corner corner Kleben für die Ewigkeit - was habt ihr für Erfahrungen, Empfehlungen und Tips?

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Ok, da das Thema nicht tot zu kriegen ist, senfe ich jetzt auch noch dazu.
Von allen Klebstoffverbindungen ist die von Papier mit Papier die einfachste. Der Buchbinder nimmt dazu zwei Produkte, 1. Kleister und 2. Leim. Beide sind in der Regel einigermassen alterungsbeständig.

Kleister
dient eher dazu, grossflächig zu kleben, ist also für Etiketten ins Buch nicht so doll. Ausserdem muss er frisch gemacht werden, ich nehme ihn manchmal, wenn ich sowieso gerade welchen habe. Und zwar entweder Weizenstärkekleister oder Reisstärkekleister. Kochrezept auf Anfrage. Oder Methylzellulosekleister, vulgo Tapetenkleister. Den habe ich auch manchmal bereit, wenn ich Kleisterpapiere mache. Durch Zugabe von Leim werden alle Kleister wasserfester und härter.

Leim
die alten Buchbinder und Tischler haben sich ihre Leime selber gekocht. Aus Tierabfällen in einem Topf in der Werkstatt. Muss gestunken haben wie Hund. Vorbereitete Tierleime gibt es für Restaurierungsarbeiten - nur so zur Info, die Verwendung des Zeugs fürs Etikettenkleben will ich nicht empfehlen.
Heute gibt es Dispersionsleime (Weißleime), einmal zur Verwendung mit Papier (Planatol) und einmal mit Holz (Ponal). Der Unterschied besteht darin, dass Ponal eine unbiegsame Verbindung herstellt, Planatol eine biegsame. Deshalb ist Ponal nicht für Buchbinderei geeignet. Da aber Etiketten eine kleine Fläche haben, geht es dafür hervorragend. Und meistens, wenn ich nicht gerade aus dem grossen Planatol-Eimer was abgefüllt habe, klebe ich Etiketten mit Ponal.

Pritt- und Tesastifte sind auch Weißleime, aber weil sie in der "praktischen" Stiftform sind, trocknen sie aus, ziehen Fäden und gehören in die Tonne mit der Aufschrift "moderner Konsumentenschrott" entsorgt.

Lösungsmittelhaltige Klebstoffe sind zum Papierkleben völlig überflüssig, weil Umwelt und Gesundheit belastend, ohne einen sinnvollen Mehrnutzen zu bringen. Wer trotzdem schnüffeln will, greift zu Coccoina, ein Kartoffelstärkekleister mit Mandelaroma, in der runden Aludose, mit dem Pinsel in einer Aussparung in der Mitte. Ja, die Älteren unter uns erinnern sich wehmütig, das gabs von Pelikan ganz früher auch mal.

Suse

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Kleben möchte ich - natürlich - BookCrossing-Etiketten in BookCrossing-Bücher. (Ist das Thema jetzt OT?)
Ich habe bei meinen Physikheften gesehen, daß mit Prittstift (oder war's tesa-Stift?) eingeklebte Blätter sich nach zwei Jahren ganz leicht ablösen lassen. Ich hatte auch mal ein noch älteres Heft in der Hand, bei dem die Zeichnungen von selber herausfielen. Das war wahrscheinlich auch Klebestift.
1. Fazit: Physikzeichnungen werden vorsichtshalber festgetackert und BookCrossing-Etiketten nicht mit Klebestift eingeklebt.

ABER WELCHER KLEBER HÄLT DENN WIRKLICH LANGE?
Und taugt zusätzlich auch für Papier? Und ist schwierig abzulösen? (Wer meine Etiketten abreißen will, den kann ich nicht davon abhalten, aber dann soll er gefälligst jede Menge Arbeit damit haben und hinterher am verunstalteten Buch sehen, was er davon hat! ;-) )

Damit habe ich bisher geklebt:
Mein KLEBEROLLER ist zwar total praktisch, aber in Punkto Haltbarkeit bin ich skeptisch. Ich habe ihn aber auch erst seit ca einem Jahr.
Lösungsmittelfreier FLÜSSIGER KLEBSTOFF (von tesa, glaub ich) wellt das Papier so und läuft an den Seiten raus. Wie lange klebt der?
Das Buch, das ich morgen freilassen werde, hat PATTEX POWER-KLEBER über sich ergehen lassen müssen. Der wellt kaum, ist aber vermutlich teuer (keine Ahnung, wie teuer, der ist mir in der Küchenschublade begegnet! ;-) ) Die Klebung hält jetzt Temperaturen von -50° bis 120° aus und ist wasserfest. (Nur das Buch leider nicht! ;-) )
Hat jemand vor Jahren irgendwodrauf AVERY-ZWECKFORM-ETIKETTEN geklebt? Gehen die ab? Ich habe mir jetzt nämlich welche zugelegt.
PONAL HOLZLEIM steht auch noch im Keller 'rum und wird demnächst getestet, wenn mir nicht schnell einer davon abrät. :-)
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so lächerlich ist das doch gar nicht

