärzte her?

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Wie sieht das in der Praxis aus? Wo kommen diese unabhängigen Ärzte her?



Hier in Bad Oeynhausen wird ein Neurologe zugezogen, der seine Praxis in der Stadt hat. Woher der zweite Arzt geholt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

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Den meisten Menschen, die Angst vor einer Spende haben, ist nicht klar, dass sie hirntot sein müssen, bevor eine Organentnahme in Frage kommt. Und Hirntod bedeutet, dass danach nur noch der endgültige Tod folgen kann. Denn wenn das Gehirn abgestorben ist, kann der Körper nur noch mit Maschinen am Leben erhalten werden.
Wenn mir das passiert, dann sollen sie abschalten und mit meinen Organen anderen helfen (habe übrigens auch einen Spenderausweis).
Der Hirntod muss in Deutschland von 2 unabhängigen Ärzten, die nicht zum Klinikpersonal gehören, festgestellt werden.


Hm... Das wusste ich auch nicht. Weißt du da Näheres dazu?
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In Österreich

braucht man nur einen Ausweis, wenn man nicht!!!! Organe spenden will.
Das ist viel einfacher, schneller und effektiver.
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Hab schon häufiger mit dem Gedanken gespielt, mir so einen Ausweis zuzulegen.
Wollte deswegen sogar schon den "Tag der Organspende" besuchen (eine Veranstaltung, die hier in Frankfurt stattfand und die ich Dank meiner über-verspäteten Schwester komplett verpasste).
Ich werd mich auf jeden Fall mal genauer darüber informieren. Irgendwas wollte ich in der Richtung schon länger tun und es mit Blut spenden anfangen, aber das darf ich leider nicht.
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trage ich einen Organspende-Ausweis mit mir herum. Ich finde es einfach wichtig... und was soll ich denn mit meinen Innereien, wenn ich sie nicht mehr brauchen kann? :-)

Leider haben meine Mutter und ich als mein Vater starb (für alle ziemlich plötzlich) nicht daran gedacht, seine Organe zur Verfügung zustellen. Er hatte zwar keinen Organspendeausweis, aber in unserer Familie war/ist immer klar, dass wir unsere Organe spenden...
Es hat allerdings auch kein Arzt nachgefragt (er lag ja intensiv und bis auf seine Lunge (Lungenembolie) war er kerngesund) und in unserer Schocksituation dachten wir erst eine Woche zu spät daran. Es wäre zu schön gewesen und wir hätten wenigstens einen kleinen Sinn in seinem Tod sehen können.
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.-

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Schleppe meinen Organspendeausweis auch mit mir rum ob ich als Spender in Frage käme muss das Fachpersonal entscheiden!Ich bin an Multipler Sklerose erkrankt und darf weder Blut noch Knochenmark spenden, musste mich nach Festigung der Diagnose aus dem Register austragen lassen!


Weil Du wahrscheinlich Medikamente einnehmen musst, oder?
Ich muß nach meiner Transplantation ja auch 'ne Menge Medis schlucken und darf deshalb kein Blut etc. spenden aber Organspender könnte ich werden.
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Ja ich nehme Medikamente aber auch ohne dürfte ich nicht spenden, weil bis heute einfach nicht erforscht ist wo die MS her kommt!Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme! Und bei den Organen dürfte das eben der Arzt entscheiden!
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Oh, welch hitzige Diskussionen !

Auch ich habe schon länger einen Spenderausweis beim Personalausweis beiliegen.
Aber es kostet halt Überwindung, an den möglichen eigenen Tod zu denken (betrifft auch entspr. Versicherungen).

Da wäre es hilfreicher, müßte man auch in Deutschland nicht tätig werden zum Zustimmen sondern zum Widersprechen - aber was macht man dann, wenn der "Widerspruchsausweis" in einer "anderen Tasche/Jacke" steckt ???

Aber was hat -entschuldigung- der Sarg oder die Urne von den Organen ? Dann doch lieber jemand Anderm zu mehr Lebensqualität verhelfen ...