(oder?)
(grins)
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hey!! ich find das ueberhaupt nicht laecherlich, genau das hab ich mir naemlich auch schon gesagt....BC Buecher sollen das schliesslich auch bleiben.......
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den guten alten Uhu, Prittstifte sind ja total fürn A..., das weiß man doch von den Fotos, die früher so ins Album geklebt wurden und einem immer entgegenfliegen, wenn man blättert :)

Ich glaub, ein flüssiger Kleber reicht. Sollte ich mir aber mal wieder einen Sprühkleber kaufen, wird es auf alle Fälle der werden.

*denk*
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Tackern. :-)

Tja, nix hält für die Ewigkeit... Ich würde einfach drauf hoffen, dass ein netter Mensch das Label wieder festklebt wenn es sich löst.

Falls es darum geht, Bücher dadurch für "andere Zwecke als BC" untauglich zu machen, scheint der beste Weg zu sein, den Blattschnitt mit Edding oder sowas mit der BCID zu beschriften.
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wenn der Kleber länger hält als die Bücher.
Pattex Power-Kleber für ein paar Aufkleber? Ach du liebe Güte...

(Das war das Öko-Wort zum Montag. Bitte beachten Sie die Hinweise ihres Blauen Engels.)
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durchsichtiger Buchbindfolie ein.
Manchmal aber nur über die Labels ein kleines Stück. Dann macht es den Labels auch nichts aus, wenn sie ein paar Tropfen Wasser abbekommen.
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> durchsichtiger Buchbindfolie ein.

Ah, das interessiert mich! Was kostet denn so Zeugs und wo krieg ich das? Und weitergehende Frage: Kriegt das auch so ein Spezialist für krumpeliges Klebefolienauftragen wie ich irgendwie mit einem Trick glatt hin?
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ich wuerd mal vermuten das Zeug gibts im Schreibwarenladen. Kenn das noch von der Grundschule, da hab ich auch immer meine Buecher mit eingebunden.

Tip: nicht das ganze Buch binden sondern nur das Label, also kleinere Stuecke nehmen......
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> ich wuerd mal vermuten das Zeug gibts im
> Schreibwarenladen. Kenn das
> noch von der Grundschule, da hab ich auch
> immer meine Buecher mit eingebunden.

Das ist dann aber schon so flächig selbstklebend, oder? Ich kenn zum Büchereinbinden aus Schultagen nur diese durchsichtigen Umschläge mit so nem schmalen roten Rand oben und unten.

> Tip: nicht das ganze Buch
> binden sondern nur das Label, also
> kleinere Stuecke nehmen......

Ja, alles andere wäre mir wohl zu advanced... ;-)
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> Ja, alles andere wäre mir wohl zu
> advanced... ;-)

Für dich gäbe es da noch die Spzialfolie der Firma Neschen, die sich noch mal ablösen läßt ... Aber das wär vielleicht etwas übertrieben.
Folie läßt sich übrigens leichter glatt und unverkrumpelt aufkleben, wenn man sie mit einem zusammengelegten/-gerollten Tuch festdrückt.
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Buchbindefolie gibt es jetzt in jedem gut sortierten Fachhandel ;op

Aber Scherz beiseite, die gibt es in jedem Schreibwarenladen und eientlich überall wo es Schreibwaren gibt (z.B. Karstadt, Woolworth,... )

Kosten je nach Rollengröße ich glaub zwischen 1,50€ und 3€, aber so genau weiß ich das nicht, ich kaufe mir immer die größte Rolle und die hält dann etwas.

und nun zum handwerklichen Geschick: Da bin ich auch nicht so berauschend, aber mit ein bißchen Übung bekommst du das bestimmt auch schnell hin. Falls du dich nicht traust das ganze Buch einzuschlagen, nur das Label überkleben bekommt auch meine 3jährige Nichte hin, also dürfte für keinen BCler ein Problem darstellen!

Hoffe ich habe die geholfen!
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> Hoffe ich habe die geholfen!