PS:
Bei diesem Thema muß auch ich immer mal wieder an den Film "Fleisch" denken (ca. 80er Jahre); da ging es um Entführung von Touristen (?) zwecks Organraub ...

GN8
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Fleisch

Oh, welch hitzige Diskussionen !

Auch ich habe schon länger einen Spenderausweis beim Personalausweis beiliegen.
Aber es kostet halt Überwindung, an den möglichen eigenen Tod zu denken (betrifft auch entspr. Versicherungen).

Da wäre es hilfreicher, müßte man auch in Deutschland nicht tätig werden zum Zustimmen sondern zum Widersprechen - aber was macht man dann, wenn der "Widerspruchsausweis" in einer "anderen Tasche/Jacke" steckt ???

Aber was hat -entschuldigung- der Sarg oder die Urne von den Organen ? Dann doch lieber jemand Anderm zu mehr Lebensqualität verhelfen ...

PS:
Bei diesem Thema muß auch ich immer mal wieder an den Film "Fleisch" denken (ca. 80er Jahre); da ging es um Entführung von Touristen (?) zwecks Organraub ...

GN8

Hitzig? Wo?
Der Film Fleisch ist ein Alptraum für mich. Hat mich sozusagen über Jahre begleitet, sowohl die Bilder im Kopf wie auch die permanente Nennung.
Genauso ein Alptraum ist die eine Option im Organspendeausweis,
"ODER x Über JA ODER NEIN soll dann folgende Person entscheiden:
xxx".
Gesetzt den Fall, mich würde jemand in die Zeile eintragen*würg*
Hatte mal lange Gespräche mit einem Apotheker von mir, seine Schwester war ebenfalls dialysepflichtig. Sie hatte ihn im Patiententestament und Organspendeausweis eingesetzt, letzte Entscheidungen zu treffen.
Was sich zunächst als so einfach darstellte entpuppte sich für ihn im Nachhinein als Drama.
Gewisse Entscheidungen sollte man schon selbst treffen und sie nicht anderen aufbürden.
Auch ist es immer besser, Verwandte mit dieser eigenen Entscheidung rechtzeitig anzufreunden.
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also die Widerspruchsregelung.

Einen Organspendeausweis habe ich schon sehr lange, da es in meiner Familie einige Ärzte, Krankenschwestern usw. gibt.

Ich brauch doch meine Organe nicht mehr, wenn ich tot bin. Warum sollten sie mit in den Friedwald???
Dann doch lieber einem anderen Menschen das Weiterleben ermöglichen.
Und wie schon zu Recht erwähnt wurde: ich kann jederzeit auch ein Organ benötigen und würde dann auch sehr gern weiter leben....
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Also

ich habe sowohl einen Organspendeausweis, als auch einen Körperspendeausweis. Ihr wisst schon- Gunther von Hagen... Der mit den Plastikleichen. Wenn ich tot bin kann ich noch was nutzen. Erst meine Organe, dann der Rest als Anschauungsmaterial in der medizinischen Ausbildung. Das ist ja Hagens erster Markt- der Rest ist ja nur "Sahnehäubchen".
Insgesamt finde ich die Debatte ob NICHT, echt peinlich! Jeder von uns will leben und wenn ich irgendwo verrotte hat keiner was davon. Also, warum nicht damit noch helfen?
Vielleicht haben so viele BC-ler einen Ausweis, weil sie das mit dem Weitergeben richtig "verinnerlicht" haben?! *duw*
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empfinde ich es, der Familie klar seine eigenen Wünsche zu äussern. Die Entscheidungsfindung mit Ausweis ist natürlich einfacher, aber immer "am Mann" ist er im Zweifelsfall ja nicht. Denjenigen, die im Falle meines Hirntodes neben meinem Bett stehen soll vorher schon klar sein, in welche Richtung es geht. Deswegen finde ich es gut, wenn reichlich darüber gesprochen und aufgeklärt wird.