Joh, danke, probier ich nächstens mal aus. Gute Nacht.
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Als Labels verwende ich selbstklebende Etiketten (Avery-Zweckform).
Die Labels überklebe ich immer mit durchsichtigem Paketklebeband (Tesa 64014, 5 cm breit). Ist superdünn und sieht man kaum.

Kugelschreiber ist auch recht schwer entfernbar...
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.

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da hast du wirklich einen Punkt... :-)
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> tätowieren! (oh Mensch, deine Probleme möcht ich haben...) ;O)
Ich weiß, meine Probleme sind schöööön! Darum diskutiere ich sie ja hier! Möchtest du vielleicht eins abhaben? ;-)

> Tackern. :-)
Ins Cover? Aua! Das tut dem armen Buch doch sicher weh! :-D

> Deine persönliche Ökobilanz wird nicht unbedingt besser,
> wenn der Kleber länger hält als die
> Bücher. Pattex Power-Kleber für ein paar
> Aufkleber? Ach du liebe Güte...
Hast ja recht: das iss'n bißchen übertrieben, aber ich wollt's halt mal ausprobieren...
> (Das war das Öko-Wort zum Montag. Bitte
> beachten Sie die Hinweise ihres Blauen
> Engels.)
blau? nee, vermutlich zuviel Klebstoff geschnüffelt! :-D

> Ich binde die Bücher meist nach dem Labeln mit
> durchsichtiger Buchbindfolie ein.
> Manchmal aber nur über die Labels ein kleines Stück. Dann macht es den
> Labels auch nichts aus, wenn sie ein paar Tropfen Wasser abbekommen.
Das werd ich mit den Reclams, die nach Indien gehen, machen.

KLEBT BUCHEINBINDEFOLIE EIGENTLICH BESSER ALS DURCHSICHTIGES KLEBEBAND?
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oh man ueber sowas hab ich noch nie nachgedachtt ;) vielleicht mal wikipedia befragen ;)
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> KLEBT BUCHEINBINDEFOLIE EIGENTLICH BESSER
> ALS DURCHSICHTIGES KLEBEBAND?

1. Ja, eindeutig ja.
2. Folie verfärbt sich später nicht.
3. Folie versprödet nicht und fällt dann auch nicht ab (jawohl, normales Klebeband tut das irgendwann).
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oder den "verwandten" Kleber, den Aldi manchmal hat. Nix öko und wasserlöslich. Das einzige Problem damit ist, dass der bei Labeln, die ich mit lasergeprintet habe, durchschlagen kann. Deshalb müssen die Bücher dann immer aufgestellt, leicht offen und ohne Kontakt zu anderen trocknen.
Außen kommt dann noch manchmal Buchfolie übers Label. Da gibts wohl Unterschiede. Die aktuelle bekomme selbst ich als geübte, geschickte Grafikerin manchmal nicht glatt drauf, mit der letzten hatte ich keine Probleme. Also bei Problemen einfach mal wechseln …

CHAOSGRÜSSE
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öhm...

labelt ihr eigentlich alle innen UND aussen?
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Natürlich, Ich finde, ein BC-Buch sollte von aussen deutlich gekennzeichnet werden.
Deswegen kommt ein Nimm-mich-mit-Label aufs Cover und eins hinten drauf. Drinnen kommt dann das ausführlichere Label das noch ein bißchen erklärt. Dann wird die BCID noch mit kuli reingeschrieben und natürlich mit Edding draußen an den Buchrand.
Das schafft keiner zu entfernen!
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> Dann wird die BCID noch mit kuli
> reingeschrieben und natürlich mit Edding
> draußen an den Buchrand.

ja, aber nicht nur an einer Stelle. Alle paar Seiten, so dass man die BCID ca. 5-10 x im Buch verteilt sieht, wird mit Kuli die BCID und der Hinweis, dass es bei BC registriert ist, aufgemalt.
Ich vertraue den Menschen da draußen gar nicht. ;-)
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ich finde diesen Edding-Schmierkram widerlich. Ich bin ja sowieso schon verschrien dafür, dass ich sehr auf den Zustand der Bücher achte. Ich finde, fest mit dem Buch verklebte, hübsche Label, die man einigermaßen gerade aufklebt, müssen reichen! Ich versuche auch, das Cover mit dem Label nicht völlig zu zerstören, denn ein hübsch gestaltetes Cover animiert doch gerade zum Anfassen des Buches. Wenn das vorne garnicht geht, begnüge ich mich auch schonmal damit, ein Buch auf der Rückseite zu labeln.
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Das finde ich eine sehr gute Idee! Das werd ich auch mal ausprobieren!
Mal gucken, wie das dann aussieht, hm...
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Re: öhm...

> labelt ihr eigentlich alle innen UND
> aussen?