So, und jetzt aus erster Hand: Ärzte würden NIEMALS!!! die Behandlung eines Patienten schleifen lassen nur weil er Organspender ist! Der Patient muss absolut stabil und in "gutem Zustand" sein, bevor mal an die Hirntod-Diagnostik gehen kann. Es müssen 2 Untersuchungen von unterschiedlichen Ärzten sein, und es müssen etliche Stunden zwischen den Untersuchungen liegen (so wird es zumindest bei uns gehandhabt): also --> der Körper muss (unterstützt von Beatmungsgerät und ggf. Katecholaminen) perfekt funktionieren. Und man fängt erst dann an, über eine "Explantation" nachzudenken, wenn klar ist, dass das verletzte Gehirn keine Chance mehr hat. Nicht vorher.

Eben vor genau einer Woche hatten wir es mit einer überforderten Familie zu tun, die nie über Organspende gesprochn hatten und zum wichtigen Zeitpunkt keine Ahnung über die Wünsche der Verunglückten hatten. Tja, die Entscheidung fiel dagegen. Schade und traurig. Also: Ausweis ist gut, klare Worte zu allen nahen Menschen ist wichtiger. (selbstverständlich habe ich auch einen)
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empfinde ich es, der Familie klar seine eigenen Wünsche zu äussern.


und was ist, wenn die family dagegen ist?
ganz konkret:
als ich mich vor fast 30 Jahren um meinen ersten Spenderausweis kümmerte
(fast 16 jahre alt, europaweite motoradtouren im Club) sagte mir ein Anwalt, dass meine Eltern meine Entscheidung sozusagen überstimmen könnten..
udn zwar zu meinem entsetzen:
auch noch 3 Jahre später, wenn ich volljährig bin- deswegen hab ich damals eine notarielle Verfügung gemacht, dass man bitte meinen Willen gelten lassen solle udn auch bei diversen Freunden nachfragen kann, ...
(wurde begründet mit ruf von Organspenden udn leiden der angehörigen...)

gilt das etwa heute noch?
dass ggf die Entscheidung der Angehörigen Vorrang hat?
vor einem eigenhändig unterzeichneten Ausweis eine(r/s) Volljährigen???

(durch diverse Erkrankungen/Entwicklungen im Verwandtenkreis traut sich meine Mutter inzwischen nicht mehr, was dagegen zu sagen..
also ich bin jetzt wohl auf der sicheren Seite, hab aber trotzdem noch eine andre Person drin stehn, der hoffentlich meinen willen bestätigt, falls nötig.)

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und was ist, wenn die family dagegen ist?

gilt das etwa heute noch?
dass ggf die Entscheidung der Angehörigen Vorrang hat?
vor einem eigenhändig unterzeichneten Ausweis eine(r/s) Volljährigen???

Bestimmt kein Problem für Andersdenkende, diesen Ausweis elegant untern Tisch fallen zu lassen.
Ich habe dem entgegengewirkt, indem ich im Patiententestament noch einmal meinen Willen ausführlich dargelegt habe, und da ich eh häufigen Kontakt mit meinem Krankenhaus habe, der entsprechenden Ärztin alles noch einmal dargelegt habe.
Du musst auch beachten, dass ein Patiententestament auf "Gesunde" zugeschnitten ist.
Das Merkmal "Lebensverlängerung mittels Dialyse" fällt ja bei mir schon mal ganz flach.
In meiner Patientenakte im Krankenhaus ist meine Patientenverfügung mit beigefügt.
Bringt alles nur etwas, würde ich im Falle eines Unfalls oä auch in dieses Krh gebracht, einen so engen Radius hat aber kaum jemand...
Zumindest denke/glaube ich, dass ich so viel vorgegeben habe, dass da kaum noch eine fremde Person den Fuß zwischen die Tür bekommt und etwas bestimmt, was ich nicht will.

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und was ist, wenn die family dagegen ist?