Da gibt es ja die unterschiedlichsten Handhabungsweisen (wurde schon heiß diskutiert). Die einen haben ne höhere Fangquote durch außen verunstaltete Bücher;-), die anderen legen Wert auf vollständig sichtbare Cover. Ich z.B. mache außen lieber Banderolen drum (habe aber auch schon mal oben ein mit Tesafilm überklebtes, 0,5cm-breites "Bitte mitnehmen"-Streifchen aufgeklebt...)
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jedoch tue ich das nur selten, weil ich mal auch hier im dt. Forum einen *Beschwerde* Thread gelesen habe, in dem sich einige über eingeschlagene Bücher aufgeregt haben. Die wollten kein Plastik Gefühl a la Schulbuch beim Halten des Buches. Da habe ich eingesehen, dass ich mit selbstklebender Folie in Zukunft sparsamer verfahre, sprich sie nur über die Label und über kleine BC Hinweise auf dem Titelbild und Buchrücken benutze.
Und zur Frage, welchen Klebstoff? Also, mich stören abfallende Label auch. Wenn ich Bücher von anderen BXern bekomme, prüfe ich immer ob die Label festsitzen, denn einmal auf meinem Shelf möchte ich ja auch den weg des Buches lange Zeit verfolgen. @Chaos DEINE Label sitzen in der Tat extrem fest ;o) Ich hab mich schon gefragt, welchen Kleber Du benutzt!
Ich benutze aber auch irgendwelche Klebestifte, trage aber relativ stark, dick auf. Kürzlich gab's im Angebot die Flinke Flasche, die aber echt oft unter Label durchleckt, von daher finde ich den Stift schon besser. Eine Zeit lang hatte ich auch beidseitigklebende Tesafilm/Teppichband. Kennt ihr das? Auch sehr praktisch und hält meines Erachtens auch. Und dann, wie gesagt, kommt immer ein Stück selbstklebende Folie auf's Label.
Ich labele übrigens nur Innen, meistens auf der allerersten Seite direkt hinter dem Titelbild. Auf das Titelbild kommt meist nur ein kleinen BC laufendes Buch.
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... hält je nach Marke immer super und sieht sauber aus. Meine ersten Erfahrungen in Punkto Bookcrossing-Etiketten sind auch gut verlaufen. =)
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Hilfe!
Ich werd ganz reumütig nochmals (hab ich schon mal) alle Posts in diesem Thread (häh? stimmt das so? na, egal) lesen, aber trotzdem schreib ich jez was dazu, in der Hoffnung, dass mir jemand was Schlaues zu sagen hat außer "Lass es doch bleiben":

1. Habe ich festgestellt, dass der Uhu-Stick sofort abgeht, nein, also die Labels, die ich ins Buch geklebt habe, lassen sich nach trocknen auch nach Wochen gaaanz leicht und spurlos(!!!) wieder lösen (habe es an eigenen Büchern ausprobiert und war geschockt!).
Klebe jetzt mit breitem Tesa die Labels innen fest und will mir Klebefolie besorgen, so breite.

2. Kann ich ebenfalls gaaanz leicht mit Uhu-Stick oder auch noch leichter die mit breitem Tesa aufgeklebten Labels lösen, vom Buchcover, wenn das ein beschichtetes ist, also die meisten Taschenbücher... Und zwar auch hier spurlos...

Ich kleb zwar jetzt auch innen noch mal hinten die BCID rein bzw. schreib sie rein und kleb Folie drüber, dann hält das auch, höchstens geht die Folie ab, aber das is doch murks.

Mensch Mensch Mensch... So gesehen finde ich es nicht übertrieben, dafür n Thread zu starten, ich weiß auch nicht, was richtig hält.

Werde erst mal selbstklebende Folie probieren, das geeeeht schon, aber es hält nich wirklich, wenn jemand die Ecken anpult.
Dabei geht es mir auch nich darum, dass es vielleicht mal jemand verkauft, oder überhaupt die Labels abpult, sondern darum, dass das auch unabsichtlich abgehen kann, so, wie ich das momentan klebe... Dann is ne Ecke lose, man bleibt dran hängen und schon isses ab...

Hilfe?!
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Also ich nehme nun meistens UHU Alleskleber und verteile es recht dünn, denn sonst bekommt das label von hinten flecken. Na ja jedenfalls, halten meine label mit dem flüßigen Kleber.
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> kleb Folie drüber, dann hält das auch,
> höchstens geht die Folie ab

Wenn normale selbstklebende Folie auf Papier klebt, geht die nicht ab, ohne das Papier kaputtzumachen.
Auf glatten Oberflächen kann man sie mehr oder minder gut abfummeln, deshalb "fixiere" ich sie ja, indem ich sie auch auf dem Papier innen im Buchdeckel festklebe.