Der Antwort von recyclemouse möchte ich mich anschließen.
Mir fällt nur eines auf: Wenn Du einen Spenderausweis bei Dir trägst, sollte deine Familie dann im Falle des Falles nicht deinen willen respektieren, selbst wenn sie von einem Arzt noch mal gefragt werden?

Ich könnte mir denken, das setzt intensive Gespräche über dieses Thema voraus und DAS ist meist der Knackpunkt: Das wir Angst haben, uns mit dem eigenen Tod zu beschäftigen.
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Ich könnte mir denken, das setzt intensive Gespräche über dieses Thema voraus und DAS ist meist der Knackpunkt: Das wir Angst haben, uns mit dem eigenen Tod zu beschäftigen.


ich habe mich offensichtlich schon früh und intensiv damit auseinandergesetzt
(nicht nur, weil ich chronisch krank bin)...
((näheres gern per pm, ))
aber jahrelang gegen Betonköpfe anreden ist anstrengend,
udn ich brauch mein bisschen kraft dringender, also irgendwann findet man Ausweichlösungen...
(zb mehrere ausweise, udn das Thema so oft als möglcih mit fast jedem ansprechen, damit im falle des Falles der "öffentliche" Druck ( udn meine family gibt viel auf das, wann "man" tut) hoffentlich ...wirkt.)

aber du hast recht, die meisten Leute sind eher irritiert, wenn ein "noch junger" Mensch sich ohne dringenden Anlass mit dem Thema beschäftigt udn eine eigene entschiedene Meinung vertritt...

@recyclemouse:
ist patiententestament dasselbe wie pat- verfügung oder muß ich noch was Ausfüllen???
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Ich könnte mir denken, das setzt intensive Gespräche über dieses Thema voraus und DAS ist meist der Knackpunkt: Das wir Angst haben, uns mit dem eigenen Tod zu beschäftigen.


@recyclemouse:
ist patiententestament dasselbe wie pat- verfügung oder muß ich noch was Ausfüllen???

ist ein umfangreiches Thema. Je umfangreicher und detaillierter man schriftlich alles festhält, um so größer die Chance, dass deinem Wunsch wirklich entsprochen wird.
Dürfte dir nicht schwer fallen.
Guck mal hier:
http://www.patientenverfuegung-kostenlos.de/Patientenverfuegung-Vorlage.html
*seufz*
Hat schon was damit zu tun, wenn man lange Zeit chronisch krank ist. Hier noch ein Tablettchen, da noch mal ins Krankenhaus. Und am Ende kommt das Hamsterrad. Dreht sich alles nur noch um Krankheit. Heutzutage muss man in der Lage sein, von sich aus einen Punkt zu setzen. Und dafür muss man wiederum halber Jurist sein.


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Mir fällt nur eines auf: Wenn Du einen Spenderausweis bei Dir trägst, sollte deine Familie dann im Falle des Falles nicht deinen willen respektieren, selbst wenn sie von einem Arzt noch mal gefragt werden?


ja, das wäre schön....
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hat das ZDF folgendes Interview veröffentlicht und ich
habe ein wenig Forumsarchäologie betrieben:
"Hauptsache jeder weiß, was Du wolltest" - Interview zum Tag der Organspende
https://www.zdf.de/---/interview-zur-organspendebereitschaft-in-deutschland-hintergrund-100.html

Ärgerlich finde ich an dem Interview, dass die diversen Organspendeskandale darin nicht erwähnt werden, obwohl gerade in deren Folge die Zahl der Organspenden massiv zurück gingen. Hier ein Artikel der Süddeutschen Zeitung dazu:
http://www.sueddeutsche.de/---/goettinger-organspende-skandal-auffaelliger-geldtransfer-1.1428256
Ich habe trotzdem nach wie vor einen Organspenderausweis und darauf der Entnahme zugestimmt. Wie seht Ihr die Sache?