> sondern darum, dass das auch unabsichtlich
> abgehen kann, so, wie ich das momentan
> klebe...

Mit Klebestift: ja. Eindeutig. Tesa geht auch ganz gut ab.
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Wieder festkleben und gut, oder? Zumindest würde ich das so machen, wenn mir ein ehemals festgeklebtes Teil entgegenfällt. Selbst wenn es unbemerkt abfällt ist es ja alles erneuerbar bis auf die BCID, und die kann man ja auch ins Buch reinschreiben, z.B. unter den Aufkleber. ;-)
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> Wieder festkleben und gut, oder? Zumindest
> würde ich das so machen,
> wenn mir ein ehemals festgeklebtes Teil
> entgegenfällt.
Ja, natürlich, da geb ich dir natürlich recht, ich meinte aber auch mehr so auf dem Weg, verstehst?! Nich BEI jemandem Zuhaus, das is kein Ding...

Ich war halt echt erschrocken, wie leicht das Label abzuziehen ging, und so rückstandlos, und das auch nich alt oder so, also, von wegen "2 Jahre hält's, dann wird's kritisch", nee nee, 2 Wochen! *heul*

Aber ich denk, ich werd wohl selbstklebende Folie nehmen und die Label zusätzlich von hinten mit UhuStick (der macht wenigstens keine Flecken wie Flüssigkleber... hab mich da neulich wohl verdosiert bei dem einen Buch...) fixieren. Das geht dann hoffentlich so...

> BCID, und die
> kann man ja auch ins Buch reinschreiben,
> z.B. unter den Aufkleber. ;-)
Ach ja, das is auch mal ne Idee *lach*

Ja, habe auch schon teils die BCID handschriftlich hinten reingeschrieben und dann n breiten Streifen Tesa drüber, damit sie nicht so leicht verwischt.
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Nehmt Klebeband

ich hab zwar jetzt nicht alles gelesen und weiß deshalb nicht ob das schon genannt wurde (aber ich denke mal)

Ich nehm Klebeband für alles, am besten das etwas breitere. Das sich das Klebe band ablöst, liegt meist daran dass die Einschrumpfolie auf den Paperbacks (manchmal auch Hardcovern) brüchich ist und sich samt Klebeband ablöst.
Ich mach den Streiben dann immer etwas länger und kleb ih auf der anderen Seite des Buchdeckels rum (war das jetzt verwirrend?)
Und wenn alle Stränge reißen - die genannte Buchklebefolie wirkt wahre Wunder - vorrausgesetzt man hat Zeit sich damit auseinanderzusetzen.

Ich find Klebeband is ne tolle Erfindung - solltet mal das Paket sehen dass ich gestern nach Hause geschickt habe. Ich frag mich, wie ich das je wieder aufbekommen soll.
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Bucheinschlagfolie hält länger, vergilbt nicht.
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Ok, da das Thema nicht tot zu kriegen ist, senfe ich jetzt auch noch dazu.
Von allen Klebstoffverbindungen ist die von Papier mit Papier die einfachste. Der Buchbinder nimmt dazu zwei Produkte, 1. Kleister und 2. Leim. Beide sind in der Regel einigermassen alterungsbeständig.

Kleister
dient eher dazu, grossflächig zu kleben, ist also für Etiketten ins Buch nicht so doll. Ausserdem muss er frisch gemacht werden, ich nehme ihn manchmal, wenn ich sowieso gerade welchen habe. Und zwar entweder Weizenstärkekleister oder Reisstärkekleister. Kochrezept auf Anfrage. Oder Methylzellulosekleister, vulgo Tapetenkleister. Den habe ich auch manchmal bereit, wenn ich Kleisterpapiere mache. Durch Zugabe von Leim werden alle Kleister wasserfester und härter.

Leim
die alten Buchbinder und Tischler haben sich ihre Leime selber gekocht. Aus Tierabfällen in einem Topf in der Werkstatt. Muss gestunken haben wie Hund. Vorbereitete Tierleime gibt es für Restaurierungsarbeiten - nur so zur Info, die Verwendung des Zeugs fürs Etikettenkleben will ich nicht empfehlen.
Heute gibt es Dispersionsleime (Weißleime), einmal zur Verwendung mit Papier (Planatol) und einmal mit Holz (Ponal). Der Unterschied besteht darin, dass Ponal eine unbiegsame Verbindung herstellt, Planatol eine biegsame. Deshalb ist Ponal nicht für Buchbinderei geeignet. Da aber Etiketten eine kleine Fläche haben, geht es dafür hervorragend. Und meistens, wenn ich nicht gerade aus dem grossen Planatol-Eimer was abgefüllt habe, klebe ich Etiketten mit Ponal.

Pritt- und Tesastifte sind auch Weißleime, aber weil sie in der "praktischen" Stiftform sind, trocknen sie aus, ziehen Fäden und gehören in die Tonne mit der Aufschrift "moderner Konsumentenschrott" entsorgt.

Lösungsmittelhaltige Klebstoffe sind zum Papierkleben völlig überflüssig, weil Umwelt und Gesundheit belastend, ohne einen sinnvollen Mehrnutzen zu bringen. Wer trotzdem schnüffeln will, greift zu Coccoina, ein Kartoffelstärkekleister mit Mandelaroma, in der runden Aludose, mit dem Pinsel in einer Aussparung in der Mitte. Ja, die Älteren unter uns erinnern sich wehmütig, das gabs von Pelikan ganz früher auch mal.

Suse
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> Coccoina

Pelikanol! Oh, wie lange hab ich da nicht mehr dran gedacht. Gleich mal Preisvergleich machen...
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Um noch mal die Frage aufzugreifen, wie man ein Buch glatt und ohne Falten und Blasen in die Klebefolie einschlägt:
1. Folie zuschneiden, mit 3 cm Rand rund um das Buch (Buch geöffnet auf den Rücken legen).
2. Folie auf Höhe des Buchrückens oben und unten einschneiden, und die Folie dort in Buchrückenbreite abschneiden (oder so zuschneiden, dass sie bei gebundenen Büchern in den Rücken gestopft werden kann).
3. Schutzfolie abziehen.
4. Buch mit dem Rücken genau auf die Folie setzen. Andrücken.
5. Buchrückseite vom Rücken ausgehend über die Tischkante ziehen. Taschenbücher nicht durchbiegen, dann steht der Einband ab!
6. Ecken oben und unten schräg abschneiden, dann die Klebefolie nach innen schlagen. Dabei vom Rand nach innen feststreichen.
7. Buchvorderseite genauso behandeln.

Hab ich mir in unserer Schulbücherei abgeguckt. :-)
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> Um noch mal die Frage aufzugreifen, wie
> man ein Buch glatt und ohne Falten und
> Blasen in die Klebefolie einschlägt:

Ich bevorzuge eine andere Methode, die ich für wesentlich einfacher und risikofreier halte, nämlich nicht das Buch auf die Folie legen, sondern die Folie aufs Buch und dann Stück für Stück (möglichst mit dem bereits erwähnten zusammengerollten Tuch) fest"wischen". Dabei wird die Schutzfolie (Folienträger) auch nur stückchenweise abgezogen. Da kann nicht so viel schiefgehen, man kann relativ leicht noch mal ein Stück abziehen und korrigieren.
Und sollte es doch mal Blasen geben: kleine Blasen gehen raus, wenn das Buch gepreßt wird (zwischen anderen Büchern im Regal), große kann man ganz vorsichtig mit einer Nadel anstechen und die Luft rausdrücken.
Ich spreche aus Erfahrung - hab schätzungsweise tausende Bücher in Folie "verpackt" (Bibliothek, nicht die eigenen! ;-) )

Edit: bei Interesse kann ich den Vorgang mit der Folie auch noch mal genauer erklären.
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Wie schlage ich ein Buch ein? Mit Vorführung! Kann ich auch anbieten ;o)
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> Wie schlage ich ein Buch ein? Mit
> Vorführung! Kann ich auch anbieten ;o)

Ja!!! Genau! Man kann uns selbstverständlich auch "mieten", wenn man die Anreise, Kost und Logis bezahlt! Und die Materialkosten! ;-)
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> Ich bevorzuge eine andere Methode, die ich
> für wesentlich einfacher und risikofreier
> halte, nämlich nicht das Buch auf die
> Folie legen, sondern die Folie aufs Buch
> und dann Stück für Stück (möglichst mit
> dem bereits erwähnten zusammengerollten
> Tuch) fest"wischen". Dabei wird die
> Schutzfolie (Folienträger) auch nur
> stückchenweise abgezogen. Da kann nicht so
> viel schiefgehen, man kann relativ leicht
> noch mal ein Stück abziehen und
> korrigieren.

Also das wundert mich jetzt! Macht das denn irgendjemand anders? Das ist doch aber die einfachaste und blasenfreiste Methode?!!
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> Macht das denn irgendjemand anders?