Hier kann man Organspendeausweise bestellen oder ausdrucken:
https://www.organspende-info.de/organspendeausweis
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Jeder sollte überlegen, ob er, falls es ihn oder einen Angehörigen oder Freund etc. trifft: Was würde ich mir wünschen. Würde ich auf eine Organspende hoffen? Ist auch nur der Ansatz einer Hoffnung auf ein Fremdorgan da, habe ich die Pflicht, selbst einen gültigen Organspendeausweis bei mir zu tragen. So ist das meiner Meinung nach einfach. Ich kann nicht von allen Anderen fordern und mich selbst da raus halten.
Immer wieder Skandale hoch zu holen und zu erörtern bringt meiner Meinung nach nichts. Da gibt's ein paar schwarze Schafe und automatisch werden in den Köpfen der Leute alle Krankenhäuser und Beteiligten über einen Kamm geschoren. Ich denke, wir kriegen diese Art der Kriminalität nur in den Griff, wenn wir das "Angebot" erhöhen,- also Organe per Organspendeausweis zur Verfügung stellen. Ich bin auch dafür, dass das Verfahren geändert wird. Und zwar dahingehend, dass wir aktiv der Organspende widersprechen müssen, ansonsten besteht Einverständniss mit einer Entnahme.

https://www.organspende-info.de/organspendeausweis
https://www.organspende-info.de/---/bestellen (in verschiedenen Sprachen möglich).
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Immer wieder Skandale hoch zu holen und zu erörtern bringt meiner Meinung nach nichts.

In dem Interview geht es auch um die nachlassende Spendenbereitschaft und die diversen Organspendenskandale (nicht nur in Gießen sondern auch in Franken und im Ruhrgebiet etc..) haben halt wesentlich zu dem Rückgang beigetragen. Daher hätten diese Skandale in dem Interview angesprochen gehört.

Gäbe es die Widerspruchslösung, dann würde ich wohl Widerspruch einlegen, schon allein weil der Staat nichts zu kamellen hat, ob ich Organe spende oder nicht. Freiwillig ja, gezwungen nein.
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wie geht es bettylein, habe schon lange nichts mehr von ihr gelesen.

Bin für die Organspende.
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Ab und zu treffe ich sie mal zufällig bei uns in Nürnberg. So weit ich weiß, geht es ihr recht gut.
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Gerade hab ich nämlich keinen Ausweis und muss das ändern (seit dem letzen Portemonnaie-Klau immer nicht dran gedacht, einen neuen auszufüllen) - obwohl es für mich ein klares Ja zur Organspende ist. Müssen die halt gucken, was brauchbar ist, vom Blut- oder Stammzellspenden bin ich aus diversen Gründen ausgeschlossen, aber vielleicht ist noch was brauchbar - die Raucherlunge darf ich wohl "behalten".
Patientenverfügung hab ich auch nur auf dem PC, die sollte ich auch mal ausdrucken und woanders deponieren.

Ich bin ja allgemein für eine Opt-out-Regelung (es wird angenommen, dass du spendest, außer wenn du dein Nein explizit festhältst), kann aber zumindest ein bisschen die Ängste von Leuten nachvollziehen, dass der Nein-Ausweis "zufällig" verschwindet - wobei ich trotz Skandalen den meisten Ärzten durchaus mehr Moral zutraue.

Wichtiger als Opt-in oder Opt-out finde ich aber, dass die Frage überhaupt gestellt und woanders als auf einem optionalen Pappkärtchen festgehalten wird.
Auf jedem Antrag für Personalausweis, Führerschein, Krankenkassenkarte... ankreuzen müssen, damit keiner im Fall der Fälle zweifeln muss.
Das "erwischt" dann sowohl die, die sich nie Gedanken darüber gemacht haben wie die Schussel, die eine klare Meinung, aber aus diversen Gründen grad kein Pappkärtchen haben.
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Gern geschehen!
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Ich habe mir letztes Jahr einige Organspendeausweise schicken lassen und sie in freizulassende Bücher eingelegt. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Euch.
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Das ist eine gute Idee. Vielen Dank für den Denkanstoß!
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Ich habe mir letztes Jahr einige Organspendeausweise schicken lassen und sie in freizulassende Bücher eingelegt. Vielleicht ist das ja eine Anregung für Euch.

Danke für den Tipp.
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Die diversen Skandale haben mich nicht davon abgehalten, den Ausweis zu behalten, und zwar aus zwei Gründen:

- Würde ich es mir jetzt anders überlegen, dann müssten Menschen darunter leiden, die an dem Skandal gar nicht schuld sind, nämlich die Kranken

- Zwar war da, was z.B. an der Regensburger Uniklinik gelaufen ist, eine riesige Sauerei - aber trotzdem haben die Organe dort Menschen bekommen, die sie brauchten, wenn auch leider nicht die, die sie am dringendsten gebraucht hätten
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Gäbe es die Widerspruchslösung, dann werde ich sofort Widerspruch einlegen, schon allein weil der Staat nichts über meinen Körper zu entscheiden hat, ob ich Organe spende oder nicht. Freiwillig nein. Nach den Skandalen. Gezwungen nein.
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Gäbe es die Widerspruchslösung, dann werde ich sofort Widerspruch einlegen, schon allein weil der Staat nichts über meinen Körper zu entscheiden hat, ob ich Organe spende oder nicht. Freiwillig nein. Nach den Skandalen. Gezwungen nein.



Du kannst auf dem Organspende Ausweis auch ankreuzen das du nicht spenden möchtest!
Das hat nichts mit dem Staat zu tun und du kannst auch angeben was du Spenden magst und es ist eine Initiative die von DKMS.
Das wäre auch ein guter Hinweis für den Fall der fälle, der hoffentlich nicht eintritt.

@Topic: Ich hab seit meinem 12. Lebensjahr einen Organspende Ausweis.
Da eine Groß Cousine von mir eine Leber erhalten hat. Seitdem befasse ich mich damit.

@RalfH danke für die Idee mit den Ausweisen im Buch was ich freilassen möchte.

Beste grüße Wurm666 aus Berlin

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@wurm666 Die DKMS hat mit Organspenden nichts zu tun. Bei der DKMS geht es um Stammzellenspenden.
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Schlicht mit dem Hintergrund, dass wenn ich ein Organ gespendet haben möchte (obwohl ich hoffe, nie in diese Situation zu kommen), muss ich auch bereit sein zu geben.
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Ich habe den Organspendeausweis sicher schon 30 Jahre, war Jahrelang regelmäßig Blut spenden und auch bei der DKMS registriert.
Blut spenden darf ich aber Aufgrund von regelmäßiger starker Medikamenteneinnahme nicht mehr und DKMS leider auch nicht mehr.
Für mich war das immer eine Selbstverständlichkeit, die nicht weh tut und nichts kostet.
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Ich wünsche JEDEM, auch denjenigen, die nicht bereit sind, zu spenden, dass sie NIEMALS in die Lage kommen werden, auf ein Spendeorgan oder auf Knochenmarkspenden angewiesen zu sein. Allerdings kann es jeden, Jederzeit treffen, darüber sollte man sich mal Gedanken machen.
Wenn man einen geliebten Menschen oder gar ein Kind sterben sieht, weil es nicht genug Spenderorgane gibt, das ist das Allerschlimmste, was einem im Leben wiederfahren kann.

Ich apperliere nochmal an alle, sich wirklich erstmal gründlich und umfassend zu informieren, bevor ihr eine Entscheidung trefft, egal, wie sie auch ausfällt. Und die Informationen solltet ihr euch an neutraler Stelle holen.
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Ich habe einen Organgspendeausweiß und ich bin bei der Stefan Morsch-Stiftung registriert als Stammzellenspender. Blutspenden war ich schon ewig nimmer, da ich leider lange Zeit starke Medikamente nehmen musste und einige OP´s hatte in den letzten Jahren.

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