Hast du die Schilderung von GFI gelesen?
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> Hast du die Schilderung von GFI gelesen?

Nö, vielleicht schau ich mir die 'mal besser an...

;-)
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> ;-) ) Edit: bei Interesse kann ich den
> Vorgang mit der Folie auch noch mal
> genauer erklären.

LÖLL!
Dazu brauch ich jetzt ersma diese dumme Folie. Aber ich glaube ich bin ohnehin kein Sommer-Vollflächenverfolier-Typ. Ich glaub ich bin der minimalistische Winter-Labeler :-)
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> kein Sommer-Vollflächenverfolier-Typ

Es ist ausgesprochen sinnvoll, im Winter mit dem Üben anzufangen, denn wenn es im Sommer so richtig heiß ist, wird die Folie weicher und damit so lappig, daß sie schwerer zu beherrschen ist! (Jedenfalls beim Hantieren mit größeren Stücken.)
Hm ... der Sommer-Vollflächenverfolierer ist also eine Art Gegenteil zum Warmduscher und ähnlichen Erscheinungen ... überleg dir gut, was du sein möchtest! ;-)))
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*gehtZumChiropraktikerUndLässtSichDieZungeWiederEinrenken*
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> *gehtZumChiropraktikerUndLässtSichDieZung
> eWiederEinrenken*

So betrachtet, hätte der Frühlings-Vollflächenverfolierer gegenüber dem Sommer-Vollflächenverfolierer auch noch einen kleinen Vorteil!
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> Um noch mal die Frage aufzugreifen, wie
> man ein Buch glatt und ohne Falten und
> Blasen in die Klebefolie einschlägt: 1.
> Folie zuschneiden, mit 3 cm Rand rund um
> das Buch (Buch geöffnet auf den Rücken
> legen).
> 2. Folie auf Höhe des Buchrückens oben und
> unten einschneiden, und die
> Folie dort in Buchrückenbreite abschneiden
> (oder so zuschneiden, dass
> sie bei gebundenen Büchern in den Rücken
> gestopft werden kann). 3. Schutzfolie
> abziehen. 4. Buch mit dem Rücken genau
> auf die Folie setzen. Andrücken. 5.
> Buchrückseite vom Rücken ausgehend über
> die Tischkante ziehen. Taschenbücher nicht
> durchbiegen, dann steht der Einband ab!
> 6. Ecken oben und unten schräg
> abschneiden, dann die Klebefolie nach
> innen schlagen. Dabei vom Rand nach innen
> feststreichen. 7. Buchvorderseite
> genauso behandeln. Hab ich mir in
> unserer Schulbücherei abgeguckt. :-)

So, jetzt habe ich mir die Anleitung durchgelesen und finde sie reichlich gefährlich. Was passiert, wenn die Folie/das Buch gerade im Moment des andrückens (d.h. Sekunden vorher) verschoben wird, einem die Hände zittern und es dadurch zu Fehlern kommt. So wie ich das sehe, gibt's mehr Blasengefahr.
OK, es mag sein, dass das nicht so lange dauert wie die Methode, die 140704 beschrieben hat (obwohl ich die ziemlich flott hinkriege (jahrelang eigene Bücher beklebt)), aber definitiv sicherer ist sie schon.
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> die Methode, die 140704 beschrieben hat
> (obwohl ich die ziemlich flott hinkriege
> (jahrelang eigene Bücher beklebt))

Cool! Beim nächsten Meetup machen wir mal ein Wettkleben, ok?? Am besten mit dünnen, glänzenden DIN A4-Teilen! ;-)

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> Und meine Experimente mit fluessigen
> Klebersorten (Typ Flinke Flasche und
> Ponal, allerdings beidesmal die
> Discounterversion) habe ich bis jetzt
> immer
> wegen Wellenwurf wieder beendet, bzw. nur
> wieder aufgenommen, wenn gerade
> mal wieder der Klebestift leer war...

Wieviel Wellenwurf es gibt, haengt, glaube ich, sehr von der Klebersorte ab. Darum bin ich ja auf der Suche nach dem besten Kleber.
Ich habe den Wellenwurf weitgehend vermieden: Ich habe naemlich den Kleber auf die Bucheinbandinnenseite (Tolles Wort, ne? ;-) ) gestrichen und dann schnell das Label draufgedrueckt. Das geht recht gut, wenn man vorher den Umriss des Etiketts mit ein paar Bleistiftpunkten markiert.

Auf welchem Meet-Up wollt ihr denn die Einklebevorfuehrung machen? :-) Klebt ihr eigentlich auch Hardcover-Buecher ein? Klebt ihr Bucheinbindefolie auch ueber das Etikett innen?

> Dann wird die BCID noch mit kuli reingeschrieben und natürlich mit Edding draußen an den Buchrand.
> Das schafft keiner zu entfernen!
Ich hab mir dafuer einen deutschen Stempel gesetzt. Mindestens vier Textseiten werden bei mir gestempelt und die BCID druntergeschrieben.
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Einen deutschen Stempel wollte ich mir auch mal zulegen. Aber ich komm einfach im Moment zu nichts!
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> Klebt ihr Bucheinbindefolie auch ueber das
> Etikett innen?

Ich hab normalerweise ein Label (Nimm mich mit, lies mich, lass mich wieder frei) außen und ein ausführliches mit BCID innen auf dem Deckel. Und beide klebe ich mit *einem* Streifen fest, so daß man das Buch automatisch kaputtmachen muß, wenn man auch nur das außen (das evtl besser abgeht) abmachen wollte. Das hab ich mir angewöhnt, nachdem hier reihenweise Bücher aus unserem ExLibris-Schrank ins Antiquariat gewandert waren.
Auch die BCID auf dem Seitenschnitt hab ich mir seitdem angewöhnt.
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> Und beide klebe ich mit *einem* Streifen
> fest

Also wie eine Banderole, die aber nicht außen um das Buchgeht, sondern sozusagen statt dessen längs?
Also die Banderole geht um das Cover (von unten nach oben z.B., von vorne betrachtet halt, und dann rein und innen im Deckel auch von unten nach oben und dann wieder raus aufs Cover).
So, ja?
Klingt nämlich super!!!

Aber ist deine Erklär-Etikette für innen nicht zu breit dafür?

Bilder wären toll... *schwärm* Versuche echt gerade, das zu verstehen ;-)
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> Also wie eine Banderole, die aber nicht
> außen um das Buchgeht, sondern sozusagen
> statt dessen längs?

Ganz genau.

> Also die Banderole geht um das Cover (von
> unten nach oben z.B., von vorne betrachtet
> halt, und dann rein und innen im Deckel
> auch von unten nach oben und dann wieder
> raus aufs Cover).

Ich mach's eher umgekehrt, dann muß die Banderole nicht geschlossen sein (ja, dann ist sie auch keine Banderole mehr, wenn man's korrekt nimmt): also außen ganz drüber - solange sie innen oben und unten auf Papier klebt, kann man das nicht mehr abmachen, ohne daß was kaputtgeht.
Und ehrlich gesagt: ich mach das *so* perfekt auch nur bei Büchern, von denen ich annehme, daß jemand Interessa haben könnte, das Label wieder abzufummeln. Oder bei Hardcovers in Leinen, weil die Folie da nicht besonders gut hält.
Aber beide Labels irgendwie mit einem Streifen Folie bedecken, das mach ich immer, weil das dann lange nicht so gut zu entfernen ist.
Und ich denke, die BCID auf dem oberen Buchschnitt macht das Buch dann für Antiquariate sowieso uninteressant.

> Aber ist deine Erklär-Etikette für innen
> nicht zu breit dafür?

Die Folie ist, glaube ich, ca. 9-10cm breit, das Label ist etwas schmaler. Und ich klebe das Label ja außerdem fest, deswegen muß die Folie nicht ganz drübergehen.
Probier einfach rum, das wird schon alles! Ich hab die Technik auch schon ein paarmal gewechselt! ;-)
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> bei Hardcovers in Leinen,
> weil die Folie da nicht besonders gut
> hält.
Habe auch schon überlegt, was ich da machen könnte. Gute Idee, die du hier so schön publizierst *freu*

Und das ist so eine durchsichtige selbstklebende Folie, ja?
Wo gibt es so was denn? Im Bastelgeschäft? Wollte mir die auch mal kaufen, um Labels, vor allem die äußeren, aber auch durchaus innen, vorm verwischen zu schützen. Ins Wasser werfen kann man das Buch dann zwar auch nicht gerade, aber ein paar Tropfen Regen hält es dann aus. Oder Spucke. Oder einen Nieser -- iiiiieehhhh, nee, das wird jez aber eklig!
Bei Wild releases mach ich eh ne Tüte drum, aber mir wurde schon mal eine abgerissen, hat mir Laborfee erzählt, da sie mein Buch fand, und das Label war verwischt.
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> Wo gibt es so was denn? Im Bastelgeschäft?

Im Schreibwarenladen bzw. in der entsprechenden Kaufhausabteilung normalerweise.

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